Vermischtes

Ich will ja gerne gestehen, daß mein Interesse an der Welt im allgemeinen und dem näheren Umfeld im Besonderen momentan etwas unterentwickelt ist. Na schön: Vielleicht bis auf ein paar Kleinigkeiten wie Griechenland und… äh ja… Griechenland also.

So nimmt die Entwicklung einer USB-Soundkarte, an der ich gerade arbeite, erheblich mehr Platz ein als das Studium des Internets, was das Netz zweifellos überleben wird. Aber manchmal…?

trompete

Deutschland scheint im Moment die einzige Nation in Europa zu sein, die sich standhaft weigert, der neuen griechischen Regierung zuzuhören. Die Schrottpresse – immer hilfreich und bemüht – findet das passende Instrument für diese Begleitmusik des Erwachens. Aber nicht doch! Keinen Dank! Also da ja man nich für!

Der Artikel, über den ich mich in letzter Zeit am meisten geärgert habe, ist auf dem ZG – Blog erschienen und lautet »Blogger bewirken nichts«. Da ist es erst einmal natürlich beruhigend zu wissen, daß der Text auf einem Blog von einem Blogger verfasst wurde. Zum Anderen hat auch nie jemand behauptet, daß es etwas bewirkt. Niemand erwartet von einem Online – Tagebuch die Initialzündung zur Revolution. Oder doch?

»Solange Blogs nicht für Massendemonstrationen oder eine (Komplett-)Umwälzung unseres Gesellschafts– und Wirtschaftsystems sorgen oder seriöse Alternativen anbieten, ist alles, was sie von sich geben, nur heiße Luft und Egolotion.«

»Dürfens auch 25kg mehr sein?« fragt der Mann an der Fleischtheke. Hier könnte man eigentlich schon aufhören zu lesen, würde das Zitat nicht erst gegen Ende des Textes erscheinen. Dahin gelangt man nur, wenn man sich durch ein Bataillon moralisch erregierter Zeigefinger durchgewurstelt hat.

»Am Schlimmsten aber, sind die sogenannten politischen Blogger, die sich für Redakteure oder gar Autoren halten und uns ständig ungefragt ihre Gesellschafts-, Medien– und Wirtschaftskritik ins Gesicht rotzen. […] Wenn sie jedoch kritisiert werden, reagieren sie nicht selten sehr empfindlich oder gar autokratisch-diktatorisch. Argumentieren dann mit ihrem Hausrecht als Blogger, (vor-)zensieren oder löschen die Äußerung.[…] Hinzu kommt, dass viele auch nicht gekonnt von Nachrichtenagentur-Tickern oder von Google News ab– und umschreiben, sondern es wagen, ihre eigene Meinung auch noch als Solche zu kennzeichnen. […] Wer nur aus Interesse und Leidenschaft schreibt, ohne damit Geld verdienen zu wollen, ist für die Leitmedien auch keine ernst zunehmende Konkurrenz.«

Soso: Was nichts kostet taugt auch nix!, schreibt der Autor Epikur mit der Freeware WordPress. In diesem Atemzug wird dann auch noch bemängelt, daß Blogger im Allgemeinen von Suchmaschinenoptimierung nichts verstehen oder verstehen wollen und keine »gezielten Kampagnen fahren«. Vielleicht sind einige von ihnen mit dem Schreiben genug beschäftigt, vielleicht will man auch gar nicht so entsetzlich berühmt werden. Und überhaupt ist Größenwahn ein schlechter Leitfaden beim bloggen.
Da uns auch dieser Artikel der Revolution keinen Schritt näher brachte, wollen wir es dabei bewenden lassen.

Nachdem der Autor seinen weinerlich vorgetragenen Vorwürfen selbst zum Opfer fällt, steht als Fazit … nichts. So wird das nichts mit dem eigenen Mausoleum.
Getaggt ist der Artikel mit »Satire« und so wird es dann wohl auch sein. Bullshit – Bingo hätte auch gepasst. Von dieser Stelle aus ein herzhaftes »Heul doch!«

Dominique Strauss-Kahn. »Wie wollen Sie nackten Frauen ansehen, daß sie Prostituierte sind?« Strauss-Kahn ist wegen schwerer Zuhälterei angeklagt; mit ihm 13 weitere Personen. Einige der dabei beteiligten Huren sprechen von »Gemetzel« und »Schlachterei« und betonen die Brutalität des Angeklagten.
Ein Prozent der Reichen besitzt mehr als die restlichen 99%. Und sie lassen die Puppen tanzen. In einer der Welten, in der Geld keine Rolle spielt.

Ganz nachvollziehbar ist die Anklage von daher eigentlich nicht. Im Grunde soll sie signalisieren, daß auch für dieses eine Prozent immer noch die irdische Gerichtsbarkeit gilt. Bei allem Mitleid mit den betroffenen Frauen: In Griechenland sterben Menschen, weil man ihnen medizinische Versorgung verweigert, sie sich keine Krankenversicherung leisten können. Die Schuldigen dafür sind so bekannt wie die Summen, die sie ins Ausland transferiert haben.
Gerichtssäle sind gelegentlich einfach zu klein.

Der Bundesrichter Thomas Fischer hat seit kurzer Zeit eine überaus lesenswerte Kolumne bei Zeit.de.

»Ein Ausschuss lädt also keineswegs Personen als Sachverständige, weil seine Mitglieder meinen, selbst nicht über genügend Sachkunde zu verfügen. Das würde ja voraussetzen, dass die Ausschussmitglieder mangelnde Sachkenntnis zugeben.«

Und damit beginnt eine furiose Jagd auf den breiten Spuren von Inkompetenz der deutschen Politiker – Kaste. Prädikat: Unbedingt lesenswert!
Es ist ja nicht so, daß es in diesem Land keine Stimmen der Vernunft geben würde. Und sie bewirken auch etwas – wenigstens bei denjenigen, die des Lesens mächtig sind. Das nur noch an die Adresse des Bloggers »Epikur«, dessen Artikel eben nichts bewirkt.

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0 Kommentare zu Vermischtes

  1. epikur sagt:

    Hehe. Hab ich mir schon gedacht, dass der Artikel nicht von jedem so wahrgenommen wird, wie ich es meinte. Ich schreibe aus der Perspektive der „Masse“. Und zwar in ironischer Form. Und warum unterschlägst Du genau den Satz nach „Egolotion“? Nämlich: „Soweit das Denken von resignierten Fatalisten“ Spätestens am Ende, nach meiner großen Aufzählung, was Blogs nämlich doch (!!) bewirken, also dass sie sehr wohl Einfluss haben, wenn eben auch nicht die große gesellschaftliche Umwälzung, sollte jedem klar sein, dass mein Text eine ironische Hommage an alle Blogger ist 😉

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    • pantoufle sagt:

      Moin Epikur

      Ich habe nicht unterschlagen – ich habe auf das für mich wesentliche gekürzt.

      Daß es mit »Satire« getaggt war, habe ich durchaus gelesen. Nun habe ich aber seit ca. drei Wochen permanent schlechte Laune! So richtig mies und humorbefreit. Der einzige, der mich noch liebt, ist mein Redaktionskampfhund Oskar! (der liebt mich dafür allerdings umso mehr).
      Und so habe ich denn diese Homage in den falschen Hals bekommen; quer hing sie! Weil ich also so schlechte Laune habe und niedergeschlagen, frustriert und ungeliebt bin, lasse ich es trotzdem so stehen. Und unterschlage, gnadenloser Zensor der ich bin.

      Das hast Du jetzt davon!

      Gruß
      das Pantoufle

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      • DasKleineTeilchen sagt:

        ooooch schnegge, die tage wern doch schon wieda länga, dauert nich mehr lange. und wenns dir hilft; mir.gehts.auch.scheisse. bleib grad wochenweise tagelang inna bude und hab genau auf garnichts…aussa paar skizzn im kopp is nix. auch nich lustich. kuss.

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      • Stony sagt:

        Hab‘ dich lieb.

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      • Wir lieben dich doch … alle Menschen … na wir lieben doch … und wenn wir etwas lieben dann setz’n wir uns doch dafür ein. scnr….

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      • pantoufle sagt:

        Also, so viel Liebe ist mir dann doch unheimlich… wobei: Ein Kuß von einem kleinen Teilchen hat natürlich unbedingt was! Muß man ja mal so sagen. Was es wohl so skizziert?

        Nur der Neurotiker; das klingt irgendwie sarkastisch. Mehr noch: Ich fürchte zu wissen was er meint. Ogottogottogott. Ja, manchmal bin ich abgrundtief dämlich. Ist im Preis mit inbegriffen.

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        • Joachim sagt:

          Hä? Was geht denn hier ab? Kuschelsession? Oskar, da halten wir uns besser raus. Oskar? Wo… Hmm, der schaut youtube (facepalm):

          http://youtu.be/WO6glz0wpmo

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          • pantoufle sagt:

            Auer, Auer, Auer & Auer!!

            Das ist entgegen der Haager Landkriegordnung! Es sind schon Menschen aus weitaus geringeren Gründen gesteinigt worden.

            Auer, Auer, Auer & Auer!!

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          • Joachim sagt:

            He, das war Oskar und nicht ich! Du solltest Dich mehr um ihn kümmern.

            Deine Mucke ist viel besser. Nein, ich lass mal voodo child jetzt. In der ZZ-Top Version. War das so? Ja, ja, doch… glaub wohl. Hendrix war zu kompliziert zum abgucken 😉

            Wobei Dein restlicher Kommentar nun fast physikalische Realität provoziert hat, in deren Folge mein Schreibtisch beinahe eine gründliche Reinigung hätte erfahren müssen. So hätte ich dann die Kaffeetasse wieder auffüllen müssen. Das geht gar nicht! Langsam verstehe ich den Innenminister. Internet ist der Hort von so viel Bösem.

            Wieso ist eigentlich der Kaffee kalt? Ach so… sorry… bin schon still.

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        • pantoufle sagt:

          Öhhmmm – bin gerade etwas beschäftigt mit dem Einfügen von alten Artikeln und dem Löschen unliebsamer Kommentare. Ich nehme das Zeug von früher doch wieder rein, allerdings muß ich noch ein Sachen modifizieren.
          Ach gottchen – ist das alles kompliziert!

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          • DasKleineTeilchen sagt:

            „Ich nehme das Zeug von früher doch wieder rein“
            besser ist das, schliesslich will das volk anleitung und rat auch aus den alten schriften seiner vordenker und führer.

            (ääääh, mit archivverzeichnis irgendwo? momentan lädt die site einfach nur fleissig nach, und das auch nur, wenn ich NoScript mal wieder *alles* erlaube)

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          • pantoufle sagt:

            »…anleitung und rat auch aus den alten schriften«
            Harrharrharr.
            Ach, und ein Archivverzeichnis darfs dann auch noch sein? Kommt ja schon – jedenfalls in absehbarer Zeit. Im Moment aber muß ich den Rauchersalon erst mal auf gesperrt setzen, um den ganzen Privatkram rauszusortieren. Sonst stände ich vor dem Problem mit der Adressierung der Medien. Das lasse ich erst mal stehen als Problem für laue Sommerabende.

            Das mit NoScript kann ich leider auch nicht ändern; da geht es Dir nicht anders als mir. Bevor das mit dem Archiv funktioniert, muß ich erst mal alle Tags sinnvoll neu aufbauen. Eine Arbeit, auf die ich ja sooo viel Bock habe.
            Aber was tut man nicht alles fürs hochverehrte Publikum!

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          • DasKleineTeilchen sagt:

            sorry, sollte keine aufforderung zur unnötigen hetze sein schatz. gerade nicht von mir, der faulsten sau unter der (nicht mehr ganz so wolkenverhangenen) sonne.

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  2. altautonomer sagt:

    Hui! Hui! Hui! Und au weia! Ein heißes Eisen. Andere Blogger kritisieren geht aber gar nicht. Das sind doch Kollegen, Komplizen, Brüder im Geiste. Oder? Dürfen Differenzen thematisiert werden?
    …..frag ich mal provokant in die Runde.

    Aber Asche auf mein Haupt. Sofern ich als Autor mit gelegentlichen Gastbeiträgen auch in die Kategorie Blogger falle, gestehe ich, es -wie Du weißt- auch schon getan zu haben. Wenn es dadurch zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung kommt, ist das ja auch o.k.

    Beschämend war für mich dagegen das Verhalten eines Bloggers, der flatter zum kontroversen Dialog über „Reform oder Revolution“ herausforderte und dann stillschweigend die Biege machte, als ihm die Argumente ausgingen.

    epikur schreibt übrigens in der Kommentarspalte, dass die ersten beiden Absätze seines Textes ironisch gemeint seien. Hab ich nicht so verstanden. Satire stand unter dem Text im Kleingedruckten.

    Gruss vom Wirwollendochalledasselbemischmaschablehner

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  3. Joachim sagt:

    Zu viele Dinge auf einmal, um zu kommentieren. Also nur ein willkürlicher Punkt:

    Thomas Fischer bei der Zeit macht es fast zur Zeit das Abo wieder aufzunehmen. Also nicht dass ich seiner Meinung sei, ist das doch irrelevant. Relevant ist seine Kompromisslosigkeit und seine Erklärung von Tatsachen, seine Sachkenntnis. So ist es. Doch das wussten wir auch so.

    Was nicht so ist, ist (!) seine Meinung zum Sexualstrafrecht. Er benutzt eine absolut offensichtliche Argumentation (hier die zu Sachverständigen) um seine Meinung zu transportieren. Er nutzt Einzelbeispiele und verallgemeintert sie. Er macht es wie am Stammtisch, nur auf sehr hohem Level und ja mit viel Wahrheit.

    Zum Glück ist er nicht einfach zu lesen. Zu lang für das Internet (auch deshalb die Idee der Abo-Wiederaufnahme). Ich gehe davon aus, dass jemand, der das zuende liest, selbst denken kann. Dazu muss man nicht Vergewaltigungsopfer sein, um die Schieflage zu erkennen.

    Ich bin da nicht Fischers Meinung. Aber ich bin sehr dafür, dass er seine Meinung schreibt. Ich schätze, der kann sich auch der Kritik stellen. So gehört Zeitung. Meine Meinung kenne ich doch. Wer braucht die schon…

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    • pantoufle sagt:

      »…macht es wie am Stammtisch, nur auf sehr hohem Level und ja mit viel Wahrheit«
      Hmmm: Seh ich nicht so. Der versucht Storys zu schreiben, wenigstens einen roten Faden konsequent durchzuziehen. Das macht er auch gar nicht mal so schlecht, wenn man auch deutlich merkt, daß er kein Schreiber von Beruf ist – mit Berufung ja, aber technisch hapert es da manchmal. (Aber bei wem tut es das nicht) Das klingt dann gelegentlich etwas jovial, zumal er deutlich um einfache Wortwahl bemüht ist.

      Gerade bei diesem Thema bin ich ebenfalls nicht unbedingt in allen Punkten seiner Meinung, aber wenigstens hat er eine. Als anderes Extrem ließe sich Fleischhauers letzter Artikel anführen, der gerade den Stammtisch von Vorgestern nachkrakeelt und morgen sicherlich wieder von sämtlichen Trollen vom Dienst zitiert wird. Das ist Stammtisch. Niedrigster Güte und versehen mit allen »Argumenten«, die bereits von allen Seiten als Ente begraben wurden.
      Fleischhauer als Indikator dafür, was gesellschaftlich bereits als gelogen, falsch recherchiert und sowieso als beerdigt betrachtet werden darf – was natürlich nichts daran ändert, daß ihn die völlig verblödeten erneut aus dem Zylinder ziehen werden. Wann kann ich endlich mal darüber hinweglesen, was der vor sich hinschmiert?

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      • Joachim sagt:

        Ich sehe was Du meinst(?!?, ah doch!). Muss überlegen. Bis dahin (vorläufig):

        Sein roter Faden hat durchaus eine Absicht. „Wenn Du sie nicht überzeugen kannst, dann verwirr sie“ (wenn man es etwas gemein sagt). Seine berechtigte Kritik an der Bestellung der Sachverständigen ist Vehikel für seine Minderheitenmeinung, die ja noch nicht einmal ganz Quatsch ist. Doch sie greift zu kurz. Die Beispiele sind kein Beleg und erlauben keine Verallgemeinerung.

        Du gibst zu, dass man aus seinem Artikel wenigstens Zwei hätte machen sollen?

        Ob er ein guter Schreiber ist? Mir kam es mehr auf den Inhalt an. Inhalte fehlen heute viel zu oft. Ob man zustimmt oder nicht, er hat etwas zu sagen. Ich werde ihn definitiv weiter lesen.

        Wobei ich jetzt, wo ja Kuschelzeit ist, mal ganz lieb nach dem Link zu Fleischhauers Artikel frage…

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        • Joachim sagt:

          Ach das meinst Du. Ich zitiere mal:

          Zu Deutschland „Es mag sein Gesicht geändert und sein Personal ausgetauscht haben, aber Europa zittert nach wie vor vor den Befehlen, die aus Berlin kommen.“

          Stimmt doch. Ups, hat der nicht so gemeint? Sowas auch. Stimmt trotzdem. Seine Aussagen zu Giannis Varoufakis kann ich nicht nachvollziehen. Kann sein. Im Augenblick scheint der mir nicht zu übel. Die Welt ohne Beleg als Quelle zu nehmen halte ich für gewagt.

          Gerade Fleischhauer spielt doch eine Rolle, bedient Klientel und spielt deshalb nur bedingt eine Rolle. Meinst Du wirklich, der würde das meinen, was er sagt? Zugegeben, seine „Argumentationen“ gehen meist nur knapp an der Logik vorbei. Und der schreibt nicht schlecht (wenn ich ihn nicht ab und an würgen könnte wegen des Inhalts)

          Ein Ding frage ich mich dennoch: Mussten die in GR mit den Rechten zusammen gehen? Ich meine, das garantiert doch, dass die die Legistaturperiode nicht überstehen (und nicht nur das… als gäbe es mit solchen Parteien und Ansichten kein Problem in Europa). Sehr komisch, dass Fleischhauer das „übersehen“ hat. Man könnte glatt meinen… Ah ja, ich verstehe.

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          • DasKleineTeilchen sagt:

            „meinst du wirklich, der würde meinen was er sagt?“

            nö, fleischklopper ist ein soziopath (so jedenfalls meine ansicht), der sich ab und an mal verquasselt. unterschätzen sollte man aber solche wahnsinnigen besser nicht. und die hocken wirklich überall.

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          • pantoufle sagt:

            Bei dem Gesudel des letzten Beitrags stand Fleischhauer allerdings auch vor dem technischen Problem, den Müll seines Arbeitgebers noch zu übertrumpfen. So tief ins Klo greifen kann auch Fleischhauer nur unter großen Mühen.

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          • Joachim sagt:

            @DasKleineTeilchen, pantoufle
            der hat schon Schlimmeres gebracht. Auf der anderen Seite, mein (Informations-) Filter hat verhindert, dass ich seine Instrumentalisierung der Judenverfolgung für seine Hetze kaum wahrgenommen habe. Im Grunde ist das mies. Sehr mies, selbst für einen schwarzen Kanal.

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          • Stony sagt:

            Was ihr immer mit dem Fleischklöpsgen habt; der Don packt die richtig heißen Eisen an … Bizzar-O-Logic-Brille aufgesetzt und Kinnlade gut ölen! 😀

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          • DasKleineTeilchen sagt:

            @stony: ja, hatte ich gelesen (sieht man ja unschwer an meinen kommentaren unter selbigem artikel); endgeil. krank. durch. völlig gaga. und möglicherweise kunst. alleine die verlinkten einträge in dons aufarbeitung sind der brüller. ja, ich empfehle wie stony die erschöpfende lektüre vom aufstieg und fall(?) eines „feministischen“ über-trolls. hammer!

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          • pantoufle sagt:

            Nach diversen Anläufen habe ich es nun geschafft, den Artikel zu Ende zu lesen. Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, ihn nicht zur Gänze verstanden zu haben. Irgend etwas in mir sträubt sich gegen diese Darreichungsform der Realität.

            Allerdings kommt mir dieses Gestalke, Denunziation, aus dem Zusammenhang reißen und wissentliche Falschbehauptungen ziemlich bekannt vor – warum also in die Ferne schweifen? Die Intelligenzfeindlichkeit des Publikums ist nun aber groß genug, als daß sich immer genügend Schwachsinnige finden, die da applaudieren.
            Peinlich.

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          • DasKleineTeilchen sagt:

            „Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, ihn nicht zur Gänze verstanden zu haben.“
            was meinst du? die intension des don („die darreichungsform“?) oder die nummer ansich? fühlt sich halt irgendwie zynisch an, aber bei der thematik?. insgesamt zeigt diese geschichte den verfall des sozialen in einem ausmaß, daß es mich nur so schüttelt.

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          • pantoufle sagt:

            @DasKleineTeilchen

            Es sind die sozialen Abgründe, die sich da offenbaren. Das Gefühl versucht immerwährend, den Begriff »Satire« ins Spiel zu bringen, während die Ratio eisenhart dagegensteuert. Die meinen das tatsächlich ernst!
            Was der Don da schreibt, nötigt mir unter diesem Aspekt Hochachtung ab – über so einen Sumpf auch noch lesbar schreiben zu können: Hut ab!

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  4. waswegmuss sagt:

    Ich muss da mal einen Bremsklotz einwerfen: Politiker müssen nicht kompetent sein. Dafür gibt es Berater und einen wissenschaftlichen Dienst.
    Es ist ihre Aufgabe Dinge durchzusetzen – am Besten auf diplomatischem Wege. Deshalb müssen sie sich über Jahre hinweg in irgendwelchen Hinterzimmern von Gaststätten hochlügen und hoffen, dass sie mal protegiert werden.
    Leider hat unsere aktuelle politische Kaste wohl mehr ihre Daseinsvorsorge als das Wohl des Bürgers im Auge.

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    • Joachim sagt:

      Ich weiß nicht, waswegmuss,

      wenn Politiker handwerklich schlechte Gesetze machen, etwa wie diese Nacktbildverbot kürzlich, dann machen die ihre Hausaufgaben nicht. So inkompetent dürfen die auch wieder nicht sein. Ihr zu „diplomatisches“ Verhalten prangert Fischer gerade an.

      Der Grund, warum sie keine Fachleute sein müssen ist irgendwie anders gemeint…
      (was Deine Restaussage nicht relativiert. Zugegeben)

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    • pantoufle sagt:

      @waswegmuss
      Das war und ist ein interessantes Thema. Die Oldschool-Variante von »Wir basteln uns eine Nachkriegsdemokratie« hat sicherlich auf Menschen gepocht, deren Erfahrung im Bewerten von Sachverhalten und nicht in der Grundlagenforschung lag.
      In diesem Zusammenhang würde ich Dir Recht geben.
      Abrrrr:

      Wenn die Komponente der persönlichen Verantwortung vollkommen aus der Wertung fällt, läuft etwas schief. Ich meine damit nicht unbedingt eine öffentliche Steinigung, sondern eine wenigstens hypothetische Möglichkeit, einen Minister wegen erwiesener Unfähigkeit dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung zu stellen.
      Die Sturmtruppen des Imperiums der Lobbyisten mal ganz außen vor: Man kann bei den meisten Dingen heutzutage nicht mehr nach »Fraktionsdisziplin« abstimmen. Schon gar nicht bei Dingen wie Überwachung oder Kolonialkriegen. Da muß man in der Tat kein Fachmann sein. Es reicht nicht die Fähigkeit, das Grundgesetz zu lesen – man muß auch seinen Sinn begreifen. Und genau daran hapert es. Selbst im Ministerium mit beschränkten Fähigkeiten sollte ein Konsens darin bestehen, die Aufgabe zu begreifen, vor die einen der Wähler, der doofe, gestellt hat. Die hat tatsächlich nichts mit Fachleuten zu tun – nur daß die immer häufiger nötig sind, genau daran zu erinnern. In Deutschland heißen die Jungs und Mädelz Bundesverfassungsgericht. Allein die Zahl der Gesetze, die durch dieses Gericht im Laufe der letzten Jahre gekippt wurden, zeigt allzu deutlich, wie sehr es diesen Kreisen an Grundlagen der Demokratie mangelt. Daß Sachverständige dafür kein Ersatz sein können: Geschenkt! Aber nach meinem Verständnis geht es darum in diesem Artikel auch gar nicht.

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      • waswegmuss sagt:

        Ich glaube da liegt der Hase im Möhrenbeet: Der Richter Fischer hat ja recht bunte Vita. (http://fischer-stgb.de/?page_id=3) Das kann man von diesen Politkarrieristen nicht gerade behaupten. Ja, es ist für diese Leute ein Job. Ein Job mit Auf/sstiegsmöglichkeiten in die Wirtschaft und so arbeiten sie auch. Klarer Fall von mittleres Management – in vielen Fällen so nützlich wie ein Kropf.
        Nun der Koalitionszwang, den es offiziell nicht gibt, erklärt sich ganz einfach: Wer muckt landet das nächste Mal etwas weiter unten in der Liste. Deshalb wird immer schön brav die Hand gehoben wenn die Regie es will.
        Wir sollten es Korruption nennen.

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    • pantoufle sagt:

      Und was die Fachgremien betrifft, so gäbe es da noch dieses interessante Detail: LINK

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  5. Stony sagt:

    @DKT: Hatte den Artikel vor Tagen gelesen und bin dann gestern bei che wieder drüber ‚gestolpert’…

    Ich fand es passend ihn hier zu verlinken, weil „bizarrer geht immer“, in Hinsicht auf des Jans Ergüsse, und als Kontrastprogramm „Metzger“ & Fischer. ‚Meinungsstark‘ sind alle drei; der Unterschied liegt meines Erachtens in der Profession: Fleischhauer, da gebe ich Thelonious recht, würde, wäre er nicht Schreiberling geworden, eben Staubsauger oder Versicherungen verticken. Der macht das für die Kohle und hat halt „seinen Weg“ gefunden, der so funktioniert, auch wenn wir das charakterlich mindestens fragwürdig finden mögen. Zu „Ostzeiten“ hätte der prima auch im anderen „schwarzen Kanal“ funktioniert. Ein Handwerker.

    Beim Don scheinen sich mir Handwerk und Leidenschaft Hand in Hand zu gehen (nötig hätte er es sicher nicht), während der Fischer aus purer(?) Leidenschaft handelt (am Handwerk muß er noch arbeiten, anderer Hintergrund halt).

    So zumindest mein Eindruck, von außerhalb.

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