Ich habe das Privileg, es nicht zu wissen.

Wie das Leben so spielt: Vor nicht allzulanger Zeit hatte ich mir in einem Kommentar noch gewünscht, in einem Repaircafe meine Nachmittage sinnvoll vertrödeln zu können, da erwischt mich ganz überraschend eine Festanstellung, die diesen Wunsch bezahlterweise Wirklichkeit werden läßt. Sachen gips… Weiterlesen

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Freischwimmer

Gorch Fock (* 22. August 1880 in Finkenwerder; † 31. Mai 1916 in der Seeschlacht am Skagerrak; eigentlich Johann Wilhelm Kinau)

Hurra, sie schwimmt wieder! Was der seebiforne Fahrensmann natürlich sofort bemerkt, ist der neue weiße Anstrich des Traditionsseglers, der außerdem dichtend zu sein scheint, denn wie man auf dem Videomaterial der Tagesschau unschwer erkennen konnte, lag das Schifflein nach einer halben Stunde ebenso hoch im Wasser wie zuvor. Auch mannte niemand sichtbar dicke Schläuche außenbords, aus denen Seewasser sprudelte.
Sie schwimmt.
Sehr viel weiße Farbe.


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Presseschredder 3.3.2021

Point of Interest – Urlaub auch an fernen Gestaden während der Pandemie? Die Bundeswehr, Abteilung Grauschiff, macht´s möglich.
»Ich freue mich, dass die Bundesregierung umfassende Leitlinien zum Indo-Pazifik beschlossen hat, die auch die Sicherheits- und Verteidigungspolitik umfasst. Die strategische Bedeutung der Region wird damit voll anerkannt. Eine stärkere verteidigungs- und sicherheitspolitische Zusammenarbeit füllt den für uns so wichtigen Multilateralismus mit Leben und stärkt die Partnerschaft zu Freunden in Australien, Japan, Südkorea oder Singapur.
Deutschland wird präsenter, etwa durch mehr Verbindungsoffiziere und im kommenden Jahr, so Corona das zulässt, durch ein Schiff der Deutschen Marine. Wir werden Flagge zeigen für unsere Werte, Interessen und Partner.«
AKK

Eine Postkarte hätte es auch getan. »Eine Durchquerung der Zwölf-Seemeilen-Zone Chinas in diesem Gebiet sei nicht beabsichtigt«. Das ist vernünftig! Gleich zu Hause bleiben wäre noch vernünftiger, aber man kann ja nicht alles haben. Eine Fregatte F123 oder F124 (zärtlich maritimes Freilichtmuseum genannt) soll es wohl sein, damit deutsche Seegeltung auch vor Chinas Küsten vertreten wird.
Wir erinnern uns. Nein, nicht an Sansibar und Helgoland oder Kiautschou, sondern an Horst Köhler – die älteren werden es noch wissen – das war wer? Genau! Neunter Bundespräsident der BRD zwischen 2004 bis 2010. Die »krumme« Dienstzeit gründet sich aus einem Interview gegenüber dem Deutschlandradio 2010

Nein, wir brauchen einen politischen Diskurs in der Gesellschaft, wie es kommt, dass Respekt und Anerkennung zum Teil doch zu vermissen sind, obwohl die Soldaten so eine gute Arbeit machen. […] Wir kämpfen dort auch für unsere Sicherheit in Deutschland, wir kämpfen dort im Bündnis mit Alliierten, mit anderen Nationen auf der Basis eines Mandats der Vereinten Nationen, einer Resolution der Vereinten Nationen. […] Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg. […] Es wird wieder sozusagen Todesfälle geben. Nicht nur bei Soldaten, möglicherweise auch durch Unfall mal bei zivilen Aufbauhelfern. […] Man muss auch um diesen Preis sozusagen seine am Ende Interessen wahren. […]«

– Horst Köhler: 22. Mai 2010 in einem Interview mit dem Deutschlandradio

Mit der Rechtfertigung und Befürwortung bewaffneter Außenhandelspolitik stände der Bundespräsident nicht mehr auf dem Boden der Verfassung, so der allgemeine Tenor. Am 31. Mai 2010 nahm Köhler Aufgrund der heftigen Diskussion darüber seinen Hut. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer haut dagegen unwidersprochen diese vollendeten Tatsachen auf den Tisch und die Fregatte schwimmt los (mit etwas Glück bis Helgoland). Also doch wieder Kanonenbootpolitik. Eine Idee, so dumpf und blöde, wie sie nur nach langer Kontaktsperre ohne Friseur und Einkaufsmeile zustande kommen kann.

Die Wohlstandgesellschaft sorgt sich um ihre Brut. Wie der Kollege Stefan R. in einem älteren Text bereits darlegte
»Seit Jahren bekommt das deutsche Bildungswesen in nationalen wie internationalen Studien vorgerechnet, dass in keinem anderen Land der Welt Bildungserfolg und damit auch sozialer Aufstieg durch Bildung derart eng korreliert mit sozialer Herkunft wie in Deutschland.«
Daraus folgen Überlegungen, ob die Pandemie und ihre Beschränkungen des Schulwesens so einmalig sind, wie das momentan gerne dargestellt wird. Und
»Eine katastrophale Krise wie die Corona-Pandemie könnte eine Chance sein, nicht nur über die Nöte von Gymnasiasten zu debattieren, sondern grundsätzlich über Bildungsgerechtigkeit.«
Keine Sorge – das wird nicht passieren! Aber das andere darf man sich gern in Erinnerung rufen. Deutschland als Heimat derjenigen, die gerne und oft einen Weltkrieg vom Zaun brachen, haben eigentlich ausreichend Erfahrung in »verlorenen Generationen« (und um eine solche handelt es sich bei einem Jahrgang, dem gerade mal ein Jahr Schule mehr oder weniger fehlt, schon mal nicht.) Seit 1914 sind die Erfahrungen mit Notabitur, das heißt, dem schnellen Durchschleusen von Jahrgängen, die man dringend als Kanonenfutter verbraten wollte, durchaus vorhanden. Es ist beileibe nicht so, daß aus all diesen Menschen (wenn sie denn den Krieg überstanden) nichts geworden wäre. Gut: Die Abifahrt führte nach Verdun oder Tannenberg, aber trotzdem blieb genug Personal übrig, um spezialisierte Mitarbeiter für die nächste Industrieschlächterei im Bestand zu haben. Die nächste Phase »schulfrei« dauerte dann auch etwas länger – ca. 22 Jahre! Davon 12 Jahre, in denen die Folgen des Präsenzunterrichtes, aufgeteilt zwischen Mathe und Deutsch und Weltanschauungslager, alles andere als mündige Staatsbürger heranzogen; auch die Nachkriegszeit sollte nicht mit geordneten Verhältnissen verwechselt werden. Jeder konnte mit einem noch so windigen Abitur irgend etwas werden – wem die erworbenen weltanschaulichen Grundlagen beim besten Willen nicht auszutreiben waren, dem blieb immer noch eine Karriere bei Medizin, Justiz, Polizei oder Politik – ob mit oder ohne Notabitur.
Und jetzt soll die Welt untergehen, weil man einen Jahrgang mal eben so und ohne großes Trara durchschleusen soll?
Sehe ich nicht.
Keine Abifahrt, kein Porsche, keine Fete. Die Argumente dagegen stammen vermutlich zu 99% aus der Erwachsenenwelt. Fehlt eigentlich nur, daß die Kinderlein grausam störben werden, wenn man sie Pandemie- und Homeofficebedingt nicht mit dem SUFF zur Schule fahren kann. Und ob ein Jahr weniger Unterricht dem Wissensstand so sehr schadet, wie das immer gerne dargestellt wird, sei dahingestellt.
Fazit: Stellt euch nicht so an! Einen Deppen mehr oder weniger im Regal macht an der Menge an Unzurechnungsfähigen den Kohl nicht fett.

Mein Bruder ist Boxer
Des Jahresarbeitsplanes für das Schuljahr 1955/56

Was stand noch auf dem Zettel? Orbans Fidesz-Partei verlässt Fraktion der Europäischen Rechtsradikalen. Nein,Volksparteien. Bevor sie hinausgeworfen werden. Daß dieses Land überhaupt noch in der EU ist, ist sowieso nicht erklärbar. Nachdem Orban also die Volksparteien verlassen hat, findet er sein neues Heim wo? Hauptsache in der EU.
Es geht auch ohne Ungarn.

Prima sogar. Spanien ist der nächste Kandidat.

Friseure und Buchhandlungen. Nee, is klar! Corinnas Café später. Logisch – da steckt man sich ja auch an. Konzerte, Festivals? Vergiss es einfach. Abgeschafft.
Es fällt einem nach einem Jahr Berufsverbot zunehmend schwer, die nötige Solidarität aufzubringen. Ich hab ja gar nichts gegen Friseure und Blumenhandlungen – ganz im Gegenteil! Meine besten Freunde lieben Blumen!
Nein, mal im Ernst: Ich freue mich für all diejenigen, denen man eine kleine Chance zum Überleben einräumt. Es war einfach nur die Überraschung festzustellen, wie unterbewertet Friseure in der eigenen Gedankenwelt waren. Und Buchhandlungen direkt mit Friseuren – es gibt noch Zeichen und Wunder!
Das ist ähnlich überraschend wie die Ergebnisse des erneuten Corona-Meetings des Bund-Länder-Gipfels. Jeder nur einen Schnelltest pro Woche für umme – wenn der negativ ist, dürfen sich 5 Personen aus 3 Haushalten für 2 Stunden treffen, solange keine Kinder unter 11 Jahre spielen. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenzwerte so hoch bleiben, wie sie bis jetzt als unakzeptabel galten, dürfen die Cafés wieder öffnen, auch ohne Kinder. Dann braucht man einen Test. Natürlich braucht man auch einen, wenn man die dringend benötigten Flugstunden absolvieren will oder der Termin beim Kosmetiker lockt. Machen Söder und Spahn eigentlich gerade einen Flugschein?
Schnelltests und Impfstoff liegen in den Regalen. Vermutlich, bis sie von Fussballern und Politikern aufgebraucht werden. Und natürlich von Pflegepersonal gegen eine geringe Unkostenbeteiligung. Oder sie unkontrolliert auf dem Schwarzmarkt landen.
Man stelle sich das nur mal in einem Buch vor, in einem Science Fiction oder Krimi: Da kommt so eine Seuche daher und wunderbarerweise hat man nach einem Jahr nicht nur einen, sondern gleich mehrere Impfstoffe. Und was macht man: Man tröpfelt »Schnelltests« auf den Markt. In noch homöopathischeren Dosen als Impfungen. Fluglehrer und Blumenhändler zuerst!
Den Plot würde einem niemand abnehmen.

Sascha Lobo

Verspahnen

Genug geärgert. Die Dunkelkammer ist jetzt die Dunkelkammer mit der besten Hifi-Anlage ever! Ich wollte eine kleine, unauffällige Referenz? Ich habe eine! Die Boden(Decken)nahe , in die Ecke gedrängelte Aufstellung brachte das fehlende Maß an Grundton und auch der Rest funktionierte wie gewünscht. Ein unnütz herumliegendes Laptop mit einer USBPre-Soundcard und einem vorläufigen Sony-Verstärker sind der provisorische Antrieb bis ich ein paar Endstufen zusammengestrickt habe.
Ganz problemlos war die Montage nicht – in der ersten Version verwendete ich Schrauben für die Deckenmontage, die ein klein wenig zu lang waren. Tochter I bemerkte das als erste mit dem Hinweis, ich hätte das arme Kind »beinahe« mit an den Dielen festgeschraubt. Ein Alptraum! Nur kurz im oberen Flur verweilt und schon mit den Dielen verschraubt! Sie hätte gerade noch beiseite springen können.
Na ja.
Jedenfalls war bester Kumpel R. aus B. schon da (Theater und Studiofritze) und mußte erst mal probehören. »Oh, doch keine Breitbänder! Aber richtig räumlich. Und bei der Aufnahme hat der Engineer wohl mit Genelecs abgemischt. Bei Leyle Lovett wohl eher nicht. Die Monitore hatten keine 1 kHz, wohl aber sechse gehabt. Ami-Abhöre.« Und so weiter. Leider sind die Dinger fest mit der Decke verschraubt, sonst könnte man sie ja mal… nö, kann man leider nicht!
Ja, also auch der heilige Segen von dieser Seite – so ist es recht! Die kleinen Brüllwürfel sind ja auch wirklich erfreulich geworden.
Das nächste Projekt steht schon auf der Werkbank. Dieses Mal hat es einen kleinen Breitbänder und etwas mit Bass, damit es schiebt. Aber jetzt wieder aktiv, weil das letzte Projekt doch viel passives Weichenmaterial gekostet hat. Die ersten Messungen zeigen durchaus Potential, wenn auch die üblichen Diskrepanzen zwischen den Herstellerangaben und der blutigen Realität. Gelegentlich fragt man sich schon, ob die Hersteller ihre Messmikrophone aus alten Sprechmuscheln aus Telephonzellen zusammenstoppeln.

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Presseschredder 20.2.2021

Zwischen Elektronik, Lautsprechern, den Bücherstapeln, Modellbau und Dunkelkammer – das Leben geht ja angeblich weiter.
»Friseure leiden nun seit fast 2 Monaten unter Berufsverbot!«
Da lacht der Veranstaltungstechniker.

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WTCP-S

Guten Morgen, guten Morgen. Der Lötkolben läuft immer noch. Der mit der Spatenspitze fürs Grobe. Es ist früh geworden. Mal hören, ob es immer noch in Ordnung ist was man letzte Nacht geschraubt hat. Weiterlesen

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Harvey Phillip „Phil“ Spector

Schon gehört? Phil Spector ist tot! Am 16. Januar 2021 ist er mit 81 gestorben, an oder mit Corona – wer weiß das schon so genau? Und selbst, wenn es ihn nicht dahingerafft hätte, wäre sein Leben vermutlich so oder so hinter Knastmauern zu Ende gegangen. Der Soziopath Spector hatte es einfach übertrieben und 2003 eine Frau erschossen. Weiterlesen

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Presseschredder 18.1.2021

Es ist ja nicht so, daß überhaupt nichts mehr passiert. Jetzt soll sogar geimpft werden, hört man. Nicht jeder und nicht sofort – dazu war die Vorbereitungszeit von März letzten Jahres dann doch zu kurz. Damit konnte man beim besten Willen nicht rechnen! So wenig wie BioNTech-Pfitzer, die gleich zu Beginn des Impfstarts erst mal die Fassade ihres Werkes in Belgien renovieren und 12 neue, barrierefreie Toiletten nachrüsten wollen. Daß sich dabei die vertraglich zugesagten Impfstoff-Lieferungen in Europa sich etwas verzögern… wer konnte damit rechnen?
Einmal mit Profis arbeiten! Weiterlesen

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Presseschredder 3.1.2021 Update

Ihr werdet nicht aufmachen!

UpDate

Oh, Oh… familiärer Ärger droht! Ich habe ohne nachzufragen ein Bild gepostet, welches die Leidenschaft von Tochter I in einen scheinbar positiven Zusammenhang mit den Quarkdenkern stellt. Nun sind aber weder sie noch der ganze Verein vollkommen überzeugt von den grandiosen Ideen dieser Vollpfosten. Das muß an dieser Stelle gesagt werden… kann man ja machen, ist ja keine Diktatur, herrscht ja Meinungsfreiheit! (ob Herrschaft oder Schattendasein ist eine andere Frage)
Der Zusammenhang zwischen beiden Bildern besteht aus einem Kommentar bei Flatter, bei dem R@iner beim Anblick des Flyers der Quarkdenker um Kettenhemd und Morgenstern bat. »Oh, da hätte ich was!« dachte der Bloginhaber listig und verband beiden Bilder miteinander. So weit, so schlecht.
Nun möchte  sich Tochter I an dieser Stelle noch einmal deutlich von solchen und anderen Idioten distanzieren, die beim Anblick von Kettenhemden und Hieb- und Stichwaffen ein Hörnchen (am Helm) bekommen. Und schon gar in Verbindung zu Quarkdenkern.

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So verschieden sind die Geschmäcker! R@iner brachte mich auf die völlig unfruchtbare Idee, mich auf Twitter umzusehen und mir die geistigen Folgen des Lockdowns vor Augen zu führen. #WirMachenAuf.
Einige Geschäfte haben zu. Das ist ärgerlich und bedrohlich für die Besitzer, denen nicht geholfen wird, solange sie keine Fluglinie sind oder einen Reisekonzern unterhalten. Das Volk (»wir«) sind gelangweilt und reisen derweil in den Harz oder überhaupt in »Wintersport«gebiete. Wintersport findet nicht statt und die Kneipen und Restaurants, um sich aus Kummer darüber zu betrinken, sind auch zu. Auf der einen Seite ist das beruhigend. Die Leute scheinen gesund zu sein (jedenfalls keine Virenerkrankungen) und genügend Geld für Ausflüge zu haben. Zu Hause scheint auch alles in Ordnung (denn sonst würde man sich ja nicht von den Anverwandten entfernen) und ab Montag geht das Leben seinen gewohnten Gang und Zusammenhänge zwischen dem Verhalten des Pöbels und der Not der Geschäftsinhaber gibt es nicht. Weiterlesen

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Einmal werden wir noch wach

Jetzt also doch: Wie Mechthild so richtig bemerkt, beginnen die Zwanziger Jahre morgen! Das kann ja lustig werden.

Zu früh gefreut – bei der Namensähnlichkeit enden die Vergleiche auch schon. Und auch nein: die Zwanziger waren nicht wie Babylon Berlin! Vergleiche sind Zeitverschwendung; leider. Sonst könnte man noch auf die Idee kommen, die Welt wäre ärmer geworden.

Also die letzte Gelegenheit, einen halb interessierten Blick auf die Welt Anfang der Zwanziger Jahre des 21. Jahrhunderts zu werfen – Steine würden es auch tun. Weiterlesen

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Siege und Niederlagen

 

Hallo, liebe Leute. Ganz schön schwierig, einfach anzufangen. Das liegt zum einen an meiner völlig maroden Tastatur, zum anderen an der Tatsache, daß ich zuviel Zeit mit Büchern unter der Nase verbrachte. Und Elektronik und Photographie und Modellbau (Veronika – der Lanz ist da, die Vöglein singen trallala…). Weiterlesen

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Vae victis

Ein etwas längeres Telephongespräch am Vormittag mit der Steuerberaterin wegen Novemberhilfen für erwerbslose »Soloselbständige« und anderes fahrendes Volk.
»Ja, davon hätte man schon gehört, würde man auch übernehmen, aber die Aussichten wären eher mau.«
Immerhin haben sie in der Steuerberatungsgesellschaft bereits jemanden aussortiert, der sich ausschließlich um diese Fälle kümmert. Schön, wenn man nicht alleine ist!
»Wir rufen zurück, sobald wir genaueres sagen können.«
Danke, Tschüß und noch einen schönen Tag. Weiterlesen

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Ja,Hallo. Ich bin Jana aus Kassel

Guten Morgen, guten Morgen.

Hitler lehnt Gnadengesuche im Zusammenhang mit dem Geschwister-Scholl-Prozeß ab. Signatur: Bild 183-38523-0009

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Doch alles Nazis?

Nein, natürlich nicht! Besorgte Bürger, Demokraten und der Anstand in Person. Man kann sich gar nicht retten vor anständigen Bürgern.

Die Nazi-Parade “Geschichte gemeinsam wiederholen” in Braunschweig ist jedenfalls abgesagt und alle, die kommen wollten, mußten wieder umdrehen. Hoffentlich auch Epikur („Ich werde weiterhin auf jede »Aluhut-Nazi-Verschwörungstheoretiker-Querdenker-Demo« gehen, sofern es mir möglich ist.“) mit seinen Sturmtruppen Windbeuteln. Abgesagt wurde nämlich äußerst kurzfristig.
Aber um den geistlosen Blog und seine Freakshow geht es hier nicht. Weiterlesen

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Zweitverwurstung V

»Moin, Liebste

Benja hat eine Eins in Deutsch? Das hat sie mir jedenfalls geschrieben. Na, das freut mich aber sehr. So sah das in etwa aus :

> Lieber Papi,

> ich habe vor kurzem eine Deutscharbeit geschrieben,und die Note ist toll
> Ich habe eine 1!Ich hoffe es freut dich genau so wie mich. Auserdem möchte ich
> dich noch was fragen:Geht es dir wieder besser und wann kommst du wieder
> nach Hause?Acha und meinst du bist Weinachten zuhause?Das wäre sehr schön.
> !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
> Mit freundlichen Grüßen deine Tochter II

Wie man aber auch noch mit der Tastatur eine unleserlich Handschrift haben kann, wird ihr kleines Geheimnis bleiben 🙂
Der Tag fängt auf jeden Fall gut an
Alles Liebe,

Pantoufle« Weiterlesen

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Zweitverwurstung IV

Hallo Pappi,
Sharon hat mich ins schüler vz eingeladen aber ich weiß nicht ob
ich da rein darf. (da muss man sich anmelden) Ich würde gerne aber das ist
dein Computer. Apropos Computer wir, also Mami und ich, haben den Computer aus meinem Zimmer in das Kinderwohnzimmer gebracht . Ich habe da ganz viel Platz jetzt.
Meine Freunde wollten dich fragen ob du ein Autogramm von
Pink mitbringen kannst? wär toll. (ich habe ihnen gesagt das du das nicht
magst) sie finden deinen Job cool und Sascha sagt Du wärst voll cool also
denk über das schüler vz nach und antworte bitte.
Viele Grüße
Tochter I

PS:ich vermisse dich! Weiterlesen

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Zweitverwurstung III

»Hallo Ihr Zuhause

Ja, meine Lieben: Ich habe meine Drohung wahrgemacht und werde
in Zukunft wohl einen Blog haben.
Es ist noch alles etwas unaufgeräumt – das Design steckt noch ziemlich
in der Tonne und auch sonst ist noch viel zu tun.
Aber einen Artikel und ein Willkommen habe ich schon mal veröffentlicht
und wenn ihr wollt, könnt ihr ja mal ein Lesezeichen setzen. (für die MS-
Windows user: Einen Favoriten 🙂 )

Na, gut… ich bin noch ganz aufgeregt… also

Die Schrottpresse

Euer Pantoufle«

Das ist der Ort, wo die Schrottpresse am 13.02.2011 um 22:04 Uhr das Licht der Welt erblickte. Mein damaliger Lebensmittelpunkt und der Punkt auf der Welt, an dem ich lernte, sich selber genug zu sein.
In einem geliebten, fremden unbekanntem Land.
Die Wochenenden verbrachte ich vorrangig damit, mit dem Motorrad dieses Land zu erkunden. Museen, die Orte der Umgebung und die Warteschlangen bei Tesco (etwa: Aldi) oder dem Bäcker. Wenn ich etwas nicht verstand, so konnte ich mich Abends an den Tresen setzen und Colin (der Wirt), Gorry (seine Frau) oder Olivia/Sara (Bedienung) über »Go`s« und »NoGo`s« ausfragen. Wie lernt man ein Land kennen?
Und ich wollte es kennenlernen. Aufsaugen, einatmen und ein kleiner Teil davon werden. Und England hat mich mit offenen Armen aufgenommen und hinter allem – auch den sehr seltenen bösen Momenten – war immer der Witz, der Humor dieses Volkes und eine Toleranz und Rücksichtnahme, die in meinem eigenen Land so gar keinen Platz hat.
Es hat mich nachhaltig verändert und dafür empfinde ich sehr große Dankbarkeit. Weiterlesen

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Zweitverwurstung II

Hi Süße

Das mein Companymobil noch funktioniert, weiß ich. Jim Digby hat mich gerade angerufen und gefragt, ob ich für ein paar Wochen mit auf Linking Park komme. Die
sind im Moment in EU. Leider mit der falschen Company die touren mit Adamson – PA; das einzige PA-System, mit ich leider kaum Erfahrung habe.
Aber Pooch ist FOH-Ing, Jim Production Manager und wir lieben uns. Ich wäre wirklich erste Wahl, wenns um Sympathiepunkte ginge. Leider keine »die Firma«produktion!
Jetzt geht die Anfrage nach US of A und TY muß das entscheiden, ob ich da mit darf. Der wusste bis eben noch nicht einmal, das ich in England bin.
Jim auch nicht, denn der hatte erwartet, das ich zuhause sitze und mal eben ganz unbürokratisch nach Frankfurt eisenbahnen könnte. Das hätte ich auch sofort gemacht und keiner Seele was davon erzählt. Aber so geht das leider nicht; ich brauche einen Flug, WWE muß jemand anders machen und alle,alle wissen es.
Scheißpolitik. Und Linking Park tourt weltweit. Lass uns mal beten…
vieleicht haben die Götter des Rock&Roll ja mal ein Einsehen.
Ich wollte Dir eigentlich noch nix davon erzählen, aber es wäre einfach zu schön, um wahr zu sein.

Pantoufle

Diese Abteilung hat gar nichts mit Rock`n`Roll zu tun, sondern mit einer anderen Art von Veranstaltung. WWE, World Wrestling Entertainment. Sowas kommt auch vor und es war über Jahre eine meiner Lieblingsveranstaltungen.
Technisch ziemlich interessant: Stadien, TV-Übertragung, statt Rock`n`Roll eher »grunz,grunz« (also nicht sooo weit entfernt) und eine hochprofessionelle Crew. Körperlich eher eine Strafe Gottes. Das ist echte Arbeit! Weiterlesen

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Zweitverwurstung I

Liebe Liebste

Ich bin in England angekommen. Leider ist das mobile Telephon gesperrt, in der Firma kann ich heute auch nicht telephonieren, um Sohn 1 zu gratulieren und Tochter 1 hat mir geschrieben, das der Herd im Arsch ist.
Ich soll Dir zwar nicht sagen, das sie mir geschrieben hat, tu ich aber trotzdem.
Mir geht es nicht so richtig gut – gestern habe ich wohl meinen “Depressiven” gehabt und das Leben so richtig scheiße gefunden. Ich habe es satt, meine Brote auf dem Fussboden zu schmieren und es reicht nicht für das Nötigste.
Besonders leid tut es mir, das ich Sohn 1 nicht gratulieren konnte. Das ist doch kein Leben so. Richte ihm doch bitte alles Liebe und Gute von mir aus.
Ich habe viel an euch gedacht.
Kann O. sich den Herd vielleicht mal ansehen?
Ich liebe Dich sehr und vermisse euch alle.

Pantoufle

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Lavendel und Annika

 

Lavendel und Annika ist ein Blog von Lavendel und Annika und ein permanenter Prüfstein, nicht zu kommentieren. Einerseits, weil ich Lavendel gar nicht und Annika nur ein klitzeklein wenig kenne und zum Anderen, weil es ein so hübsches, privates Tagebuch ist, bei dem man dankbar ist, mitlesen zu dürfen. Weiterlesen

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Nichts Neues

«Ist sie wirklich entzwei?»
«Wir haben ja Nichts gehört!»
«Das ist eine Gemeinheit!»
«Das ist ja großartig!»
So und so ähnlich schreien sich die Drei an; die Wände der achtkantigen Flasche dröhnen.
Und dann wird getrunken! Meerblauer Narrenwein wird getrunken!
«Na prost!»
«Es lebe die Erde, die längst entzwei ist!»
Paul Scheerbart Weiterlesen

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