Trane

Volker Lechtenbrink ist gestorben. Der nun also auch. Dusty Hill, Hank von Helvete (ok, nicht ganz Hills Kragenweite), Neil Peard, Wolfgang Dauner, Eddy van Halen, Bill Ramsay, Charley Watts, Lee Scratch Perry … es stirbt sich wohl gerade gut.

Soso, Volker Lechtenbrink: Das war doch der, den wir in der Schule immer sehen mußten, wenn die Klasse einen Anti-Kriegsfilm zusammen ertragen und danach darüber sprechen, warum das alles so schlimm gewesen war. Danach hat er dann angefangen zu singen – das war auch nicht viel besser. Eben einer dieser Schauspieler, die sich auf eine Bühne mit Publikum Musike berufen fühlten, neben den Brettern, die die Welt darstellen. Wer schauspielern kann, der kann auch Musik oder so. Oder will mal vom Publikum bejubelt werden oder in eine Talkshow oder ein Backstage zerlegen. Es gibt ja viele Gründe, Sänger zu werden.
Jetzt musiziert er jedenfalls nicht mehr oder schauspielert und das ist irgendwie auch schade.
Soviel zu Volker Lechtenbrink.

Damit man selber nicht auch vor Langeweile stirbt, sucht man sich am besten ein Projekt, welches einen beschäftigt.
Die Lautsprecher in der Dunkelkammer sind ja schon sehr gut, die Chassis aber seit Jahrzehnten nicht mehr im Handel. Ersatztypen gibt es nicht; jedenfalls nicht aus deutscher Produktion. Deutschland ist kein HiFi-Land. Skandinavien, England, Fernost und Frankreich geht noch so. Hierzulande ist Geiz geil und so ist denn auch das Angebot. Man muß schon etwas weiter fahren um so etwas wie ernstzunehmende Lautsprecher zu ergattern. Was wurde eigentlich aus der Firma Isophon? (heißen jetzt Gauder-Akustik und besetzen die Nische): Ein müder, schlafkranker Abklatsch des Namensgebers.
Egal: Ich bin ja bereits fündig geworden. Jemand will auch so ein paar Lautsprecher haben, also bekommt er welche.

In irgend einem Forum diskutiert man derweil irgend einen Unsinn über Plattenspieler. Ich bekämpfe erfolgreich den ersten Reflex da mitzutun und auch den zweiten. Sie werden eben ihre Platten zerstören – nicht heute, nicht morgen. Aber sicher. Und das nur, weil ein Durchgeknallter eine durchgeknallte Idee als bewährt Technik verkauft. Aus der Abteilung »wenn die Platte knistert und knackst, einfach Ponal drübergießen und warten bis das getrocknet ist.« Warum nicht gleich UHU-Endfest? Da kommt bestimmt gleich eine eine Diskussion über Abtaster. »Welche Nadel passt am besten zu meinem Flohmarktfund von Saniyo aus der Mitte des letzten Jahrhunderts?« Vielleicht ein Koetsu Urushi Sky Blue oder doch besser das Ortophon SPU Royal GM MK II (das fräst wenigstens die Klebstoffreste erfolgreich aus der Rille)? Na ja… das Decca London Referenz ist gerade nicht innerhalb der nächsten 3 Tage lieferbar, also wieder (wie die letzten 40 Jahre zuvor) das legendäre Audio-Technika VM95 von Amazon. Das kann schon Stereo!

Äh…nein. Halt dich da raus, Pantoufle

Raushalten scheint mir momentan ohnehin das Gebot der Stunde zu sein. Ich würde ja auch gerne mehr auf der Schrottpresse schreiben, kann aber nicht. Ähnlich den Abtastern böte sich das Thema Corona an. Aber darüber ist nun wirklich schon alles geschrieben und das, was da nicht steht, sind die Wutanfälle die sich wenigstens bei mir langsam einstellen. Noch ein Wutbürger. Auch nicht schön.
Der Aufsatz von Natalie Grams auf Spektrum.de bringt es eigentlich sehr gut auf den Punkt »Wer Globuli sät, wird Impfgegnerschaft ernten«.
Oder »was passiert, wenn man offener Wissenschaftsfeindlichkeit zu lange nicht offensiv widerspricht?« Dann trifft sich die Youtube-Intelligenzia mit Fackeln vor dem Haus der Gesundheitsministerin. So schließt sich dann der Kreis mit dem UHU-Endfest und Chloroquin.

Merkel ist weg! Die Ümpfgegner*klick*innen müßten eigentlich in dünner Sommertracht auf den Straßen tanzen. Hmmm… das tun sie wohl auch. In Wien, Brüssel und Berlin sind es die üblichen Millionen, die auf die Straße … Ja, und so weiter. Juhu-EndFest.

Also »Merkel weg«. Und nu? Jetzt ist Scholz so etwas wie Gerhard Schröder mit Gazprom vorweg statt später. Und Annalena statt Joschka, die Opferanode im Haifischbecken. Erinnert sich noch jemand an Otto Schily? Man muß ja nicht einmal besonders alt sein, um sich an die letzte Katastrophe mit grüner Regierungsbeteiligung zu erinnern. Und jetzt nicht mal im Vorfeld ein Unterschied zur FDP. Im Zusammenhang mit der Ukraine sprechen sie schon wieder von Krieg. Mir graut es.

Sonst noch jemand tot?

Miles Davis at Olympia, March 20th 1960. Miles Davis war ein Jazzmusiker (tot). Das Olympia ist in Paris und eine Konzerthalle. Und 1960 ist ziemlich lange her. Featuring John Coltrane (tot). Featuring… auch so ein seltsamer Begriff aus der Musikbranche. Eigentlich kann man es übersetzen als »mit« oder »mit Unterstützung«, was in diesem Fall allerdings höchst unzutreffend ist.
Ich liebe diese Aufnahme ganz besonders. Unter anderem wegen ihrer außergewöhnlich guten Aufnahmequalität. »Unter anderem« deswegen, weil da zwei Revolutionäre zusammen auf der Bühne stehen und äußerst kontrovers diskutieren. Zwei unbestrittene Könner ihres Fachs, zwei Genies. Coltrane wollte ja eigentlich nicht mit auf die Europa-Tour, sondern lieber selber etwas Jazzgeschichte schreiben wie Davis das gerade mit Kind of Blue getan hatte (Trane hatte im selben Jahr »Giant Steps« absolviert; man stand sich also in nichts nach). Der Eine experimentiert damit, wieviel Töne man weglassen kann, ohne daß es jemand bemerkt, der Andere ist dabei, die liegengelassenen Noten neu zu sortieren und dafür passende Töne zu finden (So What). Unterschiedlicher geht’s wirklich nicht. Aber man spricht ja eine gemeinsame Sprache und das ist schon erheblich mehr als man mit Twitter und Whatsapp entwickeln kann.
Und deswegen hören wir jetzt mal etwas Coltrane:

Mehr Komplexität, Intelligenz und Bildung in 8 Takten als in 2 Jahren Diskussion über Corona (um auf das einzige Thema zurückzukommen.) Gemessen an dem, was ich in den letzten Monaten zu lesen bekam, geradezu ein zivilisatorischer Gegenentwurf der gerade herrschenden, leicht sächselnden Gegenwart. Vollkommene Freiheit gegenüber Maschendrahtzaun.
Ach ja… auch tot. Frank Williams, der Rennstallbesitzer. Der arbeitete so ziemlich zeitgleich bei der Cambell Soup Company (aus diversen Museen bekannt) und ’61 als unterdurchschnittlich begabter Rennfahrer. Anschließend als Bauchladen-Verkäufer von Ramsch an der Rennstrecke wie Ventilfedern, Bremsbelägen und Scheibenputztüchern. Ab ’69 ging es dann aufwärts mit dem Kauf eines Brabham F1, einem halbwegs zeitgemäßen Geschosses, mit dessen Nachfolger von de Tomaso sich sein Spitzenfahrer Courage 1970 zerlegte. Ab da ging’s aufwärts. Das kommentiere ich besser mal nicht. Wobei heute ein guter Tag dafür wäre, wo heute das Ergebnis des Rennens in Saudi Arabien öffentlich am Sprechfunk ausdiskutiert wurde. Wenn das vor den Kulissen stattfindet, dann möchte man nicht wissen, was hinter verschlossenen Türen beschlossen wird.

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18 Antworten zu Trane

  1. GrooveX sagt:

    der absatz mit davis & coltrane: süß! mindestens!

    … hank aus der hölle? schlechtes omen, tät ich mal sagen. den jetzigen kannte ich nicht. der andere, der schon ewig tote, war hier mal ‘der insider’ für alle kunst-, design- und musikstudent:innen, die mal was über underdogs gelesen hatten. jeder suff ein drama. doch das ist wieder ne andere geschichte.

    p.s. mahn, wo gibt es denn sone fetten checkboxen? die kann man ja nur ignorieren.

    • Pantoufle sagt:

      »… hank aus der hölle?«
      Turbonegro? Nie gehört? Die haben nen ganz lustigen Fan-Club; »Turbojugend«

      »der schon ewig tote«
      Coltrane? Der hat auf der Kunst-Uni bei Euch den Hausgeist gemacht?

      »fetten checkboxen«
      Meinst Du, ich sollte mir meine Seite mal über einen anderen Rechner ansehen?

      • GrooveX sagt:

        moin pantoufle,
        nicht coltrane, der andere hank… ich weiss, wild rumassoziieren ist in den social webs nicht immer erfolgreich.

        und die checkbox? die bringt mich jetzt echt ins rätseln. dieses riesending, so hoch wie sieben zeilen des dazugehörigen textes, gibt es so nur in seamonkey (2.53.10) auf meiner blechkiste. alle anderen browser haben eine normal fast unsichbare. auf meinem laptop – jetzt, hier – ist sie auch völlig normal fast unsichtbar, und das in der gleichen version von seamonkey. was soll mir das jetzt sagen???

  2. Siewurdengelesen sagt:

    Ja und wie reinige ich nun die Knisterdinger? Schließlich mag ich mir mein höchstwertiges Audio-Equipment nicht auch zerstören;-)

    Und die Checkbox ist bei mir auch – sagen wir mal so – ziemlich groß im FF. Würde ich aber so in Richtung FF oder Werbeblocker schubsen, denn selbst Freigeben unter Noscript ändert das nicht.

    • Woogie sagt:

      Ich mache mal etwas Werbung hier, wenn das ok ist.

      Ich benutze für meine Vinylscheiben eine Knosti, hat mal um die 50€ gekostet und gibt es heute mit Reinigungsflüssigkeit für ~120€.
      Das Ergebnis ist schon ziemlich gut, das Preis/Leistungsverhältnis fast unschlagbar.
      Die Flüssigkeit besteht aus Isopropanol und destilliertem Wasser. Die Mischung ist nicht angegeben, aber ich vermute mal, dass die so bei max. 30-40% Iso liegt.
      Wenn man die Mischung selber macht, unbedingt darauf achten , dass das Wasser „richtiges“ destilliertes Wasser ist; Das für Batterien oder Bügeleisen genügt nicht.
      Wenn Du nicht viele Hundert Platten waschen willst oder musst, würde ich mir die Flüssigkeit von Knosti besorgen. Der Liter reicht locker für bis zu 100 Platten.

      Soll es edel und noch besser werden und hast Du Zeit und Talent 😉 kannst Du natürlich auch eine Ultraschall-Maschine selber bauen. Hat ein Freund gemacht und funktioniert wunderbar. Kostenpunkt so um die 300/350€:
      https://www.good-vinyl.de/pflege/schallplatten-reinigen/ultraschall-reinigung/

      • Siewurdengelesen sagt:

        Danke für die Hinweise.

        Knosti plus Karbonfaserbürste plus Filtern klingen für mich nach der “Vernunftlösung”, denn bisher habe ich die Dinger mehr oder weniger einfach von Hand abgewaschen, aber das ist halt ein ziemliches Gefummel. Wieso mir da so ein Ding nicht selber aufgefallen ist – muß der blinde Fleck gewesen sein?!

  3. Pantoufle sagt:

    Moin Woogie

    Also, Werbung ist grundsätzlich nicht ok, aber in diesem Falle ist da überhaupt nichts gegen einzuwenden.
    Wenn ich mal die Aussagen von Dir und der »Werbung« mal zusammenführe, steht da eigentlich alles drin, was man über das Thema wissen sollte.
    Worüber ich mich da oben so aufgeregt habe, war, daß das eigentlich alles alte Hüte sind. Da kann jeder selber drauf kommen und sich schlau machen. Man muß das nicht alles neu erfinden.
    Obwohl da eigentlich alles steht (zum Teil zwischen den Zeilen), trotzdem ein paar Anmerkungen.

    Mein Rezept ist TASKI Sprint (1,2-Benzisothiazol-3(2H) ), Isopropanol, Aqua bidest, und ein paar Tropfen Netzmittel (weil das literweise in meiner Dunkelkammer vorhanden ist, Kodak Photo Flo 200. Alles andere aus dem Photobedarf geht auch.) Und gleich der Hinweis, daß das keinesfalls bei Schellackplatten verwendet werden darf. Schellack ist auch nach 100 Jahren noch alkohollöslich. Zwar sind die nicht »aus Schellack«, sondern nur die Oberflächenversiegelung oder das Bindemittel. Also Finger weg!
    Von irgend welchen Antistatik-Lösungen wird allgemein abgeraten; habe ich aber noch nie ausprobiert.

    »…reicht locker für bis zu 100 Platten«
    Das tut es bestimmt, nur ist die Lauge dann hoffnungslos verdreckt. Bei diesen geringsten Preisen für die Jauche würde ich die öfter wechseln. Selber anmischen!
    Und das ist in meinen Augen eben auch das Hauptproblem: Es ist nass und es muß wieder trocken werden. Nass machen und mit der Bürste drüber ist ziemlich halbherzig. Der Dreck wird gelöst, schwimmt etwas auf und wird von einer einfachen, mechanischen Bürste nicht vollständig beseitigt. Die Bürste beseitigt sicherlich einen Teil des Drecks, der Rest wandert von einer Stelle zur nächsten. »…Die LP knisterte an vielen Stellen (vermutlich nass abgespielt) «. Der Autor merkt es ja selber an.
    Die gern gegebene DIY-Idee, einen ausrangierten Staubsauger als Gebläse zum trocknen zu verwenden… also wenigstens meine Wohnung ist kein Reinraum nach ISO 14644 und VDI 2083. Und Staubpartikel mit hoher Geschwindigkeit auf eine Kunststoffoberfläche zu schießen; na, ich weiß ja nicht. Meinen Negativen im Trockenschrank bekommt das jedenfalls nicht.

    Da ich voller Talent und Tatendrang stecke, werde ich mir die Idee mit dem Ultraschallbad mal durch den Kopf gehen lassen.

    • R@iner sagt:

      Wie wäre es mit Laserabtastung? *duckundwech*

    • Woogie sagt:

      Hi Pantoufle,

      zu der “Brühe” sollte ich ergänzen, dass die nach jeder Wäscherunde durch ein Filtervlies gegossen wird. Allerdings hatte ich bisher auch keine Platten die so übel verdreckt waren, dass da sichtbar Schmutz in der Flüssigkeit war (meine eigenen schon gar nicht 😉 ).
      Bei der Reinigung ziehe ich die Platten drehend aus der Brühe raus, um den von Dir beschriebenen “Pappeffekt” von Dreck etwas zu entgehen. Nach der Trocknung schaue ich noch mal genau hin und wenn ich Flecken entdecke “bürste” ich die mit einer sehr dichten Carbonhaarbürste (ist eigentlich für die Nadel) weg. Das klappt in Summe sehr gut und genügt mir dann tatsächlich.

      BTW: Deinen Artikel zum “Brüderchen” fande ich sehr interessant. Ich bin elektrotechnisch jetzt nicht so versiert, weiss aber immerhin wo beim Lötkolben vorne ist. Hast Du Dir mal die Selbstbau-Endstufe Symasym angeschaut? Ist auch eine recht einfache Schaltung. Ich bin da noch dran, liegt aber leider aus Gründen seit Wochen auf Halde 🙁

      • Pantoufle sagt:

        Hi Woogie

        Also mal von hinten nach vorne. Ich sehe Dich hier auf der Schrottpresse zum ersten Mal und weiß natürlich nicht, was Du hier so gelesen hast. Aber vor Jahr und Tag habe ich mal eine Bastel-Anleitung für einen Satz Lautsprecher veröffentlicht, der – bis auf den Bassbereich – mit modifizierten SymAsym betrieben wird. Bis hierhin bin ich recht zufrieden damit.
        Für das »Brüderchen« gibt es ein paar sehr gute Gründe. Ich verwende das LM3886 IC jetzt schon recht lange und habe es an den verschiedensten Lautsprechern getestet. Wie ich bereits schrieb: Wenn Verdrahtung und Layout gut gemacht sind, spielt das Kleinteil ganz, ganz weit vorne mit. Wenn ich allerdings mehr als 30W/8Ω brauche, nehme ich was anderes. Aber mal ehrlich – Wer braucht das tatsächlich und wenn ja, wann? Da ich Lautsprecher und Elektronik selber baue, bevorzuge ich eine Kombination, die zusammenpasst. Und da bietet das »Brüderchen« viel Spielraum mit potentiellen Spielpartnern. Momentan (die letzten Tage und Nächte) schraube ich bereits am nächsten Exemplar, da ich mit der Auffassung der Qualität wohl nicht alleine da stehe. Das wollte noch jemand anderer haben.
        Was die gebotene Leistung betrifft, so ist das so eine Sache. Wenn ich wirklich »mehr« brauche (wie für meine Klipsch-Basshörner), dann aber auch gleich viel mehr. Der nächste überhaupt wahrnehmbare Schritt von 30W/8Ω wäre ca 200W/8Ω. Denn bevor man überhaupt etwas »bemerkt« muß man die Leistung in etwa vervierfachen. Dann tut sich was – allerdings auch im Geldbeutel. 200W/8Ωm bedeutet ein mindestens 500VA Trafo pro Kanal, 30.000, 40.000µF/ (mindestens) 70V Elko, Kühlkörper, Endtransistoren, ect. pp. Das läppert sich schnell. Und bevor man mit panischen Augen den Hifi-Katalog blättert: Es gibt Hifi-Watt und physikalische Watt. Das sollte zwar immer U x I sein, ist es aber nur selten. Meist ist es leider nur die geschätzte elektrische und optische Energie gemessen über der fliegenden Hauptsicherung (= »Musik♫leistung!«).

        Die Ergänzung zur Brühe ist existenziell!

        Ach gottchen – der Laserplattenspieler! 32.000$. Dafür kann man aber eine ganze Menge Platten kaufen und ein Microfasertuch für jede Scheibe. 60.000$ für den Knacksdetektor? Ähhhh… ja! Ich höre die – dafür brauche ich keinen Computer!

        • Woogie sagt:

          Ich lese hier schon ein Weilchen mit, gehöre aber eher zur der stillen Sorte.
          Die Bastelanleitung kannte ich schon und hat einige meiner (kleinen) Weltbilder erschüttert. Ich war damals (80er) schon froh, dass ich meine Procus Fidibus zusammengesägt bekommen habe, aber die Klipschörner sind ja bautechnisch eher Championsleague, ich sehe mich da eher in der Kreisliga 😉
          Und dass Du Bändchen-Hochtöner selber baust / gebaut hast, da falle ich vor Ehrfurcht auf die Knie.

  4. Stefan R. sagt:

    Ach ja, Lechtenbrink. Mich hätts ja ein wenig gewurmt, wenn einer meiner bekannteren Songs, mit dem ich mich als ein Stück weit schon ein wenig unangepasster Individualist inszenieren wollte, ausgerechnet von Rolle Zuckowski und seinen kleinen Freunden gecovert wurde. DAS wäre Miles und Trane definitiv nicht passiert.

    • Pantoufle sagt:

      Moin Stefan R.

      Das mit dem covern und »nachempfinden« hat bei mir einen Punkt erreicht, daẞ Selbiger bereits überschritten ist. Erst Bach und die KI, jetzt Kenny J und Louis Armstrong …

      »But when Kenny G decided that it was appropriate for him to defile the music of the man who is probably the greatest jazz musician that has ever lived by spewing his lame-ass, jive, pseudo bluesy, out-of-tune, noodling, wimped out, fucked up playing all over one of the great Louis’s tracks (even one of his lesser ones), he did something that I would not have imagined possible.«

      Pat Metheny über Kenny J.

      Wie ich aus sicherer Quelle weiß, wird Zuckowski in einer kleinen Privathölle schmoren, umgeben von unbegabten Metal-Gitaristen und plärrenden, hosenscheißenden Kleinkindern. Möge er für immer schmoren!

      • DasKleineTeilchen sagt:

        schmort da auch zukünftig der kämpfer für soziale gerechtigkeit aus jersey und

        “megakitschier, seelenvergifter, betrüger der unschuldigen, zuhälter, befriediger niedrigster instinkte und billigststricher…”

        (robert crumb)

        der gerade sein gesamtes Œuvre für ne halbe milliarde an sony verscheuert hat? frage für nen freund…

  5. Fred sagt:

    Jo, die Kritik von Pat Metheny an Kenny J. hat mir ein befreundeter Musiker als die raus kam, sofort aus Dtl. via Messenger geschickt.
    Als ich damit durch war, habe ich nur gedacht, also wenn “uns” Kenny musikalischen Anstatt hätte, würde der jetzt auf Bademeister umsatteln (bei so einer Kritik würde das wohl jeder Musiker tun😀).
    Aber man kann davon ausgehen das Kenny J. genau so weiter machen wird.
    Tja…

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