Neuigkeiten / Update

Der spanischer Richter Llarena wird wegen Rechtsbeugung angeklagt 1. Soso – jetzt erst? Llarenas kreativer Umgang mit Tatbeständen wie »Terrorismus«, »Rebellion« oder »Veruntreuung« machte selbst die sonst sehr langsame Mühle UN-Menschenrechtskomission auf den Richter aufmerksam. »Der Ermittlungsrichter hat seine Entscheidung also getroffen, ohne sie auf eine irgendeine Rechtsnorm zu stützen.« Der schleswig-holsteinische Generalstaatsanwalt scheint so etwas geahnt zu haben, als er Carles Puigdemont gegen Kaution auf freien Fuß setzte. Die Begründungen für den europäischen Haftbefehl gegen Puigdemont waren von Llarena konstruiert worden und bekommen durch diese Anklage etwas heimelig schwereloses. Eine schöne Entwicklung, das!

Das Känguru

Es ist mal wieder Massenvernichtungswaffen mit Präzisionsschlägen. »Raketen sind noch keine Strategie (Zeit.de)«, »Hundert Raketen sind noch keine Strategie (SpOn)«. Ruf doch mal jemand die Kavallerie – ah, da ist sie ja schon! Der gutherzige, wenn auch leider völlig uninformierte Sergant Macron sucht nach dem Indianerdorf, in dem es nach glaubwürdigen Zeugenaussagen zu schröcklichen Szenen gegenüber den Siedlern kam. General Trump hat seine besten Trompeter antreten lassen, um die wackeren Jungs zu ihrem Vernichtungsfeldzug zu verabschieden.
Na ja: Das anstehende Wochenende wird von den zu erwartenden Meldungen beherrscht werden, daß die Angriffe chirurgisch präzise, ohne zivile Opfer und mit dem Verlust sämtlicher Chemiefabriken Syriens geendet haben.

»Ich möchte anmerken, daß wir vor einigen Jahren mit Rücksicht auf den nachdrücklichen Wunsch unserer gewissen westlichen Partner die Lieferung der S-300 Flugabwehrraketensysteme an Syrien abgelehnt haben. Im Hinblick auf die jüngsten Ereignisse halten wir es für möglich, zur Überlegung dieser Frage zurückzukehren. Nicht nur in Bezug auf Syrien, sondern auch auf andere Staaten«

Sergej Rudskoj, Chef der Hauptverwaltung für Operatives im russischen Generalstab

Das wird ja so gerne vergessen. Es ist ja in erster Linie eine Verkaufsveranstaltung. Und da sich die syrische Flugkörperabwehr (mit russischen Produkten) erstaunlich gut schlug, werden gleich mal Kataloge verteilt. »Die Türkei hat auch schon geordert!«

»Die Fehler Washingtons haben im Nahen Osten den Aufstieg Irans zur be­droh­lichen Regionalmacht erst ermöglicht und sie haben Russland zur bestimmenden Kraft in Syrien werden lassen. Trump lehnt die Rolle der Ordnungsmacht im Nahen Osten ab. Das sollen andere übernehmen. Syrien ist ihm egal, er will da raus. Die Kurden als verläss­lichste Kraft im Kampf gegen den IS sind ihm schnup­pe. Von Iran und Saudi-Arabien weiß er vor allem, wer mehr Geld für ameri­kanische Waffen ausgeben kann.«

DLF 2

Sag ich doch! Der Glaube an die »Rechtmäßigkeit« des Angriffs der Wahnsinnigen überdauerte nicht einmal diese eine Nacht. Die Kontrolleure der OPCW treffen erst heute in Syrien bzw. am vermuteten Einsatzort des Giftgases ein. Egal was sie ermitteln werden – die Lesart steht bereits fest.
Die völkerrechtswidrigen Angriffe seien »erforderlich und angemessen gewesen, um die Wirksamkeit der internationalen Ächtung des Chemiewaffeneinsatzes zu wahren und das syrische Regime vor weiteren Verstößen zu warnen« (Kanzlerin Merkel). So stand’s wenigstens auf Twitter und Facebook und damit muß es ja stimmen.

HÜSTEL »Was für eine Nation will mit dem Massenmord an unschuldigen Männern, Frauen und Kindern in Verbindung gebracht werden?« (D.Trump) /HÜSTEL

Da war doch noch was – Neuigkeiten.

Ja, neu ist, daß Chefredakteur Pantoufle sein Gewerbe gewechselt hat. Der Versuchung »Festanstellung« konnte er nicht widerstehen. Ein paar Wahnsinnige haben mir recht betagtem Manne das angeboten und ich wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich nicht angenommen hätte. Bewerbung, Personalgespräch, Anzug, kurzen SABTA-Lehrgang* und dann ab ins Büro. Deswegen war es hier auf der Schrottpresse etwas beschaulicher und leiser.

Jetzt bei den Kollegen, die langsam welche werden; irgendwas mit IT. Application Supporter nennt sich das schwammig und schön englisch. Grundsätzlich finde ich das erst einmal ganz lustig, weil recht gut bezahlt. Klägliche Anrufe aus Südamerika: »Mit dem Rechner von meinem Kollegen geht es – mit meinem Laptop nicht! Was könnte das sein?« Das Problem zwischen Stuhl und Applikation.
Lustig auch, weil es ein ziemlicher Bruch mit allem ist, was ich bisher so getrieben habe – na ja: Nicht ganz, weil da immer noch ein paar Dinge in meiner Biographie stehen, die ich nicht auf der Schrottpresse ausgebreitet habe.

Ein paar familiäre Kümmernüße kommen hinzu, lange Spaziergänge mit dem mächtigen Hund… kurz: Internet und Weltlage beschäftigen mich gerade nicht so sehr.

Der Arbeitsweg ist lang genug, daß der Motor der Karre richtig warm wird, genug Zeit zum nachdenken, wobei die Gedanken viel um mich selber kreisen. Das ist das eigentlich neue daran. Ich habe ja auch noch Freunde, Nachbarn und Familie, um die zu kümmern es sich lohnt und was im »anderen Leben« zeitweise recht kurz kam. Doch, es fühlt sich ganz gut an!

  • SABTA = Sicheres Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit

1 Da ist was faul im Staate

2 Krieg gegen die Wahrheit.

Ohjeohje: Wenn das stimmen sollte 😀

Update

Verwirrung stiften

Alle Flugzeuge sind wohlbehalten zurück, alle Raketen haben den Erdboden erreicht (in irgend einem Aggregatzustand) und die Siegesfeiern könnten beginnen.
Wenn… ja, wenn nicht Putin seine Verwirrungsmaschine in Gang gesetzt hätte, die Feiernden zu verwirren. Wenigstens bei Michael Stempfle von der Tagesschau ist ihm das auch gelungen.

»Die Luftschläge der USA, Großbritanniens und Frankreichs mögen primär einen symbolischen Wert gehabt haben. Die Botschaft: Wer Chemiewaffen einsetzt, muss mit der Vergeltung der internationalen Staatengemeinschaft rechnen.«

Wieviel Millionen Dollar hat das Symbol eigentlich gekostet? Und hätte man mit dem Geld nicht etwas vernünftigeres anfangen können als einem zugekoksten US-Präsidenten ein Denkmal zu bauen?
Die Botschaft lautet – wenn man sich den Zeitablauf der Operation »symbolischer Schlag« genauer betrachtet – ja eher »Tweet gefährdet den Weltfrieden«. Abgesehen davon werden die Militärs auf ihrer Siegesparty den Begriff symbolisch gar nicht gerne hören. Man führt keine symbolischen Feldzüge! Vergeltungsfeldzüge natürlich schon. Aber dazu muß man erst einmal betroffen sein – sonst keine Vergeltung. Schwierig!

»Wie so oft geht es also auch bei diesem Schlagabtausch um die Deutungshoheit.«

Und ich dachte, es ginge um »Vergeltung« für die Opfer von C-Waffen. Wo war übrigens der Schlagabtausch? Hätte man mit ernstzunehmender Gegenwehr gerechnet, wäre die Posse vermutlich anders aufgezogen worden. Daß man den »symbolischen Schlag« gerne im eigenen Sinne deuten würde ist verständlich, wenn auch aufgrund der völkerrechtswidrigkeit schwierig.

»Moskau wolle vor allem eines erreichen: Verwirrung stiften – gerade auch bei den Menschen im Westen, und damit Vertrauen in die Demokratie erschüttern.«

Ich weiß ja nicht, woher Michael Stempfle sein Vertrauen in die Demokratie bezieht, aber wenn unterschiedliche Standpunkte bei ihm solchen Schaden anrichten können – dann war er wohl niemals Demokrat. Unfassbar, daß es eines solchen »Schlagabtausches« bedarf, um durch die dadurch gewonnene »Deutungshoheit« sein Vertrauen in die Demokratie zu zementieren.

»Wie wird Russland auf den Syrien-Angriff reagieren? Der Westen ist verunsichert. Kein Zufall. Denn genau das will Moskau – Verwirrung stiften. Dahinter steckt Strategie.«

Öhhhh… Nu trink erst mal nen Schnapps, Michael und denk an das, was Du in der Kuh-Journalistenschule gelernt hast. Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Und vor allem Warum? Jeder Header einer Pressemitteilung hat so zu beginnen, sonst Papierkorb. Und dann sollte man es auch nicht so formulieren, als würde man beim Schreiben am Halse gewürgt werden. Das klingt dann wie Julian Rülpser von der Bild. Nicht gut!
Aber sehen wir es wie es ist: Aus dem Gestammel wird im Leben kein vernünftiger Absatz mehr. Also am besten ersatzlos streichen.

Und ganz gleich, von welcher Bierschwemme vaterlandstreuer Gesinnung man gerade getragen wird. Auf keinen Fall Sätze wie »Keine Beweise im Fall Skripal« schreiben! Schon gar nicht im Fettdruck! Der demokratische Westen hat gerade mehr als 100 Diplomaten Aufgrund unwiderlegbarer Beweise nach Hause geschickt.
Wenn Putin das schreibt, ist’s Verwirrung; wenn Michael Stempfle damit verwirrt, freie Meinungsäußerung.

Die Redaktion der Schrottpresse ist erst mal verwirrt.

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30 Kommentare zu Neuigkeiten / Update

  1. Josi sagt:

    Lieber Pantoufle, dann bist Du jetzt also domestiziert und der Kiezneurotiker ist statt Deiner on the Road ? Glaube mir, das wird nix: Du wirst da reingehen, Du wirst alles können, wirst sogar alles besser können und schneller kapieren als alle anderen und dann wirst Du anfangen bitterböse Beiträge hierher zu posten, mit Beispielen, die nur die wirklich goutieren können, die wissen wovon Du sprichst….: es gibt ja noch das Archiv vom Kiezneurotiker, irgendwer hat es gerettet, da kann man nachlesen, wohin das führt.

    Wer so alt geworden ist wie Du (wie alt bist Du denn?) und viel unterwegs war, der war das nicht ohne Grund, sicherlich hattest Du auch einen, das ändern zu wollen oder andere Prioritäten setzen zu müssen, es klingt ja auch an in Deinem Beitrag.

    Ich glaube, ich könnte da sogar mitreden: Man weiß, es ist nie von Dauer, der andere wird wieder aufbrechen, wird wieder schon zwei Tage vorher unruhig werden und mit Genuss anfangen seine Socken und Unterhosen einzusammeln und von Hand zu waschen, schielt dabei zur Seite ob man die Aufbruchunruhe schon wahrgenommen hat und womöglich anfängt schlechte Laune zu bekommen, man schwört sich, man stünde drüber und bekommt doch schleichend wieder schlechte Laune, bis man auf dem Badewannenrand sitzt und zu schluchzen anfängt, dass es durch Lüftungsklappen scheppert und dann geht man zur Türe raus und fängt an zu streiten:

    Am schlimmsten ist, wenn der andere superweich und mild ist, weil er ohne Krach gehen will, keinesfalls einen verletzen möchte und wie die Hölle nachgiebig wird “noch einen Kaffee, soll ich die Tasche tragen, möchtest Du ein Bad nehmen” und dennoch so grausam sein kann und froh ist, wieder loszukommen, zu seinen Kumpels, den Kameraden, den Buddies. Manchmal kommt dann aus der Ferne ein Anruf und man hört im Hintergrund keine Frauenstimmen kichern und auch keine verdächtige Stille, sondern sattes, übermütiges Männer-Lachen in einer Basstonlage, die einem mehr Ziehen im Herzen verursacht als ein Kondom in der Jackentasche.

    Manchmal – eher selten – kurz vor dem Aufbruch ein Ausbruch von Gemeinheit meinerseits (ich hasse mich dafür), der andere erschrickt und sucht panikartig das Weite, man ist ihm aber schon mit dem Handy hinterher und so langsam entspannt sich alles wieder, man ordnet seine Welt neu, geniesst die Ruhe, den Frieden, die Ungebundenheit, geht abends zu Fuß allein ins Kino, setzt sich in ein Café und liest die GALA oder sieht 4 Folgen Nashville hintereinander bei Rhabarberkompott und Erdbeeren, und die Restfamilie ist irgendwie auch viel entspannter, die Luft ist raus.

    Über das Heimkommen sage ich jetzt nichts, denn das ist das Schönste überhaupt: dreckige Socken, die kilometerweit stinken, T-Shirts getränkt mit Schweiss, dass man sich wie eine Katze darin wälzen möchte, ein fetter Ledergürtel mit Schnalle, der aus einer Jeans gezogen wird, die stehenbleiben kann, Mitbringsel, Anekdoten, Essen, Gelächter, Anfassen, ob alles noch dran ist und auf Tuchfühlung bleiben, tagelang.

    Genug für heute, sicher gehst Du morgen sehr gerne dorthin, wo Du jetzt hingehst. Ich wünsche Dir viel Kraft, denn die scheinst Du grade zu brauchen.

    • Der Duderich sagt:

      Glaube, von Dir noch niemals etwas gelesen zu haben.
      Aber Du bist mir vom Fleck weg sympathisch.

    • Pantoufle sagt:

      »…jetzt also domestiziert und der Kiezneurotiker ist statt Deiner on the Road?«

      Ich denke, die Formulierung beruht auf einem Missverständnis. Ketten trägt man nicht um die Fußgelenke, sondern im Kopf. Das kann man nirgendwo besser beobachten als in diesem täglichen Büro.
      Man darf das einfach nicht mit der Realität verwechseln und man muß schon sämtliche Fenster schließen, um in diese Falle zu tappsen. Und es ist ja nicht so, daß es umgekehrt anders ist: »Mein bester Freund, der Koffer« mag für einen Außenstehenden Inbegriff der Freiheit sein. Jedenfalls solange, bis er die Ketten wahrnehmen kann, die das mit sich bringt. Früher war das »mit den Zirkusleuten mitziehen«; ersatzweise ans Theater, mit den Zigeunern oder – ganz schlimm! – Schriftsteller werden.
      Ich habe jetzt 30 Jahre Rock’n’Roll gemacht und Freiheit ist für mich, das alles hinzuschmeißen und noch mal von vorne anzufangen.

  2. DasKleineTeilchen sagt:

    DIE ZUNGE IS DOCH GESCHOPT! Ei kenn tell bei ze pixels!

    @Josi; Pantoufle hat im gegensatz zum neurotiker n stabiles umfeld und lebt nich im epizentrum des deutschen wahnsinns der infanilität. den zieht nix runter. nich mit soner zunge im haus.

  3. Josi sagt:

    Infantilität finde ich toll, sollte man drüber diskutieren.

    Und ich meinte eher so was (statt Runterziehen) hier:

    Der Panther

    Im Jardin des Plantes, Paris

    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille –
    und hört im Herzen auf zu sein.

    Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris

  4. Josi sagt:

    Infanilität! Wie hast Du es geschafft das Rechtschreibprogramm auszutricksen?!

  5. Der Duderich sagt:

    Wow, Trump Kant unterzujubeln ist schon ein Geniestreich!
    Ist das tatsächlich (und original) von Marc Uwe Kling?

    Ich liebe die Känguru-Chroniken!
    Und auch M.U.K.’s Zitatenzuordnungen.

    Ich versuch’s mal selbst:
    “Ihr seid der Meinung, das war spitze?!”
    Martin Schulz

  6. Tilla sagt:

    Rotweinmeeting.
    Dringend!

  7. pentimento sagt:

    Moin Pantoufle,

    die Festanstellung freut mich dolle, vor allem, weil es sich gut anfühlt!

  8. lautenist sagt:

    Noch einer, den es im Alter in die Teilzeitsklaverei verschlägt.
    Ob ich gratulieren soll, weiss ich nicht. Der Rentenkasse tut es ganz gut und geregelte Arbeitszeiten sowie jeden Monat in etwa gleich viel Geldeingang auf dem Konto haben was für sich.
    Dafür ist man von schlipstragenden Zombis umgeben – und solchen, die es werden wollen. Realsatire der anderen Art
    Mit einem entsprechenden Sinn für Humor wird es vielleicht erträglich.
    Alles Gute dafür!

    • Pantoufle sagt:

      Moin, lautenist

      Ach, die Bekleidungsvorschriften sind dort recht leger. Die laufen alle ziemlich… nerdig… rum und haben Haltungsschäden. Krawatten tragen die wegen Unfallgefahr nicht. Könnte man ja drüber stolpern.

  9. Fluchtwagenfahrer sagt:

    Moin Pantoufle,
    freu mich für dich (das mit dem neuen Job). Aber mach später nicht den Pfefferminzprinz, dann is zu spät.
    Sag mal, von einem Aluhut zum anderen, Dobi, Julchen vonne Bild, Stempfle und viele mehr sehen alle gleich sche.. aus und reden auch alle die gleiche Sch…., hat das was mit dem Soma von Aldous H. zu tun?
    Und warum laufen eigentlich nicht die ganzen Wahrheitsucher, Rechtsbeuger, chir. Strategen etc. alla “running ma(e)n”, nächtens durch sone schöne Waffenmesse, der Rest kommt danach ins Gummiboot, ich nehme sie vielleicht mit.
    p.s. Unn nich immer anne Zunge ziehen, den Rumo: Wo ist der Schluffen vom Pantoufle, spucks aus und sach die Wahrheit!

    • Pantoufle sagt:

      Moin, Fluchtwagenfahrer

      Also meine Theorie ist ja, das hängt alles mit diesem sogenannten Internetz zusammen. Die gucken, wie man das auf Twitter und Facebook macht und denken, so verrottet können sie auch.
      Ungefähr so – wenn man gar nichts mehr merkt:

      • pentimento sagt:

        O Man, wo hast Du denn D.A.S. her? Da wird einem ja schlecht! Gerade wollte ich ein Gedicht posten, aber das paßt nun überhaupt nicht.

  10. flurdab sagt:

    Wirkt da schon der Fachkräftemangel?
    Ich freue mich das du mal was Neues angehen kannst, ein “Geschenk” was leider vielen verwehrt wird.
    Wenn es nicht so dolle läuft, tröste Dich. Sind ja nur noch 25 Jahre bis zur Rente :-).
    Und wenn es partu nicht klappen will, Du warst 30 Jahre beim Zirkus und wirst dort einen Namen haben, also zurück wird wohl immer gehen.
    Soweit der Rollator rollt. (Sollte eine Anspielung auf ” so weit die Füße tragen” sein, klappt leider nicht).
    Um Briefmarken anzufeuchten gibt es kleine Dosen mit Schwamm, da muss man nicht den neuen Redaktionshund- Praktikanten mobben!
    (Auch wenn es Spaß macht)

    Grüße

    • Pantoufle sagt:

      Wenn ich die richtig verstanden habe, nehmen die jeden, der Deutsch oder Englisch spricht und gewillt ist, länger als 2 Monate nicht davonzulaufen. Fachkräftemangel würde ich mir jetzt anders übersetzen, aber wenn Du so willst…

      Punkt zwei ist auch meine stille Hoffnung, falls es auf Dauer nicht klappen sollte. Aber das ist noch nicht abzusehen. Im Moment fühle ich mich ganz wohl. Vor allem ist jetzt Wochenende 🙂

      • flurdab sagt:

        Bleibt ja erstmal abzuwarten wie deine Familie auf eine Dauerpräsenz reagiert.
        Erstmal wird das natürlich toll sein, aber ob deine Familienmanagerin sich mit deiner ständigen Vertretung anfreunden kann?
        Es ist ein spannendes Experiment!
        Meine guten Wünsche sollen Dich und deine Familie begleiten.

        Grüße

  11. Siewurdengelesen sagt:

    Gratulation zum Sesselpupser – da ist man weg von der Strasse und warm ist es auch;-)

    Beim Thema Skripal, Syrien und der ganzen verlogenen Demagogie westlicher Medien und Politiker gegenüber Russland und Syrien hören meine Genickschmerzen gar nicht mehr auf vom Kopfschütteln.
    Mein Beitrag bei einem grossen, seriösen deutschen Blatt wurde gleich gar nicht freigeschaltet. Vermutlich weil der hauch einer Nuance an Kritik dem Blatt selbst gegenüber enthalten war, indem ich sinngemäss meinte, dass dieses kollektive Eindreschen auf Syrien und das Lobhudeln des Westens unerträglich ist, entgegen den Behauptungen der Luftangriff aber trotzdem ein Verstoss gegen das Völkerrecht ist und sich daher auch nicht wegquatschen lässt.

    Immerhin es gibt jetzt ein Gutachten, welches herausfand, dass der Angriff grundsätzlich unzulässig war – ach ne?! Vor allem muss selbst da noch durch den Gebrauch von unzulässig die Sache abgemildert werden, könnte ja doch irgendwie vielleicht und so richtig weiss man´s nicht gneau, aber möglich gewesen sein.

    Dieses Geeiere – was zum Geier soll es denn sonst gewesen sein? Dafür braucht´s auch keine “Experten” für´s Feststellen…

    …und jetzt noch etwas Lustisches von wegen Experten und so: Meine Effe hat links keine Ölablaßschraube im Gabeltauchrohr.

    Jetzt werde ich wohl das Mopped entweder herumdrehen müssen zum Ölwechsel oder ich kann den ganzen Stuss ausbauen. Wenigstens lohnt sich dann das Verstecken der progressiven Wirth-Federn in den Gabelholmen.

    I´m not amused und wieso hat man das eigentlich noch nie gesehen – kopfkratz?

    • Pantoufle sagt:

      Moin, Siewurdengelesen

      Hmmm.. meine hat. Aber ich würde den Teufel tun und die zum Öl-wiedereinfüllen benutzen. Außerdem müßte der Holm dazu auch raus. Das Ding ist doch schnell abgeschraubt und dabei kann man gleich das ganze Gefussel drumherum begutachten (und putzen bei Bedarf).
      Der normaler Gang der Dinge zwingt Dich sowieso die Federn rauszunehmen um Öl nachzukippen! Oder wenigstens die Bolzen oben aufzuschrauben. Vorsicht, daß Dir die nicht ins Gesicht fliegen. Einbau (mit neuen Federn) am besten in wieder eingebautem Zustand. Du brauchst ziemlichen Druck auf der Nuss. Und Vorsicht mit dem Härtermachdingensstab, daß Du den beim Einbau nicht verbiegst. Wenn der falsch montiert wird, hast Du ca. 7mm Federweg und einen verbogenen Härtermachdingensstab.

      Ich hab Dir mal eine Seite aus dem Werkstatt-Handbuch hinterlegt.

      BTW: Wenn der Profi auf schnell Gabel-Öl wechseln will, nimmt er dazu Schraube 27 zum ablassen. Dann brauchst Du aber das extrem teure und seltene Yamaha-Spezialwerkzeug „Gewindestange mit passenden gekonterten Muttern am Ende mit T-Griff“ um die wieder festzuziehen. Also lass besser die Finger davon, sonst wird’s eine abendfüllende Beschäftigung. Gabel demontieren ist zweifellos einfacher und schneller.

      OK, das ist jetzt alles Baumarkt, aber wenn man’s braucht, hat OBI immer zu.

      Aber alles in allem kein Hexenwerk und wann kann man schon mal so einfach den Zustand der Lenkkopflager feststellen.

      P.S. Ich schraube auch gerade: Der Hydraulik-Zylinder von der Hinterradbremse hat den Arsch hochgerissen. Auch nicht alle Tage!

      • Siewurdengelesen sagt:

        Das ganze von Dir beschriebene Prozedere fällt bei mir zum Glück nicht an, das trifft nur auf die alten Effen teils mit Anti-Dive zu.

        Bei mir geht oben das Tauchrohr ganz easy aufzuschrauben und darunter ist nur eine Druckplatte für die Federvorspannung und direkt drunter nur die Feder – einfach nur herausziehen – ferdsch. Zum Ölwechseln muss ich das Ding aber trotzdem ausbauen.

        Anscheinend gibt es aber neben den grundsätzlich unterschiedlichen Ausführungen auch noch Holme mit und ohne Ablass. Da meine ein Grauimport ist (3XW) und damit nur eine halb germanisierte 3YA, könnte das eventuell daran liegen.

        Mich grämt ja nur, dass ich natürlich auf der Seite angefangen habe, wo die Ablaßschraube drin ist und die linke ohne nicht gesehen habe. Wer guckt da im Normalbetrieb auch schon hin und jetzt isses halt so halb und halb.

        Bei der Rengdengdeng müssen die Rohre so oder so raus, da hätte ich das auch zeitlich eingeplant und neben der frühjährlichen Fitness-Kur standen ja noch eine Motorhacke und ein PC auf dem Reparaturplan. Letzteren habe ich dann nicht mehr geschafft.

      • Pantoufle sagt:

        » Zum Ölwechseln muss ich das Ding aber trotzdem ausbauen.« Eben.

        Es soll dem Vernehmen nach 3CW’s geben, bei denen die Schraube tatsächlich nicht vorhanden ist… Quelle Internet.
        Ich hab jedenfalls auch eine 3XW und die hat. Meine nächste ist wieder eine 3CW, hab ich beschlossen. Na ja – ich lass die Zeichnung trotzdem mal da stehen. Vielleicht braucht sie ja mal jemand 🙂

  12. Pantoufle sagt:

    Ja, das dazu!

    Zum ganzen schmutzigen Rest fällt mir seit Tagen schon nix mehr ein. Der rechte Rand sabbert nur noch besinnungslos und die Gegenseite ist … nennen wir es mal ungeschickt. Ein klassischer Fall von »Hätte ich mal besser das Maul gehalten!«

    Alles in allem:

  13. pentimento sagt:

    Voll OT, aber trotzdem…

    Bertold Brecht, Die Legende von der Entstehung des Buches Tao Te King auf dem Wege des Laotse in die Emigration

    Als er siebzig war und war gebrechlich,
    Drängte es den Lehrer doch nach Ruh’,
    Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlich
    Und die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.
    Und er gürtete den Schuh.

    Und er packte ein, was er so brauchte:
    Wenig. Doch es wurde dies und das.
    So die Pfeife, die er abends immer rauchte,
    Und das Büchlein, das er immer las.
    Weißbrot nach dem Augenmaß.

    Freute sich des Tals noch einmal und vergaß es,
    als er ins Gebirg den Weg einschlug.
    Und sein Ochse freute sich des frischen Grases
    Kauend, während er den Alten trug.
    Denn dem ging es schnell genug.

    Doch am vierten Tag im Felsgesteine
    Hat ein Zöllner ihm den Weg verwehrt:
    „Kostbarkeiten zu verzollen?” „Keine.”
    Und der Knabe, der den Ochsen führte, sprach:
    „Er hat gelehrt.”
    Und so war auch das erklärt.

    Doch der Mann in einer heitren Regung
    Fragte noch: „Hat er was rausgekriegt?”
    Sprach der Knabe: „Daß das weiche Wasser in Bewegung
    Mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt.
    Du verstehst, das Harte unterliegt.”

    Daß er nicht das letzte Tageslicht verlöre,
    Trieb der Knabe nun den Ochsen an.
    Und die drei verschwanden schon um eine schwarze Föhre.
    Da kam plötzlich Fahrt in unsern Mann
    Und er schrie: „He, du! Halt an!”

    „Was ist das mit diesem Wasser, Alter?”
    Hielt der Alte: „Interessiert es dich?”
    Sprach dem Mann: „Ich bin nur Zollverwalter,
    Doch wer wen besiegt, das interessiert auch mich.
    Wenn du’s weißt, dann sprich!

    Schreib mir’s auf. Diktier es diesem Kinde!
    So was nimmt man doch nicht mit sich fort.
    Da gibt’s doch Papier bei uns und und Tinte
    Und ein Nachtmahl gibt es auch: ich wohne dort.
    Nun, ist das ein Wort?”

    Über seine Schulter sah der Alte
    Auf den Mann: Flickjoppe. Keine Schuh.
    Und die Stirne eine einzige Falte.
    Ach, kein Sieger trat da auf ihn zu.
    Und er murmelte: „Auch du?”

    Eine höfliche Bitte abzuschlagen
    War der Alte, wie es schien, zu alt.
    Denn er sagte laut: „Die etwas fragen,
    Die verdienen Antwort.” Sprach der Knabe: „Es wird auch schon kalt.”
    „Gut, ein kleiner Aufenthalt.”

    Und von seinem Ochsen stieg der Weise,
    Sieben Tage schrieben sie zu zweit.
    Und der Zöllner brachte Essen (und er fluchte nur noch leise
    Mit den Schmugglern in der ganzen Zeit).
    Und dann war’s so weit.

    Und dem Zöllner händigte der Knabe
    Eines Morgens einundachtzig Sprüche ein
    Und mit Dank für eine kleine Reisegabe
    Bogen sie um jene Föhre ins Gestein.
    Sagt jetzt: kann man höflicher sein?

    Aber rühmen wir nicht nur den Weisen,
    Dessen Name auf dem Büchlein prangt!
    Denn man muß dem Weisen seine Weisheit erst entreißen.
    Darum sei der Zöllner auch bedankt:
    Er hat sie ihm abverlangt.

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