Gute Morgen Sonntag, guten Morgen Internet. »Stellen Sie die Uhren eine Stunde zurück!«

www.theeuropean.de, Debatte, Gastautorin Vera Lengsfeld, »Der Aufreger für Medien, Politiker und „Kulturschaffende“ ist die Absage des Bauhauses Dessau, die linksextremistische Band „Feine Sahne Fischfilet“ …«
Und lesen sie nächste Woche von unserer Redaktionsleiterin für Kultur und Soziales Beate Zschäpe »Zahl der linksextremistisch motivierten Straftaten steigerte sich 2017 um 22,2 %!!! Quelle: Internet!!«
Man glaubt man wäre im Zoo.



Das interessanteste Interview der letzten Zeit kommt ausgerechnet vom Unions-Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus. »Brinkhaus«, fragt man sich – das ist die Figur, die blutend aus einem Berg von Trümmern steigt und in zerfetzten Hosen ans Mikrophon tritt

»Es muss ja dann für danach auch ein Übergang vorbereitet werden. Ich glaube mal, das ist eigentlich eine tolle Geschichte, dass uns das als CDU gelingt, diesen Übergang nicht mit einem Crash, sondern mit einem geordneten Prozess entsprechend vorzubereiten.«

Für diejenigen, die es nicht mitbekamen: Hessen, das war der glänzende Wahlsieg für die CDU! Überhaupt fragt man sich, warum sich eigentlich nicht die Dauerwerbesendung für Halloween, Volker Bouffier, für die Merkel-Nachfolge bewirbt? Na ja, was nicht ist, kann ja noch werden.


Solange aber wird weitergearbeitet

»Die Fraktion macht ihre Arbeit. Wir haben in den nächsten Wochen viel zu tun. Wir werden in der nächsten Woche über Rente reden, über Pflege reden. Wir wollen das Grundgesetz ändern. Wir haben den Haushalt vor der Brust.«

Die Fähigkeitslücke bei der letalen Entnahme von Hausaufgaben. Der Einwegflugkörper Brinkhaus ist ein Sicherheitsbahnhof mit der Sehnsucht nach der Klarheit und Stringenz eines Erich Mielke.

»Sarah Zerback: Bei diesem ganzen Prozess wollen einige jetzt auch die Basis einbinden und nicht nur die Parteitagsdelegierten im Dezember wählen lassen. Sind Sie für eine Urabstimmung?

Brinkhaus: Urabstimmungen – soweit ich das weiß, sind in unserer Satzung Mitgliederbefragungen vorgesehen. Das ist sicherlich ein reizvoller Gedanke.«

Mitgliederbefragung? Das meint aber nicht zufällig das selbe wie die der SPD Anfang des Jahres, die auf Betreiben der CDU vorm Bundesverfassungsgericht landete? Wohl kaum.

»Wir haben turnusgemäß einen Parteitag. Das ist ja jetzt nicht was Außergewöhnliches. Dementsprechend gibt es auch keinen Rücktritt von Angela Merkel, sondern sie tritt einfach nur nicht noch mal an.«

So einfach ist das! Das kann man sich gar nicht ausdenken, so eine Exzellenzinitiative. Dann nehmen wir einfach Friedrich Merz! Irgend jemanden aus der Wirtschaft. Was bei Donald Trump funktioniert hat, müßte doch auch in Deutschland… Ein Gruselkabinett, bei dem man sich in späteren Zeiten noch mit Wehmut an Frau Merkel erinnern wird.

»Wir haben mehrere Kandidaten. Das ist gut. Ich glaube, viele andere Parteien wären froh, wenn sie so viele geeignete Kandidaten hätten.«

Der seltene Fall, daß ein Fisch bereits stinkt, während er noch nach Luft schnappt.

(Zugegeben: Ein sterbender Fisch schnappt sicherlich nach allem, nur nicht nach Luft)

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, der Untergang abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Kommentare zu Gute Morgen Sonntag, guten Morgen Internet. »Stellen Sie die Uhren eine Stunde zurück!«

  1. Siewurdengelesen sagt:

    Ja die Vera Lengsfeld – die ist von ihren vermeintlichen Idealen der DDR-Bürgerrechtsbewegung auch ganz schön abgekommen. Im Grunde müsste gerade jemand wie sie durch ihre Verfolgung durch die Stasi erkennen, dass sie sich einem indoktrinären und totalitärem Regime als Handlanger anbiedert, aber wie es so schön heisst: “Der Splitter im Auge verdeckt die Sicht auf den Balken vor dem Kopf!”

    So als Nachklatsch zur Hessen-Wahl hätte ich noch eine Stilblüte der Nachdenkseiten im Angebot.

    Diese wandeln immer mehr in esoterischen Gefilden, wenn man es schon nötig hat, völlig unbegründet solchen Organisationen wie campact nachzutreten, wo doch diese ach so ominöse, zugespielte Mail eines Lesers gleichlautend im Blog von campact ohnehin zu lesen war. Aber da lässt sich wahrscheinlich nicht mehr so eine schöne VT drumherum basteln.

    Was das jetzt nun mit irgendwelchen fallenden Masken und Unterstützen aller anderen Parteien gegen die AfD ausser der Linken zu tun hat, weiss sicher auch nur A. Müller selbst. Einen Kommentarbereich gibt es ja scheinbar aus gutem Grund nicht bei den NDS, sondern nur die Möglichkeit, Leserbriefe einzusenden, sonst hätte ich gleich dort kommentiert ob dieses Nonsens;-)

    Weil die NDS aber vermutlich auch so ordentlich Feuer wegen des an den Haaren herbeigezogenen Statements bekommen zu haben scheinen, hat es A.Müller immerhin noch für nötig befunden, sich etwas später rechtfertigen zu müssen, ausser viel Blabla kommt da aber auch nichts an echten Argumenten:-(

    Die Ursache für das Erstarken rechter Parteien bei einer gleichzeitig phlegmatischen Linken quer durch den Gemüsegarten sehe ich an ganz anderer Stelle als am Kommentar einer NGO bei einer Landtagswahl.

    Dagegen ist dieses das klassische Beispiel dafür, dass sich zwei im Grunde ähnlich verortete Organisationen lieber um die Erbse streiten, statt sich um den Topf zu kümmern – OMG.

    Stattdessen hat man hier eher den Eindruck, dass dieses Thema ein wenige überstrapaziert wird in seiner Aussage und dann erst recht zur Anti-Werbung wird. Das bewirkt eher das Gegenteil und hält vielleicht gerade ein paar Leser dieses Artikels davon ab, in Hessen die Linke zu wählen. So kann man´s halt auch machen, aber vielleicht durften die NDS irgendwann mal nicht mit in den Sandkasten bei campact und sind deswegen immer noch lapileidi…

    • Pantoufle sagt:

      Moin Siewurdengelesen

      Na ja… wenn ich mich an das Kroppzeug erinnere, was bei den NDS zum Teil in den Kommentarspalten die Erderwärmung begünstigt hat, hätte ich diesen Service vermutlich auch stillgelegt. Ach ja – das waren noch Zeiten, als Herr Karl (bzw. seine Sockenpuppen) und seine Bandenmitglieder mit einem Fußtritt dort rausflogen und (unter anderem hier) geflennt und gejammert haben: »Freie Meinungsäußerung!« Als wenn sie jemals auch nur eine Meinung gehabt hätten 🙂

      Die Nachdenkseiten gibt’s also noch und Campakt hat einen Blog. Sachen gips!
      Zur selbigen:
      Was ich von Wahlen im Allgemeinen und der Beteiligung daran »um schlimmeres zu verhindern« halte, habe ich oft genug dargelegt. Wenn Campact jetzt wieder diesen alten Filzhut zum Essen aufwärmt… nun ja. Daß die NDS sich darüber (mal wieder und immer noch) aufregen, ist auch wenig fortschrittlich.
      Vor lauter fallenden Masken bemerkt offenbar niemand den Lacher, daß die NDS die LINKE selbst für eine Kleinstpartei halten.
      »Über jede Stimme für eine Mini-Partei – wie Die Partei oder die Piraten – freut sich dagegen die AfD. Denn wenn die Partei unter fünf Prozent bleibt, […]« (Campact)
      Lesen bildet und verhindert zuverlässig, sich über Dinge zu streiten, die der andere nie gesagt hat, sage ich meinen Kindern immer!

      • Siewurdengelesen sagt:

        Der Herr Karl war auch ein spezieller Fall, hat sich aber zum Schluss nahezu nur noch beim Narrenschiff ausgetobt.

        Dass die NDS ihren Kommentarbereich nicht im Griff hatten…selber schuld.

        Ob das jetzt so der Lacher ist mit der Linken als Kleinstpartei, wo diese im Grunde selbst ohne Reklame Zulauf haben müssten ohne Ende in diesen Zeiten?
        Deren Einfluss in den Parlamenten ist auch so minimal bis auf Thüringen und strategisches Wählen hatte noch nie Sinn, um etwas verhindern oder fördern zu wollen, das ist wohl wahr.

        Das mit dem Lesen hat auch schon Luther gesagt, da jetzt die allgemeine Schulpflicht gilt, haben die digitalen Helfer sich der Analphabetisierung angenommen und der Hirnwatte:-(

    • Pantoufle sagt:

      Moin Vera

      Ähem…
      »Schäfer-Gümbel sagte dem Spiegel, seine Partei stehe “für ein progressives, modernes Regierungsbündnis bereit, das ein bundesweites Vorbild ist in Stil und Ergebnis“.«

      Negerküsse heißen jetzt Negerinnenküsse. Schäfer-Gümbels Andeutungen muß man wohl als Drohung auffassen.
      Einmal ganz abgesehen von der Fragwürdigkeit, durch Wahlen Volkes Stimme hörbar zu machen: Die SPD hat nicht deswegen -10% eingefahren (+/- Unfähigkeit beim Stimmenzählen) weil das doofe Volk gerne eine Ampel als Regierungsfarbe hätte. Wie gesagt: Abgesehen davon! Und abgesehen davon, daß auch offenbar nur wenige Grün-Schwarz wollen (siehe -11% bei der CDU). So wie ich das interpretiere, wollen die lieber entweder Porsche Cayenne mit Katerlysator oder Nazis. Da kabbeln sich Braun und Grün um das Privileg, möglichst unauffällig bei auffälliger Regierungsarbeit gewesen zu sein.
      Aber das nur nebenbei.

      So wenig ich Volker Bouffier in irgend einem Amt sehen möchte: Noch weniger ertrage ich den Gedanken, daß ausgerechnet die SPD von dieser Situation profitieren sollte. Ja, ich verstehe natürlich schon: Signalwirkung nach Berlin und so. Ein falsches Signal ist auch ein Signal, sagte der Schrankenwärter.
      Noch mal den letzten Teil des Satzes. »Ein bundesweites Vorbild in Stil und Ergebnis«. Eine Haufen, dem das Brackwasser infolge fortgesetztem Verrates an den eigenen Idealen bis über den Ohren steht, ein Wirtschaftslobbyistenclub und die Nachfolgepartei der FDP. Sowohl Pest wie Cholera sind tödliche Krankheiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.