Presseschredder 18. 6.2020

Presseschredder – das klingt immer so,als würde man sich jeden Morgen die neuesten Nachrichten anlesen, eventuell darüber nachdenken und seinen Senf darüber unbedingt zu Papier bringen müssen. Ein innerer Zwang.
Dabei stimmt das gar nicht: Vielmehr der Zwang der Entscheidung, die Yamaha endlich TÜV-fertig zu machen oder vor dem Computer herumzusitzen… halt, nur noch Lavendel und Annika lesen und Flatter und die fliegenden Bretter. Dann aber! Letzte Nacht habe ich endlich die Bremssättel fertig bekommen, halb zwei, halb drei. Bei einem Glas Wein neue Dichtungen für Hydraulik und Kolben, die neuen Bremsscheiben glitzern ungewohnt ohne Riefen und Kratzer – scheiße, war das teuer und beschissen aussehen tut es obendrein!

Nein, eine Minute haben wir noch. Mach mal Pause und lies in den Blogs der alternativen Information. Gestern noch halbwegs ernstzunehmendes Zeugs, heute gemäßigter Flügel AFD. Man muß wohl viel öfter seine Blogroll durchforsten, wer da kreucht und fleucht. Was ein paar Wochen sanfte Isolation bei einigen Mitmenschen so anrichten können?
Dazu lesen wir zum Amüsement ein wenig vergleichende Lektüre. Friedtjof Nansen, durch Nacht und Eis, Polarexpedition mit 13 Mann vom 24. Juni 1893 bis 13. August 1896 (Spitzbergen). Rund 3 Jahre im damals noch ewigen Eis eingeschlossen mit einer handvoll Menschen. Kein Twitter, Facebook, Super-RTL – die Herrschaften müssen als lallende Idioten wiedergekommen sein (was nicht der Fall war. Nansen – darf man den noch erwähnen? War der nicht auch Rassist oder so? Man kann ja gar nicht vorsichtig genug sein. Nelson Mandela, Mahatma Gandhi, Jonny `Guitar` Watson, George Clinton… mal sehen, was denen noch alles einfällt. Die Spannung steigt, wann dem Ersten auffällt, daß im Wort Rassismus auch das Wort Rasse steckt. Konsequenterweise sollte man es gleich Duddeldöö nennen. Sicher ist sicher.)


Nansen und seine Männer kamen jedenfalls nach 3 langen Jahren in perfektem Lockdown bei geistiger und körperlicher Gesundheit zurück, während andere nach drei Monaten bereits unrettbar auf ihrer bröseligen Eisscholle abdriften.
»Informier` dich mal, was alternative Medien so herausfinden«. Das Multipolarmagazin empfiehlt dann auch gleich Tichys Durchblick – na ja, um das herauszubekommen, hätte ich auch PI-News lesen können. Darf ich jetzt bitte aufhören, mir alternative Meinungen einzuholen?
Systemling, der ich bin, lese ich lieber noch die Kommentattatoren.
»Der Kiezschreiber wird von Gates bezahlt. Hat er selbst gesagt.«
»Nachdem mir mehrere maskierte Systembücklinge das Übliche vorwarfen.«
»Du kannst aber weiter natürlich deinem »Psiram« folgen oder einfach nicht alles so persönlich nehmen.«
»Ihr solidarisiert euch doch mit so rechtsextremen Lumpen wie Merkel & Konsorten.«
»Ich glaube, du hast schon lange nicht mehr gefickt«
Irgendwo zwischen Atlantis II wird nicht untergehen und »das Leben des Brian«

Mene mene tekel u-parsin. Pygmy twylyte. Sonst noch was?

Was mir persönlich mehr als irgendwelche Maskenträger auf den Sender geht, sind die Erdbeerpflücker, die gerade wieder die Felder umwühlen wie die Trüffelschweine. Ein Job für Ruth Underwood, ein Vibraphonsolo für die gebeugten Rücken, die übergewichtigen Spuren im Sand, die Visualisierung dessen, warum das nicht klappen wird mit den deutschen Spargelstechern.
Ach, du deutscher Erdbeerensammler: Und beugt das Knie und jetzt wieder gaaaanz langsam hoch. Die bunten Flecken unter euch, das müssen die Fahrradfahrer unter euch sein in ihrer debilen Funktionswäsche. Ob sich die Feldfrüchte wohl erschrecken, wenn sie durch die Insektensonnenbrillen ins Visier genommen werden? Oder von den lächerlichen Helmen erschlagen, die natürlich auch während des Pflückens nicht abgenommen werden. Regt sich jemand auf, daß die Deppen auch im Auto ihre Atemschutzmasken tragen? Gibt es da einen Unterschied (wenigstens einen ästhetischen)? Ah ja…Fahrradfahren ist ja so gesund. Verstehe vollkommen.

Die peinliche Schlange vor dem artgerechten Kassenhäuschen in ihrer zweimetriegen Mäanderung und wieder ein Körbchen verkauft. Selbstgepflückt, aus heimischer Scholle, support your local Dealer. Mühsam ernährt sich der Eichhorn. Und nun nichts wie heim!
Motorisiert oder nicht – wenn sie den Acker verlassen, sind sie landwirtschaftlicher Verkehr. Und der hat immer Vorfahrt und darf nicht schneller als 25 km/h. »Wir kommen gerade von der Landarbeit!« und gleich trete ich euch die Rückspiegel ab.

Heinrich fährt mit sein Deutz und dem großen Güllehänger mit Karacho an den Ackerausfahrten vorbei, in der frohen Hoffnung, daß einer von den Idioten glaubt, er hätte Vorfahrt. Vier Felder mit Kassenhäuschen nebeneinander. Die Chance ist dramatisch besser als beim Lotto und beim Lotto hat man keinen Güllehänger dabei.

Und verpassen Sie auch nicht die nächste Folge von »alles,was ich abgrundtief hasse!«

Disclaimer
Weder würden Heinrich noch ich einem unschuldigen Erdbeersammler das geringste antun! Weder ihm noch seinen Rückspiegeln und Heinrich fährt nur mit der Gülle herum, weil er denkt, das mit der Gülle ist wie mit Aquavit. Einmal über die Linie… und dann öffnet er den Hahn.

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38 Antworten zu Presseschredder 18. 6.2020

  1. Der fette Kiezschreiber sagt:

    Ich weiß, es ist sinnlos, aber ich versuche es trotzdem:

    Irgendwelche aus dem Zusammenhang rausgerissene Kommentare von Lesern sollen jetzt genau was bedeuten? AfD-Nähe? Kannst du dann auch bestimmt anhand der Zitate belegen, die AfD-Nähe? Nein? Sowas aber auch.

    Hast du schon mal was von Verleumdung gehört? Wahrscheinlich auch nicht.

    Du, der Kiezschreiber, der sich schon seit Jahren zum Affen macht, der feynsinn und wie ihr alle heißt, seid vor langer, langer Zeit irgendwo falsch abgebogen und euch in eine Sackgasse manövriert, aus der ihr nicht mehr rausgefunden habt. Echt spooky.

    Wenn ihr nicht alle so völlig unbedeutend wärt, könnte man sich wirlich noch mehr ärgern. Aber es lohnt nicht. Lasst euch weiter von euren tattrigen Lesern beklatschen. Ich bin hier raus.

  2. Pantoufle sagt:

    »Ich bin hier raus.«

    Stimmt

    • Stefan R. sagt:

      Kleine Wasserstandsmeldung: In der Kommentarspalte von Epikurs pseudo-intellektuellem paranoiden Pilsstübchen beliebt der dortige Dorfstecher inzwischen allen Ernstes von “Musels” zu parlieren (ich habe zur Sicherheit mal einen Screenshot gemacht, wer weiß, wozu es evtl. mal gut ist) – nachdem ein anderer Kommentar gelöscht wurde, in dem noch so ein großer Zampano von “Bimbos” faselte.

      An ihren Worten sollt ihr sie erkennen.
      Die Masken fallen.

      • Pantoufle sagt:

        Moin Stefan R.

        Ich hatte ja gestern noch kurz überlegt, ob mein Kommentar zum Pilsstübchen angemessen wäre oder nicht, nachdem Du Dich in die Sümpfe der Traurigkeit der Kommentarspalten begeben hattest. Spätestens bei den auftauchenden “Bimbos” wars dann aus mit der mir eigenen Zurückhaltung.

        Als dann noch der fette Kiezschreiber hier aufschlug und von irgendwelchen (fehlenden) Zusammenhängen faselte (nicht aber von fast zeitgleich gelöschten Kommentaren), fühlte ich mich durchaus bestätigt.
        Bei der Bemerkung »Zusammenhang rausgerissene Kommentare« hatte ich ja für einen kurzen Moment den Verdacht, der Kommentator wäre eventuell der Blogbetreiber selber. Wer anders könnte dort Zusammenhänge sehen? Aber der wäre nach bisherigen Erfahrungen nicht als Sockenpuppe hier aufgeschlagen und hätte so unbegabt getrollt. Oder doch?

        Auf der Werkbank steckt der letzte Bremssattel (hinten) auf der Werkbank. Den muß ich noch und übers Wochenende einen neuen Dämpfer an die Schwinge – dann sollte es für den Dampfkesselprüfverein reichen. Viel Arbeit also und meine Lust, ein paar gelangweilten Kommentatoren bei ihrem »welche Pandemie eigentlich?« Spielchen zu lauschen, hat Grenzen. BeaTe hat mir ehrlich gesagt vollkommen gereicht. Und die Steuererklärung… meine Steuerdame hat schon gemahnt. Sehr viel Arbeit im wirklichen Leben.

      • DasKleineTeilchen sagt:

        ich konnts nicht lassen, mal zu gucken, der “musel” war ja noch das harmloseste und man sollte ja nicht anderer blogs kommentariat…aber…meine.fucking.fresse. bisher hats mich halt geärgert und stellenweise belustigt, aber langsam schockierts mich wirklich, was da so vom stapel gelassen wird.

        • Pantoufle sagt:

          DKT

          Nee, lustig ist das überhaupt nicht mehr. Zwischen der naiven jungen Dame »dummdidummdidumm – bei uns in der Kantine gibt’s heute wieder leckere Fischstäbchen mit Majo und bei uns ist niemand krank. Kenne auch keinen Kranken und habe auch noch nie einen gesehen: Wo ist denn die Pandemie?…dummdidummdidumm« bis zur großen Bill Gates Verschwörung. Ich vermisse eigentlich nur noch die Oz Akasha Säule Orgonit-Sockel mit sieben Kupferstangen und informierte Schwingungsglobuli.
          Wann sagt das RKI endlich einmal laut und deutlich, daß das am häufigsten angegriffene Organ bei Covid 19 das Gehirn ist???

          • DasKleineTeilchen sagt:

            paar kommentare von mir dort, paar fragen an epikur und eine woche später mal wieder vorbeigesehen, zack; bin ich “der Heuchler beim Pantoufle”, ein “Trottel genau wie er es auch schon bei Damax war” und ausserdem kann ich dir “Genau den Schwachfug Ende August oder September”…mal ins Gesicht sprechen” den ich da drüben verbrochen habe.

            meh.

          • Pantoufle sagt:

            Moin, kleines Teilchen

            Also erstens: Du darfst hier so viel und lange heucheln wie Du magst. Aber das nur nebenbei. Und im Übrigen ist es immer wieder erstaunlich, wie schwer es ist, auch in sehr großen hohlen Köpfen ein Echo zu erzeugen. Auch das nur nebenbei.

            Man muß es einfach akzeptieren, daß einige auch vor einem großen Anlauf nicht zurückschrecken, um sich ins Abseits zu stellen. Was dort im Laufe der letzten Wochen für Schwachsinn geredet wurde, ist nur noch beängstigend. Und so groß die Versuchung auch sein mag: wenn über Bachblütentherapie diskutiert wird, ist der Einwand » Nimm doch einfach zwei Novaminsulfon!« …bestenfalls unerwünscht. Also hält man sich konsequenterweise aus diesem Kreis der Erleuchteten heraus und widmet sich den schönen Dingen des Lebens.

        • Stony sagt:

          Moin DKT,

          in solche Texte & Kommentare schau ich nur noch, um von dem Unfug nicht überrascht zu werden, wenn er in meinem Umfeld auftritt. Von der Vorstellung/Möglichkeit, daß Leute die sich so in ihre fixen Weltbilder verrannt haben irgend zu erreichen wären, diskutieren wollen würden oder gar durch Kritik zu irritieren seien, habe ich mich verabschiedet, soweit es schriftliche Kommunikation betrifft. Wer seine Fehlschlüsse, schiefen Analogien und biases nicht überdenken mag oder kann, selbst wenn er/sie darauf hingewiesen wird, sich stattdessen in Themen-/Torpfostenverschieben ergeht oder ähnlichem, zeigt imho zweierlei auf: einen eklatanten Mangel an Kritikkompetenz und ein ebensolches Unvermögen zu immanter Kritik. Die sind so unfrei wie es nur geht, wenn man von äußerem Zwang absieht. Was bleibt ist selbstgerechtes Faseln und Selbstimmunisieren um jeden Preis. Kannste direkt mit ‘ner Wand reden – find ich nicht schlimm, hat auch was, aber ist mir meine Zeit zu schade für, die heb ich mir für mein Umfeld im face-to-face auf. Wobei ich nicht agitiere o.ä., nur manchmal ist halt zuviel, dann muß was raus oder aber, auch und dann gerne, wenn ernsthaft Interesse an Austausch besteht.

          Ansonsten was Pantoufle sagt, abgesehen vom erstens selbstredend. [Boah, ich Schleimer, hoffentlich komme ich dafür inne Hölle!¡!!]

  3. Andy Bonetti sagt:

    Hier spricht der echte Kiezschreiber, ein gertenschlankes Exemplar der Einwohnerschaft von Kleinbloggersdorf.

    Die Behauptung, ich würde von Bill Gates bezahlt, muss ich energisch zurückweisen. Seit Jahren beziehe ich meinen Judaslohn als Scherge des „Systems“ von der Internationalen Klopapiermafia (IKM). Hinter der IKM steht bekanntlich die Transgalaktische Geheimbruderschaft der Hobbyvirologen (TGH). Hinter der TGH steht Augustus Intelligence und hinter diesem Unternehmen der Satan persönlich: Markus Söder.

    Eingeweihte wie der Chefredakteur der Schrottpresse wissen das seit Jahren.

    • Pantoufle sagt:

      Moin Systemling

      Willkommen im Club der Rausgestoßenen.
      Ich erinnere mich dunkel, daß wir einmal über die Unart und Weise Deiner Bezahlung durch das SYSTEM sprachen, aber das ist schon sooo lange her. Ich erinnere mich nur noch an Deinen wohlsitzenden Anzug und daß Du Phippe Amthor wie aus dem Gesicht geschnitten… Oder war`s der Hintern?
      Es war jedenfalls, so ich mich erinnere nach all den Flaschen, bevor Du und ich und die anderen falsch abbogen. Lange, lange – zärtliches Kinderlachen erklang und man stolperte über die kleinen Racker, weil sie so mickerig waren und nicht, weil sie ein Bein stellten.
      Außerdem können wir uns ruhig darauf einigen, daß man Geld einfach hat und über die Quellen nicht mehr als nötig spricht.

      • Andy Bonetti sagt:

        Den Amthor haben sie aus einem Furunkel von mir geklont, dafür kann ich nix.

        Geld haben wir beide im Überfluss, davon konnte ich mich in deinen Blogposts überzeugen. Willkommen im Club der mittellosen Künstler. Die Fridays-Kids haben mir letztes Jahr den argumentativen Hintergrund für mein Leben ohne Auto geliefert, Corona ist die Begründung, dieses Jahr (eigentlich seit 8 Jahren) mal nicht in den Urlaub zu fahren.

        • Pantoufle sagt:

          Leben ohne Autos der Kinder (denen ich hinterher zu reparieren habe)? Ein Träumchen! Paradies, siebenundzwanzig Jungfern und jede mit einer Buddel Cognac!

        • Siewurdengelesen sagt:

          “Die Fridays-Kids haben mir letztes Jahr den argumentativen Hintergrund für mein Leben ohne Auto geliefert”

          Das verstehe ich. Autos haben ohnehin 2 Räder zuviel und kultiviert Sprit verbrennen macht auf dem Mopped viel mehr Spass.

          Für´s Pantoufle habe ich noch etwas Basslastiges!

          Zur Selbsthilfegruppe VT sind der Worte genug gewechselt. Schade um die Zeit des fruchtlosen, aber nicht mehr furchtlosen Lesens dort.

      • Stefan R. sagt:

        Habe ich da was verpasst oder sind beleidigende Falschnamen das ganz neue heiße Ding unter jungen Richtigabbiegern, um zu demonstrieren, dass man den Moral high ground hat? Meine Güte, wenn ich mir vorstelle, jemand hätte sich ‘Der doofe Rose’ genannt – ich weiß nicht, ob ich das emotional bewältigt hätte…

        • Peinhart sagt:

          Der Kiezschreiber hat diesbezügliches Kerbholz und hier viel zu leichtes Spiel. So. Haste.

        • Pantoufle sagt:

          Ein Wort, ein Zeichen und der Säzzer hätte erbarmungslos den Löscheimer angesetzt!

        • Pantoufle sagt:

          Stefan Rpunkt Stefan Rpunkt… da war doch was?
          Sach mal mein Lieber: Weißt Du eigentlich was Du in der zarten Seele von Pantouflen anrichtest, wenn Du mit solchen Weissagungen wie in Deiner letzten Blogpost ankommst? BeaTe! Ich habe das meinem Hund gezeigt und jetzt habe ich wieder die Maus ohne Schnur und das arme Tier kotzt immer noch!
          Da hast Du auch nicht gefragt, ob ich das emotional verkrafte (oder das Tier)!

    • DasKleineTeilchen sagt:

      sofia, bist dus?

  4. Schwarzes_Einhorn sagt:

    Von wann ist denn das Buch? Ich lese grade – als eBook – einen Roman von Jules Verne, der nicht nur durch putzige Schreibweisen auffällt – so etwa 9 Rechtschreibreformen zurück – sondern auch durch Sätze, die man heutzutage auch gleich unter rassistisch einordnen würde. Zu dem Zeitpunkt (1867) waren die Betreffenden (Maoris und Aborigines) allerdings tatsächlich noch extrem fremdartig. Also muß man sich – potzblitz – seine eigenen Gedanken machen. Es ist übrigens “Die Kinder des Kapitän Grant” und das Original war offensichtlich auch noch in Frakturschrift – jedenfalls konnte der Scanner sehr oft “ff” und “ss” nicht unterscheiden. Also korrigiere ich neben dem Lesen auch noch – momentan hab ich ja die Zeit dazu.
    Und selbst Astrid Lindgren mußte sich diesen Vorwurf schon anhängen lassen – allerdings erst nach ihrem Tod. Ich werde also meine ziemlich alte Ausgabe von Pippi Langstrumpf weiterhin sehr hüten. Wer weiß, was inzwischen aus dem Buch gemacht wurde, damit es politisch korrekt ist…

    • Pantoufle sagt:

      Moin Schwarzes Einhorn

      Das Buch sind zwei Bücher und sowas von Fraktur. Erschienen 1897, deutsche Erstausgabe bei Brockhaus in Leipzig. Ein herrlicher Schmöker, den ich mir irgendwann geleistet habe. Eines der ersten Bücher, an die ich mich erinnern kann: Ein Heftchen, in dem die Reise von Nansen und Johanson stand. Nansen wurde auf der Eisdrift zu langweilig und er und sein Kumpel sind mitten im Nirgends auf Ski los um den Nordpol zu entdecken. Das liest sich ausgezeichnet mit der Taschenlampe unter der Bettdecke und ist schnell verschwunden, wenn`s an der der Tür rummelt.

  5. Stony sagt:

    Moin Pantoufle,

    merci für den Zappa – ewig nicht genossen, kam er gerade recht zu morgendlichem Käffchen & Kippe. Lauschrausch. Zeitlos.

    Grüße

    • Pantoufle sagt:

      Moin Stony

      Den höre ich vorzugsweise beim Schreiben und auch sonst läuft der in letzter Zeit Dauerschleife bei mir. Vorzugsweise die Orchesterwerke.

      • Peinhart sagt:

        Mit ohne Text meist besser is.

      • Stony sagt:

        Mit eher ‘heißer Nadel gestrickt’: Das Steinchen scheint in ein Alter – vllt. besser Zustand – zu kommen, wo es solcherlei besser zu hören/schätzen lernt.

        Der orchestrale Zappa ist, vor allem als ‘Klangteppich’, falls ich Dich da grad nicht mißverstehe, nicht so meins, meist zu anstrengend und wenn schon anstrengend dann lieber in Richtung Colin Stetson (gerne auch das Zusammenspiel mit Sarah Neufeld). Auf seine/ihre Weise auch so ‘Wahnsinnige’, im positivem Sinne.

        Wie dem auch sei, Black Napkins war heut früh sowas von auf’m Punkt und über Umwege kam ich dann, Stunden später, auf Bitches Brew, daß ich – Schande, Schande, Schande! – erstmals bewußt hörte…

        Merci nochmal.

  6. flatter sagt:

    Meine Tochter hat mir just gestern ne Zappa-Biographie geschenkt. Ich manipuliere sie alle.
    Zum falsch Abbiegen: Ich bin jeden Abend so besoffen, dass ich nur noch zigzagge. Kann auch schon mal was im Weg stehen (Laterne, Türrahmen, jemand, dessen Namen ich vergessen habe), dann wird die Amplitude größer. Ich komme aber irgendwie immer im Bett an und die Schuhe sind auch noch an den Füßen. Wie soll man da “falsch abbiegen”? Der Zeg ist das Wiel. Nee, der Zieg ist das Wel. Das Zel ist der Wieg. Egal; Für Trollo ist Dynamik einfach zu komplex. Dabei ahnt er nicht mal, wie kompliziert ich nüchtern sein kann.
    Bei mir kommentieren die nicht mehr. Angst vor dem Stahlbesen des Säzzers, die Pussies.

    Was das Andere anbetrifft, ist die Diagnose doch biddeschön eindeutig inzwischen: Die Schalker wollen uns in den Abgrund reißen!!¹elf Veganerverschwörung. Ulliminaten.
    Schkannischmehr. Bett.

    • Pantoufle sagt:

      Moin Flatter

      * Kaffee rüberreich * Gehts wieder? Ich hab gestern Abend gar nicht mehr nachgesehen, war in der Dunkelkammer und habe Blümelein vergrößert.
      Ja, seltsam. Bop Düüln ham se nen Nobelpreis fürs durchblicken verpasst. Überraschung!
      »Ja, klar, und eine schöne dazu. Hatte man nicht sofort eine Dylan-Zeile im Kopf, als man von der Entscheidung hörte?« zärtelte die Tante TAZ und ich hatte natürlich auch gleich.
      She’s just like a penguin in bondage, boy
      Shake up the pale-dry
      Ginger ale
      Tremblin’ like a penguin
      When the battery fail

      Wenig später fiel mir dann mein entsetzlicher Fehler auf, ich konnte mich an gar keine Zeile mehr erinnern und vor meinem inneren Auge hatte man einem alten Mann ein Blechgestell ins Gesicht geschraubt und er konnte nur noch durch eine Mundharmonika atmen. Und dann spulte sich vor meinem inneren Ohr der Song »Wind of Change« mit einem Mundharmonikasolo in Überlänge ab.
      Auch nicht schön.

      Aber irgend etwas mit »Wind« muß es gewesen sein.

      Meine Tochter zum Beispiel hat mir einen Dichtsatz für die Yamaha XJ900 geschenkt. Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, daß es sich dabei um Manipulation gehandelt hat, aber immer noch besser als die Lotterie »wir schenken Papi ein Buch.« Da wäre das Ziel im Weg.
      Zum falschen Abbiegen: Ich freue mich ja ganz besonders darüber, wenn in anderen Lesezirkeln die Zeugen Jehovas auf Speed mal so richtig die Sau rauslassen. »Odin sei Dank nicht bei mir – Ich lösche doch so ungern«. Und seit Stefan R. diese BeaTe verlinkt hat, schlafe ich nur noch unter Angstträumen. Als Falschabbieger schaukelt man sich bis auf Weiteres in der falscher Sicherheit, daß einem so etwas nicht passieren kann, aber die ist eben falsch, falsch, falsch. Zuviel Wahrheit, zuviel Wissenschaft und zuviel Durchblick .
      Von den »Schalkern« habe ich in diesem Zusammenhang noch nichts gehört. Sind die vom RKI? Oder hygienedämonisieren die auch mit ungewaschenen Händen und ohne Maullappen? Was mir noch mehr zu schaffen macht als der Mangel an hochwertigen Spirituosen sind diese ewigen Entscheidungen. Drosden oder Bakahira Bakschisch, Wissenschaft oder Wahrheit und Merkel oder Bill Gates.
      My Brain hurts!

      Wenn man Nobelpreise posthum für Komposition und Gitarre verleihen würde, ja dann…

      • flatter sagt:

        … nähme ich ihn gern. Ich mache Sachen mit den Dingern, da kriegst du Angst. Ich proste dir mit dem Kaffe zu. Übrigens ist es recht befriedigend, dass die jungen Dinger heutzutage so alt aussehen wie ich. Also die Guitarren jetzt.
        Ich war ja gar nicht besoffen, es ist nur so: One of my legs is shorter than the other and both of my feet too long. Hach ja, der Bob …
        Du bist nicht aus NRW, aber der Herr Tönnies sollte dir bekannt sein. Der ist Aufsichtsratsvorsitzender bei Schalke. Insider sagen, der Club war schon immer verseucht.
        Bis später

  7. Pantoufle sagt:

    »Du sollst nicht auf anderen Blogs die Kommentare lesen«. Ich schreibe das gleich 100mal an die Tafel. Gleich!
    Vorher vertone ich aber noch ein Gedicht. Gedicht an Didgeridoo, Schalmei und Mundharmonika:

    Teile und Herrsche funktioniert auf diesem Blog recht gut.
    Den Herrschenden freut das,
    denn dann brauchen die nicht selbst teilen.

    Trööööt. (Cis-Dur)

    Die parlamentarische Demokratie ist eh am Ende (Komma)
    wenn man sich in diesen Zeiten der schwersten Krise seit dem 2. Weltkrieg um einen Amthor als Netzbeschmutzer der Aufwandsentschädigten aufregt.

    Trööööt. (Cis-Dur)

    Den Grünschnabel aussortieren und sich um das Wesentliche
    kümmern wäre angesagt.
    Und wer ist schon Fefe?

    Trööööt. (Cis-Dur)

    Er lebt von seinem Blog.
    Das ist sein Leben.
    Der kennt nichts anderes.

    Trööööööööt. (F(efe)-Moll)

    So, das war`s dann mit Deiner Chance auf den Nobelpreis!

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