Elektrofahrzeuge gehören nicht zu Deutschland

Bilanz des Jahres 2020 nach einem Monat.

75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz. Danke, liebe FDP! Sollte ich jemals wieder gefragt werden, warum ich nicht wählen gehe, kann ich mir stundenlange Erklärungen in Zukunft schenken. Ich brauche nur noch »Thüringen« zu sagen. Oder – sollte mein Gegenüber außerordentlich begriffsstutzig sein – »Kemmerich«.
Einziger Lichtblick dabei: Susanne Hennig-Wellsow (Linke-Landeschefin), die dem frisch geschissenem Ministerpräsidenten die obligatorischen Blumen vor die Füße warf.

Jetzt kommen die Zeiten, in denen eine unbedeutende Minderheitenpartei, die mit Müh und Not über die 5% Hürde gerutscht ist, den Ministerpräsidenten stellt und das Wahlergebnis immer noch vor der Wahl feststeht!
Kemmerichs unbegabt dahingestammelte Erklärung einer Minderheitsregierung kommt so oder so nicht hin – ohne die Linke oder AFD geht gar nichts. Und da man die Linke gerade mit mehr als abenteuerlichen Begründungen als extremistisch darstellt, bleibt nur noch… und eines geht schließlich nur: Entweder, die Schlammschlacht der CDU und FDP gegen die Linke ist das was sie ist: gefrorene Scheiße oder die Herrschaften sind intellektuell außerstande, das Zahlenverhältnis des Wählerwillens zu begreifen. Ganz abgesehen davon, daß man offenbar zu dämlich ist, zu sehen, was man da losgetreten hat.

Inkonsequenterweise wird auf Twitter die LINKE gerne als als ex-SED bezeichnet, ein ex-NSDAP für die AFD sucht man leider vergeblich.
23.3.1933: Theodor Heuss (FDP) stimmt für das Ermächtigungsgesetz.
Na, dann wird eben solange gewählt, bis das gewünschte Ergebnis vorliegt. Ob das die thüringesche FDP allerdings noch miterleben darf, ist eine andere Frage.

Entgegen alle Erwartungen war der BREXIT schneller als der BER. Buchstabiere »Demütigung«

Pünktlich zum Tod des rechtsoben angesiedelten Meinungs-Mediums »National-Zeitung« (1950/51 – Dezember 2019) startete die Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zum Verbot des »Vereins« linksunten.indiymedia. Ergebnis? Ja, was schon?

Die Klage wird aus formalen Gründen abgewiesen:

»Eine vollständige Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Vereinsverbots kann nur der Verein selbst erreichen. Denn die Verbotsverfügung zielt lediglich auf die kollektive Gewährleistung der Vereinigungsfreiheit (Art. 9 Abs. 1 GG). Dahinter treten die individuellen Grundrechtsgewährleistungen zurück, weil die Mitglieder nur im Rahmen der kollektiven Willensbildung in der Vereinigung tätig werden können.«

Hurra, das Perpetuum Mobile ist endlich erfunden!

Und wo kein Verein ist, kann auch nichts überprüft werden. Oder es ist die ganz listige Falle, daß sich ein doofer findet und den Verein endlich gründet.
»Doch auch der Verfassungsschutz bezeichnet linksunten.indymedia als Medium. Damit räumt sogar das Bundesamt ein, dass das Portal grundsätzlich unter dem Schutz von Artikel 5 des Grundgesetzes, der Pressefreiheit, steht.«
Zeit.de, 26.8.2017

Die Hauspostille der Neonazis hatte dagegen ein langes Leben, zwischen Ende 1953 bis Ende 54 sogar mit einer monatlichen Beihilfe des Bundespresseamtes von 11.000 DM. Da lacht der ehemalige SS-Soldat.

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UpDate

Noch schneller als der Brexit: Der kürzeste Ministerpräsident der Republik! Irgendwie hat die FDP doch wohl Zweifel an der Formulierung »Koalition der bürgerlichen Mitte« bekommen. Vielleicht war es auch das Auftauchen eines Schreibens von Höcke an Kemmerich und die CDU gewesen, das nahelegt, daß das ganze Kaspertheater von vorne bis hinten so geplant gewesen ist.

Kemmerich so : »Demokraten brauchen demokratische Mehrheiten«. Das fällt ihm allerdings so spät ein, daß ich an dem zuvor verfassten Text nichts ändern muß.

Thomas Kemmerich

»Schönen gute Tag, liebe Kollegen, meine Damen und Herren!

Zusammen mit meinen Kollegen der Landtagsfraktion der freien Demokraten habe wir beschlossen die Auflösung des thüringer Landtages zu beantragen. Damit möchten wir Neuwahlen herbeiführen, um damit den Makel der Unterstützung durch die AFD vom Amt des Ministerpräsidenten zu nehmen. Demokraten brauchen demokratische Mehrheiten, die sich offenbar in diesem Parlament nicht herstellen lassen. Die freien Demokraten werden weiter für einen Politikwechsel kämpfen und gegen die Extreme von Rechts und Links. Eine Zusammenarbeit mit der AFD gab es nicht, gibt es nicht und wird es nicht geben.«
Wer wissen will, wie ein höchst mittelmäßig Begabter tönt, wenn er von einer Null auf Ministerpräsident und zurück gepumpt wird, vergleiche das Interview mit Frau Slomka mit dem nur einen Tag später.

Glück gehabt!

Ja, liebe FDP.Das ist Pech!

Jetzt also so lange wählen, bis das Ergebnis passt.

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8 Antworten zu Elektrofahrzeuge gehören nicht zu Deutschland

  1. Annika sagt:

    Ich kotz’ im Strahl den janzen Tach schon.

    • Pantoufle sagt:

      Moin Annika

      Und das ist erst der Anfang! Du solltest mal auf Twitter: Der Stalinismus steht direkt vor der Türe – auch vor Deiner!
      Allen fällt gerade auf, der Neuwahlen ein durchaus zweischneidiges Schwert sein könnte (ist).

      • DasKleineTeilchen sagt:

        ich sach ja; mehr als umbringen können se uns nich…

        • Pantoufle sagt:

          Doch können sie: Sie können uns unendlich anöden!
          Und das tun sie bereits mit ihrer »Demokratie«-Brüllerei, mit ihrem »Wählerwillen« der 5,0034%-Partei und ihrer »Rechtsstaatlichkeit«, bei der man sich unglücklicherweise hat erwischen lassen.
          Lindner wird das »Vertrauen« ausgesprochen, Kemmerich tritt dann doch noch nicht zurück…
          Eilmeldung
          Lindner: “Die AfD zwang Kemmerich hinterhältig, sich aufstellen zu lassen, die Wahl mit ihrer Hilfe zu gewinnen, das Amt anzunehmen, Björn Höcke die Hand zu geben, ohne mit der Wimper zu zucken, gemeinsam mit CDU und AfD die Sitzung zu beenden, einen Rücktritt auszuschließen, eine Nacht drüber zu schlafen, den Rücktritt nochmal auszuschließen und dann erst darauf zu reagieren, als der Druck schließlich zu groß wurde
          Schade, der Postillon

          Was für eine Schmierenkommödie!
          »dass ein Rücktritt – zum Beispiel sofort – nicht geboten ist, da es wichtige Entscheidungen der Landesregierung gibt, für die es zumindest ein amtierendes Regierungsmitglied braucht« Kemmerich (FAFD)

          Zum Beispiel ein paar organisierte Biker, die den Idioten in den Arsch treten und und sie rausschmeißen aus ihrem leistungslosen Grundeinkommen.

  2. Pantoufle sagt:

    DKT
    mal hier weiter
    16:23 Uhr | Das fordert die CDU im Bund

    Inhalt des Statements von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer:

    1. Von der CDU gibt es keine Stimmen für einen Kandidaten der AfD oder der Linkspartei.
    2. Von der CDU gibt es keine Stimmen für einen Kandidaten, der auf Stimmen der AfD angewiesen ist.
    3. Bodo Ramelow hat offensichtlich keine Mehrheit im Thüringer Landtag.
    4. Wir erwarten, dass es eine Bereitschaft von SPD und Grünen gibt, einen Kandidaten oder eine Kandidatin zu präsentieren, der oder die als Ministerpräsident oder Ministerpräsidentin nicht das Land spaltet, sondern das Land eint.
    5. Die CDU ist zur konstruktiven Mitarbeit bereit. Sie hat bereits Projekte definiert, auf deren Grundlage eine konstruktive parlamentarische Sacharbeit im Interesse des Landes möglich ist.
    6. Wenn der Versuch scheitert, innerhalb des Parlamentes und unter Wahrung der hier genannten Grundsätze der CDU stabile Verhältnisse zu erreichen, sind Neuwahlen unausweichlich.

    Das »fordert« die CDU! Fordert! Da lachen doch…
    Sehr hübsch auch Punkt 4. Man »fordert« von zwei Splitterparteien, nachdem sich der eigene Kandidat gerade erfolgreich abgesägt hat. Ein CDU-Kandidat, dem dieser Haufen das Vertrauen entzieht, muß silberne Löffel LKW-weise unterschlagen und in Koks umgesetzt haben. So hatte die CDU auch die FDP vorgeschickt.
    Und wie die »konstruktive Mitarbeit« der CDU so aussieht, hat sie ja gerade genau gezeigt. Ohne ihre dreckige Mitarbeit wäre der Kandidat der FDP nicht einmal in die Nähe des Schlamm-Grabens gekommen, aus dem er auf das Podest »Ministerpräsident« geklettert ist. Nicht einmal in Sichtnähe!
    3. »Bodo Ramelow hat offensichtlich keine…«
    Auch falsch! Keine Mehrheit heißt in diesem Zusammenhang, daß man die eigenen unflätigen Lügen, die man über den überaus beliebten ex-Ministerpräsidenten erzählt, tatsächlich selber glaubt. Daraus den Satz »keine Mehrheit im Thüringer Landtag« abzuleiten, ist nicht nur unsinnig, sondern unanständig.
    Und Punkt 1. ist einfach nur abgrundtief dumm. Die Faschisten mit der Linken auf eine Stufe zu stellen, mag auf Twitter und Facebook funktionieren, hat im wahren Leben aber nichts verloren.

    • DasKleineTeilchen sagt:

      irgendwie muss die karrenbauer halt mit merz mithalten…denkt se. gute taktik, in thüringen ham se wohl scho 10% verloren. und die nazis bis jetzt nix dazu. wenn die afd wieder bei 24-25% landet, hat man wenigtens ne 1/2wegs verlässliche grösse für die zukunft…die standard-viertel/drittel-faschisten in jeder gesellschaft, aba anscheinend auch nich mehr, immerhin.

  3. Stony sagt:

    Nur mal so, zur etwaigen Erinnerung: Die Kackspielchen haben hier fast schon Tradition Von nix was gewußt haben wollen; überrascht worden sein etc.pp. – die Hanseln in der Politik jetzt, die sich in ihren grenzdebilen Ausreden gegenseitig zu unterbieten suchen, auf allen Ebenen.

    Edith: Noch ein aktueller dazu.

    • Pantoufle sagt:

      Es ist so peinlich. So grotesk, kriminell und unfassbar dämlich, daß man gar nicht mehr hinschauen mag.
      Jetzt will die CDU dann doch lieber nicht mehr. Nach letzten Informationen jetzt doch nicht Ramelow. Die CDU hat eine rote Linie, die sie nicht überschreitet, aber keine braune. Spiel nicht mit den Schmuddelkindern am »linken Rand«. Mit den Nazis natürlich gerne (wie man gerade ohne Widerspruch bewiesen hat). Neuwahlen »nein Danke«, weil das ein “ein Erstarken der politischen Ränder befürchtet” wird, was konkret »der Linken« heißt. Der rechte Rand aus CDU und AFD kann bei Neuwahlen nur verlieren. Die CDU, weil sie ins Bodenlose stürzt, die AFD, weil klar wird, daß Deutschland aufgrund von Masse erst einmal nicht erwachen wird; schlimmer noch: Es bestünde immerhin die Gefahr, daß der eine oder andere »Protestwähler« die erbärmliche Vorstellung der Faschisten als solche begreift, auch wenn das relativ unwahrscheinlich ist.
      Von der Maulhurerei der CDU, mit den Faschisten nicht zu paktieren, ist weniger als ein Nichts geblieben. Wie merkelte es aus Afrika? »Unverzeihlich«! Aber hält die Rechts-Radikalisierung der CDU nicht auf.
      Die Mitte der Gesellschaft? Der »linke« Rand der AFD.
      Gemäßigte Faschisten.

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