Du, ich hätte da was…

Sehnsucht nach dem Sommer. Ein seriöser Frühling täte es auch.

»Chehef??«
»Kann grad nicht, habe Schakeline in der Leitung!«
»…is aber echt interessant! Der Praktikant, der… der…!?!«
»Heeerbert!»
»Ja, also der Herbert hat da einen echt schmissigen Slogan, den solltest Du Dir anhören!«
»Wenn’s sich nicht vermeiden läßt. Also, was gibt’s denn so aufregendes?«
»Also Herbert meint, daß »saubere Luft zum Exportschlager weltweit machen« echt geil klingt! Und vielleicht auch noch ein erklärendes »Stickstoffe mobil und digital eingrenzen« anfügen. Stickstoffoxyde 5.0. Um die Stickstoffgrenzwerte für 2020 auf den Grenzwert von 1995 zu bringen«
»2020,2020… hmmm! Klingt gut – da ist wieder Wahlkampf. Machen wir; das werde ich morgen gleich im Bundestag… ach ja, und schmeiß den Praktikanten raus… wie hieß der doch gleich?«
»Heeerbert!»
»Ja, gut: Herbert. Es kann nur einen Andreas Scheuer geben!«

So oder so ähnlich in der Tagesschau

Bleiben wir mit beiden Beinen auf der Straße. Verkehr 5.0. Nein, so heißt das tatsächlich, wenn man in Zukunft von künstlicher Intelligenz überfahren wird anstelle von alkoholisierter. Überflüssig zu erwähnen, daß ich mich lieber von einem Menschen als von einem Software-Giganten totfahren lasse.
In den Publikationen im unendlichen Netz steht in letzter Zeit viel vom »ersten tödlichen Unfall mit autonomen Fahrzeug«. Mit Video auf Youtube und äußerst fachlichen Kommentaren völlig unabhängiger Experten.
Dazu fällt mir folgendes ein: Von autonomen Fahren kann keine Rede sein. Das Ganze ist ein völlig gewissenloses Experiment einer volltrunkenen Industrie im Goldrausch. Es ist absolut unverständlich, daß dabei überhaupt das Wort »autonom« fällt. Es gibt erwiesenermaßen keine Automaten, die auch nur ansatzweise komplexe Prozeduren vergleichsweise so gut lösen wie ein Mensch. Nein, die gibt es nicht – sonst hätte man sie in der Industrie schon längst auf breiter Ebene installiert. Zum Beispiel als Kranführer in Containerhäfen – und im Vergleich zum Straßenverkehr ist das nun wirklich Grundschule.
Nein, das war wohl Mord.
Ein äußerst umstrittenes Taxi-Unternehmen hackt nach Feierabend einen Code zusammen, mit dem sich kein Industrieller in nenneswertem Maßstab T-Shirts fertigen lassen würde. Und damit fahren sie in der Öffentlichkeit herum.
Zu Forschungszwecken.

War Facebook jemals ein gutes Produkt? Ich kann mich an Zeiten erinnern, da behauptete man das von Google. Netscape war ein »guter «Browser und IE3 war es nicht. So ganz kann man sich wohl nie vom Gedanken trennen, daß es moralisch einwandfreie (oder wenigstens weniger belastete) Produkte im Kapitalismus gibt.
»Wenn die eigenen Eltern sie nutzen, ist sie definitiv nicht mehr cool. Die Menschen müssen endlich kapieren, dass das Internet öffentlicher Raum ist. Was man bei Facebook sagt oder likt, darf nur etwas sein, was man genauso öffentlich auf dem Marktplatz sagen oder beklatschen würde. Das ist nicht die eigene Küche. Wenn man das mal kapieren würde, wäre schon einiges gewonnen. «
Das lange Warten auf ein zuckerreduziertes Facebook.

Ist eigentlich jemandem aufgefallen daß Präsident Putin für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt wurde? Nein, nicht? Na ja: Wenigstens Donald Trump hat gratuliert und der wird schon wissen warum. In den bundesdeutschen Medien ging es ein wenig unter. Also völlig unter den Tisch. Dagegen tote Geheimdienstler (Kein Stalin, kein Trotzki und der Eispickel kam aus dem Baumarkt.), an Hunger gestorbene Russen, die auf den Straßen liegend die Zufahrt zum Kreml blockieren und natürlich Kinderleichen aus Syrien. Frisch verpackt und gepudert von Julian Reichelt im Auftrag des Weltgewissens Friede Springer.
Realitätsverdrängung.

…und jetzt mal alle zusammen: „Wir gratuliiiieren!

Allerletzte Meldungen:

»Nach dem tödlichen Unfall durch ein autonomes Auto hatte die Polizei zunächst Uber in der Schuldfrage entlastet. Ein Video wirft nun aber die Frage auf, ob Technik und Sicherheitsfahrer doch versagt haben.«

»Ein Afroamerikaner wird in seinem Garten von der Polizei gestellt. Die Beamten halten sein Smartphone offenbar für eine Waffe – und feuern 20 Schüsse auf den Mann ab.«
(Das Smartphone blieb unverletzt)

»Kostenlose Hotspots machen den Mobilfunkbetreibern Konkurrenz, weshalb der Bund der Steuerzahler Berlin sie nicht will. Wer das Internet nutzen wolle, könne diese Leistung problemlos einkaufen.«

Man muß nicht alles kommentieren.

Es scheint sich – folgt man den Statistiken auf der Schrottpresse – einer gewissen Beliebtheit zu erfreuen, wenn die Links nicht eingebettet im Text, sondern darunter stehen. Das finde ich gut; es entspricht auch meinen Lesegewohnheiten.
Also noch ein paar Links. Zusammenhanglos wie der Text obendrüber und weder verwandt noch verschwägert mit selbigem. Mir haben sie gefallen.

Kritische Astrologie von Leo Fischer

Die Lobby der Guten von Sebastian Frevel

Das Gift der asozialen Medien von Dieter Schnaas

Extra für Duderich!

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27 Kommentare zu Du, ich hätte da was…

  1. OldFart sagt:

    Das lange Warten auf ein zuckerreduziertes Facebook.

    Und mit Vitaminzusatz, also „benutzerfreundlichen Privatsphäreeinstellungen“.

    Das führen genau die im Munde, die gar nicht genug Daten von und über uns sammeln können, die ebendiese Daten für das neue Rohöl halten und daten-bergmännisch in unseren elektronischen Krankenakten schürfen wollen.

    Beim ePerso ist jetzt die eID defaultmäßig und verpflichtend an. Deaktivierungsansinnen werden abgelehnt. Ich suche auch immer noch die Website mit den Privatsphäreneinstellungen der eGK. Und ich würde bei diesen und anderen „Services“ von eGovernment und eHealth gerne mein Konto löschen. Finde aber gerade keine FAQ dazu – bin sicher nur zu blöd, um das zu finden.

    • Pantoufle sagt:

      Moin, OldFart
      Es war alles ein großes Mißverständnis. Das Usenet, Sozial-Media, New economy und Killerapplikationen. Jeder Briefträger hätte einem sagen können, daß Postkarten nur eine bedingte Privatsphäre erlauben (Binsenblütentee).

      Ich frage mich immer wieder, in was für eine psychologische Grundstruktur einer Gesellschaft dieses »Internet« einschlagen mußte, um so erfolgreich zu werden. Wie »die Leiden des jungen Werthers«, mit dessen Anleitung man sich batallionsweise selbst entleibte.
      »Das Krankheitsmodell „Werther“ umfasst eine Reihe von Merkmalen, die vermuten lassen, dass eine narzisstische Symptomatik repräsentiert wird. Dazu gehören neben Schuld- und Minderwertigkeitsgefühlen vor allem Existenzangst, Antriebsschwäche, Unrast, Stimmungsschwankungen, Realitätsverlust, der Drang zum Idealisieren, unerfüllbarer Kreativitätsdrang, Melancholie, Megalomanie, extreme Vulnerabilität, Psychose und (euphorische) Suizidneigung« (Gerhard Obelin)
      Hmmm!
      Zugegeben, da ist jetzt was für jeden dabei. Das verbindende Element ist das Fehlen einer Ausstiegsbedingung für diese Schleifenfunktion. Freiwillig verzichten mag dann auch niemand. Weder auf Lotte noch auf Facebook.
      Daß diese Massenpsychose zu Schaffung von Herrschaftsmitteln mißbraucht wird, liegt auf der Hand.

    • OldFart sagt:

      Ein Vertreter der massenpsychotischen Datenexhibitionisten läßt sich im ehemaligen Computermagazin besichtigen:

      https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-deletefacebook-ist-auch-nicht-die-Loesung-4001094.html

      „müssen wir jetzt wirklich ohne Facebook auskommen?“

      Man sieht ihn förmlich dabei bibbern.

      „Facebook ist längst Teil des normalen Lebens.“

      Äh. Nein!?

      Achtung, jetzt die Kaffeetasse vorher wegstellen:

      „Die Nutzer mussten sich einfach darauf verlassen, dass das Unternehmen die Informationen schon sicher verwahren würde. Es ging um Vertrauen – das Facebook nun massiv gebrochen hat.“

      Das letzte Zitat war schlecht für mein Mobiliar. Der Bißabdruck in der Schreibtischkante geht nicht wieder raus. Vielleicht lasse ich dem Verfasser des Satzes mal ein Buch zukommen. „Geschäftsmodelle verstehen für total Unbedarfte“ wäre da meine erste Wahl.

  2. Hagnum sagt:

    Aloha,

    für den Vladi sollten es aber Sechs Jahre sein.

    lg

  3. Der Duderich sagt:

    Kein neues Bild vom süßen Rumo?
    Ein Leser weniger!
    🙂

  4. Eike sagt:

    Facebook startete als Racheprojekt, von daher trifft es, wie gefühlte 90 % aller Kinofilme, gefühlsmäßig komplett die Mehrheiten aller Länder positiv. Das wird wohl auch so bleiben. Mich wundert bloß das hartnäckige Festhalten an FB seitens Zuckerbergs. Den Laden hätte er doch schön verkaufen können und sich dann zu Ruhe setzen, dann wäre er auch persönlich aus den Skandalen raus, aber gut, es gibt ja keine negative PR.

    Man muss dazu auch nicht Habermas, wie Schnaas, bemühen. Etwas Lebenserfahrung sollte ausreichen. Überall, wo sehr viele Menschen zusammen kommen, verwandelt sich selbst die schönste Idylle in eine tiefbraune Kloake. Das gilt nicht nur für Festivals, sondern natürlich auch für das Internet.

    @heise Das ist doch kein Wunder. Da äußern sich Leute zu FB, die die Welt seit frühester Kindheit nur als Geschäftsmodell leben. Natürlich haben sie ein ureigenes Interesse, den Mythos vom guten, gerechten und sozialen Geschäftsmodell zu manifestieren. Die Naivität dabei ist nur gespielt.

    Bzgl. Leo Fischer schmöker ich eher direkt auf seinem Blog: http://www.leogfischer.de

    Auch (nicht nur aus gesellschaftspolitischen Gründen) einen Klick wert ist:
    https://kummerkomik.com/

  5. Der Duderich sagt:

    Danke!
    Wieder ein Leser mehr.

    Mann, ist das ein Pfund!
    Und wenn ich mir so die Hinterläufe anschaue, dann ist da auch noch viel Luft nach oben. Gibt es eigentlich Sattel für Hunde?
    (Entschuldige mein OT, aber Dein Hund fasziniert mich)

  6. Publicviewer sagt:

    Facebook und Google sind der Feind, da hat fefe nun mal recht.
    Ich denke ihr unterschätzt das Problem gewaltig.

    • Stony sagt:

      Bei fefes Interview mit meedia kommt nicht ein mal das Wort Feind vor, weder direkt noch sinngemäß. Im Gegensatz zu dir bietet er Argumente, stellt Zusammenhänge dar. Wenn du verstanden werden willst, solltest du es damit versuchen.

  7. Publicviewer sagt:

    Das würde fefe auch nie sagen da er immer auf Einverständnis und Harmonie setzt unserer Weicheigesellschaft.
    Ich denke im Übrigen nicht, das es noch mehr Argumente bedarf um zu checken das dort genauso verhält es sich mit der Religionen die Feinde der Menschheit stecken.

    • Pantoufle sagt:

      ähhh… ja!
      Da scheitert die Editierfunktion an semantischen Grenzen.

      mu

    • Stony sagt:

      Es geht nicht um ein noch mehr an Argumenten, es geht darum, daß du beginnen solltest welche zu liefern und sie in (Sinn)Zusammenhänge zu setzen, sofern du, wie obig geschrieben, verstanden werden willst.

      [Was du, von vllt. drei Ausnahmen abgesehen, in den letzten ~10 Jahren hauptsächlich betrieben hast, ist ein reflexhaftes in den Raum stellen von beleglosen Behauptungen (zudem in hübscher Privatsprachlichkeit) – da ist kaum etwas, das man überhaupt denkend nachvollziehen könnte. Und wenn jemand nachfragt (wieso, weshalb, warum), wird das von dir – zumeist – mit pampigen Vorwürfen u./o. Schuldzuschreibungen, statt einer erklärenden Antwort bedacht.]

      • Publicviewer sagt:

        Jeder weiß doch, das die Überbevölkerung das Problem Nummer eins ist..Ich denke jeder hat den Club of Rome gelesen oder?
        Und dann kommen die Religionen. und danach das kapitalistische System, wobei Google und Facebook flankiert von Amazone, Apple, Microsoft und nicht zu vergessen dem militärisch-industriellen Komplex in Zukunft uns alle beherrschen werden wenn es uns nicht gelingt diese Konzerne zu zerschlagen.

      • Stony sagt:

        *träller* …oops he did it again…

        Der Verweis auf den CoR, i.e. die 72er Studie, die von diesem in Auftrag gegeben wurde, hat was genau mit meinem Anraten von Argument-Beleg-Zusammenhang zu tun – mal abgesehen davon, daß du den Anschein zu erwecken sucht, du könnest dir die Argumentation anderer zu eigen machen? Konjunktiv, da du bislang keinen Beleg dafür vorgebracht hast, daß du dazu in der Lage wärest* (deine letzten Ausfälligkeiten als ‚Subaflausch‘ bei Max drüben sprechen diesbezüglich Bände).

        [*Daß ‚Überbevölkerung‘ das Problem Nummer 1 sei, belege mal anhand eben dieser Studie – Zitat(e) und Seitenzahl(en) bitte. Anschließend lege dar, warum genau diese Argumentation in Stein gemeißelt ist!

        Warum sind Religionen das nächste Problem, warum Kapitalismus und schließlich die diversen Konzerne die du aufgelistet hast, nebst Militärisch-industriellen Komplex? Weiter: Warum in dieser Reihenfolge (die bei dir regelmäßig sich ändert, ohne daß du dafür Gründe aufführst)?]

  8. OldFart sagt:

    Ächz. Oh. Mein. Gott. Das. War. So. Klar.

    Wir sind mittendrin in einer Real-Life-Aufführung von Idiocracy. Eben sag ichs noch – und schon kommt die Qualitätspresse damit angedackelt: Privatsphäre-Einstellungen: So überlassen Sie Facebook weniger Daten. Das peinliche Bemühen, eine Datenhoheit über das „richtige“ Setzen von GUI-Einstellungen herbeizuhalluzinieren wird nur noch dadurch überboten, daß auf ebendieser Seite vier Facebook- und vier Twitter-Buttons untergebracht sind, die den interessierten Leser ohne Script- und AdBlocker gleich ebendort verpetzen und einen weiteren Datensatz zum DAU-Profil hinzufügen.

    Außerdem: eine Abstimmung. Es steht zur Wahl
    – Ja, ich vertraue dem Datenschutz von Facebook
    – Nein, ich habe das Vertrauen in Facebook verloren

    Ein Bilderbuch-Fall für das „mu“ des Zen-Buddhismus, etwas frei übersetzt: “Your question cannot be answered because it depends on incorrect assumptions”.

    Die kriegen auch obiges Buch von mir. Ich glaub, ich ordere mal eine ganze Palette davon. Adressaten mit Bedarf gibts zweifelsohne genug.

    • Pantoufle sagt:

      Ich werde auf Deine Mail noch antworten – aber erst mal sehe ich mir gerade Idiocracy an. Wie das so ist mit Science Fiction: Die Wirklichkeit topt sie alle.

    • OldFart sagt:

      „Idiocracy“ ist keine Film-Hochkultur, aber in seiner filmischen Plattheit dem Thema durchaus angemessen. Viel Spaß!

      • Pantoufle sagt:

        »Cleaver hatte Glück, daß er noch lebt. Er wollte mit seinem Jetski aus einem See auf eine Kuh springen und blieb mit dem Genital an einem Zaun hängen.«

        »… hatte einen tödlichen Herzinfakt erlitten. Er verschied, während er onanierte um Spermien für eine künstliche Befruchtung zu gewinnen.«

        Doch, da war schon einiges schönes dabei, auch wenn es ein ziemlicher Klamauk ist. Aber insgesamt eine nette Begleitung zum Feierabendbier.

        Also, wenn ich den Facebook-Eintrag beim Spiegel richtig verstanden habe, sollte man einfach zum anonymisieren den Wlanstecker immer dann ziehen, wenn man etwas privates postet. Und natürlich in der U-Bahn, damit SIE nicht herauskriegen, daß man schwarz fährt. »Die ständige, automatisierte Abfrage ist zwar bequem, wenn man seinen Freunden zeigen will, wo man gerade Urlaub macht.« Damit ist ja eigentlich alles gesagt.

  9. Publicviewer sagt:

    Es dürfte doch evident sein das wir nicht mehr so weitermachen können.
    Einfach weil der Planet nicht mitwächst.
    Ich habe die Welt gesehen und das war schon vor mehr als 30 Jahren als mir bewußt wurde wie nachhaltig wir damals schon den Erdball verseucht haben.
    Du möchtest einfach nicht wahr habe verlansgt bewise dabei solltest Du dich einfach mal umschauen denn mittlerweile muss man nicht mehr nach Mumbai oder Mexiico-Stadt oder Peking fahren um das festzustellen.
    Ich denke es ist letztendlich eine Frage der Wahrnehmung (30 Jahre RTL)hinterlassen ihre Spuren und natürlich der grundsätzlichen Gesinnung de Einzelnen ob man noch irgendeine Hoffnung in das System setzen sollte oder nicht.
    Ich wusste das schon wenn auch noch ganz unbewußt als ich eingeschult wurde das diese Welt nichts Gutes verheißt.

    • Stony sagt:

      Es geht nicht darum, was ich denke, finde, fühle, sondern um dich und deine Unfähigkeit dein Denken deine Meinung deine Befindlichkeiten in einer adäquaten Weise darzulegen, so, daß irgendwer inhaltlich darauf eingehen könnte. So wie du rüberkommst, bei mir und wahrscheinlich vielen – soweit sich das aus deren Reaktionen schließen läßt -, bist du nicht in der Lage auf die von anderen gemachten Einlassungen einzugehen, soweit sie deinen Ansichten entgegenstehen (scheinbar entgegenstehen, weil du nicht verstehst, oder auch tatsächlich) – warum das so ist, dazu sag ich nichts, mit Küchenpsychologie hab‘ ich es nicht so und von Leute-vor-den-Kopf-stoßen beliebe ich momentan Abstand zu halten, soweit ich mich da zurückzunehmen in der Lage bin.

      Ich möchte also irgendetwas nicht wahrhaben und verlange darum Beweise. Wie kommst du darauf? In vielen Punkten, soweit ich die mühselig aus deinen Sätzen rausgebuddelt bekomme, bin ich garnicht weit weg von dir – allein, schon die Darreichungsform, deine ‚Methode‘ finde ich [hier einen Wust von unschönen Adjektiven einsetzen]. Mit dem was du tust, wie du es tust, überzeugst du niemanden, evtl. verprellst du damit noch Wohlmeinende, grenzt dich vor allem selbst aus.

      Du bist durch die Welt gereist und hast viel gesehen? Schön für dich. Glaubst du ernsthaft, daß das nur auf dich zutrifft, daß dein Blick der einzig wahre ist, oder daß, was für dich dabei als Erkenntnis abgefiel, automatisch von jedem Menschen auf der Welt so gesehen werden muß? Den Anschein macht es, und das macht mich gelegendlich ‚fassungslos‘ (nicht wirklich, ich seufze und stöhne nur ein bißchen).

      Ich unterhalte mich regelmäßig mit diversen meiner Arbeitskollegen. Unterschiedlichste Altersgruppen und Bildungsgrade, politische Einstellungen und Interessen, von allem was dabei, bis hin zu Reichsbürgerhonks und einem der Identitäre ganz interessant findet. Wenn ich mit denen über irgendein Thema spräche und dabei vorginge wie du das zumeist tust, würde so ein Gespräch genau einmal stattfinden, weil die, völlig zu recht, keinen Bock hätten sich von mir wahlweise anschreien zu lassen (nichts anderes ist der exzessive Gebrauch von Ausrufungszeichen) oder sich meine (nur mir offenbar(t)en) Wahrheiten zu geben. Ebenso dein regelmäßiges ‚Vertraut mir, ich weiß wovon ich rede … ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit dem Thema / habe viele schlaue Bücher gelesen*!‘ Wenn ich glauben will, such mir ’ne Kirche oder ähnliches, wenn ich einem Menschen glauben schenken soll, erwarte ich einen mir genügenden Nachweis von Kompetenz – reine Behauptungen sind Scheiß und Vertrauensvorschuß ist, zumindest bei mir, recht fix aufgebraucht.

      [*Lesen & verstehen… Einiges wieder gestrichen, aus Gründen.]

  10. Publicviewer sagt:

    Ich hab nicht so wahnsinnig viel gelesen.
    Ich bin eher Autodidakt verlasse mich auf mein Bauchgefühl.
    Heute nennt man das Intuition aber ich mag diesen Begriff nicht so besonders.und das klappt weil ich sonst schon lange nicht mehr leben würde.
    Erst so seit etwa 10 bis 12 Jahren seit ich Internet besitze und halt etwa 8-10 Stunden vorm Rechner sitze und mich informiere meist in 3 Sprachen da ja leider viele gute wissenschaftliche Berichte nur auf Englisch zu haben sind.
    Die nettesten Menschen waren eigentlich die Russen die ich in Sibirien kennengelernt habe..ganz im Gegenteil zu meinen Erwartungen, was eher selten passiert..

  11. flatter sagt:

    Ich finde, wir sollten diesem Flauschspoonpublicviewertroll endlich einen Preis verleihen. Mehr als 10 Jahre in 100 Blogs (Facebook und Twitter auch? Da bin ich nicht unterwegs.) an 1314 Themen vorbei jedesmal dasselbe Thema, egal ob ihn jemand wegen dieses hilflosen Agenda-Settings kickt oder nicht. Ich habe verdammt viele Trolle erlebt, aber keiner hat so eine Ausdauer. Vielleicht kuscheln wir ihn einmal? Knutschen? Hej, Spaten, auf der Narreschiffsbrücke kann niemand mehr moderieren oder dich rauskanten. Wär‘ das nicht was für dich? Da ist ganz sicher nicht mehr überbevolkert. Du brauchst Aufmerksamkeit, Übervolker? Bitteschön! Geiler Job, echt. Kann ich etwas tun, damit du endlich deine … nein, keine Sorge, ich bleibe höflich. Einen wunderschönen Tag wünsche ich dir. Bis bald mal wieder bei ‚Kill the Poor‘!

  12. Publicviewer sagt:

    Gelesen hast Du mich aber nicht, da ja Google und Facebook der Feind ist, allein das beweißt bschon wiedermal, das Du überhaupt keine Ahnung hast wen Du vor Dir hast.
    Du leist z.B. „Überbevölkerung“ wie vielleicht andere Nazi rufen weil sie irgendwo ein Hakenkreuz sehen und das war es dann auch schon.
    Machst Du auf deinem Blog im Übrigen genauso.Alles theoetisieren keine echten Lösungen bieten nicht einmal den Leuten etwas mit geben wie zum Beispiel meinen passiven Widerstand der auch gern genommen wird.

  13. Publicviewer sagt:

    [Dieser vollkommen verblödete Kommentar wurde durch den Säzzer einkassiert. Und jetzt tu mir bitte den Gefallen und grunze was von „Zensur“. Der Säzzer]

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