Kurz und dreckig 66

BMW enteignen! Ach wie süß – daß ich das noch erleben darf! Und dann noch aus SPD-nahen Kreisen.
»Was hat der denn geraucht?«
Ich weiß es, ich weiß es!


Einer der drei Sprecher des ultrarechten Flügels der SPD, Johannes `Seeheimer` Kahrs, weiß es offenbar nicht.
Kevin Kühnert hat Sozialismus gesagt. Na gut – nicht genau Sozialismus, aber so etwas ähnliches. »Genossenschaft« trifft es wohl am genauesten.
Man sollte sich die Zeit jetzt vorzugsweise auf Twitter vertreiben – da spritzt bestimmt der Geifer. Ach, da sind sie schon: Pol Pot, Mao, Lenin… nichts aus der Geschichte gelernt?
Nein. Rein gar nichts. 18,2 Milliarden zur »Rettung« der Comerzbank. 9,8 Milliarden für die Bayern-LB. Schon vergessen? 68 Milliarden insgesamt. Und das sind nur die offiziellen Zahlen. Die gehört doch faktisch bereits dem Volk. Oder die HSH-Bank – der Pol Pot unter den geretteten Banken. Verlust: Mehr als 30 Milliarden Euro!

»Hamburg – Die HSH Nordbank kann auf staatliche Liquiditätsgarantien in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro zurückgreifen. Darauf hat sich die Bank nach eigenen Angaben mit Vertretern des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) geeinigt. Diese Entscheidung “stärkt unsere Bank und schafft genügend Flexibilität, unser Geschäftsmodell weiterzuentwickeln”, sagte der erst seit wenigen Tagen amtierende HSH-Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher am Freitagabend.«

Geschichte wie man weiß. Schon vergessen? Quintili Vare, legiones redde!

»Enteignet Springer!«

Auch das hat leider nie jemand gemacht.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

14 Antworten zu Kurz und dreckig 66

  1. flatter sagt:

    Ich höre ja ständig Stimmen, meist ist es die meiner lieben Uena, und die sagt angesichts der Twitterey da oben: Das kommt bei Sozialismus auf mich zu? Ne Oma vorm Gemüseladen?
    Ich hatte schon schlimmere Albträume.

    • Pantoufle sagt:

      Moin Duke

      Das ist keine Oma vorm Gemüseladen, sondern eine unterdrückte Dame, der man die Zukunft geraubt hat. Und der Gemüseladen hat seit Monaten keine Schnitzel im Angebot! Nur Heringe und die sind außerdem gebraucht.
      Beachte das Fahrzeug im vorderen Hintergrund! Kein SUV mit 450PS und elektro-Scheibenwischer, sondern ein rostiger pseitakter. Das ist ein Zeichen!
      Dieses Zeichen sendet Dir nicht irgend jemand – es ist der berühmte Miethistoriker Knabe, der alte Grabscher. Dieser „konsequentesten Vertreter der Opfer der SED-Diktatur“ ist außerdem Experte© !

      • Peinhart sagt:

        Na endlich mal ne adäquate Antwort für den Herrn! Nur eins: Plaste rostet doch nicht – es wird wohl Schimmel sein…

  2. Pantoufle sagt:

    Der Sozialismus an sich (und der in der ehemaligen DDR besonders) war so mies, daß selbst Plastik rostete!

    • Peinhart sagt:

      Also doch: Sozialismus kann Wunder wirken!

      • Pantoufle sagt:

        Ja -ganz genau! Wir sind nur zu dämlich das zu bemerken! Man lese dazu Sigmar Gabriel im Handelsblatt. Da gefriert einem das Blut in den Adern. Wir leben bereits im Sozialismus:

        »Als sich die Internationale Arbeiterassoziation 1889 zum ersten Mal in Paris traf, um den 1. Mai zum Kampftag für den 8-Stunden-Tag und das freie Wahlrecht auszurufen, war allen Beteiligten klar: Das wird nicht von heute auf morgen erreicht werden. Trotz aller Rückschläge vor allem durch zwei Weltkriege und die Barbarei der Nationalsozialisten begann damals die Erfolgsgeschichte der sozialen Marktwirtschaft, die man noch nicht so nannte.

        Die damaligen Gründer der Arbeiterbewegung und der deutschen Sozialdemokratie hätten allerdings vermutlich das, was nun nach 130 Jahren daraus geworden ist, als genau das bezeichnet, was sie damals erträumt hatten: den Sozialismus. Denn in diesen Träumen ging es nicht um Verstaatlichungen, sondern um ein freies Leben und das Recht auf einen «angemessenen Anteil am Haben und am Sagen in einer demokratischen Gesellschaft.«

        _____________________________________
        Wer solche Visionen hat, dem kann kein Arzt mehr helfen.
        Nein, das habe ich mir nicht ausgedacht: Das steht da ganz genau so!

  3. flatter sagt:

    Sozialdemokratinnen und Sozialdemokratelesen verstaatlichen nicht, sie wollen immer mindestens 8 Stunden am Tag arbeiten und einen angemessenen Anteil (Einkommen, das gerade mal für 1,5 Mieten reicht und mit Bauchschmerzen die schmierigsten Büttel des Kapitals abnicken): Wer mehr will, ist ein dreckiger Kommunist und schlimmer als die Nazis.

    • Pantoufle sagt:

      Niedersachsens SPD-Chef Stephan Weil:
      »Soziale Marktwirtschaft, fairer Wettbewerb und die Kluft zwischen Arm und Reich seien sehr wichtige Themen, „die die SPD auch laufend bearbeitet“, sagte Weil. „Die Diskussion über Verstaatlichung von Unternehmen lenkt davon eher ab.“«
      (Niedersachsens SPD-Chef Stephan Weil)

      »Eine Partei, deren nächster Kanzlerkandidat Olaf Scholz heißt, sollte lieber schnell und schmerzlos sterben als so weiterzumachen.«
      (Nico Semsrott)

      https://www.youtube.com/watch?time_continue=513&v=tx6yeYFOLjg

      • Peinhart sagt:

        Sehr lustig auch noch dieses hier, vom Siggi im bereits erwähnten Kommentar:

        “100 Jahre empirisch gesicherte Erfahrung mit staatlich gelenkten Volkswirtschaften haben gelehrt, dass sie wegen mangelnder Effizienz und Qualität bankrottgehen und zudem auch für die soziale Verelendung ihrer Beschäftigten sorgen.”

        Nicht dass ich irgendwie für ‘staatlich gelenkte Volkswirtschaften’ zu haben wäre, aber vielleicht sollte man ihm auch mal von diesem China erzählen…?

        Das Problem ist eben, dass sich Sozen partout und absolut gar nichts jenseits von Warenproduktion und Wertgesetz vorstellen können oder auch nur wollen. Auf dass die ‘laufende Bearbeitung’ aller Klüfte und Widersprüche niemals ende! So eine schöne ABM kriegen sie nie wieder…

        • Pantoufle sagt:

          Genau dort wird die Schnappatmung der Diskussion sehr deutlich: Dieses China ist ja gar kein kommunistisch regiertes Land, sondern ein Unrechtsregime. Jedenfalls dort, wo man keine Geschäfte mit ihm macht.

          Das alles aber geht am eigentlichen Thema etwas vorbei: Daß genau Gabriel, Nahles und Scholz diejenigen sind, die Kühnert »parteischädigendes Verhalten« vorwerfen, ist schon ziemlich dreist.

          Edith:
          Man wundert sich sowieso ein wenig über die vorgebrachten `Argumente`. Außer dem ewig selben bierseligen »geh doch nach drüben« und »von Pol Pot nach Venezuela« kommt da nichts.
          Man sollte mit Impfgegnern,`Klimawandel – Leugnern` und Sturzbetrunkenen einfach nicht über Sozialismus diskutieren.

          • Siewurdengelesen sagt:

            “Daß genau Gabriel, Nahles und Scholz diejenigen sind, die Kühnert »parteischädigendes Verhalten« vorwerfen, ist schon ziemlich dreist.”

            Nö – normal;-)

            Netterweise hat die Zeit das Interview hinter einer Bezahlschranke versteckt und mit dem derzeit ebenfalls kaputten Firefox kommt man da nicht drüber, um sich quasi am Inhalt abzuarbeiten statts an den Kommentaren darüber.

            Ansatzweise erfährt der geneigte Leser noch etwas beim Spiegel dazu.

            Dort liest sich das dann schon wieder so wie üblich bei unseren Politikern, denn nichts Genaues weiss man nicht und dann eben wieder der berühmte Pudding und der Nagel in der Wand…

            …wo waren wir stehen geblieben?

            Ach so – beim parteischädigenden Verhalten!

            Solange eine Vorsitzende dieser Kaffeekocherverräterpartei selbst sagt, an der Groko festhalten zu wollen, weil diese durch den Einfluss der SPD “gut regiert”, können noch drölfzigtausend Kühnerts aus dem Boden kommen und vermeintlich den Ausbruch des Sozialismus propagieren, es ändert sich genau: Nichts!

            Die Dame hat sich bisher genau wie die anderen Granden dieses sterbenden Schwans noch nie um die Ansichten ihrer Basis (das die überhaupt noch eine haben, ist schon erstaunlich) gekümmert, da juckt doch so ein Juso-Chef auch nicht.

            Immerhin bemerkenswert, wie mit solchem Nichts wieder eine Debatte angedreht wird, auf das jeder etwas darüber, aber nichts dazu zu sagen hat. Bald sind die Europa-Wahlen vorbei, dann wird´s auch wieder ruhiger.

  4. Pantoufle sagt:

    Moin Siewurdengelesen

    »Bald sind die Europa-Wahlen vorbei, dann wird´s auch wieder ruhiger.«
    Noch ruhiger? Wenn das jetzt beim aktuellen Zustand der EU die Debatte zum Thema sein soll, ist das dann tot?

    • Peinhart sagt:

      Aber sowas von! Sie werden’s nur nicht raffen, aber so ist das nunmal mit diesen Zombies. Kann man nix.

    • Siewurdengelesen sagt:

      Na zumindest ruhiger mit solchen Scheindebatten;-)

      Zustand der EU?

      Weiss ich nicht, aber da schallerte mir jüngst an´s Hörgebälk, diese doch nun endlich mal auch auf den sozialen Sektor zu erweitern und damit das noch aus EWG-Zeiten bestehende Primat der Wirtschaft abzusägen.

      Meines Wissens war das einer der Hauptgründe für das Bilden dieses Konglomerats, andererseits ist doch das derzeitige EU-Parlament ein (fast) reiner Wirtschaftsverband. Selbst Richtlinien zum Verbraucherschutz kommen/gehen tendenziell über diesen Weg analog zu den nationalen Ebenen. Könnte natürlich prinzipiell am System liegen.

      Zustand der SPD?

      Wenn es denn die gesteigerte Form von tot gäbe, dann müsste die SPD heissen!

      Und ja – die wissen´s scheinbar nur nicht und glauben immer noch, als Wurmfortsatz immer wieder in einem anderen politischen Körper unterkommen zu können, egal von welchem Ende her sie eindringen müssen.

      Achtung: Diese Kamera ist tankstellenüberwacht;-)

Schreibe einen Kommentar zu Siewurdengelesen Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.