Presseschredder 20.2.2021

Zwischen Elektronik, Lautsprechern, den Bücherstapeln, Modellbau und Dunkelkammer – das Leben geht ja angeblich weiter.
»Friseure leiden nun seit fast 2 Monaten unter Berufsverbot!«
Da lacht der Veranstaltungstechniker.


»Im Grunde geht es bei der Corona-Regelung nicht um eine Betriebsschließung, sondern um eine Tätigkeitsuntersagung«.
Schön, daß wir darüber auch mal in dieser brutalen Deutlichkeit darüber gesprochen haben. Zugegeben: Die Systemrelevanz von Friseuren und Kosmetikern ist ein alter, ausgelatschter Joke. Aber ins Grübeln kommt man schon, mit welcher Vehemenz sich das Thema immer noch an die Spitze der Schlagzeilen drückt. Und ich dachte immer, die gehören zur »Klasse B«, die zusammen mit Filmproduzenten, Unternehmensberatern, Versicherungsvertretern und Telephondesinfizierern auf dem Raumschiff »Arche B« auf der Erde landeten und die dort lebenden Höhlenmenschen aus der evolutionären Kette drängelten.
So kann man sich irren. Oder doch nicht?

Lang erwartet und immer wieder lesenswert: Heinz Strunks Intimschatulle (71) der Titanic.
»20.1. Tagesüber nichts, abends Hecht mit Sauerkraut und Gurkensauce. Zum Nachtisch Baumkuchen mit flüssigem Schokoladenkern. Schnaps.«
Das gemahnt mich an meine eigenen vorläufig fruchtlosen Versuche, eine wohlschmeckende Gurkensoße zu kreieren. Im Sommer bekam ich eine, mit Fisch und Kartöffelchen in einem Restaurant am Randes des Verhungerns in der ehemaligen DDR und die war ganz ausgezeichnet. Ob es nun der unmenschliche Hunger war, unter dem Fanny und ich litten – Halberstadt, 43.224 Seelen und 1 geöffnetes Restaurant am Mittag. Das muß also nicht immer Schullandheimsfraß sein, dachte ich mir. Der eigene Versuch schmeckte leider erneut nach Jugendherberge.
»Die Erkenntnis eines Abgrundes: Gott gebe, dass diese Erkenntnis nicht klarer wird.«
Passend dazu schreibt Kollege Stefan R. den Testbericht eines Fleischsalates, der an seinem Potential vorbeischmeckte. Aus eigener Erfahrung kenne ich das von Käsebrötchen. Früher waren die anders und ich habe sie geliebt. Trotz vielfacher Versuche hat sich das Geschmackserlebnis nie wieder eingestellt. Vermutlich auch deswegen, weil vor 50 Jahren kein vollsinniger Mensch das Wort »Erlebnis« im Zusammenhang mit »Brötchen« verwendet hätte.

Ebenfalls bedrohte Tierarten: Kinobetreiber, Landcafes, Antiquitätenhändler, Museen, Blumenhändler, Tante Emma Läden.
Nicht vom Aussterben bedroht: Fussballer, Jens Spahn, Spiegel+, Verständnis für die Not Betroffener, Rudolph the Red-Nosed Reindeer.
Corinna hat den besten Marzipankuchen von der ganzen Welt! Das muß an dieser Stelle einmal gesagt werden.

Leider kann man ihn nicht kaufen, weil ihr Café dichtgemacht wurde. Jetzt muß sie mit ihrem Mann »Cheffchen leckere Hochzeitssuppe« im Nichtstun ausharren. Doppelt gestraft. Und Fanny und ich können nicht bei Tee und guter Laune einen Nachmittag verbummeln – Kostenpunkt ca.10€ für 2 Personen, Stammtischwitze von der Baustelle »Frau Wirtin hatte auch mal einen…« gratis.
»23.1. Deutschland deine Unternehmer. Inside LIDL. Dieter Schwarz (Jahrgang 1939), Eigentümer des LIDL-Imperiums und mit einem Vermögen von ca. 41,5 Milliarden die reichste Einzelperson Deutschlands, gilt als extrem öffentlichkeitsscheu, als großer Unbekannter und damit als würdiger Nachfolger der Albrecht-(ALDI)-Brüder.«
Und was ist mit den zittrigen Omas, die sich gichtig gegenseitig die Stühle zum Abendkaffee hinschieben? Fanny und ich bevorzugen ja den Strandkorb mit Blick auf den Goldfischteich, die Kameras auf dem wackeligen Tischchen vor- und einen schönen Photospaziergang hinter uns. Es ist gar nicht so viel, was ich vermisse.

Einen Nachmittag gute Laune und Fröhlichkeit getankt. Beim Blog »the geistloser Verschwörungsblog« wurde für einen Nachmittag das Schild »Lebensfreude« an die Türe gehauen. Mit 4 6zölligen Eisenschrauben und einem Mottek ins Holz gedroschen. Wie lebt es sich denn so im Bällebad?
»Ob Angela Merkel, Jens Spahn oder Christian Drosten diesen Winter noch Schlitten fahren werden? …
Und wie ist es bei den angstzerfressenen Maßnahmen-Befürwortern? Wisst Ihr noch, was unbeschwerte Lebensfreude ist?«
Was unbeschwerte Lebensfreude ist, weiß man, wenn man mit Kommentatoren wie Publicviewer und Horst gesegnet ist.
»Es hat nie eine Pandemie gegeben!«.
»Trotzdem bleibt noch relativ unklar was die ganzen Toten ab circa Oktober’2020 in einigen Ländern verursacht hat.«
»Ich habe in vielen Texten von Schutzmaßnahmen gesprochen, aber eben nicht… «
Richtig gutes Zeug, ey…
»…war das eine zärtliche Atmosphäre der Mitmenschlichkeit. Es gab zwar ein paar Hypochonder, die eine Maske auf dem Schlitten anhatten, aber die konnte man ignorieren.«
Ich trage meine Kondome auch tagsüber. Das muß reichen.
Man könnte Tränen lachen, wenn es nicht so abgrundtief blöde wäre. Und sowas läuft unter »Pädagogen«. Zum Glück hat die Schule noch zu und ich brauche keine Angst zu haben, daß der Jüngste so etwas ausgesetzt ist. Irgend etwas in meinem Unterbewußtsein sagt mir, daß die Gefahr durch solche Rabauken größer als die Ansteckung mit der Rüsselpest ist.
Filmproduzenten, Unternehmensberatern, Versicherungsvertretern, Telephondesinfizierern und Pädagogen auf dem Raumschiff »Arche B«.
Jedenfalls gab´s heute Abend panierte Schnitzel satt – angstzerfressen von besagten Jüngsten gekocht und gebraten. Kochen mit Kindern – auch ein Vergnügen, eines der vielen verbliebenen. Carpe Diem.

Tochter II ist auch mal wieder Zuhause – ich hoffe, daß sie meinen längeren Vortrag über die Marzipankuchen-Abstinenz und ihre verheerenden Folgen für die Gesundheit richtig verstanden hat und die Konsequenzen daraus zieht. Kuchen kann sie beinahe so gut wie Corinna.

Nach der Kür die Pflicht. Heute ist Weichenbauen angesagt. Es ist ausentwickelt und nun muß ich dafür sorgen, daß der Krempel der Frequenzweichen halbwegs stabil ins Gehäuse kommt… nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Aber wat mut, dat mut.
Dabei würde ich viel lieber dem Kiezschreiber beweisen,daß es Wichtelbach überhaupt nicht gibt! Das habe ich recherchiert! Ich habe da unbestechliche Spezialisten gefunden, die das gegen ein kleines Salär liebend gerne alles bestätigen. Boris Reitschuster zum Beispiel, Swiss Policy Research und die Achse der Guten.
Außerdem!!! Thunderbird hat sich widerrechtlich aktualisiert und jetzt sind meine ganzen verschlüsselten Mails weg. Die Schlüssel auch! Hat das schon jemand von euch repariert?

 

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28 Antworten zu Presseschredder 20.2.2021

  1. Andy Bonetti sagt:

    1. Wichtelbach ist ein Ortsteil von Bielefeld. Der Konnäsör sucht bei Google Mops nach Dichtelbach und ist bereits ganz in meiner Nähe.

    2. Echte Kerle arbeiten am Samstagvormittag mit der Kettensäge und essen keinen Baumkuchen.

    3. Bonetti Media hat ein kleines Wägelchen zum Mars geschickt, das Steine sammelt. Die verkaufe ich für 1 Milliarde € pro Stück, um die Kosten wieder reinzukriegen.

    4. Nur Mädchen mögen Marzipan.

    5. Könntest du besser Fußball spielen, wärst du auch systemrelevant.

    • Pantoufle sagt:

      Weil ich ein Mädchen bin, weil ich ein Mädchen bin…!

      Gichtbach – Mit der Grillhütte Gichtbach! Bielefeld und dann links abbiegen. Hätte ich mir ja auch denken können! Boris Reitschuster hat aber etwas ganz anderes gesagt! Und dann hat er eine CCCP-Flagge verbrannt beim Reden und mit seinem eigenen Speichel den Wohnzimmerbrand gelöscht. Der kann was!

      Ich will, kann und werde keine eckigen Bälle ins Runde treten – und wenn ich dafür betteln müßte (muß ich dann wohl auch).

      Echte Kerle essen 2 Stücke von dem Marzipankuchen und bekommen nicht nur eine Fanfare, nein… ich muß verrückt sein, ich lege noch einen Kuss von Corinna oben drauf. Ein (1) Kuss von der schönsten Landcafe-Besitzerin der BRD-GmBH! Da schlackern nicht nur die Ohren!

    • Pantoufle sagt:

      Moin Andy

      »2. Echte Kerle arbeiten am Samstagvormittag mit der Kettensäge und essen keinen Baumkuchen.«

      Echte Kerle arbeiten am Samstagvormittag mit rüstigen Rentnern an einer brandneuen Lebensgeschichte, in der eine Kettensäge vorkommt. Oh, you sexy Motherfucker!!
      Was hat er denn nun für einen BM-Index? Auf den letzten Bildern, die er von sich beim Rasenmähen für seine »Kunden« veröffentlicht hat, war er ja ziemlich fettärschig.

      • Andy Bonetti sagt:

        Gestern habe ich auf meinem Gartenbänkchen gesessen und dem Nachbarn gelauscht, der Holz mit der Kettensäge kleingemacht hat. Irgendwo im Dorf war noch eine zweite Säge zu hören. Samstagvormittag ist hier in Wichtelbach das DIY-Konzert: Sägen, Hämmern, Bohren, im Haus gegenüber schraubt der Sohnemann an seiner Enduro.

        Ich benutze meine Kettensäge eigentlich nur, wenn ich aus gefrorenen Schweinehälften klassische Skulpturen zaubere.

  2. flatter sagt:

    Richtig! Genau Richtig! Schnon Travor Sapperstein sagte: “Backen ist nicht kochen”. Als emeritierter Ex-Mathematiiker habe ich errechnet, dass “Gurkensauce” nicht bloß frei von Gurke ist (diese selbst ist schließlich zu Prozenten, und zwar nahe eins als Ganzes, substanzlos), sondern vor allem Resteküche. Als Virtuose ebendieser also vermache ich dir hiermit das Rezept:
    1) Irgendwas mit Gurken zubereiten.
    2) Irgendwas mt was anderem zubereiten.
    3) Die Reste aus 1) und 2) zusammenfügen, dabei unter Zuhilfenahme derer von 1) eine Säucchen kreieren.
    Das setzt freilich die libraries Kunst des Säucechenkreierens voraus, eine der höchsten, der ich mich rühme, weil ich das kann. Also das Rühmen.

    Zum Opfer: Ich bekome derzeit aus meiner Tätigkeit als Besetzungsmitglied der Arche B ( das mit dem “P.”) ein Krakengeld mit verirrtem “n” drinne. Ist etwa so viel wie Hartz dreieinhalb, aber frei von Drohungen und der Notwendigkeit, über einen Schreibtisch zu springen, um jemandem mit dem verbliebenen Arm (Restkörpersport) den Kopf abzureißen, um in den darob freigelegten Hals zu urinieren. Lustig ist das post-Angestelltenleben. Gehen Sie nicht über “Los”!

    Zum Donnervogel: Au Backe, so schlimm ist das also. Ich las vor Monden, dass ein Update zu Unbilden im Kryptobereich führen könne und datete darum nicht up. Sicher, dass TB die Keys in ~/.gnupg wirklich gelöscht hat (ich weiß, blöde Frage)?
    Da ist wohl ein neuer handler fällig *seufz*

    Wollte eigentlich nur mal wieder grüßen, auch das Gesinde 😉

    • Pantoufle sagt:

      Moin Flatter

      Resteküche ist schon richtich – ist ja auch DDR. Außer bei Arthur Honegger, da gabs auch Volvo. Gurkensoße gab es entweder zu gesottener Waldschnepfe oder zu Brathering, der abba aus sein mußte. Die Waldschnepfe mußte man vorher mit Gurken zu Tode füttern und den Hering konsequenterweise nicht, weil er ja aus war.
      Ich gebe nicht auf! Vermutlich ist das auch vom Winter und dem aktuellen Schneestand abhängig. Meine Chancen steigen!

      Harz ¾ ist gut wenn es nur lange genug dauert bis man geimpft ist. Also Sommer 2035, könnte auch Herbst werden.

      Um dieses »Programm« kümmere ich mich zeitnah. Das war in apt gesperrt, aber nicht im Programm darselbst. Gelesen hatte ich das auch, deswegen der Sperrvermerk. Und dann blitzte dieser Vermerk beim Programmstart auf. »Herzlichen Glückwunsch, sie haben die neue Version 78.blah gewonnen. Jetzt mit vielen neuen Features und grottigem Win98 -Dessign und ohne Veschlüsselung. Die haben wir verschusselt integriert.« Ich fasse es nicht! Ich kümmere mich zeitnah darum, wenn mir meine Nebenbeschäftigungen dafür Zeit lassen.

      Das Gesinde grüßt zurück und kocht. Heute mit ohne Gurken, damit alle satt werden. Schön ist das hier. Solltest Du Dir ansehen!

  3. Siewurdengelesen sagt:

    Witzigerweise war Debian Buster das einzige OS, wo das Upgrade funktioniert hat bei mir.

    In allen anderen Systemen habe ich die Adressbücher, Schlüssel und Profile des TB gesichert, den alten TB deinstalliert und anschliessend den jeweils aktuellsten installiert. Anschliessend wieder das ganze Zeugs importieren so wie in dieser Anleitung.

    Flatters Hinweis bitte auch beachten.

    • Pantoufle sagt:

      Moin Siewurdengelesen

      Buster hab ich auch, hat aber trotzdem nicht geklappt. Was ich allerdings vergessen hatte, war, daß ich ein zeitnahes Backup auf einer anderen Platte hatte und da sind die Dateien noch drauf. Damit ergibt »diese Anleitung« wieder einen Sinn.
      Das werde ich kommende Tage mal in Angriff nehmen.
      Vielen Dank jedenfalls erst mal.

  4. Stefan R. sagt:

    Die im zeitgeistlosen Zeiserlstübchen kursierende Unterstellung, Merkel, Drosten, Lauterbach et al. seien bestimmt unfähig, so was wie Lebensfreude zu empfinden (weil sie ja ihren nobelsten Daseinszweck darin sehen, dem Volke eben jene abzuklemmen), erinnert in ihrer erhabenen Schlichtheit an frühere Wellen des Feminismus. Da hieß es auch immer, Männer seien per se unfähig, Gefühle zu haben, und wenn zufällig doch einmal, dann aber bestimmt nicht so wertvolle und edle wie Frauen.

    • Pantoufle sagt:

      Moin StefanRpunkt

      Also erst die Lebensfreude wie ein Bettlaken im eigenen Furz flattern lassen und im selben Atemzug das gleiche Gejaule vom Verfolgungswahn wie die letzten 12 Monate anzustimmen, fand ich schon beeindruckend. Wenn ich derart fröhlich bin, dauert das jedenfalls eine Nacht oder so (ich kann auch länger!), während das bei den Covidioten in 12 sec (oder wie lange die bis zur CR-Taste brauchen) abgegessen ist.
      Ja, Feminismus der frühen Jahre ist eines… Ich habe immer dieses äußerst unangenehme Gefühl von Religions (Sekten)-Gründung. Diese peinlichste Phase,in der die lautesten Schreier die kultischen Handlungen bestimmen wie auch die Frage, wer dazugehört und wer nicht. Und wenn man dann (wie ich) zwischendurch noch das Leben des Brians sieht, sind die Ähnlichkeiten… ja, so ist das eben.

      Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Du mit deinem Fleischsalat ein Wespennest eröffnet hast. Ein Dose der Pandorra sozusagen! Seit diesem Blogeintrag kann ich im Kühlschrank nichts mehr schmecken, ohne es mit FRÜHER® zu vergleichen.
      Auch nicht schön.

  5. ErnstH sagt:

    Die Notizen aus der Schwurbelwelt haben sich auch zu einem eigenartigen Safe Space für Corona-Leugner entwickelt. Kritik zu einem gewissen Herrn Arvay scheint dort gar nicht erwünscht (anscheinend in der Szene neben Gunnar Kaiser der aktuelle heiße Scheiß).
    In diesem Zusammenhang hat mich auch der Absturz des Jens Berger erstaunt, dessen Recherchen mir früher sauber vorkamen (nur seine Ideologie hat mich abgestoßen). Da bestätigen ihm also die Figuren von seiner Schwurbel-Uni, dass er sich den Titel “Biologe” anmaßen darf.

    Noch zum Upgrade auf TB 78:
    Das lief eigentlich erst gar nicht so schlecht. Ich hatte vorher nur ein Backup des ~/.gnupg-Verzeichnisses gemacht. Nach dem Upgrade entsprechend der Diskussion hier dafür gesorgt, dass die privaten Schlüssel weiterhin von GnuPG genommen werden (siehe auch Vorhandenes Schlüsselpaar mit GnuPG verwenden). Dann musste ich nur noch die öffentlichen Schlüssel in TB importieren.

    Später stellte ich leider fest, dass im Schlüssel eines wichtigen Mail-Kontakts keine E-Mail-Adresse hinterlegt ist.
    Das stellte ich nur fest, weil mir TB 78 nicht ermöglicht, mit diesem Schlüssel Mails zu verschlüsseln. Mit Enigmail kann man einfach den Schlüssel wählen.
    Seitdem benutze ich wieder TB 68 (gestartet mit thunderbird –allow-downgrade) und verfolge diesen Issue, bin aber noch nicht dazu gekommen, die da veröffentlichten Entwicklerversionen auszuprobieren.

    • Pantoufle sagt:

      Moin ErnstH

      So langsam klärt sich das alles. Aber schlechter hätte das Upgrade nicht laufen können. Von völliger Funktionslosigkeit über keine Hilfestellung bis zu jemanden fragen, der sich damit auskennt. Nicht zuletzt wegen Deiner Linksammlung kommt da jetzt Licht hinein. Nur so nebenbei: In Anbetracht der Tatsache, daß man viel mehr und in breiter Ebene Pgp verwenden soll, war das der falsche Schritt in die richtige Richtung.
      Eben »Mit Enigmail kann man einfach den Schlüssel wählen.«
      Das mit dem Downgrade ist auch keine vernünftige Lösung. Da sind zu viele Abhängigkeiten, die nicht aufgelöst werden können. Das widerspricht meinem Umgang mit Debian – deswegen verwendet man eben nicht die Option –force.

      Wie verkorkst ich das alles finde, wird sich herausstellen, wenn alles wieder wie gewohnt läuft. Jedenfalls haben sich die Entwickler da keinen Gefallen getan.
      Mein vorläufiges Fazit lautet jedenfalls »Gelumpe« oder »Schrottcode«.

      Zu dem anderen: Sehen wir Corona-Lockdown doch einfach als Test für Medienkompetenz. Und Meinungsfreiheit heißt eben, daß man seine Meinung sagen kann, nicht muß. Genau so, wie es einen nicht weiterbringt, das alles zu lesen nur weil es irgendwo geschrieben steht. Und so sonne ich mich in dem wohligen Gefühl, daß ich weder Herrn Arvay noch Gunnar Kaiser kenne. Und wenn ich meine Zeit damit verbringen würde, jedem Verschwörungstheoretiker und Schwurbler hinterher zu lesen, würden meine ganzen tollen Projekte darunter leiden. Und das kann ich nicht wollen.
      Abgesehen davon, daß mich das Schicksal von real existierenden Menschen wie Corinna und anderen Freunden erheblich mehr interessiert.

  6. Schwarzes Einhorn sagt:

    “Und Meinungsfreiheit heißt eben, daß man seine Meinung sagen kann, nicht muß.”

    Der gefällt mir! Ich hatte schon ein komisches Gefühl, weil ich nicht zu allem etwas sagen will und kann und gerne meine Meinung auch mal für mich behalte. Damit fällt man inzwischen schon auf. Aber man schläft vermutlich besser…

    • Pantoufle sagt:

      Moin Schwarzes Einhorn

      Man schläft erheblich besser! Oder alternativ Projekte fertig zu bringen wie das aus der vorherigen Geschichte (die Du natürlich deswegen nicht unbedingt lesen mußt – geschweige denn kommentieren). Das habe ich nämlich gerade fertig gemacht und festgestellt, daß man über den Kram ernsthaft Musik hören kann. Und damit habe ich jetzt ein paar Stunden verbracht! Das war wie Marzipankuchen mit Kuß von Corinna und Tee mit Fanny zusammen.
      Es gibt Leute, die diese Zeit damit verbracht haben, Dummsinn zu lesen und darob nun schlechte Laune haben; von unruhigem Schlaf ganz zu schweigen. Und sie werden nichts gelernt haben oder neue Erkenntnisse besitzen. Man nennt das Schwarmintelligenz. Gemeinsam schlechte Laune zu bekommen. Kann man machen, muß man nicht.
      Dir noch einen schönen Abend!

      • Siewurdengelesen sagt:

        “Es gibt Leute, die diese Zeit damit verbracht haben, Dummsinn zu lesen und darob nun schlechte Laune haben; von unruhigem Schlaf ganz zu schweigen. Und sie werden nichts gelernt haben oder neue Erkenntnisse besitzen. Man nennt das Schwarmintelligenz. Gemeinsam schlechte Laune zu bekommen. Kann man machen, muß man nicht.”

        Und genau deshalb spare ich mir auch das tiefergehende Lesen anderer Blogs oder solcher Wurstseiten wie der Querdenker oder die von Lenz. Wäre ich Mechthild Mühlstein, dann wäre mir wahrscheinlich schon der Kopf explodiert, geschweige denn, das man bei dem Zeugs noch versucht, sinnhaft zu exzerpieren und zu kritisieren.

        Es gibt hin und wieder mal gute und auch belegte Kritiken an den Massnahmen; die finden sich aber sicher nicht auf solchen Seiten.

        PS und Hobby: Der Riemen ist da, heute wird noch einmal die volle Rosskur gemacht und dann schauen wir mal, ob die Turns noch tablen oder ob es doch ein anderer Spieler wird. Die letzten Tage habe ich jedenfalls mehr mit der Knipse und im Gelände zugebracht.

        PPS. Kann man Dir sonst etwas Gutes tun wie Paypal for Friends oder so?

      • Pantoufle sagt:

        Moin Siewurdengelesen

        Ja, die Disziplin von Mechthild ist immer wieder bewundernswert. Die bringe ich nicht auf und bemühe mich auch gar nicht. Der Versuch würde mir allein umso schwerer fallen, als ich in einer vollkommen anderen Welt lebe. »Hier« sind einfach eine Handvoll Menschen, die sich lieben und sich bemühen, aneinander zu helfen und irgendwie durch diese schwere Zeit zu kommen. »Dort« sehe ich eisernen Versuche der Entsolidarisierung und eines unbeherrschten um sich Beißens. Ich sehe nicht den geringsten Nährwert darin, mich nur für kurze Zeit in diese Gedankenwelt hineinzudenken, um daraus irgendwelche Erkenntnisse zu gewinnen.
        »Es gibt hin und wieder mal gute und auch belegte Kritiken an den Massnahmen«
        Mit Sicherheit! Ich kenne sogar ein paar davon. Es gibt aber auch etwas anderes: Einen inneren Kompass, der einen zwischen richtig und falsch entscheiden läßt. Dazu muß man sich nicht mühsam durch 1001 Seiten Blödsinn durchquälen. Zumal sich langsam eine Kultur etabliert, daß eine eigene Meinung wohl nur dann von Wert ist, wenn man sie irgendwo anders gelesen hat und die »eigene« Meinung mit möglichst vielen Zitaten der Meinung anderer belegt werden kann. Das kommt mir widersinnig vor. Aber sicher liege ich auch damit falsch, weil mir dazu gerade keine Texte einfallen, in denen das auch steht.

        Na, denn mal los! Neuer Treibriemen, neues Glück! Ich drücke jedenfalls die Daumen.
        PPS. Ich brauche dringend Hilfe, meine Werkstatt nach dem Schnee-Einbruch zu restaurieren! Mal sehen, ob ich meine Söhne irgendwie motivieren kann. Ich sehe da allerdings rabenschwarz. Also alleine. Das ist der Plan für heute.

        Edith
        Außerdem ein Reinigungsmittel »gelesen«. Messing, Kupfer u.Ä. kann man angeblich mit einer Mischung aus 1/3 Essig, 1/3 Salz und 1/3 Mehl reinigen. Das wollte ich mal ausprobieren. Außerdem wüßte ich zu gerne ein Repair-Cafe, in dem ich meine Fähigkeiten und Werkzeug sinnvoll anbringen könnte, um die kleinen Sorgen reperaturbedürftiger Menschen zu lindern. Alter, weißer Mann sucht Beschäftigung.

        Link

        • Siewurdengelesen sagt:

          Irgend etwas Repair Cafe kannst Du vergessen. Unseres liegt seit Oktober auf Eis und mein Ansatz, über Mail/Telefon/wasweissich die zu reparierenden Dinge mit Fehlerbeschreibung am Cafe in Empfang zu nehmen und dort auch wieder zu übergeben, die Reparaturen aber daheim oder im kleinen Kreise durchzuführen, hat nicht ansatzweise funktioniert. Da ist selbst mit Mundpropaganda und Reklame im örtlichen Buschfunk per Internet nichts zu holen. eher wird man beim Einkaufen oder auf Arbeit angequatscht.

          Mit der Werkstatt wird´s auf die Entfernung leider nichts, aber ich hätte halt zur Not einen Fuffi für´s Material gesponsert;-)

        • flatter sagt:

          Repair-Café? Ich habe hier noch eine Tasse ohne Henkel.
          Schleiche derzeit tagelang um ein Buchprojekt herum und übe Starrattacken. Ich bin schon ziemlich gut darin.
          Im Guitar-Shootout sind gerade Palisander, Esche und Single Coils vorn. Bad und Flur geputzt. Alles schön langsam.
          Schon seit Jahren warne ich derweil: “Lesen macht dumm und gewalttätig.” Heute erkenne ich die Weisheit darin.

          cheers

        • Siewurdengelesen sagt:

          So – 85% Erfolg mit der Dudelkiste:-(

          Riemen drin – leiert aber immer noch. Es sind zwar noch Potis im Motor wie hier. Mit denen lässt sich das auch fein justieren, aber der Motor läuft trotzdem nicht synchron. Mal dreht er hoch und dann knickt er ein. 80er Punk klingt sehr authentisch auf der 33er Rille;-)

          Hat wohl doch eher etwas von Lerneffekt.

  7. UT sagt:

    Hier Repair-Cafe zum durchentspannen.
    Ausgegraben, läuft bei mir zum Augenblick als Dauerschleife…..
    https://youtu.be/2wN8x2atefg

  8. DasKleineTeilchen sagt:

    projekte, projekte…bischen was OT von der seitenlinie (obwohl, passt oberflächlich zum presseschreder); vor paar tagen ist ja mal wieder nen neuer rover aufm mars abgeseilt worden (dieser sky-crane ist echt oberkrank, so ingeneurstechnisch gesehen) und dann gabs natürlich anschliessend n 360 grad video von der landestelle…bloss…in mono. also nicht stereoskopisch, also kein tiefeneindruck der landschaft, obwohl alle cameras auf der kiste als stereo ausgelegt sind.

    ich will aber unter der VR-brille (von elektronik gestripte samsung gear vr, damits se mit jedem phone als luxus-cardboard-viewer funzt, vormals 150 hühner, jetzt in originalverpackung für n zehner in der bucht) die landschaft sehen, nicht ne flachfassung auf ner imaginären 360-grad leinwand in 20 meter entfernung…aaalso ich

    https://mars.nasa.gov/mars2020/multimedia/raw-images/

    besucht und 200 foddos vom mastcam-stereo-rig runtergezogen um dann…freitag nacht und bischen samstag vormittag fotos zu sortieren, zusammenzulegen, farbabgleich und beschnitt zu machen, um dann das stereo-composting von MS ICE zu kompostieren (geiler stitcher, wenn die reihenfolge der foddos vorher peinlichst genau definiert und eingehalten wird).

    low and behold, stereoskopische, fast-genau-wie-im-jerzero-krater-stehend mars-landschaft vom feinsten (volles highres-jpg, 8000×4500 px, direkt-download über right-click):

    https://i.ibb.co/kQNgxd2/stereoscopic-360-degree-panorama-composit-made-out-of-140-raw-photos-from-mastcam-z-left-and-right-o.jpg

    wer ne oculus oder vive hat, weiss ja wies geht, wer n blödes smartphone mit ordentlich bildschirmauflösung (ab samsung s5 ok, ab s6 exzellent) und nen cardboard-viewer oder änhliches (wie schon erwähnt, samsung erste generation gear vr wird einem nachgeschmissen und hat ne wirklich sehr gute und grosse optik) hat, der nimmt als viewer-app zb den VR media player 360° Viewer (von poppolab, jaha, isso), den jibbet für komplett umme ohne doofe ads im playstore oder sideinstall über zb apkpure als installer. der is schön klein, schlank, stabil, hat ne minimal UI und macht wassa soll, und dat gut.

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