Träume in Dollar und Benzin

Jetzt steht es also fest, wenigstens solange, bis der neue Titel vergeben wird: Das teuerste Motorrad der Welt! Es ist…
Nicht, daß die Wahl eine vollkommene Überraschung gewesen wäre. Die absurden Summen, die für die trivialsten Gegenstände bezahlt werden, lassen einen abstumpfen. Der BH von Prinzessin Diana (gebraucht, aber unblutig), Adolf Hitlers Schreibmaschine oder nur ein stumpfsinniger SUFF SUV von Porsche. Man glaubt gar nicht, wofür die Menschen Beträge ausgeben, von denen sich andere ein Haus kaufen würden. Um bei letztgenanntem Beispiel zu bleiben: Und sich damit auch noch in der Öffentlichkeit zeigen! Nur ein Beweis dafür, wie die Wahrnehmbarkeitsschwelle von Peinlichkeit jeden Tag neu nach oben korrigiert werden muß.

Ich schweife ab. Teure Motorräder! Da wäre natürlich an erster Stelle das eigene zu nennen, das einem das teuerste Motorrad der Welt ist. Eine Einschätzung, die sich beim fälligen Verkauf schnell in Luft auflöst. Teuer sind vor allem neue Motorräder. Wenn ihre Hoheit von und zu BMW mal wieder einen neuen Nobel-Hobel unters (betuchte) Volk wirft: 21 Zoll-Touchscreen mit Navi und allen relevanten Bedürfnissen des Motorrades auf einen Blick, Einparkhilfe, Ayurveda-Einspritzung und Frischluftventilator. Dann wird’s teuer.
Oder wenn ein Wahnsinniger Friedel Münch dazu überredet, noch einen finalen – Mach es Friedel! Nur noch ein mal! – Rennwagen auf zwei Räder zu setzen. 265 PS ohne Nachbrenner, 11° maximale Schräglage bei 9 Zentnern Gewicht; schwerste Handarbeit fordert eben ihren Lohn.

Aber natürlich ist es nicht das, was man sich unter wertvoll vorstellt. Dann muß es schon gut abgehangen und wenn möglich im Barrique ausgebaut sein. Man nennt es dann auch rollende Legende. Pantoufles Vorstellung von teuerstem – oder besser: Wertvollsten Motorrad der Welt – hier in einer ganz persönlichen Hitparade, die durchaus einseitig ist.

Platz 3: Die Böhmerland

Mirek256, Wikipedia

Mirek256, Wikipedia

Motorrad einmal ganz anders. Die Böhmerland ist nicht wie andere Motorräder, sondern wie eine Böhmerland. Das liegt nicht allein an den torpedoförmigen Tanks über dem Hinterrad, der Vorderradschwinge mit dem… hmmm, was ist das eigentlich? Irgend etwas zwischen geschobener Kurzschwinge und Parallelogramm oder der schönen Aussicht des Fahrers direkt auf die Kipphebel des gewaltigen 600ccm Einzylinders. Der Erbauer scheint über den Yachtbau zum Motorrad gekommen zu sein und eisern nach der Regel »Länge läuft!« konstruiert zu haben. Das (kurze!) Modell hatte einen Radstand von 2,2m bei einer Gesamtlänge von ca. 3,20m. Die FJ des Verfassers, die nicht unbedingt als zierlich gilt, kommt mal gerade auf 2,30m über alles. Wie gesagt: Das war die kurze Version, auf der nur zwei Personen Platz hatten. Es gab auch Dreisitzer und die Militärversion mit noch einem weiteren Sitzplatz. Und damit alle Fahrgäste etwas zu tun hatten, spendierte der Erbauer dann auch gleich ein zweites Getriebe. 2 mal Stormy-Archer a` 3 Gänge macht 9 Fahrstufen. Man muß sich nur absprechen.
Albin Hugo Liebisch, Schlosser, Konstrukteur und Fabrikbesitzer, baute zwischen 1925 und 1939 in der damaligen Tschecheslowakei ca. 3000 Motorräder, die auf den Namen Böhmerland hörten. Nach dem Einmarsch der Faschisten mußte Liebisch seine Fabrik schließen. 1945 wurden er und sein Sohn in ein Konzentrationslager verschleppt, was die beiden hauptsächlich durch die überragenden technischen Fähigkeiten Liebisch überlebten – sie reparierten Wehrtechnik.
Vom technischen Verständnis und der hohen Handwerkskunst dieses begnadeten Technikers zeugen die verbliebenen etwa 75 erhaltenen Exemplare, von denen noch etwa die Hälfte fahrtüchtig auf den Straßen rollt.

Platz 2: Brough Superior SS100

800px-Brough_Superior_of_T.E._Lawrence

Joe MiGo, Wikipedia

Manchmal sind es nicht nur die Motorräder, sondern auch die Fahrer, die einen Nimbus ausmachen. In diesem Fall verbindet sich der Name des Herstellers untrennbar mit T.E. Lawrence oder auch bekannt als Lawrence von Arabien. Lawrence war alles mögliche in seinem Leben – man sollte ihn der Einfachheit halber als Abenteurer sehen. Einer dieser (englischen) Spezies, die mit dem Niedergang des Empire ausstarben; ob nun zum Segen der Menschheit oder nicht soll hier nicht Gegenstand der Betrachtung sein.
Was er aber auch – und nach Pantoufles Ansicht in erster Linie – war, ist ein klassischer Biker. Sieben Brough soll Lawrence besessen haben, mit denen er die Straßen Englands unsicher machte. Sieht man sich die Straßen dieser Zeit an, kann man sich leicht vorstellen, daß das mit gut 70 PS und der Garantie, daß jedes Modell mindestens 100 mph (161 km/h) schnell wäre, ausgezeichnet ging.
Ein Rolls-Royce unter den Motorrädern sollte es sein! Ein Anspruch, mit dem man auch in der Öffentlichkeit warb und der voraussehbar den Unwillen des Autofabrikanten erregte. Nachdem man die Brough einer genaueren Begutachtung unterzog, soll Henry Royce allerdings zugegeben haben, daß sich das Motorrad durchaus mit den Produkten aus Manchester vergleichen ließe. Und damit spielte er nicht nur auf den exorbitanten Kaufpreis an. So jedenfalls die Legende!

Eigentümlicherweise beläuft sich die Produktionszahl der von Brough gebauten Maschinen auf ziemlich genau die selbe Stückzahl wie die Böhmerland, allerdings in einem Produktionszeitraum von 1919 – 1940. Noch heute strahlen diese Motorräder Kraft und Zuverlässigkeit aus, gebaut, um gefahren zu werden und fernab jeder musealen Ausstrahlung.
T.E. Lawrence starb 1935 nach einem Unfall mit einer SS100 bei dem Versuch, einem Fahrradfahrer auszuweichen. Nach dem abenteuerlichen Leben des Offiziers, Spions, Schriftstellers und Archäologen konnte man sich natürlich nicht mit einer so trivialen Todesursache abfinden und es geistern seit damals die verschiedensten Verschwörungstheorien über seinen Tod durch die Gemeinde.
Motorradfahrer – die von damals und die heute – wissen aber, daß so etwas passieren kann. Ein ganz simpler Unfall.

Platz 1: Hildebrand & Wolfmüller

Joachim Köhler, Wikipedia

Joachim Köhler, Wikipedia

Den Blick prüfend nach den Vögeln, den Bäumen, um die Windrichtung und seine Stärke zu erfassen, ein kurzer Anlauf und er fliegt. Nicht weit, aber zum ersten Male in der Geschichte sieht man einen Menschen fliegen, kann es photographieren und seine Bücher über die Fliegekunst lesen. Otto Lilienthal macht die ersten als gesichert geltenden und kontrollierten Flüge der Menschheit. Gleitflüge, denn Motoren zum Fliegen gibt es noch lange nicht.
1894: Der Beginn der Dreyfus – Affäre in Frankreich, die Tower-Bridge in London wird für den Verkehr freigegeben und die Serienfertigung von Motorrädern bei Hildebrand&Wolfmüller beginnt.
Queen Victoria feiert in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag und ist damit bedauerlicherweise etwas zu alt, um noch als erste Biker-Queen in die Geschichte einzugehen. Das überläßt sie ihrer Ur-Enkelin Elisabeth II.

In den späten 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wird bei Abrissarbeiten eines alten Postgebäudes ein halb zerfallenes, auffällig großes Paket gefunden. Inhalt: Ein vollständig erhaltenes Exemplar der Hildebrand & Wolfmüller. Der Besitzer hatte 1895 bestellt, aber niemals abgeholt. Über die Gründe ist nichts bekannt. Nur daß ihm dadurch viel Ärger und Enttäuschung erspart blieb, darf als gesichert gelten.

Auf der einen Seite war dieses Motorrad seiner Zeit in vielen Dingen voraus. Wenn man nicht allzu genau hinsieht, besitzt es einige durchaus modern anmutende Konstruktionsmerkmale. Einige andere waren es nicht: Der Uraltwitz mit der Kolbenrückholfeder wird sich auf dieses Motorrad beziehen – es hatte nämlich tatsächlich eine! Auch die Kraftübertragung des Kolbens direkt auf die Hinterradnabe ohne den Umweg über Kurbelwelle und Getriebe mutet nicht nur rustikal an, sondern ist es definitiv. Da sprach die Dampfmaschine noch ein gewichtiges Wort bei der Konstruktion mit! Auch die Glührohrzündung mit Oberflächenvergaser war schon damals nicht mehr Stand der Technik; bei einem Auto eventuell gerade noch zu tolerieren – bei einem Motorrad, wo der Fahrtwind die Zündung ausbläst…? Das dieses Fahrzeug zudem ohne Kupplung auskam, versteht sich von selber.

Erst aber war da die Begeisterung der Kunden, mit 2,5 PS die 60 kg Lebendgewicht auf sensationelle 40 km/h zu beschleunigen. 1488 ccm / 4-Takt aus zwei Zylindern mit Verdampfungskühlung lassen auch heute noch aufhorchen. Damals war es eine kleine Sensation. Der wagemutige Teil der Menschheit orderte und der Hersteller kam den Bestellungen kaum mehr hinterher.
Mit den Beschwerden von den Bikern der ersten Stunde ebenfalls nicht. Die Art der Zündung und Gemisch-Erzeugung war nicht nur veraltet, sondern auch gefährlich. Der Motor ging gelegentlich aus, so es auch nur leicht bergauf- oder ab ging – wenn die Fuhre nicht gleich in Flammen aufging. Diese Gefahr bestand durchaus sowohl bei einem Sturz wie auch beim Anlassen der Maschine. Nur ein heftiger Fahrtwind verminderte dieses Risiko.
Das Publikum wollte zwar auf zwei Rädern fahren, aber nicht um jeden Preis. Schon ein Jahr nach Produktionsbeginn zeichnete sich der Konkurs ab.

Nach konservativen Schätzungen wurden in den zwei Jahre der Fertigung 800 Stück Hildebrand & Wolfmüller in Deutschland und Frankreich geordert und vermutlich auch hergestellt. Einige davon sind sogar erhalten – von denen es keine zwei Exemplaren gibt, die gleich gebaut sind.

»Es war etwas Übernatürliches in der Art, wie sie vorwärtssprang, und wer konnte mir sagen, ob sie nicht jeden Augenblick durchgehen könnte wie ein Pferd. […] Ich dachte daran umzukehren, aber, um die Wahrheit zu sagen, ich konnte nicht wenden. […] alles, was ich tun konnte, war, geradeaus zu steuern.«

H. O. Duncan

So wie dem ehrenwerten Motorradtester H. O. Duncan ging es Generationen von Bikern nach ihm, jedem Fahranfänger ist dieses Gefühl vertraut. Aber einer mußte der erste sein und einer der ersten war die Hildebrand & Wolfmüller.
Deshalb für mich die Nummer 1 und nicht zu schlagen.

Ach, da war doch noch etwas! Das teuerste Motorrad der Welt! Es ist vor ein paar Wochen gerade versteigert worden. Es ist die »Captain Amerika«, der originale Harley-Davidson Panhead-Chopper aus dem Film »Easy Rider«. 1,62 Millionen Dollar hat er seinem Vorbesitzer eingebracht. Die Redaktion enthält sich hierbei jeder Wertung: Sowohl über den Preis wie auch über das Fahrzeug. Man kann sich zwar dunkel daran erinnern, den Film tausende Male gesehen, jedes Mal ein anderes Bruchstück im Gedächtnis behalten zu haben, aber was unter dem Strich hängenblieb, war der unbedingte Wille, es mit dem Motorrad zu machen. Und jeder, der sich auf die Suche danach begibt, findet sein eigenes, ihm teuerstes.

War es das erste Mädchen oder das erste Bike, das den größeren Eindruck hinterließ?

Zum Glück weiß ich es nicht mehr.

The Vintagent, Paul d'Orléans

The Vintagent, Paul d’Orléans

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0 Kommentare zu Träume in Dollar und Benzin

  1. Joachim sagt:

    The Vintagent? Daher kommt der Name Kackstuhl?

    BMW? Zwiegespalten, meist nicht schön, doch sicher keine schlechten Bikes. Zu teuer in Wartung und Anschaffung. Es gibt Besseres für’s Geld.

    Friedel Münch war sicher ein Pionier, Brough Superior SS100 hat was (ist eines der teuersten Motorräder der Welt) und Hildebrand & Wolfmüller ist genial (für die Zeit). Die Winchester 6 HP hast Du “vergessen” – aber man kann sie ja nicht alle nennen.

    Schöner Artikel (schön in dem Sinn, dass es mir Spaß gemacht hat das zu lesen und “nachzuschlagen” – so geht Internet ;-).

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    • pantoufle sagt:

      Moin Joachim

      Vintagent: eine von mir besonders geschätzte Webseite, die von Paul d’Orléans betrieben wird. Ein großartiger Photograph nebenbei, wie man auf http://mototintype.com/ bewundern kann.

      Wie ich bereits sagte: Die Auswahl der Motorräder ist so speziell wie persönlich. Da hätten sich auch noch andere Schätze gefunden: Meine unvergessene Panther 98 mit Starr-Rahmen, Parallelogrammgabel und Handschaltung mit Hebel am Tank. Oder die Mars Stella 150ccm, mit der ich Berlin unsicher machte… ach!
      Meine R25! Damals baute man bei BMW noch Motorräder, die zweifelsfrei als solche erkennbar waren. Das änderte ich mit Hochlenker, Tropfentank zweifelhafter Provenienz, poliertem Motor, vorverlegt und tiefer, SchwerterTittenWalhalla- Airbrush, Honda-Tüte (450/ K0?) und selbstgestricker Sitzbank. Der Dampfkesselprüfer und ich schlossen Freundschaft fürs Leben! Progressiver Wurstblinker? Das war Jahre davor, sach ich nur!
      Nach Jahrenden fand sich ein Photo des Werkes in sehr bunt und meine Damalige fragte mich ganz streng: »Hast Du?« und sie meinte keine Kondome und ich nickte ganz schämig. »Ja, aber ich war sehr jung…«.

      Was nun die Böhmerland ist, so habe ich (Jugend, süße Jugend) einer Museumswächterin einmal erklärt, was da hinter der Absperrung lagert. Das wußte sie nämlich nicht. Sie war auch daran durchaus interessiert und seither hatte ich ein besonderes Verhältnis zur Marke Böhmerland. So einfach ist das manchmal im Leben!

      Die SS100… ne, das geht jetzt zu weit!

      Wie gesagt: Ich hatte meine Gründe für diese Motorräder und die haben mit ihrem Preis wenig zu tun.

      Ja, das mit dem Internet. Zwar sind die Bilder aus der Wikipedia, der Inhalt ist es weniger. Ich hatte die letzten Tage zwei Bücher von Klacks Leverkus selig geschmökert und da war mir so nach Altöl. Oder höre ich da sanfte Kritik, mehr Links unters Volk zu werfen?

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      • Joachim sagt:

        Chopper, da fällt mir nur zu ein, dass ich als Kind auch kein “Bonanza-Fahrad” – hießen die so? – wollte, auch wenn die ganze Welt das anders sah. Zu dieser Zeit wollte ich ein Motorrad – und zwar ein “Echtes” – falls das Geld nicht für den Porsche reicht. Es hat nicht gereicht und heute, würde es reichen, dann müsste es schon sehr viel sein, dass ich auch noch den Porsche wollte. Alles ist relativ. Die “Musik passt nicht zum Video”. So wie hier (nur dass da das Video aus meiner Sicht nicht zur Musik passt):

        http://youtu.be/rMbATaj7Il8

        Das Poser-bike war auch “nur” eine Harley, viel Captain America, zu viele Sweet, um nun doch noch die gestrichene vorpubertäre “Band” der 70’er, relativ passend zum “Bike”, zu erwähnen. Sweet passt so, wie die BB zu Harley Davidson. Eben gar nicht und das lag in diesem Fall nicht an der BB. Woher Copper und Co. nur das “echte Männ…” Image haben? Vermutlich, weil man in der Kurve so kämpfen muss, damit einem die Straße nicht ausgeht. Nichts daran ist irgendwie funktional. Sieht man einmal von der “Optimierung” auf endlose gerade Straßen durch die Wüste ab. Die haben wir nicht, die wollen wir nicht, die bekommen wir auch nicht rein. Selbst Schönheit ist bei mir anders definiert.

        Ich habe meine Gründe für Motorräder und die haben mit ihrem Preis wenig zu tun. Ich verstehe. Mir PS übrigens auch weniger, auch wenn .. no, lassen wir das.

        Die Jugend prägt wohl.

        Ach ja, die Jugend: Es wäre gut möglich, dass ich sowas wie die Panter TS 98 (??) auch schon gefahren bin. Damals mit 14, ohne Führerschein, ohne den geringsten Schimmer von irgend etwas. An die Handschaltung, den harten, großen Sattel, die ob des Alters ein wenig undefinierte Farbe, den einen Pott und no power erinnere ich mich definitiv. Keine Ahnung, was das wirklich war – niemand hat mir irgend etwas erklärt, nicht einmal die Schaltung. Fahren schon gar nicht. Das funktionierte einfach und der Fahrlehrer meinte viel später: “Motorrad passt dir aber besser als Auto”, zwinkerte mir zu und ab ging es in die Eifel, wo ich dann sehr schnell begriff, dass immer ich es bin, der auf dem Motorrad sitzt und mir das nie jemand abnehmen kann. Jedenfalls war der Fahrlehrer irgendwann weg und ich hatte meinen Spaß mit der kleinen CB-500.

        Mein erstes und zweites und drittes Bike war in schwarz (natürlich schwarz, nur einmal rot/weiß, mal mit, mal ohne Verkleidung!), ganz ähnlich zu dem hier:

        https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/56/Yamaha_XZ550.jpg

        Die lehrten mich den Geruch von Öl – blöde Zylinderdeckeldichtung, blockierendes Hinterrad des Zweizylinders – kein Grund zur Panik! – wenn man sich verschaltet, die wesentliche Bedeutung einer vergossenen CDI, besonders wenn sie nicht funktioniert. Nebenbei noch den Sound, wenn der Krümmer ein Eigenleben entwickelt, wie heiß der dann ist wenn man ihn wieder drauf stecken will und wie man mit dem Hauptständer Funken schlägt. Meine BMW-Abneigung kommt auch aus der Zeit, als ich wegen der CDI liegen geblieben war und ein “freundlicher” BMW Fahrer anhielt, oh Rettung, nur um mir mitzuteilen, dass die XZ das falsche Moped sei. Was für ein kleiner Wicht…

        Ja, BMW-Fahrer: Eine andere BMW hat mich einmal regelrecht verfolgt, ohne dass ich die bemerkte. An irgend einer Ampel meinte der, er würde mich anzeigen – oh nein, Angst – hätte er eine Kamera als “Beweis” gehabt. Ich meinte nur, wie er denn gefahren sei, dass er mich so genau beobachten könne. Kleiner Wicht. Konnte der nicht einfach überholen? Ich glaube, das war sein Problem… Jedenfalls kann ich gerne meine (wenigen, sehr zivilen) 30’er-Knöllchen vorzeigen. So schlimm kann meine Fahrweise nicht sein… Außerdem habe ich ehrlich kein Interesse daran, die von irgend wem beurteilen zu lassen. Nicht nach… nein lassen wir das.

        Sagen wir so: ich habe meine Vorurteile. Ich würde lieber von Vorlieben sprechen. Das kommt, weil ich mein Bike mag. Die Spiegel sind auch wieder fest, jedenfalls so lange das Wetter keinen echten Test ™ erlaubt 😉 So lange dies das einzige Problem ist will ich nicht klagen.

        BMW? Ich mag einige mir persönlich bekannte BMW-Fahrer persönlich nicht so sehr. Und Harley? Nicht das mir die Geschichten ausgehen würden, da waren mal eine Gruppe von Bandidos vor mir … , ich würde die Harley trotzdem, im Gegensatz zu den Bandidos … (lassen wir das), nicht wegwerfen. Doch ich würde sehr lange überlegen, was ich damit tu’.

        Oh! Jetzt wird mir schlagartig klar, wie die custom bikes entstanden sind und warum so oft Harley die Basis ist. Doch ein Motorrad ist für mich kein verlängerter Penis. Am liebsten fahre ich, abgesehen von wenigen ausgesuchten Mitstreitern, alleine auf möglichst leeren, kurvigen Straßen, weit abseits jeder Zivilisation.

        mototintype.com existiert übrigens leider nicht mehr und archive.org liefert keine Bilder auf die Schnelle.

        “sanfte Kritik”? Nein, mehr meine Assoziation und “Freude”, dass die Schrottpresse wieder da ist.

        Was wollte ich eigentlich sagen? Hmm, ist wohl Herrenabend hier…

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  2. lazarus09 sagt:

    btw. Herrenabend …Ich hatte als erstes Oppas NSU Quick , nachdem ich Bein und Windschild abmontiert hatte das Ding Gold Leaf lackiert und das John-Player-Special JPS auflackiert hatte konnte man die fahren ohne sich zu blamieren hahaha, dann kaufte ne 400 Regina meines Jahrgangs Kickstarter links ,wer kommt eigentlich auf so’ne Idee wo doch die meisten Rechtsfüssler sind , egal… warum habe ich Idiot die eigentlich verkauft ? Ach so, zu der Zeit hat mir das Bündel mit dem Mann mit dem Hut besser gefallen. ich war Jung und brauchte das Geld .. für einen AME Rahmen *hust* … ok ok …. was wollte ich eigentlich schreiben, eum .. ich denk nochma drüber nach …

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  3. Thelonious sagt:

    Wenn man euch so reden hört …
    … dann kommt man sich noch richtig jung vor. 😉

    Als ich 15 wurde, “erbte” ich die Ciao von meiner Schwester, die ein paar Monate vorher den Autoführerschein gemacht hatte. Da war die Quickli schon ziemliches Altmetall. Der Pubertierende von Welt fuhr eigentlich eine M5 von Hercules. Natürlich mit P3-Krümmer versehen und einer Übersetzung bei der man zwar anschieben musste. Aber Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 50 km/h Marke waren schon drin.

    Aber für mich war die Ciao auch nur eine Zwischenstation. Mit 16 kaufte ich eine DT 50 M von Yamaha. Ein paar Monate später einen Rennmotor mit 12 PS und vier Wochen später kehrte mich die Feuerwehr von der Straße.

    Als ich 18 wurde hätte ich die R24 wohl ins 19te Jahrhundert datiert. So alt kam mir diese vor. Deswegen kaufte ich eine XT500. Vier Jahre später die Duc. Das war es eigentlich schon (Ein einjähriges Fremdgehen mit einer Egli-K100 sei hier dezent verschwiegen. Den Mistkübel hätte ich am liebsten mit einem LKW plattgemacht.). Eigentlich kann ich gar nicht mitreden. 🙁

    Aber Joachim, den Hang zu großvolumigen minderzylinderten Antrieben kann ich gut nachvollziehen. Wenn es dereinst gelingt, die HR-Maschine eines Lanz ordentlich in ein Motorrad zu verbauen, werde ich einer der ersten sein, die das Teil haben wollen. Einmal “PLOPP” und ich bin in München. “PLOPP, PLOPP, PLOPP, PLOPP” und ich muss bremsen, dass ich im Hamburger Hafen nicht ins Wasser falle. Hat so etwas vom beamen.

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  4. Thelonious sagt:

    Also wenn man euch so liest …
    … dann kommt man sich richtig jung vor.

    R24, NSU Quick. Fred Feuerstein. War das Rad damals eigentlich schon erfunden? 😉 Der Pubertierende von Welt fuhr in meiner Jugend eine Prima5 von Hercules mit P3-Krümmer. Ich hatte nur eine Ciao, die ich von meiner Schwester geerbt hatte. Mit 16 schwang man sich auf ein Leichtkraftrad, weil die KKR in der Versicherung unverhältnismäßig teuer waren. Ich hatte eine DT 50M mit einem 12 PS-Rennmotor. Da sahen die Leichtkrafträder dann alt aus. Und meine Versicherung war wesentlich billiger. Irgendwann hat mich die Feuerwehr von der Straße gekehrt. Mit 18 folgte dann eine XT500. Vier Jahre später die Duc. Das war es aber auch schon.

    Übrigens kann ich den Faible für großvolumige minderzylinderte Motorräder durchaus nachvollziehen. Wenn es jemals gelingt ein Lanz HR-Aggregat sinnvoll in einem Motorrad zu verbauen, ich werde es sofort kaufen. Einmal PLOPP und ich stehe auf dem Münchener Marienplatz. PLOPP, PLOPP,PLOPP,PLOPP und am Arc de Triomphe fehlt eine Ecke, weil ich nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Beamen könnte nicht besser sein.

    Mein Vater hat sich jetzt auf seine alten Tage eine Egli gekauft. Ein Dreirad mit Elektromotor. 1kw. Offiziell 6 km/h schnell. Das gleiche Gerät gibt es auch als Board. Da läuft es 45 km/h. Da war etwas zu machen. Jetzt ist Papa zufrieden. Und Sohn zwei offensichtlich auch. Seit ein paar Wochen hält er sich verdächtig oft bei seinen Großeltern auf und fährt auch einkaufen.

    Übrigens Lazarus. Für einen Warhol würde ich mich sogar nur mit BH und Schreibmaschine bekleidet beim SUV_putzen ablichten lassen. Jeder Mensch hat wohl seinen Preis.

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  5. pantoufle sagt:

    *türzuschlag* Ich bin doch nicht zu spät? Entschuldigt, aber ich war noch mit der Karre unterwegs. Einen Kumpel besucht (690 KTM): Eigentlich wollte ich nur ganz kurz wegene einem Termin, aber Ihr wisst ja… wie? …keine Getränke mehr? Da hab ich doch noch zufällig zwei Buddeln… – rot ist den Herren doch recht?
    Thelonious, Du bist doch so nett und machst die mal auf? Hier ist Hebamme… ja, hübsch, nicht wahr? Mein Lieblingsstück, ein Laguiole. Eigentlich wollte ich ja Ebenholz; das war aber aus. Palisander ist aber auch o.k. (Wenn Du nicht zu jung zum weinaufmachen bist, harharharhar!) Ach – sieh da: Das kannste dann doch 🙂

    *tabakrausskram* Ja, doch – das Rad war nicht nur erfunden, sondern schon im täglichen Einsatz und sogar mit Gummi um es rum, damit es nicht so poltert beim Schieben.
    Man hatte bereits lange Haare und konnte nach drüben gehen.
    Ich glaube, Lazarus und ich haben mangels Masse in der selben Art von Hinterhöfen und Schrottplätzen nach versteckten Schätzen geguckt.
    Mann, das waren noch Zeiten! Wißt ihr noch? Mit richtigen Schuttkuhlen, so Müllkippen, wo man noch echt was finden konnte! Quecksilber hab ich mal… das konnte man auf der Hand rollen und dann ist es durch die Finger geglitscht und unten dann wieder zusammen. Wer sich damals mit dem Bonanzarad und einem Fahrradhelm hätte erwischen lassen, der wäre wohl verprügelt worden. Und Mami hätte Zuhause nicht getröstet und den örtlichen Blockwart angerufen sondern hätte »was läufste auch rum wie Ben Hur« gesagt.
    Wobei: Ne Quick im JPS-Renndress – das ist natürlich ganz weit vorne! Emerson Fittipaldi! *seufz*

    Als meine Eltern dann jedenfalls nach Bienenbüttel zogen, so nem kleinen Drecksnest in der Lüneburger Heide, da war da der örtliche Schrottfritze. Der wußte natürlich genau, daß wir keine Kohle und schon gar kein Patent hatten. Der hat aus allen Teilen, die da rumflogen, irgend was zurechtgeschraubt und uns diesen Bausatz dann für teuer Taschengeld verhökert. Hiervon ein Vorderrad, die Gabel sieht passig aus, einen Sitz und den Lenker gibt’s gratis obendrauf. Zuhause passte dann natürlich nix. Weil aber jeder von unserer Bande so einen Modellbaukasten hatte, tauschte man eben solange, bis die Schrauben in die dazugehörigen Bohrungen fanden.
    Vadda hatte natürlich immer einen Ersatzkanister in seinem DS und wenn man das mit Farbverdünner… Spezial, sehr spezial, wenn ihr mich fragt! Ich glaub, die Rauchfahne, die wir hinter uns herzogen war irgendwo zwischen Farbenhändler und Altöl-Sammelstelle.
    Das hat bestimmt noch 10 Jahre gedauert, bis ich mal was kaufte, mit dem man direkt probefahren konnte (ohne Kennzeichen, aber immerhin).

    Dann in Braunschweig hatte ich dann einen Kumpel, der mußte unbedingt Harley fahren. Und dann natürlich auch gleich die Männerversion mit ohne Anlasser und Federung. Ist ja schön und gut, aber dann sollte er mich nicht immer anrufen, wenn er im Winter morgens bei irgend einem Sternchen nach einer großartigen Nacht vor der Türe stand und den Hobel nicht angekickt bekam. Die Gasflasche mit dem Löt-Brenner in den Transit (jawohl! Wir hatten einen Transit und viele Freunde!) und den Kerl gesucht in der bitteren Kälte, damals noch mit echtem Schnee.
    Da stand er dann und wartete – der einzige der nicht fror. Man friert nicht nach dreistelligen Versuchen im oberen Bereich, so eine Karre anzuschmeißen. Irgendwie hat mich das von Harley kuriert, auch wenn ich heute den Eindruck habe, er hat es einfach nicht drauf gehabt. Nach zwei Jahren oder so war das Ding dann auch vom Hof, gegen irgend etwas mit japanischem Anlasser getauscht.

    Ein anderer aus meinem Dunstkreis hatte sein Leben der Firma Horex geweiht. Genauer gesagt der Imperator und versuchte die spätere Produktionsversion auf den Standard zu bringen, wie die Konstrukteure sich das mal gedacht hatten, beziehungsweise der Kumpel dachte, wie das sein müßte. Aus irgendwelchen dubiosen Quellen tauchten dann Zylinderköppe aus, bezahlt mit mafiösem Drogengeld, die die Meister bei Horex mit heiligem Öl höchstselbst gesalbt und jede Kühlrippe einzeln während einer nächtlichen Zeremonie unter gruseligen Gesängen aufgelötet hatten. Kupplungen, die Kraft brachten, Leichtmetallfelgen, die wieder für den Sieg rollten und keiner wußte, woher er den Schrott hatte. Schrott: Der hätte mich füseliert, wenn ich das nur gedacht hätte!
    Um uns herum fuhr das ganze Geschergel aus dem Land der aufgehenden Sonne, während wir den einzigen, den wahren Maschinen hinterherschraubten.
    Wir waren so blöd!

    Na ja, vielleicht nicht blöd, aber enthusiastisch, um es mal ganz, ganz vorsichtig zu formulieren. Jedenfalls kam dieser Typ jeden zweiten Tag mit der ultimativen Geheimwaffe zum anschrauben an, mit der man beliebige Japaner an der nächsten Ampel oder der angesagten Kurve alt aussehen zu lassen konnte. Kurven fürchteten die Japsen damals ja alle und das zu recht. Im Harz konnte man mit fast jeder DKW, die nicht gerade ihre Migräne hatte, den Stolz Asiens versägen. Ich sage nur TONI MANG!(…und der fuhr Kawa, der Sack!)
    Die Zeremonie, mit der er seine Imperator fürs Gefecht vorbereitete, war jedenfalls legendär. Sprit rein ( 2l unbehandelten von der Tanke), die Karre halbwegs warmfahren auf das sie so etwas ähnliches wie Lehrlauf hatte, Motor aus, Warmfahrkerze gegen Wunderkerze tauschen, Sprit mit Einhorn-Sperma (Drogengelder!) verdünnen, halbe Stunde Startversuche, kurz die Warmfahrkerze wieder rein, wieder raus und dann den Kawasaki jagen. Halalie! Man munkelte von 50 PS. Mindestens. Um sein Seelenheil nicht zu gefährden, hat die Wunderwaffe dann auch nie einen Bremsstand gesehen.

    Es fuhren – wenigstens in meiner Erinnerung – viel von dem Altmetall der 50er und 60er Jahre herum. Das war hoffnungslos den Japanern unterlegen, die es gerade geschafft hatten, Motorräder als Freizeitgestaltung unters Volk zu bringen. Als letzte Bastion versuchten die verbliebenen Engländer dem noch etwas entgegenzusetzen, aber die Fabriken dort arbeiteten ja nur von Mittwoch bis Freitag Vormittag (wenn kein Streik dazwischenkam). Die letzte Kontinentalmacht mit dem stilisierten Propeller meinte, daß 45 PS mehr als genug sind und verlor ebenfalls drastisch an Boden.

    Einer aus der Riege fuhr so ein Teil. Natürlich nicht eine neue, sondern eine 69S. Und natürlich die Version ohne Torsionsdämpfer an der Kurbelwelle! (Was versteht BMW schon von Rennmaschinen?) Der war auch der einzige von uns, der so etwas wie Geld hatte. Brauchte er auch. Wieviele Getriebesätze und zerstörte Motoren der im Schweiße seines Angesichts umgeschraubt hat … alttestamentarisch, eine Strafe, dieses Krad! Solange sie lief, war sie echt konkurrenzfähig, aber selten länger als 500km mit dem selben Teilesatz. Armer Irrer!
    Ich hatte auch BMW, die besagte R25. Die gabs damals noch in billig und wie Lazarus träumte ich den AMG-Traum, zu dem es nie kam. Zu Glück, würde ich mal sagen, weil das, was damals mit diesem Rahmen herumfuhr, zum Teil mehr als grenzwertig war. 6-Zylinder Hondamotor in einem Chopper? Kinder… also wirklich!
    Weniger eine Frage der Erbauer, sondern der Dampfkesselprüfer. Außerdem wollte ich sowieso was englisches – wozu es übrigens auch nie kam. Ganz klar eine Frage des Geldes. So mußte die BMW auch irgendwann weg. Ob dafür, daß ich die ausstehenden Mieten bezahlen konnte, was zu Fressen oder…? Ich weiß es nicht mehr. Mit der Yamaha XS bin ich auch ganz glücklich geworden. Fast eine inverse Norton: Zuverlässig schlechte Straßenlage.

    Also ein Glas nehme ich noch und dann muß ich aber wirklich! Morgen früh noch was mit einer Rechnung klären, beim Steuerberater vorbei… der älteste, der neulich bei mir mitfuhr, meinte, es wäre ihm noch nie aufgefallen, daß die Autos auf der Straße alle stehen würden. Aus so einem Blechkäfig würde sich das immer alles ganz anders darstellen. Ja, mein Sohn! Als ich so alt war wie Du… da hatte ich auch diesen Traum. Ein Rudel rebellischer Insekten mit Helm und schwarzem Leder. Und ich bin damit alt geworden.
    Gute Nacht allerseits! Ist wirklich gut, in Eurer Gesellschaft!

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    • lazarus09 sagt:

      Ja der Mangel an Masse , pantoufle ich glaube wir hätte Gesprächsstoff für etliche Abende und mehrere Runden Bölkstoff Hahaha 😀
      Bonanzarad ..Helm 😀 ..Mann Junge wir waren Helden .. Rollschuhe mit Eisenrädern ..verstellbar anzupassen ans Alltagsschuhwerk, so das sie auch den Geschwister passen, das olle Hof Miele-Fahrad, 3 Nummern zu gross ,mit dem der Oppa schon in seiner Jugend.. Gummiklotzbremse über Gestänge auf’s Vorderrad, bei Regen Bremswirkung nahe Null, Helm, Protektoren Pfft … Grind , abgeschürfte Knie und Arme sowie blaue Fingernägel weil mit dem Hammer daneben gehauen und blaue Flecken waren der natürliche Körper Schmuck … was Zeiten 😀 ..egal

      BMW B-M-W !! …die straft ihre Käufer mit Sisyphusarbeit ich hatte kurzzeitig die blechgewordene Schüttellähmung R60 .. von einem G.I ,[ hab viel mit den Amis rumgehangen,Autos und Mühlen gepimt, Marlboro und Jim Beam etc. geschrottelt .. ok ..ok egal ] Kontermutter oder Selbst-sichernde ,Loctite, Körnerschlag oder alles zusammen ein muß , Duplex-Trommelbremsen vorn.. FAaaaaaaaaaaaading Schiebervergaser Bing verstellt sich gerne und oft, sowie die Schaltung mit akustischer Rückmeldung denn flottes runterschalten ist der Tod das eh kurzlebigen Getriebes .. btw…mein Ältester ,BMW , muß spätpubertärer Protest sein … lassen wir das *rolleyes*

      Achso in den AME Rahmen kam ein 900 Kawa Motor mit immerhin 79 Gäulen, den bekam ich für Kleines von einem bekannten Teileversorger mit Gedächtnislücken, meint der konnte sich nie so genau erinnern wo der Kram ..egal..

      Steuerberater … aiaiai

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      • pantoufle sagt:

        Kawa 900? Das war ein sehr geiler Motor, viel besser als das Geschärgel, was Honda in Form der Bol d’Or dem entgegenzusetzen hatte. *seufz* Ich weiß das – in meiner Egli steckt so eine Fehlkonstruktion. 95 PS soll der angeblich haben; einfach nur lachhaft: Bhp mit Lachgaseinspritzung… dann vielleicht in der Nähe von 80. Du weißt nicht zufällig jemanden, der noch einen 1100er Bol d’Or rumliegen hat, der vor sich hingammelt? Der vibriert einem wenigstens nicht die Fingernägel aus den Handschuhen.
        Oder ich schreib den alten Egli mal an, ob man da mit den Austauschplatten nicht auch was anderes einbauen kann. Wäre allerdings schade, weil ich für Honda die passenden (gutklingende) Egli-Anlage habe.

        Da darf man gar nicht drüber nachdenken, wie wir groß geworden sind! Bei unseren Müttern scheint es sich um eine andere Spezies gehandelt zu haben – oder die neue Generation ist von einem anderen Planeten. Wahrscheinlicher. 34 Semester Betroffenheit studieren, Fernlehrgang für Gender-Mystik und Vollkasko. Eine ziemlich üble Brut.
        Fahrräder, Abenteuerspielplatz Wald, Schuttkuhle und Pausenhof – wir waren 5 Kinder und haben pro Woche mehr Blut vergossen als heutzutage auf einer Demo gegen Nazis fließt. Wenn die Frau Mama sich darüber aufgeregt hätte…

        Mit BMW bin ich nie so richtig warm geworden. In meiner – kurzen – Lange-Gabel-Zeit fand ich die R25 sehr geil; ich hab mich allerdings schon damals gefragt, warum BMW eigentlich nie einen 500er Single gebaut hat. Für mich war diese Firma eine, die nach dem Krieg mit Ingenieurskunst, aber nie mit Herzblut gebaut hat. Vielleicht lag es daran, daß sie lediglich »auch« Motorräder verkauften. Das war bei Norton, Guzzi, Ducati und all den letzten ihrer Art vielleicht anders, mußte anders sein.
        Ich bin ja nun lange mit der XJ 900 rumgefahren, davor mit der VFR (RC24). Ganz unterschiedliche Karren, unterschiedliche Charaktere: Aber eben Charakter! Und was die Honda betrifft ganz große Ingenieurskunst. An dem Motor zu schrauben war immer ein Vergnügen, nachdem man ihn erst mal kapiert hatte. Dabei habe ich langsam ein anderes Verhältnis zu den Japanern entwickelt … die können nämlich wirklich was.
        BMW heute: Das sind arrogante Streber. Aber ich muß gestehen, daß es eine gibt, mit der ich auch mal möchte: Die R nine T.
        BMW hat das kapiert mit dem Blut. Da gips ein Video, da haben sie sehr genau (bis aufs i-Tüpfelchen) bei den Wrenchmonkees aus Dänemark gekupfert; aber nicht schlecht, nicht schlecht 🙂

        Hier mal das Original von den Wrenchmonkees, solte das jemand nicht kennen.

        Und hier hat sich BMW die Musik gezogen

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        • lazarus09 sagt:

          Moin pantoufle … was ist mit einem aus ner CB1300 F3..müßte irgendwas um 85kw haben …? Den hat mir unlängst einer angedient [ EZL.2002/3 irgendwas um 40k auf der Uhr ] den könnte ich ma anrufen .. ?

          ride free mein Lieber ..;-)

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  6. Tilla sagt:

    Ich will ja nicht stören… und vor allem auch nichts weg trinken, aber ich hatte eine rote Vespa. Und ich könnte mich heute noch in den Allerwertesten, ach, lassen wir das.
    Gerade gestern träumte ich wieder von der Moto Morini, die damals, lang ist es her, meine Begierde erweckte… ich durfte sie nie mein eigen nennen, ich bin wohl als HUngerkünstlerin geboren worden 😉

    In der Nähe von Bienenbüttel hab ich übrigens auch mal gewohnt.
    In Kiel auch eine Weile.
    Mit der heiligen Horex und dem dazugehörigen Bölkstoff – ERfinder und seinen Kumpanen habe ich ganz spezielle Erlebnisse verknüpfen dürfen. Die erzähle ich aber hier nicht. So als Frau bei einem Herrenabend.

    Bin auch schon wieder weg.

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    • pantoufle sagt:

      Ach, die Tilla – versucht sich dem Herrenabend anzuschließen, ohne Geheimnisse zu verraten. Damit wäre zu beweisen, daß Frauen den tieferen Sinn von Herrenabenden nicht verstanden haben. Der besteht nämlich in vorderster Linie darin, ab einer gewissen Uhrzeit einen Satz mit »und wißt Ihr eigentlich, wie das damals tatsächlich gewesen ist?« zu beginnen.
      Aber nun bist ja noch neu hier und jung an Jahren, lang an Haaren und sowieso Frau von Kopf bis Fuß, also darfste das erst mal.
      Aber schreib es Dir hinter die Ohren!

      Moto-Morini wollte ich auch mal. Bis mir dann auffiel, daß die nur 350ccm hatte. Das hat meine Begeisterung nachhaltig gedämpft. Das war ein Konstruktionsfehler: Das hätte in einem der Zylinder stattfinden sollen, nicht in allen.

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      • Tilla sagt:

        Ich gebe zu, ich habe noch zu lernen. Ob ich Besserung gelobe, kann ich aber noch nicht sagen. Bin ich doch die Weibernachmittage gewöhnt (nun ja, schon lang nicht mehr, aber wir wollen ja nicht sentimental werden. Oder wollen wir?) – da fangen die Tratschereien nämlich mit “Erinnerst Du Dich an den Typen…” – und das wollte ich der illustren Runde nun wirklich nicht zumuten.

        Die 350 passten mir gut in den Kram, schön kuschelig, was für Meedchen eben – aber es kam ja nie dazu. seufz.

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        • Thelonious sagt:

          Hätte ich das mal vor vier Jahren gewusst. Da habe ich eine für meinen Sohn hergerichtet. So als Lernfahrzeug mit Stil. Aber der junge Herr zog es vor, Auto zu fahren. Dann habe ich sie wieder verkauft. Der Käufer ging mir danach wegen jeder durchgebrannten Blinkerbirne auf den Geist. Der hatte sie gar nicht verdient. Denn schön zu fahren war sie und sehr elegant.

          Übrigens hatte die 3 1/2 auch eine große Schwester mit 500 kubik und knapp 50 PS.

          Wäre mir la carampana nicht quasi auf den Schoß gehüpft, dann hätte ich mir vermutlich die Hacken nach einer Benelli Sei oder einer Laverda abgelaufen. Oder einem Wasserbüffel. 750 Kubik, drei Zylinder, zwei Takte, ein Katastrophenfahrwerk und eine absolute Rarität. Vermutlich lag es am Fahrwerk, dass die Kisten gebraucht nicht zu haben waren.

          Die Weibernachmittage – hier möchte ich mal mit einem alten Vorurteil aufräumen. Männer können das auch. Und hin und wieder machen sie es sogar. So. Das musste raus. Wie der weibliche Teil der Menschheit mit dieser Eröffnung klarkommt, ist nicht mehr meine Sache. Könnte ich gerade mal das Palmoliveschälchen dahinten …? Ich bade so gerne meine Hände darin.

          Ja, ja. Früher war alles besser. Von wegen. Während ich in Freiburg weilte, mietete ich für die Desmo extra ein Garage. Weit weg von der WG. Weil in der damaligen Hauptstadt der (grünen) Bewegung waren Besitz und gare Benutzung eines solchen Motorrades verbunden mit gesellschaftlicher Ächtung. Spießer wäre noch okay gewesen. Aber Motorradfahrer waren Rocker und Rechtsradikale. Oder wenigstens Juristen. Als Fahrzeuge waren nur Züge, Fahrräder, verrostete 2CV oder R4 und im Ausnahmefall ein /8 gestattet. Alles andere war Faschismus pur.

          Stundenlang konnte man ein Mädel becircen. Dann war sie im Zimmer und dann der Helm und die Lederjacke. Jeder Funken erotischen Begehrens war sofort erloschen. Das musste erst einmal besprochen werden.

          Ich hatte eine soo schwere Studienzeit. 🙂

          Und im Pastorenhaushalt wurde also Déesse gefahren. Da hat der Weltgeist aber schwer zugeschlagen.

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      • Joachim sagt:

        Der tiefere Sinn von Herrenabenden? Und Tilla hätte ihn nicht verstanden?
        Okay pantoufle, man könnte anderer Meinung sein. Oder man kann ja nicht immer Recht haben.

        Aber dat mit den 350ccm, das gibt mir schon zu denken. Wegen Hubraum und von wegen, was man nie genug haben kann: Dagegen, Frau, die Beste, fuhr lange eine 125’er Yamaha SR. He, sach nix, das ist ein Motorrad, nur kleiner – und wie zickig die war, boh eh. Wer meint, was für Mädchen, hat sich damit nie abgelegt. Meine Frau, die Beste, tat das jedenfalls nie.

        Na ja, ich … schon … ähm, es war nass, und von rechts, da kam… und außerdem, die schmalen Reifen, Bitumen – ach sch… Weiberhobel, blöder. Und die Beste war echt beinahe sauer. Aber auch ein bischen besorgt… Da sieh mal, wie blau, rot, nach ein paar Tagen gelbbraun. Au, nicht anfassen… Da ist auch noch was… Ahh Uhhh und da auch…

        Okay okay, das war nicht fair. Aber … ihr verratet mich doch nicht? 😉

        Ups, wer steht denn da hinter mir? Aua. Ich soll Euch nix sagen. Na gut, dann sach ich nix.

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