Flugzeug-Modus

Neben mir liegt der großer Hund und schnarcht und stinkt. Komisch, vor ein paar Monaten war er noch klein, stank aber auch schon. Wenn auch nicht so groß. Das weiß ich noch. Außerdem habe ich ja Bilder davon gemacht. Fast jeden Tag und mit abnehmender Begeisterung. An das, wovon man sich ein Bild gemacht hat, kann man sich erinnern. An wiederum andere nicht oder wenigstens nur schwer. An ganz und gar andere Dinge überhaupt nicht.
Gedanklicher Flugzeug-Modus. Ich schalte mich ab und kann mich anschließend nur noch an die winzigen Brötchen mit einer wurstähnlichen Substanz darauf erinnern. Vegetarier bekommen das Selbe, nur daß es dann Käse heißt; Veganer veganes Mineralwasser. Bevor die Flugzeug-Amnesie einsetzt, habe ich noch den Geschmack vom letzten Drink an der Bar auf den Lippen. Hatte ich noch etwas gegessen? Ich weiß es nicht mehr. Flugzeug-Modus.

Vor ein paar Wochen habe ich eine kleine Erinnerungstour durch meine Kindheit und einige Jahre später gemacht. Auf der Yamaha natürlich, damit ich mich erinnere. Das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, überraschte mich durch seinen Bahnhof. Gab es den damals schon? Das ehemalige Haus meiner Eltern steht noch genau so versteckt, weitab von der Straße wie in meiner Erinnerung. Mein Gott – was für eine Bruchbude war das und ist es immer noch. An der Doppel-Garage ein Anbau aus Ytong, darin habe ich gewohnt. Nicht im Haus, sondern aushäusig. Nach dem offiziellen Schlafengehen konnten man nach hinten aus dem Fenster steigen, am Flüßchen hinunter ins Dorf und Unsinn machen. Na ja, unsinnig wäre vermutlich passender. Schwanger geworden ist dabei niemand oder auch nur stark betrunken. Dafür gab’s zuwenig Taschengeld. Höchstens ein Bier mit heruntergekurbelter Stimme im Gasthaus zum Krug und eine Zigarette hinter der Bushaltestelle. Später dann mehr. Flugzeug-Modus.

Mein Bruder sagt, den Bahnhof hätte es schon immer gegeben, was natürlich so auch nicht stimmt. Bis die Eisenbahn auch in der Lüneburger Heide verlegt wurde, aß man in den Städten bereits mit Messer und Gabel. Mein Garagen-Anbau hatte übrigens Stromheizung, nur für diejenigen, die es wissen wollen. Deswegen schlief ich auf meiner Reise auch in einem Hotel in Lüneburg. Schließlich habe ich Jahre gebraucht, um das alles zu vergessen. Den Mief, die Schule, die Einsamkeit. Und jetzt war er wieder da, der Mief und die Einsamkeit, nur eben an einem freien Wochenende. Lüneburg: Wer 5000 knipsende Japaner in einer Puppenstube um sich mag, sollte unbedingt dorthin fahren. Notfalls auch mit der Eisenbahn. Den akzeptablen Italiener mit der sehr interessanten Weinkarte verließ ich stark angetrunken. »So besoffen kann man eigentlich gar nicht sein! Aber es ist glücklicherweise möglich!« dachte ich beim Anblick meines Hotelzimmers. Die tiefsten Weisheiten fallen einem immer nur im Urlaub mit sich alleine ein, Annika.
Vor dem Fünfziger-Jahre-Schuleinheitsbau grüßt ein alter Mann seine Erinnerung, die hoffentlich nicht ich bin. Wer ist schon gerne eine Erinnerung? Der Gondoliere aus Pusselan auf der Fensterbank. Nein, er wäre von auswärts. Mit geschlossenem Motorradvisier ist schlecht plaudern. Es gibt Orte, die einen von sich stoßen. Hier hat mich noch nie etwas gehalten; warum war mir das nicht vor der Abfahrt eingefallen?

Das Schöne am Alter besteht darin, leichter vergessen zu können. Das wäre es dann schon mit den Vorteilen, aber immerhin. Posttraumatischer Flugzeugmodus. Zur Feier des Tages beschloß ich bei einem Bier im »Krug«, der freiwilligen Selbstvergessung noch ein paar zusätzliche Jahre zukommen zu lassen. Die Yamaha steht so lange vor dem Biergarten und hat die Scheuklappen hochgestellt. Will auch weg. Hier gibt’s bestimmt kein richtiges Öl.
Früher gab es hier einen Dorftrottel, vermutlich ein ganz kluger Mann. »Sehet die Vögelein am Himmel und die Tiere auf dem Tisch: Sie arbeiten nicht und der liebe Herrgott ernährt sie trotzdem!« Nur daß die keine Bierflaschen für ihre Ernährung brauchen. Ich weiß gar nicht, was der gemacht hat. Vermutlich irgend etwas auf dem Friedhof. Die Kirche ist ja immer schnell zur Stelle, wenn ein Bedürftiger plakativ der Gnade anheimfallen kann. Dafür fegt er ein wenig oder gräbt Löcher.
Wie geleckt sieht das hier aus! Hinter dem Bahnhof beginnt eine 800-Meter lange Tempo-Dreißig-Zone. Damit man die Schaufenster länger betrachten kann. Stützstrümpfe und Intim-Spray. Das ist so ein Ding mit den Erinnerungen: Als ich noch ein Kind war, dachte ich bei mir, die ganzen Menschen würden hier nur solange wohnen, bis sie die Felder leergefressen hätten und das Bier im »Krug« alle wäre – danach würden sie weiterziehen. Kann man ja auch nicht ahnen, daß die alle hier bleiben und sich gegenseitig Stützstrümpfe verkaufen. Wobei: Ist schon schon ganz gut, daß sie alle dort geblieben sind. Bei uns im Dorf würde ich die nicht haben wollen. Wie habe ich diese Schule gehasst!
Flugzeug-Modus

Grundgütiger! Bis man sich erst mal wieder richtig auf die Karre geschraubt hat! Kann doch nicht so schwer sein, bei dem Brötchen von Sitzbank. Da rechts liegt die Treckerwerkstatt, in der ich mich für eine Lehre beworben hatte. Die Idioten haben mich aber nicht genommen! Ein guter Mechaniker wäre ich geworden; trotz der Vierminus in Mathe. Oder war es eine Fünf? Erinnerungen sind für mich wie das Stöbern in einem Internetarchiv von verwaisten Texten. Man findet nur das, was man explizit sucht. Wenn überhaupt. Ich hasse diese Menschen, die nach 35 Jahren immer noch genau wissen, wie diese pickelige Rothaarige hieß, die hinter Marlene auf der letzten Bank saß und immer an ihren Fingernägeln gekaut hat. Die hat dann ja den Schrankenwärter geheiratet, der später auf Bau-Ministerialdirigent umgeschult hat, dann aber nur bei den Wasserwerken…
Entsetzlich!
Aus dem Flüßchen hinter unserem Haus hatten wir einmal 4 Forellen gezogen und ihnen einen dicken Ast über den Kopf gehauen. Dann waren sie auch ziemlich tot und wurden über dem offenen Feuer neben dem abgeernteten Acker aufgefressen. Warum sind nicht alle Erinnerungen so? Ein Mädchen aus meiner Schule (Anke) traf ich Jahrende später einmal in irgend einer Lokalität. »Hallo, kennst Du mich noch?« Was war ich verliebt gewesen und jetzt suchte ich einen guten Grund, daß sie schnell wieder ging, während sie mich mit den Namen ehemaliger Mitschüler bombardierte. Genau so gut hätte sie mir sämtlich erfasste Gruppenbezeichnungen von Menhiren aufzählen können.

Unter mir poltert der Motor und ich sitze wieder »richtig«. Genau so, daß wenig Gewicht von den Händen gestützt wird, die Arme langgestreckt. Und dann fällt mir auch wieder ein, wie sehr ich es hasse, wenn einer vor mir fährt. Immer schon – es macht mich einfach nervös! Ich weiß auch nicht mehr warum eigentlich. Is einfach so.
Flugzeug-Modus an.

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18 Kommentare zu Flugzeug-Modus

  1. Niemand sagt:

    Das hatten wir alle geahnt. Aus der tiefsten Provinz.
    Text zu lang und weilig.
    Nur überflogen.

    Reicht. Warum läßt Gott zu, daß solche Texte veröffentlicht werden?

    • da]v[ax sagt:

      Aber ein so sinnloser wie langweiliger und dennoch beleidigender Kommentar muss schon sein, ne? Au ja, und irgendwasmitgott! Tolles Ding, dieses Internet. Sozialkrüppel aller Länder, vereint im Cyberspace.

      Traurig, so was. Warum lässt das Fliegende Spaghetimonster zu, dass solche Kommentare veröffentlicht werden anstatt im Nudelsieb hängenzubleiben?

  2. Peinhart sagt:

    In diese komische Heide hier wurden zu unseren Lebzeiten keine neuen Bahnhöfe mehr gesetzt. Nur eine ganze Reihe alter stillgelegt wie die dazugehörigen Strecken.

    Lüneburg hatte zu seiner Zeit als Garnisonsstadt merkwürdigerweise mehr Charme als heute mit Uni und Liebeskind-Bau. Das beste Speiselokal hat auch schon vor einiger Zeit geschlossen.

    Aber wenn man mal was richtig Verschnarchtes erleben will, gibt’s da noch einen Geheimtip: Uelzen. Jetzt allerdings ohne den Superlativ ‚größte Zuckerfabrik Europas‘ – die steht jetzt angeblich irgendwo in Frankreich.

    Stinken tut sie trotzdem. Da kommt auch kein nasser Hund mehr mit.

    • Pantoufle sagt:

      Unvergessenes Uelzen! In dieser Stadt habe ich meinen ersten Transistor gekauft. Einen OC 72 aus Germanium; als wäre es gestern gewesen! An seine Stromverstärkung kann ich mich nicht erinnern, es wird schon nicht so viel gewesen sein. Auch wie dieses doch relativ moderne Bauteil seinen Weg ausgerechnet nach Uelzen fand, ist unklar. Ich bin den Verdacht nie los geworden, daß der örtliche Höker ihn aus einem defekten Gerät mit feinfühliger Meisterhand ausgelötet hatte und ihn in ein Plastiktütchen verpackt ins Regal hängte. Es blieb der einzige einzeln verpackte und in einer Blisterpackung verkaufte Transistor meines Lebens.

      An der Uni bin ich vorbei und habe auch 24 Sekunden ordentlich gestaunt. Es ist vermutlich das einzige Gebäude der Stadt, das sich nicht durch rieselnden Putz verkaufen muß. Sonst ist Lüneburg ja eher bröselig.

      Über die Geruchsqualität von Zuckerfabriken gegenüber nassen Hunden gibt es wenigstens unterschiedliche Meinungen. Im Gegensatz zur Bedeutung von Uelzen. Wie ich bereits Josi gegenüber andeutete, wird das nur durch Unterlüß geschlagen. Eher würde ich meinen Jahresurlaub auf einer Raststätte an der A2 verbringen.

  3. Josi sagt:

    Ne, ne, der Niemand war Flatter…und nein, der Text ist ganz und gar nicht langweilig, ich liebe ich so dahinerzählte Geschichten, diese hier hat Dich doch kein bisschen angestrengt und ja, lang sollen sie auch sein, dahinplätschern und wie im Entwicklerbad sich erst allmählich materialisieren.

    Hauptsache, es geht Dir gut. Es geht Dir doch gut?

    • Pantoufle sagt:

      Moin, Josi

      Und ich hätte wetten können, es war Marlene! Die stand auf jeder Fete auch immer so herum und hatte solche Sprüche drauf. Provinz, laaangweilig, nur zwei Minuten… Sie hat dann den ersten geheiratet, der es auf etwas mehr als vier Minuten brachte, was ihr vor 40 Jahren sehr lange vorkam. Lebt heute in Unterlüß, 200m links des Bahnhofes.
      Vor nicht allzu langer Zeit feierte der Weiher sein 150jähriges Mausoleum und und sie rollatorte durch das Fest und erzählte jeden, der das nicht hören wollte, was das Denkmal mit dem Hasen und dem Fuchs vorm Rathaus zu bedeuten hat. Die sagen sich nämlich gute Nacht!
      Für diejenigen, die dieses lauschige Städtchen nicht kennen sollten: Der berühmte Mathematiker Carl Friedrich Gauss hatte anläßlich einer Vermessung der Heide im Auftrage König Georg des IV versehentlich einen Vermessungsstein dort stehen gelassen. Die Heidjer der Gegend versammelten sich jeden Dienstag vor dem Trümmer und beschlossen irgendwann, sich im Schatten des immerhin 75cm hohen Monolithen niederzulassen.
      Irgendwann kamen dann ein Netto-Markendiscount und eine Döner-Schreinerei dazu, die heute für Marlene die Welt bedeutet (Bahnhofsnähe!).
      Und so schließt sich der Kreis.

      Ja, geht so einigermaßen; Danke der Nachfrage. Es gibt Leute, denen es schlechter geht. Marlene zum Beispiel.

      • flatter sagt:

        Wat war ich? Wäre ja wohl erkennbar gewesen. Ich betreibe keine Sockenpuppen, schreibe „dass“ nicht mehr mit ß und verwende nicht den proletarischen Plusquamperfekt. Infam!
        isdasheißhier …

        • Pantoufle sagt:

          Moin Alder

          Marlene – sach ich doch! Dich sehe ich natürlich. Möge die Macht der IP mit mir sein.
          Und jetzt mache ich mir ein Dithmarscher Urtyp auf. Mächtig heiß hier.

  4. Josi sagt:

    Ja, so eine Beschreibung einer ehemaligen Klassenkameradin auf dem humanistischen Gymnasium in Heilbronn hatte ich in meinen Post bereits eingebaut (sie hieß Friederike, war selbstverständlich Apothekertochter, hatte weiße Kniestrümpfe, die immer blendend weiß waren – ich musste die Socken meiner drei Brüder tragen, sofern ich zwei passende im Wäschekorb finden konnte, wenn nicht halt nicht zwei passende – hatte einen roten Haarschopf, streng geflochten und blaue Äderchen, die sich pulsierend über ihre Lider zogen. Immer hatte ich den unwiderstehlichen Drang ihr mit meinen angespitzten Fingernägeln einen schrillen Schrei zu entlocken, oder doch mindestens ein Tatoo in diese impertinenten Lider zu kratzen. Sie hat mich nämlich nie abschreiben lassen, sondern hat mexikanische Mauern zwischen sich und mich aufgetürmt: Federmäppchen, akkurat bestückt, Schulbücher und Schulhefte, damit ich nicht auch noch belohnt werde für meinen Schlendrian, dieser Typus hat sich im Laufe meines Lebens als natürlicher Feind erwiesen und er sitzt überall. Überall).

    Den Garagenanbau kenne ich auch: Dort gab es bei mir keinen Trafo, sondern einen Braun Schneewittchen-Sarg-Plattspieler, Gershwin und Bob Dylan und selbstverständlich auch die Sturmfreiheit, die Du so schön plastisch vor meinem geistigen Auge hast wiedererstehen lassen. Und eine außergewöhnliche Schwiegermutter in spe, die es sich nicht hat nehmen lassen, dicke Federbetten nach unten in das ausgelagerte Refugium zu tragen nachts um 2 und uns sorgfältig zuzudecken…Tempi passati.

    Mehrmals in Deinem Post oben erwähnst Du, dass Du der „Alte“ wärest, der „alte Mann“, der, der „alt geworden sei“. Verräterisch.

  5. derdilettant sagt:

    „Das Schöne am Alter besteht darin, leichter vergessen zu können. Das wäre es dann schon mit den Vorteilen, aber immerhin“ – Dem Leichter-vergessen-können korrespondiert das Wieder-neu-entdecken-können. Ein weiterer Vorteil und nur oberflächlich betrachtet ein Privileg der Jugend (für das man freilich das „Wieder“ streichen muss)

  6. Martin Däniken sagt:

    „ob es einem Schlecht geht oder nicht,liegt an einem Selbst…
    „ob es einem Gutzugehenhat,dieses maßen sich immer (wieder) Andere an zubeurteilen!“
    Schweigt und geniesst diese Perle der Weisheit,
    selbst gezapft und abgeschraubt aus eignen Hirnwindungsanbau…

  7. Götz sagt:

    OC 72 – Glückspilz, vermaledeiter!

  8. Stony sagt:

    Moin Pantoufle,

    die Nacht sah ich eine faszinierende Doku und dachte, daß die vllt. auch was für Dich ist (soweit nicht eh schon bekannt): Schüsse ins Dunkel – Photographie blinder Menschen.

    (via MediathekView noch ein paar Tage privatdingensbar)

    • Pantoufle sagt:

      Vielen, vielen Dank für den Tip. Ich hatte es mir gleich gestern angesehen, aber denke immer noch darüber nach. Und das wird wohl noch eine Zeit anhalten.
      Das ist das Verrückte: Gelegentlich glaubt man eine Botschaft an die Welt entdeckt zu haben, und stellt nach kurzer Zeit fest, daß sie nur auf einen selber gemünzt ist. Ich vermute, das war so eine.

      • Stony sagt:

        Eine Botschaft an die Welt sah ich nicht – die episodenhaft fragmentarischen Erzählungen reichten mir allemal … mein Faszinosum liegt in den mir so fremden, i.e. unverständlichen Perspektiven, zu denen auch die Photographie gehört. Will meinen: Ich schaue da auf ein Gewirr loser Fäden.

        Bei Wetter wie dem aktuellen bin ich langsam, so langsam; buche die Empfehlung unter im Überschwang, unbedacht

  9. tiker sagt:

    Heute morgen beim Erwachen schnurrte die Katze zusammengerollt neben mir und auf meinem Brustkorb lag meine Lesebrille, was ich erst bemerkte, als ich aufstand und sie herunter fiel.
    Hätte ich eine Vogelspinne dort liegen gehabt, hätte ich keine Sekunde vergessen wo sie sich befindet. Über mein Körpersensorium wäre ich jederzeit informiert gewesen über alles, was sie tut.
    Manche Dinge gehen einen etwas an, andere nicht. Vielleicht gucke ich mit Deine Doku trotzdem noch an.

    In diesem Sinne und kurz vor meinem Aufbruch in die Alpen wünsche ich Dir das Allerallerbeste, liebes Pantoufle!

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