…und dann war es Zensur!

Kleine ganz allgemeine Betrachtungen über Sinn und Zweck der Kommentarfunktion auf Blogs
oder
Kleine Widmung an eine Dreckschleuder der Blogsphäre.

Die Schrottpresse ist ein kleines Blog mit einer sehr überschaubaren Leserzahl – die Kommentarfunktion wird gelegentlich in Anspruch genommen, wenn auch nicht in dem Umfang, wie man sich das gelegentlich wünscht. Manchmal aber eben doch. Hin- und wieder »klopft jemand auf die Schulter«, bei anderen Artikeln sind Leser offensichtlich überhaupt nicht meiner Meinung. Das macht Spaß, auch wenn ich manchmal beim Lesen einen dicken Hals bekomme… was fällt dem ein, Unverschämtheit – das ist ja wohl das Letzte… und ich aus vollen Rohren zurückschieße – oder »schlimmstenfalls« dem Schreiber recht geben muß. Gelegentlich schießt auch jemand anderer: es ist nach wie vor ein Vergnügen, wenn man sich so auseinandersetzen kann. Oder wie es ein Kommentator ausdrückte: »Boah ey. Manchmal sind die Kommentare interessanter als der Artikel darüber.« So isses – das sehe ich genau so (vor allem das »boah ey«); es findet manchmal eine Diskussion statt, die man eigentlich lieber vor dem Erstellen des Artikels geführt hätte. Das macht den Reiz der Kommentarfunktion aus.

Seit einiger Zeit machen sich auf verschiedenen Blogs Trolle breit, die eine fruchtbare Diskussion mit aller Macht zu verhindern suchen. Bei Feynsinn, Kaffee bei mir, Notizen aus der Unterwelt und anderen hatte sich diese unangenehme Spezies festgesetzt und treibt dort ihr Unwesen. Auf anderen Blogs kann man sie noch in freier Wildbahn beobachten und ihre durchaus erfolgreichen Versuche, jede Diskussion an sich zu ziehen oder nach ihrem etwas unterbelichteten Standpunkten zu sabotieren: Hier auf der Schrottpresse wie auch anderswo sind sie mittlerweile gesperrt.
Sie nennen das Zensur.
Sie nennen es wahrscheinlich auch Zensur, wenn ihre Leserbriefe in der Tageszeitung nicht abgedruckt werden oder sie keinen öffentlichen Kommentar zur Tagesschau im Fernsehen gestalten dürfen. Sei`s drum: Hier dürfen sie auch nicht. Ich mache von meinem Hausrecht Gebrauch.

Diese Trolle bewirken vor allem Eines: Die am Thema interessierten Besucher haben keine Lust auf den immer gleichen Ablauf der ewig gleichen haltlosen Beschimpfungen und den rüden Ton, mit dem diese Trolle auftreten. Also sperrt man die Störenfriede aus und es kehrt wieder Ruhe ein.
Die Trolle nennen es die Reduktion auf gegenseitiges Schulterklopfen.
Auch das ist falsch: Es ist wie eine Einladung zum Essen, bei der natürlich jeder etwas anderes bestellen kann – die Geschmäcker sind verschieden. Man einigt sich lediglich darauf, mit Messer und Gabel zu essen und sich nicht ins Tischtuch zu schnäuzen.

Einer dieser Trolle nennt sich »Herr Karl« und hat aus der Untugend, die Nahrungsaufnahme nur mit fetttriefenden Fäusten bewältigen zu können, einen Blog gestaltet. Ein eher unappetitlicher Zeitgenosse, dem man eigentlich keine Aufmerksamkeit widmen brauchte, wenn er das, was er mittlerweile nicht mehr in den Kommentarspalten anderer Blogs unterbringen kann, in komprimierter Form auf seiner eigenen Seite aufbereitet. Ausgesperrt von den Spielwiesen, erkennend, daß wirklich niemand an dem interessiert ist, was er als »seine Meinung« bezeichnet und bar jeglichen Humors (ein wichtiges Merkmal: Karlchen hat kein Yota Humor – der klassische Hausmeister) begann er sein Wirken als Nachtwächter der Kommentarspalten jener Blogs, von denen er verbannt war. Mit einem leicht psychopathischen Hang zum Megalomanie copy und pastete, screenshotete er alles, was ihm unter die Finger kam und garnierte es mit Anmerkungen, die er für sarkastisch hält. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden: Jedem Verschwörungstheoretiker, Briefmarkensammler und Hausmeister steht es frei, seiner Frustration in Form von Blogs freien Lauf zu lassen.
Herr Karl verlegte sich auf Stalking und Rufmord. Das Geschäft wird wohl florieren – das hat es zu allen Zeiten getan, selbst wenn man es so niedrig und primitiv betreibt wie »Herr Karl«. Von Godwin`s Law bis zu debilem Größenwahn ist alles im Angebot. (O-Ton: »Ich habe ein Problem. Ich bezeichne mich wie Augstein als Linker.« Ja, aber das ist heilbar)

Nun hat die Schrottpresse die Ehre, auch in den erlauchten Kreis der von »Herrn Karls Screenwatch« beobachteten Blogs aufgenommen zu sein. Seite an Seite mit Flatter, Kritik und Kunst, Klaus Baum, daMax und meiner lieben Katze zu stehen, ist in der Tat ein erhabenes Gefühl. So weit nach oben wollte ich eigentlich gar nicht, aber ich werde versuchen, mich der Ehre würdig zu erweisen. Mit einigen der genannten Blogschreiber verbinde ich persönliche Freundschaft (nein, Karlchen, keine Namen: Das überlasse ich Deiner Phantasie, die wie üblich daneben liegen wird) und so fühle ich mich mit der Aufnahme in diesen Kreis erst einmal recht wohl.

Ich mir diesen Donnerbalken der Blogssphäre nun einige Zeit angesehen und ebenso die Claqueurs, die um diesen müffelnden Haufen im Zentrum der Macht herumschwirren. Die sind nun – un miracle! – bei mir auch gesperrt. Darüber gibt es jetzt, mangels direktem Ansprechpartner, Beschwerden bei Karlchen. Es sind, um ganz genau zu sein, auch nur zwei Personen. Denen sei mit auf den Weg gegeben, daß es problematisch sein kann, Freunde von mir auf besagter Kloake unflätig zu beleidigen und auf der Schrottpresse das Recht auf »freie Meinungsäußerung« in Anspruch nehmen zu können.

Ich hoffe, daß andere Blogs und die Leser Verständnis dafür haben werden; das Recht auf freie Meinungsäußerung ist zu fragil und wertvoll, um von einigen Wenigen systematisch missbraucht zu werden.

Soweit dazu.
Zensur? Meinetwegen.

So, und nun mach mal schön Screenshots, Du Ferkel – ich sauf dann solange ein Glas Wein.
Ich bleibe dran…

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0 Kommentare zu …und dann war es Zensur!

  1. Arno Nym sagt:

    Boah ey! Zensur beim Känguruh. Wird ja immer toller hier XD Ich bleibe dran!

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  2. Arno Nym sagt:

    PS: aber jetzt haste dem Herrn Karl dann DOCH wieder gegeben, wonach er so sehr lechzt: Aufmerksamkeit. Und nicht nur deine. Nein, beim Lesen dieses Artikels ging auch meine Lebenszeit für Herrn Karl drauf. Wem darf ich das nun in Rechnung stellen? Dir oder dem Dreckspatz?

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    • pantoufle sagt:

      Ja, aber mir war gerade so danach. Der Typ ist so… peinlich! Überlech doch nur mal: Du schreibst da so einen kleinen Text, siehst dir dabei sein Gesudel an und es ist so blutärmlich. Ich musste einfach!
      Die Rechnung geht an mich.
      Ausserdem : Monokulturen haben auch ein Recht auf Lebensraum.

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  3. Pingback: Ich bleibe dran… | -=daMax=-

  4. Frau Lehmann sagt:

    Huch, das wird doch gleich wieder der Anlass für ein erneutes Geschrei auf besagtem Blog sein.
    Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Ignorieren wär sicher ne weniger nervenaufreibende Alternative gewesen. Andererseits, was raus muss, muss raus.
    Ja, bleib mal dran 😉
    Liebe Grüße

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  5. juergengerdom sagt:

    Ignorieren wäre klüger, aber nicht unbedingt besser für die Regulierung des Magensäuregehalts. In diesem Sinne – nur zu. Mir persönlich fiele allerdings nur sehr Weniges ein, das noch unbedeutender wäre, als dieser Wicht. Und ganz gewiss ist er es nicht wert, wegen ihm über die Grenzen zur Zensur nachzudenken. Da gibt es nichts zu zensieren mangels Inhalten, da wird ein ungebetener Gast des Hauses verwiesen, der unangenehme Blähungen kultiviert.

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  6. altautonomer sagt:

    Danke Pantoufle. Damit hast Du auch in meinem Sinne alles gesagt. Ich habe bei meinen Kommentaren stets die Schere im Kopf, weil ich damit rechnen muss, mit dem Stigma des flatter-Vasallen auf der Fahndungsliste von Karl stehend stante pede durch die Tretmühle von Trotzköpfchens Nachgeburt geschreddert zu werden. Deshalb versuche ich, auf Blogs auszuweichen, wo ich der ……..(selbstzensiert, da Tiermetapher vom Bauernhof)…………. nicht begegne.

    Und angesichts meiner aktiven Zeit in linksradikalen Zusammenhängen habe ich keine Veranlassung, mich gegenüber diese tastaturanarchistischen “Netzaktivisten”, die anderen gerne vorwerfen, nur zu theoretisieren, nicht aktiv zu werden, praktisch nichts zu unternehmen, zu rechtfertigen. Dieser Freizeitpassivist Karl redet bereits von “Widerstand”, wenn er ein Plakat mit folgendem dämlichen Text entwirft; “Politiker – Das Volk spricht – Wir haben genug – wir werden täglich mehr”. Na gut. Das Amusement darf nicht fehlen.

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    • pantoufle sagt:

      Tiermetaphern vom Bauernhof… lass mich kurz nachdenken *aus dem Fenster zum Nachbarhof rausguck*… nein, alle Tiere in der Scheune. Das Wetter ist aber auch zu grisselich. (Altautonomer hat Pantoufle diesmal richtig geschrieben; brav, brav 🙂 )
      Ich als Nichtflatterkommentator darf das ja eigentlich sagen – auch wenn es eben vollkommen nutzlos ist. Aber warum soll das Karlchen immer nur Flatter ärgern.
      Und wie Du so richtig sagst: Ein bisschen Spass muß sein… *schunkel, schunkel*

      P.S. Ach, die Garde stirbt, aber sie ergibt sich nicht… war ja nur eine Frage der Zeit, bis sie hier einfällt… ob ich von Totschka noch schnell einen Screenshot machen soll?

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  7. totschka sagt:

    Viel Feind, viel Ehr’! Gerade die Wortwahl, mit der die vereinte Linke Blogosphäre dem Bescholtenen begegnet, zeugt erstens nicht von Souveränität (da scheint’s nicht weit her mit Argumenten), und machen zweitens die Sache durch gerade solche stilistischen Ausfälle erst interessant. 😉

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    • pantoufle sagt:

      So…hast Du Feinde? Die vereinte Linke? Ich suche schon so lange danach. Und gegen schlechte Manieren ist schlecht zu argumentieren. In diesem Punkt gebe ich Dir recht. Ob Karlchens Sudelgrube dadurch aber interessanter wird, sei dahingestellt,.

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      • totschka sagt:

        Der einzige Bezug zu meiner Person liegt in dem Halbsatz nach “zweitens”. Das Sprichwort ist auf den Delinquenten gemünzt, der hier am Pranger steht.

        Und danke für die “Sudelgrube”, das ist genau der Duktus, den ich meinte und den der Gescholtene thematisiert.

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  8. piet sagt:

    @totschka – Duktus, Gescholtener, thematisiert, der Karl ? Den Bezug finde ich dann nach …. dem Halbsatz ?

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  9. altautonomer sagt:

    totschka: Ja. Sie stehen im Jauchebecken und die Suppe reicht ihnen bis zum Kinn. Noch ahnen sie nicht, dass die Pause bald zu Ende ist und sie sich wieder hinetzen müssen.

    Den von einem amoklaufenden Rächer produzierten Gesamtquark, bestehend aus einer Kasuistik
    von Unterstellungen, Anmaßungen und obszessiver Polemik mit klaren Worten nicht als das zu bezeichnen, was es ist, fällt einem Betroffenen schon schwer. Dieser Blog ist eine einzige Brülltonne, in der Niedermache Programm ist.. So nun benutze ich auch mal ein adäquates Vokabular.

    Auf diesem watchblog paart sich die Lust an der röhrigen Quatschigkeit mit der mumpfig prustenden, sich der Lächerlichkeit preisgebenden Triebabfuhr des rhetorischen Begleitservice, bis der Leser deliriert.

    Wenn das reale Leben dermassen ereignisarm ist, dass es keinen anderen Ausweg sieht, als eine schweinische Öffentlichkeit zu inszenieren, spiegelt es nur die Hoffnungs- und Würdelosigkeit .des privaten Grauens wieder.

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    • pantoufle sagt:

      Brülltonne finde ich richtig chic…
      Aber wie der Volksmund so richtig sagt: Wenn dir die Scheiße bis zum Kinn steht, solltest Du den Kopf nicht hängen lassen.

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  10. susannegerdom sagt:

    Hach, hier wird wieder so geschliffen formuliert beleidigt, das ist wunderschön. Eine aussterbende Kunst im Zeitalter der “Isch mach disch Messer”-Kommunikation des Social Media. 😉
    “Brülltonne” habe ich notiert. Das Wort werde ich sicher mal irgendwo, irgendwann gut brauchen können. Danke.

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  11. altautonomer sagt:

    Trotzköpfchens Nachgeburt (oben) find ich origineller.

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  12. pantoufle sagt:

    Na, na, na: Nun reißt Euch mal zusammen! Wie wird denn der Screenshot aussehen, wenn hier jeder schreibt, was er will! So geht das nicht: Immer eine Beleidigung nach der anderen, sonst ist das Karlchen verwirrt. Ab dem 30. Kommentar wird zusammengefasst; das muß dann alles auf eine Seite passen.
    Update

    *verzweifeltkopfaufdietischplattehauen*
    Ich weiß ja was er meint, aber die Funktionsweise einer Schleuder ist ihm nicht restlos klar, fürchte ich.

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    • susannegerdom sagt:

      Ab hier wird das Ganze selbstreferenziell. Muss mal wieder Hofstadter lesen.

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      • pantoufle sagt:

        Ach, das Karlchen ist schon ganz verzweifelt und kramt in seinen selbstgehackten Gesetzestafeln. Darin steht wohl, das ich der Besitzer einer verrufenen Kaschemme bin und auch dem unzurechnungsfähigsten Säufer seinen Schnaps ausschenken muß. (weil der sonst mit seinem Staranwalt kommt).
        Solange ich mit meiner weltweit operierenden Schrottpresse wegen der überall aushängenden Werbetafeln die Mördermark mache, muß ich ihn einfach reinlassen. Muß! Sonst…
        mag er mich nicht mehr.
        Bitter! Ich ringe mit mir. Oh, diese Schmerzen!

        Zur Zeit hat mein Engagement also noch einen Sinn. Ich danke Euch, Jungs: Vielen Dank! YMMD

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  13. garfield080 sagt:

    »Boah ey. Manchmal sind die Kommentare interessanter als der Artikel darüber.«

    ich finde das macht nicht nur den Reiz der Kommentarfunktion, sondern des Bloggens überhaupt aus.

    Daß sich seit einiger Zeit Trolle breitmachen, die auf bestimmten Blogs “eine fruchtbare Diskussion mit aller Macht zu verhindern suchen”, konnte ich ehrlichgesagt nicht beobachten.
    Bis auf einige grenz-wertige Polemiken, konnte ich auf den angesprochenen Blogs jedenfalls weder übermäßig Hinweise auf Gelöschtes, noch “Getrolle” finden.

    das Problem ist, daß die Definition von “Troll” ziemlich subjektiv ist.
    Im Duden würde vermutlich stehn: Kommentar, dessen einziger Zweck ist, zu provozieren.
    Dann gibt’s auch noch Kommentare, die einfach nur Off-Topic sind; und welche, die zwar Themen-bezogen, aber mehr oder weniger polemisch sind…
    wenn du letzte schon zu den “Troll”-Kommentaren zählst, würde jedenfalls auch jeder zweite Kommentar von Susanne oder dem Altautonomen hier dazu gehören.
    Spätestens wenn’s nicht mehr vom Kommentar, sondern vom Verfasser abhängt, wird das mit dem “Trollen” aber ziemlich beliebig. Die nächste Stufe ist dann, daß man schon ein Troll ist, wenn man nur mal auf dem falschen Blog gepostet hat.

    Troll, ok, dann schreiben wir in den Duden aber nix mehr mit provozieren, sondern = mag deine Nase nicht.

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  14. garfield080 sagt:

    was “Kaffe bei mir” bzw Opalkatze angeht, hab ich übrigens ganz eigene Erfahrungen zum Thema “Troll” gemacht.

    Als Beispiel: einem Kommentator, der sich das Wort “Zigeuner” nicht verbieten lassen wollte, hab ich geantwortet, daß ich so einige “Zigeuner” persönlich kenne, und die das Wort durchaus als Beleidigung empfinden. Gelöscht.

    Wenn schon “Getrolle”, wäre das MMN zwar eher das Beantwortete gewesen – aber was “getrollt” ist, entscheidet halt der Blogchef.

    und um den Thread zu vervollkommnen: der Screenshot vom Screenshot vom Screenshot

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  15. pantoufle sagt:

    » [..] macht nicht nur den Reiz der Kommentarfunktion, sondern des Bloggens überhaupt aus.«
    Ansichtssache. Ich kenne einige, die praktisch nie kommentiert werden, denen das aber auch vollkommen gleichgültig ist. Die habe ich z.T. nach ihrem Verhältnis dazu gefragt und auch plausible Antworten bekommen. Jedem das Seine.

    »[…] die Definition von “Troll” ziemlich subjektiv ist.«
    »Man bezeichnet einen Teilnehmer eines Forums als Troll, wenn er in Postings gezielt provoziert, Flames absetzt und anderweitig um Aufmerksamkeit bettelt. Sein Anliegen ist nicht die Sachdiskussion, sondern die größtmögliche Aufmerksamkeit. […] Die Trolle gehören meist verschiedenen Fraktionen an, ihr Weltbild ist durch eine weitverbreitete “Tellerrand-Phobie” (lat. margodiscophobia) stark eingeschränkt. […] Unterarten und Vermischungen sind bei diesen fruchtbaren Kerlchen eher die Regel als die Ausnahme, deswegen sind reine Formen sehr selten und unterstehen strengen Naturschutzauflagen. «
    aus http://heise.forenwiki.de/index.php?title=Troll
    Ich hoffe Du erlaubst, wenn ich für eine genauere Definition als den Duden das klassische Kompetenzteam von Heise.de heranziehe.

    »[…]“eine fruchtbare Diskussion mit aller Macht zu verhindern suchen”, konnte ich ehrlichgesagt nicht beobachten.«
    Ich schon. Im Zuge der “Negerdiskussion” war das wenigstens die Meinung von Vera und mir; bei der Opalkatze wird jetzt moderiert – bei Klaus Baum etwas später ebenfalls (wenn das Thema auch ein anderes war). In meinen Augen liegt es außschließlich am Blogbetreiber selber, wo er seine persönliche Schmerzgrenze ansetzt. Die Kommentatoren haben da wenig bis gar kein Mitspracherecht. Zu der gerne kolportierten Behauptung »wer blogt, muß das abkönnen«: Ich muß überhaupt nichts! Und wer sollte das letzendlich bestimmen? »Herr Karl«? »Totscha« oder Du?
    Auch wenn »Herr Karl« gerne und wiederholt seine höchsteigene Definition von Hausrecht hervorkramt: Ich schließe mich dem nicht an. Wenn Du etwas höher scrollst, siehst Du meine Auffassung dazu. Im Übrigen würde es mich interessieren, warum die Moderation bei Klaus so unterschiedlich zu derjenigen gesehen wird, die hier (oder bei daMax) stattfindet.

    »Dann gibt’s auch noch Kommentare, die einfach nur Off-Topic sind; und welche, die zwar Themen-bezogen, aber mehr oder weniger polemisch sind. […] ...würde jedenfalls auch jeder zweite Kommentar von Susanne oder dem Altautonomen hier dazu gehören.«
    Vielleicht gefallen die mir ja. »[…] … entscheidet halt der Blogchef.« Ja.

    »Was “Kaffe bei mir” bzw Opalkatze angeht, […]«
    OT. Das kannst Du mit der Katze besprechen – da gehört es hin. Wenn Du meine Meinung wissen willst: Sie wird schon ihre Gründe gehabt haben. Wenn ich Lust und Zeit habe, frage ich sie mal. Ob es »getrolle« war, kann ich nicht beurteilen.

    Was Deinen Screenshot³ angeht: Was wolltest Du da jetzt genau mit vervollkommnen? Das wäre »getrollt«? Ja, sicher. Aber ich habe hier Root-Rechte.

    P.S. Und wenn ich mir gerade ansehe, wie das Karlchen bei seinem letzten »Artikel« hyperventiliert, bin ich ihm auch wieder gut gesonnen. Ich sach da auch gar nichts mehr zu. Besser als er selber kann ich das auch nicht. Nur seine Tastatur würde ich gerne mal sehen. Rauchende Colts Strg+C+V Tasten. Tschulldige… ich hör schon auf…
    Pruuuust 🙂

    P.P.S. Und wenn Du ihn mal wieder siehst, sach ihm mal, er soll mich aus der Liste der Flatter-Stammkommentatoren streichen. Das bin ich nun definitiv nicht. Na gut: Alles andere, was er behauptet auch nicht. Aber gerade das kann nun jeder selber sehen.
    Nur der Vollständigkeit halber.

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  16. garfield080 sagt:

    – 1.) natürlich Ansichtssache.
    – 2.) siehe 4 + 5.
    – 3.) wenigstens unter den stehen gebliebenen Kommentaren konnte ich da keinen sehn, der die “Diskussion mit aller Macht verhindern zu versuchte”. Vllt waren unter den gelöschten ja absolut abwegige dabei, das kann ich nicht beurteilen. Ich kann da nur meinem nicht-durchgelassenen Kommentar als Beispiel nehmen – und warum der an irgendjemandes Schmerzensgrenze gehn sollte, wär mir beim besten Willen unverständlich.
    Natürlich mußt du nichts abkönnen, und wo deine Schmerzgrenze ist – hab ich schonmal geschrieben – liegt ausschließlich bei dir. Es ist MMN aber doch ein Unterschied, ob man Sachen löscht, die z.B. ins persönliche gehn, oder einfach nur abweichende Meinungen.
    Auch letzteres wäre selbstverständlich alleine dir überlassen – würde MMN aber nicht gerade von “Sportsgeist” oder Diskussionskultur zeugen.
    Was das Hausrecht angeht – wenn du auf Karls Beispiel mit dem Gasthaus anspielst, seh ich das auch eher so wie er. Wer eine Private Runde haben will, sollte seinen Blog “privat” machen & Passwörter vergeben. Es spricht ja nichts dagegen, Online-Freundschaften zu pflegen, man sollte aber alle (Stichwort) Gäste möglichst gleich behandeln, die mit Lesen & Reflektieren & Texten auch ihre private Zeit investieren, und wer jedem Leser schlechtes unterstellt, ist beim Bloggen MMN fehl am Platz.
    Vllt sollten sich einige Blogger auch mal in die Situation der Leser versetzen, die nicht weniger “Schmerzgrenzen” haben. Und wenn man eben diese private Zeit investiert hat, an einer Diskussion ernsthaft teilnehmen will & fürs texten etc wiederum Zeit investiert – um dann einfach so abgewürgt zu werden – kann das schon ziemlich auf den Sack gehn, milde gesagt.
    Zur Moderation von Klaus Baum – er moderiert ja erst seit kurzer Zeit, weiß aber daß er vorher ziemlich tolerant war. Ich hab den nicht im Vergleich zu dir oder Max gesetzt, sondern als eines der 3 Beispiele aus dem Text.
    – 4.) Vielleicht gefallen die mir ja. »[…] … entscheidet halt der Blogchef.« Ja.
    jetzt weichst du aus… “Getrolle” definiert sich über den Inhalt, nicht den Absender. Wenn du erst auf den Absender schauen mußt, ob es getrollt war oder nicht, war es eben kein Getrolle.
    Oder es liegt allein im Auge des Betrachters – dann gibt es aber ebensowenig einen “Troll”, wie eine Frau eine ‘definitive Schönheit’ ist, nur weil ihr Aussehn deinem Geschmack entspricht.
    Statt denjenigen als “Troll” zu diffamieren, kann man ihm dann aber auch geraderaus sagen, daß man ihn einfach nicht abkann.
    – 5.) da gibts für mich nix zu besprechen, hat sich für mich erledigt. War nur mal ein Beispiel fürs inflationäre Gelösche. Ich nehm mal an, “Vera” ist eine Freundin von dir – war mehr eine rhetorische Frage, brauchst dich gar nicht dazu zu äußern.
    Aber wenn es eine objektive Definition von “Getrolle” gibt – wie in deinem Link z.B. – müsste es ja eigtl auch für Dritte möglich sein, das zu beurteilen.
    Allgemein ist jeder Gelöschte Beitrag aber grundsätzlich schon “getrollt” – das ist so, als ob jeder, der seine Stelle aus betriebswirtschaftlichen Gründen verliert, vom Chef als Blaumacher diffamiert würde.
    Kurz gesagt: Das wird “Troll” hat mittlerweile den selben Informationswert wie “Verschwörungstheorie”. Nenn ihn Troll und fertig, keine Argumente mehr nötig.

    und zu meinem Screenshot³ – da hab ich mir bloß einen Spaß erlaubt.

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  17. pantoufle sagt:

    »und warum der an irgendjemandes Schmerzensgrenze gehn sollte, wär mir beim besten Willen unverständlich.«
    Ich habe eben noch mal die stehengebliebenen Kommentare gezählt. Also wenn ich mich nicht vertan habe, fehlen da 2 oder 3 und ob der Zähler bei WordPress jetzt die gelöschten Kommentare berücksichtigt, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Jetzt verlang bitte nicht, daß ich mir das alles noch einmal durchlese… ich hatte beinahe schon damit begonnen, weil Karlchen etwas von Menschenverachtenden Meinungen faselte, die ich dort hinterlassen haben sollte. Aber jetzt all den Kram noch mal durchlesen habe ich wirklich keine Lust.
    Wie ich schon sagte: Das ist Sache der Opalkatze.
    Das mit dem »Sportsgeist« ist ein guter Punkt. Eigentlich habe ich gar nicht soviel Probleme mit »Persönlichem«, so wenig wie mit anderen Meinungen. Einige Kommentare habe ich jetzt stillschweigend gelöscht: Das kann man kritisieren – ich würde mich nicht darauf festlegen, das ich das in der Form immer wieder machen würde. Das war eine Bauchentscheidung.
    Dieser Entschluss hatte sehr viel damit zu tun, wie Karl auf seinem Blog mit anderen Leuten umgeht. Ich empfinde es als völlig indiskutabel. Flatter, Susanne, daMax, Kritik und Kunst… das ist vollkommen würdelos. Du bist anderer Meinung? Die sei Dir gelassen, aber da werden wir keinen gemeinsamen Nenner finden. Was ich da sehe ist ein Krankheitsbild, keine Diskussion. Deswegen habe ich »gesperrt«, dazu stehe ich.
    Ins Persönliche gehen – um jetzt bei Karl zu bleiben: Äh… Verzeihung: Wer wird hier persönlich? Da könnte man noch ganz anders als in meiner kleinen Glosse und läge immer noch goldrichtig. Das ist mit der Schrotflinte ein Zeppelin am Boden treffen. Nix Tontaube.

    Ich weiß nicht, wie alt Du bist. Für meinen Teil habe ich mit Computern angefangen, als die Dinger noch von Sinclair kamen und ZX80 hießen oder Apple ][. Kommentierenderweise habe ich mich durchs usenet gelebt und erst ganz, ganz viel später diesen Blog gemacht. Kommentiert habe ich genug – lange genug, um zu wissen,was Du meinst. Dein Blog ist, wenn ich das richtig sehe, ja eher noch in der Planungsphase – lass uns das Thema doch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben… nach Deiner ersten Trollattacke (oder wie immer Du das dann nennst). Dann darf die Rede auch gleich auf das »Hausrecht« kommen: Du kannst da jetzt auf mich einreden wie auf einen toten Gaul – ich habe dazu meine Meinung und die habe ich mir nicht vor 2 Minuten aus den Fingern gesogen (was ich Dir hier auch nicht unterstelle) – will sagen: Ich habe gründlich darüber nachgedacht. Nach Möglichkeit behandele ich alle Gäste gleich – die Manieren dieser Gäste schwanken allerdings gelegentlich.

    »jetzt weichst du aus… “Getrolle” definiert sich über den Inhalt, «
    Ein Missverständnis: Ich meinte dabei den Inhalt, nicht die Personen.

    (Troll) Stimmt! Der Begriff ist inflationär. Früher waren die besser 🙂 Ja, ich nenne Karl einen Troll. Das ist gemessen an dem, was ich von ihm halte, äußerst zurückhaltend und freundlich. Wenn jemand wissen will, warum ich das mache, empfehle ich seinen Blog zu besuchen. In meinem Bekanntenkreis findet sich niemand, der das anders als kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen würde. Wenn Du meinst, daß wir damit alle falschliegen, umgebe ich mich wohl mit den falschen Menschen. Damit muß ich dann leben.
    Aber es könnte ja immerhin sein, daß Du gar nicht von Karlchen redest: Dann muß ich gestehen, daß ich nicht weiß, wovon Du redest.

    Herr Karl:
    »Aus aktuellen Anlass erscheint jedoch morgen eine Art “Zwischenbericht”: Meine Geschichte von meinem Rauswurf (wegen unbequemen Fragen und Hinweisen auf Widersprüche) beim Feynsinn bis heute. Deshalb, weil es hier viele Neuleser gibt und weil die von mir Kritisierten beginnen, die Geschichte zu ihrem Vorteil umzubiegen.
    Wie gewohnt werde ich für jeden meiner Sätze die entsprechenden Quellen bereithalten.
    «

    Wird Flatter weinend vor Scham Karlchen um Vergebung anflehen? Werden daMax und Pantoufle doch noch ein Paar? Zeigt Frau Gerdom Mitleid und redigiert dieses unleserliche Geschreibsel?
    Schalten Sie also auch morgen wieder ein, wenn es heißt: Der rasende Zwergpudel schlägt zurück!

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    • garfield080 sagt:

      ich hab ehrlich gesagt nicht unbedingt vor zu bloggen. Als Klaus Baum mit seiner Moderation noch in der “Experimentierphase” war, ging das nur über Anmeldung, WordPress, twitter oder f-Book. Da ich auf die andern beiden gut verzichten kann hab ich halt wordpress genommen.

      “Garfield” ist halt ein ziemlich häufiger Nick, hat also den nützlichen Nebeneffekt daß ich jetzt einen “festen” Avatar hab

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  18. R@iner sagt:

    Zum Thema “trollen” im Allgemeinen trafen sich letztes Jahr ein paar Leute auf der ersten “TrollCon” im “RaumZeitLabor”. Unter “Tom Poljanšek – Trolling als negative Pädagogik – RaumZeitLabor – #trollcon12” findet man auf youtube einen recht interessanten Vortrag.

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    • pantoufle sagt:

      Ja, ich hab ein paar Ausschnitte gesehen. Daß man aber auch gleich eine Wissenschaft daraus machen muß… die meisten der Angesprochenen werden es eh nicht verstehen. Als wenn das Thema so viel hergeben würde.

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