Moin Siewurdengelesen

via grillratte.de

Und uneigentlich wollte ich heute Abend etwas schreiben, aber das hatte Nachrang gegenüber persönlicher Post, die sonst liegen geblieben wäre.«
Ja, das wäre schade gewesen. Oder es entspricht dem Zeitgeist – könnte ja auch sein. Der Rückzug ins private.

»Selber verdaue ich gerade das Ergebnis des Abstimmens zum Urheberrecht, das leider nicht so unerwartet war.« hast Du geschrieben. Und da gibt es einen Zusammenhang. Bei uns in der Familie war das ebenfalls ein Thema. Ein paar der Kinder haben Petitionen unterschrieben und waren auf einer der Demonstrationen von »durchaus dagegen«. Die Enttäuschung war natürlich groß; mindestens so groß die Empörung über die Beschimpfung als »Bot« oder »von Google bezahlter Demonstrant«. Interessanterweise lautete ihre Reaktion darauf ein »das wird die CDU bei der nächsten Europawahl büßen«. Interessant deswegen, weil ich das auch mal geglaubt habe. Die Unterstellung, daß Volkes Stimme irgend etwas mit den Wahlergebnissen zu tun hat. Das ist zwar ein paar Jahrzehnte her, aber der Zeitpunkt, an dem ich aufhörte an so etwas zu glauben ist auch nicht so wichtig.

Das Kapitel »Ach, die Jugend ist ja sooo unpolitisch« überspringen wir einfach mal. Das stimmte weder gestern noch vorgestern noch vor 3 Wochen.
Was aber in meinen Augen auffällig ist, ist die Unverfrorenheit, mit der man mittlerweile eine Mehrheitsmeinung ignoriert. Das Ignorieren von Fakten oder offensichtlichen Mißständen ist man ja gewohnt: »Ohne Atomkraft gehen die Lichter aus! Alle!« und »Deutschland wird am Hindukusch verteidigt«. Österreich und Liechtenstein ebenso, nur nicht die Schweiz. Und das wäre dann auch der einzige Punkt, wo ich ein gewisses Verständnis für die Nazi-Lügenpresse-Schreihälse aufbringe: Wer da nicht klar und deutlich schreibt, das Axel Voss ein unappetitliches Ferkel ist, der ohne Bezüge auf die Straße gesetzt gehört, ist nicht ernstzunehmen. Dazu ein Zitat von Sascha Lobo:

»Wir haben in den vergangenen Jahren viel über postfaktische Politik gehört. Jetzt müssen wir über präfaktische Politik sprechen. Der Begriff stammt von der famosen Wiener Philosophin Isolde Charim. Sie beschreibt damit von der Realität losgelöste Politik, die auf dieser Grundlage Fakten schafft. Die vom Europaparlament beschlossene Urheberrechtsreform halte ich für ein Musterbeispiel präfaktischer Politik.«

Nun bin ich nicht so famos wie Isolde oder Sascha, aber vollkommen frei von Fakten finde ich auch ganz treffend.

P.S. Was ich dazu noch anmerken wollte: Ich habe zitiert, also einen offenen Rechtsbruch begangen. Ich will es gewiss nie, nie wieder tun. Weder habe ich Sascha gefragt ob ich das darf, ihm der Zusammenhang genehm ist oder Rudolf Augstein Besitzer der Rechte dieses Textfetzens ist. Das ist schlecht.
Ich werde also für die Schrottpresse.org© das Sternchen »*« einführen. Das bezeichnet dann jedes Zitat, welches ich aus naheliegenden und juristischen Gründen nicht als Zitat hernehmen darf. Sondern nur als »Das hat er/sie/es ungefähr gesagt«, »man könnte es so verstehen« oder »so habe ich es verstanden«. Zusammenhänge verbieten sich dann natürlich von selber – wer weiß, ob die ZEIT oder der SPEICHEL nicht auch auf ein Grundrecht auf gepachtet haben.

Damit wir uns recht verstehen:
Diese Steinzeitversion der EU-Urheberrechts-Reform ist nicht das Ende des freien Internets – das hat es nie gegeben hat. Es ist nur einer der Marksteine, dessen Auswirkungen wir ganz langsam und in kleinen Schritten zu spüren bekommen.
Die größten Feinde des »freien Internets« sitzen ohnehin nicht in Brüssel (dort wissen die wenigsten, was Internet überhaupt ist – geschweige denn was es sein könnte) sondern in den Chefetagen von Google, Amazon, Twitter und dem Axel-Springer-Verlag.

#NiemehrCDU würde ich im Leben nicht unterschreiben. Diese Partei hat in den letzten 70 Jahren erheblich mehr auf dem Kerbholz gesammelt, als dieser Hashtag umfasst. Da gibt es ganz andere Gründe für ein Autogramm.

Es gibt da eine unheilige Allianz von sogenannten »Kreativen« und Rechteverwertern gegen die Neufassung des Urhebergesetzes. Da klang es manchmal so, als würden »Kreative«, Bitcom und Google auf der selben Seite stehen. Oder wie Wolfgang Michal* sinngemäß feststellt, eine groteske Allianz, die lediglich aufzeigt, daß es allem, was sich kreativ nennt, über Jahrzehnte nicht gelungen ist sich wirkungsvoll zu organisieren.

Nicht nur daraus folgt, daß der gesellschaftliche Konflikt, der sich um diese angebliche Urheberrechtsreform dreht, an falscher Stelle ausgefochten wird; ein völlig anderer ist. Es ist nur vordergründig der zwischen Schöpfern und Verwertern. Es ist tatsächlich der zwischen Künstlern und einer Gesellschaft in der sie existieren müssen. Konkret: Der zwischen dem real existierendem Kapitalismus und seinen Spaßmachern. Diese Entscheidung in Brüssel zu klären, ist schon mal der reine Hohn. Wenn es dazu kommen konnte, ist bereits an anderer Stelle etwas vollkommen aus dem Ruder gelaufen.

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9 Antworten zu Moin Siewurdengelesen

  1. BerndH60 sagt:

    Der einzige Erfolg deutscher Proteste ist wohl die Verhinderung der Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf.
    Das eine Mal, daß die Bevölkerung zum “Krieg” bereit war und dies auch unmissverständlich kommuniziert hat.
    Unter dieser Schwelle hält jeder Machthaber weltweit Protest für eine folkloristische Veranstaltung, die der Pöbel zum eigenen Vergnügen veranstaltet.

    • Pantoufle sagt:

      Moin BerndH60

      »Der einzige Erfolg deutscher Proteste ist wohl die Verhinderung der Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf.«

      Also – ich habe das gestern Abend gelesen, eine Antwort angefangen zu formulieren, mich dann aber entschlossen erst mal eine Nacht darüber zu schlafen.
      Nach dem Frühstück stellt sich das für mich folgendermaßen dar:
      Der Satz ist falsch, auch wenn man im ersten Moment dazu neigen könnte, ihn zu unterschreiben. Falsch aber in sofern, als daß er ein Kind der eingeschränkten Wahrnehmung innerhalb der eigenen Lebensspanne ist. Oder anders – was ist mit den Achtundsechzigern? Was mit den bürgerlichen Revolutionären von 1848? Was mit der Friedensbewegung und dem NATO-Doppelbeschluß? Du kannst Dir jede größere Aufwallung der öffentlichen Meinung nehmen und ihre historische Wirkung – was ist dann mehr oder weniger wert? Was im Nachhinein vollkommen bedeutungslos?
      Wir tendieren doch dazu, Mittel und Wirkung grundsätzlich mit dem uns bekannten zu verknüpfen. Würde Lorenz Brentano heutzutage umweltpolitische Forderungen mit dem Hinweis des segensreichen Gebrauchs von Pechfackeln und Mistgabeln verknüpfen, hätten er und Greta Thunberg ein ernstzunehmendes Kommunikationsproblem. Keine echte Revolution ohne einem Feuerchen auf den Barrikaden! Feinstaubbelastung…pööh!

      Aber soweit braucht man zeitlich gar nicht auseinander zu sein. Das selbe Missverständnis würde es beispielsweise auch zwischen Rudi Dutschke und Petras Kelly geben, säßen sie am selben Tisch. Nicht inhaltlich wohlgemerkt! (Das natürlich auch, aber das meine ich nicht) Die Welt hat sich geändert, die Verhältnisse und damit auch die Protestform. Und vermutlich auch die direkte Wirkung, die sich in letzter Konsequenz ohnehin erst nach Jahren genauer analysieren läßt.

      Ein weiterer Aspekt, der mich an dem Satz stört, steckt in »… einzige Erfolg deutscher Proteste…«.
      Auch da hat sich die Welt nachhaltig geändert. Durch das Bestehen der EU und des Internets (einer völlig anderen Möglichkeit von Kommunikation) nehme wenigstens ich die Proteste z.B. in England anders wahr. Sie sind mir scheinbar näher und beeinflussen mein Denken und Handeln in viel größerem Maße, als das noch vor 20 Jahren der Fall gewesen wäre.
      Es wird sich erst in ein paar Jahren zeigen – aber die Sezessionsbestrebungen in ganz Europa werden eine Wirkung auf uns alle haben. Nicht jetzt, nicht morgen – aber sie werden. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Es wäre fatal, seinen Blick durch einen nationalen Tunnel zu begrenzen.

      Das wären mindestens zwei Aspekte, weswegen ich diesen Satz mindestens für irreführend halte.

  2. Siewurdengelesen sagt:

    Moin

    Jetzt fühle ich mich geehrt!

    Zum Thema:

    “Was aber in meinen Augen auffällig ist, ist die Unverfrorenheit, mit der man mittlerweile eine Mehrheitsmeinung ignoriert.”

    Genau das ist es, was mich ebenfalls so ankotzt.

    Obwohl solche Abstimmungen offensichtlich nicht der mehrheitliche Wille derer sind, die durch diese A….geigen vertreten werden, wird lustig drauflos gestimmt im Interesse nur der Bezahlenden. Diejenigen werden dann noch verhöhnt in irgendeiner Weise und hingestellt wie so ein paar Demente, die man eh nicht für voll nehmen kann.

    Das geschieht inzwischen alles derart kaltschnäuzig und nassforsch, dass man sich schon fragt, wofür diese Pfosten überhaupt noch da sind.

    Sehr auffällig ist das aktuell bei Spahn, Scheuer, dem Internet-Vollchecker Voss und auch einer Frau Klöckner, die es zwar nicht auf die Kette bekommt, Ferkel betäubt kastrieren zu lassen oder gleich hormonell oder diese beknackte Lebensmittelampel durchzusetzen.

    Der Bewohner einer süddeutschen Insellösung faselt ebenfalls von Verkehr und hastdunichtgesehen, meint damit aber auch nur Bedienen der Autoindustrie und nicht eine echte Verkehrswende im Sinne von bezahlbarem und funktionieren ÖPNV. E-Kutschen stehen ja auch viel umweltfreundlicher im Stau. So nebenbei klotzt er bei “Friday for future” gleich noch hinterher, die Lösung dieser Probleme doch den “Experten” zu überlassen. Mir wären ja Fachleute lieber oder solche, die sich mit so etwas wenigstens auskennen…

    Zieht sich durch über Energie durch alle Ressorts durch und da sind wir noch lange nicht bei unserer Kriegsministerin mit ihren überbezahlten Beratern und unterfinanzierten bunten Wehr. Für mich ist ja eine nicht einsatzfähige Armee the best ever, aber die völlig sinnlos verplemperte Kohle könnte anderen Dingen viel besser dienen, wenn´´s schon immer vom Gelde abhängt…

    Ähem – wo waren wir?

    Aaaah ja – der eklatante Widerspruch zwischen Volksvertretern und den Vertretenen.

    Die müssen wirklich in einem Paralleluniversum existieren, anders ist das nicht mehr zu verstehen. Es ist wirklich interssant herauszufinden, ab welchem Protest sie wenigstens anfangen einzulenken.

    Nicht unerheblich ist dabei leider auch der Beitrag der Medien, die sich wie am Aufhänger in der Regionalpresse noch nicht einmal zu dämlich sind, mehr als auffällig als Bezahlschreiber zu argumentieren und dann auch noch in dieselbe Kerbe zu schlagen und ihre eigene Leserschaft ebenfalls als Idioten zu diffamieren, weil sie anderer Meinung als “die da oben sind”.

    Die Genossen der Verräterpartei halten m.E. nur deshalb die Schnauze, damit sie sich nicht vor der Wahl komplett selber absägen, ist aber dieselbe Wichse.

    OT bei dieser Truppe: Im Südwesten läuft gerade ein heisser Streifen zwischen den Grünen und einem Herrn Rivoir von der SPD. Die einen Gegner von S21 und der andere ein Befürworter. Einer meckert über fehlende Kohle für Verkehrsentwicklung im Ländlichen, die anderen verteidigen durch die Blume S21 und ich verrate nicht, wer was und warum. Die Suchmaschine der Wahl hilft;-)

    Wahlen sind in der Form der parlamentarischen Demokratie ohnehin für den A…. und ich weiss schon, warum mir persönlich das Modell der räteregierung oder auch die Version “Schwarzenberg” von Stefan Heym als volksnahe Demokratie so gefällt.

    Bei den Parteien verhält es sich dagegen wie mit dem berühmten Dachdecker, kannst Du halten, wie Du willst, es ist man Ende egal und die murksen alle nur für sich und ihre Hintermänner und -frauen, wenn sie mal im Olymp des Regierens gelandet sind – Ausnahmen ausgenommen.

    Und genau das ist der Punkt, warum im Gebiet der ehemaligen DDR das – ich nenne es mal so – Aggressionspotential wesentlich höher ist. Nach 30 Jahren deutscher Einheit immer noch das fünfte rad am Wagen, weil es eine deutsche Politik immer noch nicht fertig bringt, Renten und Gehälter anzugleichen.

    Die lassen sich nicht mehr ewig mit Gelaber abspeisen und wenn von der erwarteten, weil gewählten Seite nix kommt, dann bekommen eben die “Populisten” nicht nur von ihrer eigenen Klientel, sondern auch von anderer Seite Zulauf. Kurzzeitig schien das zumindest das Umfeld von A. Merkel geschnallt zu haben.

    Die jetzigen Blitzbirnen scheinen dagegen immer noch zu glauben, dass dieses Parteiensterben der Kopulationspartner der CDU mit einer AfD auch funktioniert und man das auch aussitzen könne. Mir deucht, das ist dann der vergiftete Kuss, welcher die CDU tötet. Die Folgen in der einen oder anderen Art und Weise sind bekannt.

    Das <a href="https://zitatezumnachdenken.com/mahatma-gandhi/6693Motto Gandhis endet jedenfalls jetzt bereits beim Ignorieren.

    PS. Sonneborn, Sascha Lobo usw. wurden natürlich auch von mir gelesen inklusive des Interviews mit Sonneborn von “Jung und naiv”. Aber was nützt´s halt?

    Es wird langsam wieder Zeit für “Regierung sucht Volk”. Andererseits zieht man andernorts dasselbe durch wie Macron in Frankreich oder GB mit seinem Brexit-Kindergarten.

    Es ist einfach nur zum Kotzen.

    PPS: “Der Rückzug ins private.”

    Ist manchmal so verkehrt nicht. Bei mir haben wenigstens die beiden “alten Damen” ihr Frühjahrs-Lifting erhalten mit allen erdenklichen und notwendigen Flüssigkeiten.

    Ventildeckeldichtung dichtet, Rengdengdeng dengelt und Scottie kotzt die Kette voll, also wenigstens da alles in Butter – grrrr.

    Und ich lese viel…

    Viele Grüsse unbekannterweise!

    • BerndH60 sagt:

      “Es ist wirklich interssant herauszufinden, ab welchem Protest sie wenigstens anfangen einzulenken.”

      Wurde in Post 1 beschrieben.
      Ich schätze eigentlich nichts mehr als Diskussionen um Inhalte, aber solange jede Generation wieder bei Null anfängt im Stand der Auseinandersetzung mit den Machthabern, haben die immer wieder einen Vorsprung.
      Bis jetzt sind doch noch nicht einmal ansatzweise die Zahlen an Menschen auf der Straße, wie bei den Demonstrationen gegen den Nachrüstungsbeschluss der NATO Anfang der 1980er Jahre.
      “am 22. Oktober 1983 demonstrierten in Bonn, Berlin, Hamburg sowie zwischen Stuttgart und Ulm insgesamt 1,3 Millionen Menschen. Zwischen Stuttgart und Ulm entstand eine durchgehende Menschenkette. Weitere Großdemonstrationen folgten in Brüssel (am 23. Oktober 1983, mit 400.000 Menschen) und in Den Haag (am 29. Oktober 1983, mit 550.000 Menschen).”
      Nicht einmal diese Zahlen haben irgendwas aufgehalten.
      Also ist doch die Diskussion über “Einlenken” längst erledigt.
      Falls dir das zu weit weg erscheint, dann mal nach Occupy googeln.

      • Pantoufle sagt:

        Moin BerndH60

        »…aber solange jede Generation wieder bei Null anfängt im Stand der Auseinandersetzung mit den Machthabern, …«
        Das genau ist das eigentliche Problem; und ein bemerkenswert altes noch dazu. Nicht die Zahlen der Demonstranten – so groß oder klein sie auch sein mögen – sind das, was nachdenklich macht, sondern die Rückführbarkeit der Probleme auf immer dieselben Wurzeln.
        Der Marxismus ist immer noch aktuell? Schlimm genug.
        (Diese Aussage kann man jetzt prima falsch verstehen, aber er ist in der Form gemeint, als daß der 150jährige Geburtstag des Periodensystems ein Sieg und die Aktualität Karl Marx eine Niederlage der menschlichen Kultur ist)

  3. Fluchtwagenfahrer sagt:

    Moin,
    alles nur ne Frage der Wahrnehmung, da gebe ich Pantoufle recht.
    Und selbst wenn du mehr Leute auf die Straße bekommst, ist dies so wirksam wie ne menschl. Lichterkette mit Händchen halten inclu.
    Dazu auch:
    “Schwere körperliche Arbeit, die Sorge um Heim und Kinder, kleinliche Streitigkeiten mit Nachbarn, Kino, Fußball,Bier und vor allem Glücksspiele füllten den Rahmen ihres Denkens aus. Es war nicht schwer, sie unter Kontrolle zu halten.”
    George Orwell, 1984

    Der Rest ist Twitter!

    @Sie wurden gelesen
    “Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen. Wir können sie aber dazu bringen, immer dreister zu lügen.“
    G. Ensslin Das Zitat stammt von Bernward Vesper, war verheiratet mit Gudrun Ensslin.

    • Pantoufle sagt:

      “Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen. Wir können sie aber dazu bringen, immer dreister zu lügen.“
      Ich kenne das Zitat. Bedauerlich nur, daß man sie nicht einmal dazu zwingen muß.
      P.S. Nach einem Heise- Zitat finden sich gerade eine bemerkenswerte MengeMenschen, denen auffällt, daß die Urheberrechtsreform sich gar nicht um die Urheber, sondern um die Vermarkter kümmert. Wer konnte damit rechnen?

  4. R@iner sagt:

    Hi @pantoufle, vielleicht interessiert dich das hier: Sensations­fund auf den letzten Metern

    Einen „Sensationsfund“ präsentiert das Generallandesarchiv Karlsruhe. Es gibt bislang unbekannte Akten über den ermoderten Revolutionär Gustav Landauer, die nach Meinung der Experten für Aufsehen sorgen werden.

    Manfred Hennhöfer hat Aktenregale von 1,2 Kilometern Länge durchgesehen. Alles zum Badischen XIV. Armeekorps im Ersten Weltkrieg. Der Mitarbeiter des Karlsruher Generallandesarchivs hat seit elf Jahren Akte für Akte herausgenommen, nummeriert und betitelt.

    Auf den letzten zwölf Metern findet Hennhöfer drei Akten, die er nicht einfach so ablegen kann. Es geht um Gustav Landauer, um die Ermordung des Revolutionärs aus Karlsruhe. Hennhöfer hält das in den Händen, was das Generallandesarchiv am heutigen Dienstag als „Sensationsfund“ der Öffentlichkeit präsentiert. [..]

    Der Link zum Landesarchiv: Neue Details zum Mord an Gustav Landauer am 2. Mai 1919

    • Pantoufle sagt:

      Moin R@iner

      Vielen Dank dafür! Nicht daß ich diese Leichenschau unbedingt lesen will. aber es gehört bedauerlicherweise wohl dazu.
      Erstaunlich genug daß sich jemand an den Namen erinnert hat. Wie bereits gesagt: Vielen Dank dafür.

      LG,
      Pantoufle

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