Liebe Annika

Ja, wie ist das Befinden? Gut eigentlich. Kinder und Frau und Hund und Katz sind gesund. Man muß sich nicht mit Menschen abgeben, die man eigentlich sowieso nicht sehen will. Das Finanzamt und andere haben freundliche Briefe bekommen, in denen steht, daß ich zwar bezahlen würde, es aber nicht kann – bis auf Weiteres – und man ist resigniert freundlich darauf eingegangen. Warum nicht immer so? Arbeit gibt es für einen Tontechniker nicht, staatliche Hilfe ebensowenig. Damit hätte sich das Thema weitgehend erledigt. Nicht systemrelevant. So geht es eben.

Die selbständigen Kollegen brauchen ihre Reserven auf in einem Maße auf, wo es bei Angestellten schon lange zur Revolution gekommen wäre. 40 Jahre Fatalismus und Selbstausbeutung sind der Ratgeber »in der Krise«.
Im Garten blühen die Kirschbäume ganz wunderschön und die Werkstatt ist eigentümlich aufgeräumt. Weiterschrauben oder etwas schreiben? In der letzten Zeit entscheide ich mich grundsätzlich fürs Schrauben. Einen Austauschmotor fertig machen und endlich mal den Kupplungsnehmer von der eigenen Karre in Angriff nehmen. Die Ersatzteile sollten Morgen mit der Post kommen. Geliefert von Helden, von denen wir im Moment ja so viele haben. Postboten, LKW-Fahrer, Ärzte und Krankenschwestern, Pizzalieferdienste. Systemrelevant und von daher in aller Munde. Sie deswegen besser zu bezahlen, steht zwar noch nicht auf der Agenda, aber immerhin heftet man ihnen schon mal ein Büschel Lametta ans Revers. Das ist immerhin ein Anfang. Vielleicht erinnert man sich ja irgendwann daran, daß das Krankenhauspersonal genau am Anfang der Rüsselpest im Streik war, wegen besserer Bezahlung, annehmbaren Arbeitsbedingungen und solchen Kinkerlitzchen.

Das war, bevor man realisierte, daß man einen Krieg zu finanzieren hatte. So viel teurer als irgend eine »Freiheit« am Hindukusch zu verteidigen oder ein paar neue Düsenjäger und Panzer zu beschaffen, ist er zwar auch nicht, aber dem doofen Volk viel schwieriger zu verkaufen. Und wie das bei Kriegen so üblich ist, braucht man ein paar Helden. Ausnahmezustand, Ausgangssperren, Briefzensur, Abschaffung der Hälfte der bürgerlichen Rechte… selbstverständlich nur bis zum endgültigen Sieg!
Alle, die mitmachen und sich in die Front der Willigen einreihen, tragen eine Binde – nur dieses Mal nicht am Arm, sondern vor dem Mund. Nicht aus medizinischen Gründen, sondern weil sie glauben. Die selbstgestrickte Maulbinde, das Zeichen der Bewegung, Endsieg Heilung.

Man möchte im Moment wirklich kein Arzt, Virologe oder überhaupt Wissenschaftler sein. Wenn selbsternannte Pestärzte »Meinungen« haben. Es geht zu wie in einem Golf-Auto-Forum oder einem für chemische Photographie. Hörensagen, Vermutungen und wilde Theorien statt Werkstatthandbüchern. Das führt zu der eigenartigen Situation, daß man lieber der Bundeskanzlerin zuhört als dem monothematischen Summen auf unsozialen Kanälen. Die grassierende Wissenschaftsfeindlichkeit macht nicht einmal vor dem eigenen Leben halt. Vor dem der anderen… das hätte ich ja noch verstanden, aber dem eigenen?
Die hohe Zeit der selbsternannten Blockwarte auf Twitter und anderen Institutionen angeblicher Meinungsfreiheit. Für den einen oder anderen Lacher sind sie allemal gut: Man photographiert den eigenen SUFF bei der Klopapier-Hamstertour auf dem Parkplatz und hilf der Polizei, ein Dreiergrüppchen (Vater, Mutter, Kind) auf frischer Tat zu ertappen.
»Diesen Tweet habe ich gemeldet!!11!11!«
»Hurra, Sixtus blockiert mich jetzt, die feige Ratte!!!1!«
»Wenn ein linker Journalist von den Vorteilen der Coronakrise schwärmt…«
»Diesen Tweet habe ich auch gemeldet!!1!!«
»Dieses Zwei verstecken infizierte Juden Asylanten im Keller und haben in der Küche nie eine Schutzmaske auf!«

Wo bekommt man eigentlich nur diese ganzen Statistiken her? Ein paar krakelige Striche, ohne Kontext und Zusammenhang ein paar Zahlen links und unten und mit Corona überschrieben. Irgend jemand wird’s schon in seinem Sinne verwenden. »Verbotene Demos gegen Maßnahmen – Kreml-Propagandisten schüren Corona-Aufruhr«. Genau… ist ja klar wer dahintersteckt!

 

Man geht empfindsamer miteinander um? Ach, wirklich! Ich sehe nur ein paar Murmelentkernte, die die Sau rauslassen. Auf Twitter lese ich nur noch die AfD-Kanäle, nicht die üblichen Hetzer und Hohlraumversiegelten (danke Stefan R). Katzen-Content. Genauer gesagt Hunde-Content… das ist lustiger und hat mehr Intelligenz und Herz als all die Hallaschkas, Mena-Watchblogs, Reichelts und Bitterlemmers zusammen. Vom Rest dieser Ursuppe gar nicht zu sprechen.
Da lobe ich mir doch die endlosen AfD-Forderungen: »Wir verlangen die ganzjährige Nutzung von M+S Reifen« und ähnlich systemrelevante Nachrichten und Anträge. Grundsätzlich 3 Wochen zu spät und das, was ohnehin schon seit Jahren Standard ist, fordern. Mein Liebling ist ja die Hackfresse Ronald Gläser und seine »Wir und das Grundgesetz« Kampagne. Eben noch Nachtwächter in der Waffen-SS-Kaserne, jetzt AfD ganz neu mit Grundgesetz. Man kommt aus dem Lachen nicht heraus.

Was ich eigentlich sagen wollte: Kohlereste, Schmierschmutz im Auspuffkanal u.Ä. : Cleanet KR4-Backofenreiniger. Das Zeug ist echt übel und jeder der schon mal was mit Backofenspray gemacht hat, weiß, daß es Aluminium angreift. Und zwar sehr schnell! Also auf keinen Fall damit an Motorteile!!! Für diejenigen, die es aber trotzdem nicht lassen können: Man bekommt Ventile oder die Auspuffseite des Zylinderkopfes hervorragend damit sauber. Leider auch genau so schnell kaputt. Also immer mit einem Eimer Wasser danebenstehen. Ich würde sowas auch nie und nimmer empfehlen. Echt nicht.

Außerdem hatte ich aus Langeweile meine Werkstatt mal wieder aufgeräumt und gereinigt. Echt irre, was man dabei so alles findet! Dazu war die Rüsselpest also gut. Nachdem ich (als es noch viel zu kalt war) den Motor von Kumpel F. überholt habe (XJ900 31A, zerschmetterte Schaltgabel. Nix Schaltung, nur KrrrrrKrrrKrrr) und die Karre danach besser rannte als meine FJ, ging ich in mich, rechnete 30,40mal nach, was was kosten würde und habe mich für eine XJ entschieden. Davon habe ich noch 3,4 Exemplare zerlegt rumliegen. Sieben Kupplungssätze, davon fünf völlig innerhalb der Toleranz… Werkstatt aufräumen kann durchaus lohnenswert sein. Selbst ein Satz neuer Reifen fand sich. Dafür keine Bremsbeläge. Aber 2/3 Dichtsatz (natürlich ohne Kopf- und Ventilschaftdichtungen), ein neuer Dichtsatz für die Vergaser wäre hübsch, bei der Gelegenheit auch mal die Bremskolben überholen, noch eine verbotene Sebring-Tüte mit Brief und Siegel :-)… auch Kleinigkeiten summieren sich schnell zu nennenswerten Beträgen.

Ach ja, beisewei: Hat noch jemand einen Z650 oder XS1100 Tank für eine kleine Mark rumliegen? Ich suche etwas tropfenförmiges und nicht so eine hypnotisierte Blindschleiche wie den der XJ. Tausche auch gerne gegen irgendwelche XJ900/31A Bauteile (solange es kein Auspuff ist)!!

 

Motorradfahren ist noch erlaubt. Wenigstens dann, wenn man nicht in Sachsen oder Bayern zuhause ist. Über die potentielle Gefährlichkeit gibt es widersprüchliche Aussagen: Das befürchtete Verkehrschaos mit tausenden von Toten zu Ostern ist ausgeblieben, obwohl ich zugeben muß, daß einige der Kollegen doch besser zu Hause hätten bleiben sollen. Was da um die Ostertage so über den Asphalt eierte… aber gefährlicher als Mutti/Papi mit ihrem SUV auf Hamstertour und bei der Jagt auf Fahrradfahrer und Jogger waren die auch nicht.
Wenigstens hatte die Biker einen Helm auf, hielten mehr als 1,5m Abstand und verunsicherten nicht dadurch die Erde, wenn sie in Batallionsstärke mitten auf der Fahrbahn irgendwelchen Fittnessgöttern huldigten. Das ist nicht schön, was man da im Moment zu sehen bekommt. Wanderer am Spieß, Fahrradfahrer in wenig kleidsamer Funktionswäsche unter Deppenhelmen… bestimmt bleiben sie alle sehr gesund in ihrem Heimbüro und das gönne ich ihnen natürlich aus vollem Herzen. Aber ein wenig mehr Sinn für Ästhetik wäre schon schön.
Und wenn da wieder so ein rüstiger Mittvierziger schweißüberströmt, dem Herzinfakt nahe keucht und röchelt, wird mein Hund nervös. Rumo kann so etwas nicht ab. Sie riechen ungut und machen seltsame Geräusche. Wie das eben so ist, wenn sich das Langstreckenlauftraining bisher auf die Entfernung »Bürostuhl – Kaffeemaschine« beschränkte. In Zeiten der Heimkrise bricht sich ein Gesundheitswahn Bahn, der wirklich erschreckend ist.

Viel Feind, viel Ehr

Was ist, was bleibt? Das Interesse an der Welt nähert sich dem Nullpunkt. Ich habe einen vollkommen absurden Yachthafen in meiner Nähe entdeckt, der an in Beton gefrorener Einfallslosigkeit und Häßlichkeit schwer zu überbieten ist. Den werde ich wohl noch einmal mit Kameras und Notizzettel besuchen. Und vorbereitet, auf das ich nicht noch einmal vor Fassungslosigkeit die Flucht ergreife, sondern mir das Unglück im Detail ansehe. Ich werde davon berichten.

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25 Antworten zu Liebe Annika

  1. Umlei T'ung sagt:

    Keramik und Metallteile lassen sich auch prima mit Cola reinigen (ja, auch mit der vom Discounter).

  2. flatter sagt:

    Bremsbeläge hab ich noch ein paar; gute gebrauchte Shimano, doch die gehen, ich fahre auch über 70, ich weiß, wovon ich rede!!!!’’!
    Tach Alter, ich wollte eigentlich mal rumkommen, aber die Denunzianten lassen mich nicht aus dem Tal hier 😛
    Ja, ich habe auch so ein Deppenhelmchen, aber du verstehst das nicht: Das ist Kult, zumal am jecken Niederrhein. Wir Racer sehen uns als Gay Darth Vader. That’s why.
    Ich hab btw sogar ein Zwitscher-Konto. Und dann saß ich da und dachte: “Und jetzt?”. Das ist der vollständige Bericht.
    Schön von dir zu lesen.

    grüße

    • Pantoufle sagt:

      Kannst jederzeit vorbeikommen. Keine Maskenpflicht! Noch nicht. Ich hab da aber schon ein Modell parat: Von Opa, unbenutzt – jedenfalls nicht vor Stalingrad. Sie wollen es ja nicht anders und meine geblümten Tücher sind alle in der Werkstatt wegen des Öles.

      Hör mir auf mit Shimano! Meine gute Frau gab mir ihr Fahrrad (»tu mal was vernünftiges in Deiner Werkstatt!«) und da war so ein Kettendingens vorne zerbrochen. Das habe ich dann auch gleich brav bestellt von irgend einem, der das unter »Kult« und »Retro« bewarb (Nicht jeder Konstruktionsfehler ist automatisch eine Antiquität!).
      Aber Danke für das freundliche Angebot – sollte ich mal auf die Idee kommen, nicht über 70 km/h zu fahren, komme ich gerne darauf zurück.
      Wenn Dein Stalker/Blockwart/besorgter Bürger mal Home-Office macht oder an der Rüsselpest darniederliegt, kannste gerne kommen. Ich bin zu Hause.

  3. Peinhart sagt:

    Ich nehme auch immer wieder Anlauf, endlich mal das zu tretende Zweirad durchzuölen, knalle aber ständig gegen die Wohnungstür. Klemmt. Gut, dass es Balkone gibt.

    Der Grußadresse meines Vorredners schließe ich mich bedenkenlos an.

    • Pantoufle sagt:

      Moin Peinhart
      Warum nicht im Keller neben der Modelleisenbahn? Gruß zurück und die Einladung an Flatter gilt Dir natürlich genau so

      • Peinhart sagt:

        DAS werde ich mir merken, was DU von mir hältst… Im übrigen finde ich es echt cool, wie man neuerdings einkauft – vorfahren, Masken auf, Handschuhe an, kurz checken, ob das Desi geladen ist und rein da. Und auch ganz schnell wieder raus. Bloss albern, das man immer noch was da lassen soll, am besten gleich mit Name und Adresse… da ist immer noch ein entscheidendes Element zuviel.

        Meine Einladung behält natürlich ebenfalls ihre Gültigkeit.

  4. DasKleineTeilchen sagt:

    yeah, sehr schön von dir zu lesen. drückdich.

  5. Siewurdengelesen sagt:

    Der hier hat 2 XS1100 im Garten stehen. Ob er mit einem Tank dienen kann, weiss ich allerdings nicht.

    Fragen kostet im Zweifel nichts und vielleicht kennt der wenigstens jemanden, der jemanden kennt;-)

    Effe (80000+) und Emme (Zweittacho Ü13000 u. vorherige km?) laufen, nur das übliche im Frühjahr wie Ölwechsel und alles durchfetten.
    Sonst habe ich mich derzeit neben der Arbeit auch mit dem Ausgleichen der Mängel unserer Fahrzeugindustrie beschäftigt und übersalzene, ungeschmierte und entmanschettete Bremssättel wieder zu normaler Mitarbeit überredet und so Kram.

    Danke für´s Geräusch

    • Pantoufle sagt:

      Moin Siewurdengelesen

      Danke für den Tip! Museum… klingt nicht nach einer billigen Bezugsquelle, aber wie Du schon sagst… erst einmal kostet es ja nix.

      Ja, die FJ hat jetzt 140.000 runter und nicht nur die Bremsscheiben sind hinüber. Öl säuft sie wie ein alter Zweitakter (1:10), auch wenn das wohl in der Hauptsache die Ventilschaftdichtungen sein werden. Aber es ist einfach die Lust, mal wieder was zu basteln und auf die Straße zu bringen. Heute Nachmittag habe ich den Motor mal aufgebahrt und alles aufgemacht. Das sieht ziemlich gut aus, da sollte was draus werden. Die alte rahmenfeste Halbschale einer Gummikuh, ein anderer Tank und die Sitzbank kann mir Tochter einz machen. Ein anmutiges Gebinde aus Honda Tachometer, Kröber Drehzahlmesser und ein paar Birnen, Superbikelenker… zeitlose Eleganz in tiefschwarz über alles.
      Das ist der (vorläufige) Plan.

      Liebe Grüße

      pass auf Dich auf und das Gummi immer nach unten

  6. Stefan R. sagt:

    Ach schön, Pantouflen iss wieder am Bloggen. Das freut doch.Das Finanzielle ist natürlich sehr unerfreulich. Drücke die Daumen, dass sich das irgendwie ausgeht.
    Was den Gesundheitswahn angeht, gilt es zu bedenken, dass draußen laufen und radeln so ziemlich das einzige ist, was geht, da Habitate wie Schwimmbäder und Fitnessstudios gerade alle dicht sind.

    • Pantoufle sagt:

      Moin Stefan R.

      Ja, in den Genuß meiner Schreiblust sind erst einmal Bank, Versicherung und andere gekommen. Unter »andere« zählte auch das Amt für Überlebenszahlung. Wenigstens habe ich es versucht. Aber immerhin ist eine selbständige, liebe Freundin von mir zu Geld gekommen. Die zahlen tatsächlich gelegentlich etwas. Jedenfalls wenn man nicht Pantoufle heißt. Aber vielleicht hätte ich einfach noch mehr Steuern bezahlen müssen. War wohl nicht genug.

      Damit wir uns nicht missverstehen: Ich achte und respektiere die Sorge um Fitness und Gesundheit sehr wohl. Aber Erstens: Währen all diejenigen, die sich jetzt auf der Straße tummeln, normalerweise in diesen Studios und Schwimmbädern, hätte man die jetzt nicht geschlossen, sondern wegen wegen Systemrelevanz wie Banken offen gehalten. Schwimmbäder wären demnach Goldgruben wie Aktienhändler und Fitnessstudios hätten kilometerlange Warteschlangen..
      Zweitens geht es mir nicht so sehr um das plötzliche Interesse an Sport, sondern eher um die ästhetischen Raubüberfälle, in denen das stattfindet. Können die sich nicht mal anziehen wie zivilisierte Menschen? Figurbetont: Das ist ein Fluch! Das will niemand sehen! Genau so wenig wie die an Atemnot sterbenden am Wegesrand. Hätten sie sich doch ein Buch genommen; sie würden mit ihrem Röcheln jetzt nicht den Hund beunruhigen. Oder mich.

      Dritten: Das Ding mit der Freizeitgestaltung! Das ist wohl im Moment das eigentliche Problem. So viele Verschwörungstheorien und Netflix-Serien, daß man damit drei Wochen verbringen kann, gibt es wohl doch nicht (für alle). Wie hat man das eigentlich vorm Internet gemacht (Pest, Cholera, spanische Grippe)? Bücher gelesen oder geschrieben? Zeitungsartikel kommentiert? Schach gespielt? Oder gar mit den Kindern? Mal mit in der Küche geholfen, dem siechen Nachbarn oder Spargel gestochen? Das wäre wirklich mal interessant zu wissen: Gibts es nicht ein paar soziologische Hinterlassenschaften, die sich damit beschäftigen, wie sich Menschen in ähnlichen Extremsituationen beschäftigt haben? (und wenn ja, warum werden die nicht in epischer Breite unters Volk gebracht?) »Die Geschichte von Robinson Crusoe ohne Youtube«)

  7. studio glumm sagt:

    mir war noch nie zu helfen. aber um mich geht es hier ja nicht. von daher. gruß.

    • Pantoufle sagt:

      Moin, Herr Studio Glumm

      Gruß zurück und auch so an die malende Gemahlin.

      Es gibt diese Gattung, bei der Hopfen und Malz verloren ist. Cognac und Wein aber brauchen weder Hopfen noch Malz. Genau so wenig wie Eierlikör und Tiramisu. Damit wollen wir uns trösten, auch wenn mein Lieblingscafe geschlossen hat und mit ihm seine Vorräte an Marzipantorte! Ich hasse Pandemien!!!einzelfzig1!!

  8. Stony sagt:

    Moin Pantoufle,

    freut mich, daß es Dir und der Familie unter den bescheidenen Umständen soweit ganz gut geht. Weiterhin viel Spaß und Erfolg an den Gerätschaften…

    LG

    ps: Wie sähe denn ein (Dir) genehmer Dresscode für (sportlich ambitionierte) Pedalisten aus? Frage für einen Freund… 🙂

      • Stony sagt:

        Vortrefflicher Geschmack den Du an den Tag legst!
        Der ‘Helm’ scheint mir – ob seiner Sitzeigenschaften, inbesondere bei schier unmenschlichen Geschwindigkeiten jenseits der 15 km/h – eher bedingt zweckmäßig zu sein. Ein verwegenes Fliegerhäubchen, nebst passender Brille und Schal hingegen … wobei, das könnte gegebenenfalls ähnlich verstörend wirken wie die Wurstpellen.

        Schlimm & schlimmer, wie man’s auch dreht und wendet… *seufz*

  9. Annika sagt:

    Mein Gott, jetzt schraubt er wieder! Und seine Jüngerschaft freut sich auch und fachsimpelt erleichtert.

    [Den letzten Satz schreiben wir jetzt noch mal 175mal an die Tafel. Der Säzzer]

    Von mir ist deine Wiederauferstehung 24 Stunden übersehen worden, wegen des Leihhunds und des Glummschen Netflix-Tipps: “Shtisel” – eben die letzte Folge gesehen; ich bin gefühlt noch in Jerusalem. Ähnlich epische Familiengeschichte wie die “Korrekturen” von Jonathan Franzen; nur auf orthodox.

    Glückliches Schrauben!

  10. Fluchtwagenfahrer sagt:

    Moin Pantofle,
    schön das es Dich noch gibt. Wenne was brauchst, schick ne mail, carepaket kommt dann umgehend.
    p.s. Protipp, Bremsflüssigkeit! Kann man auch während des Verbrennungsvorganges vorsichtig einflößen, qualmt aber dann wie Hulle.

    • Pantoufle sagt:

      Moin, fluchtwagenfahrer, Moin Stony

      Z650 Tank?
      Ne, im Ernst: Alles soweit erst mal gut.Vielen Dank für die (vielen) Hilfsangebote.

      Das ist schon eine privilegierte Pandemie, die ich hier im Kreise meiner großen Familie erlebe. Garten, Bücher en masse, Motorradscheune, genügend Hobbys und eine Riesenauswahl an Werkzeug und Material. Und die Weinhandlung ist auch weiterhin geöffnet, weil sie sich rechtzeitig Nudeln ins Schaufenster gestellt hat. Italienische und sagenhaft teuer. Aber systemrelevante Nudeln. [Ich muß die Welt ja nicht zur Gänze verstehen]
      Gestern ein kleiner Rückschlag und eine Entdeckung gemacht. Die Kolbenbolzen der zu überholenden Maschine schlotterten lustig in den Pleulaugen; hätte man notfalls noch mal einbauen können, aber… Der fast komplette Motor, der seit 120 Jahren unter der Holz-Werkstatt von einem Tuch verhüllt unter dem Tisch lagerte, stellte sich als die weit bessere Wahl heraus. Den hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Schirm! Der Vorbesitzer hatte ihn wegen kaputter Lichtmaschine in den Dornröschenschlaf versetzt und ich ihn schlicht vergessen. Unter der Staubschicht kam ein sprichwörtliches Juwel zutage. Scheiß auf die Lichtmaschine, die kommt eben aus einem anderen Aggregat. Kaum Anlaufspuren im Kupplungskorb, keine Ölkohle und – das allerwichtigste – kein fühlbares Spiel in den Bolzen!
      Morgen sehe ich mir mal das Getriebe bei Licht und unter der Lupe an. Schalten tut es assig und eventuell, wenn erforderlich, das Spiel vom Königsrad auf den Kardan einstellen. Das sollte es dann aber gewesen sein. Der Rest ist dann Putzen und wieder einbauen.
      Heute aber muß ich mich erst mal um den Golf von Tochter einz kümmern. Der braucht die VCDS-Diagnose, um den Leerlauf wieder von irre hoch auf 780 U/Min zu stellen. Früher gab`s dafür eine Schraube, heute dreht man die Schraube mit der Maus. Ein Fortschritt, der keiner ist. Mein Bruder hat so einen Krempel und Hebebühne und Lammkoteletts. Irgendwo in der schönen Heide und da wollen wir dann heute mal hinfahren.

      Wie Ihr seht, geht’s mir mir ausgezeichnet. Passt auf Euch auf und bleibt mir erhalten.
      LG,
      Pantoufle

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