Presseschredder 28.10.2017

Mona schreibt jetzt für die FAZ

Mona, ach Mona! Von der Wetterauer Zeitung ins zweijährige Volontariat und ab 1. April 2016 Eintritt in die politische Nachrichtenredaktion der FAZ. Es gibt auch Aprilscherze, die nicht so gelungen sind. Das ist wohl so einer: »Die rote Hilfe ist die am schnellsten wachsende linksextremistische Organisation«. Noch schneller als die SPD? Oder war es die Alternative gegen Deutschland? Ist ja eigentlich auch egal – extremistisch eben! Das ist schon ein ziemlicher Unsinn, den sich Mona Jaeger da zusammenschreibt. Selbst für die FAZ.
Vermummte Gestalten treffen sich konspirativ zur Einnahme von roten (sic!) Cocktails unter Genossen. Der Erlös des nichtversoffenen dient der Unterstützung von Staatsfeinden. Die Rote Hilfe säuft gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung!

»Sie unterstützt Straftäter aus dem linksextremistischen Spektrum, solidarisiert sich mit ihnen und übernimmt zum Beispiel Anwalts- und Prozesskosten oder Geldstrafen. Voraussetzung: Die Angeklagten distanzieren sich nicht von ihren Straftaten und arbeiten auch sonst nicht in irgendeiner Art und Weise mit den Behörden zusammen.«

Mona

Ȥ 2 Zweck der Roten Hilfe
(I) Die Rote Hilfe ist eine parteiunabhängige, strömungsübergreifende linke Schutz- und Solidaritätsorganisation.
(II) Die Rote Hilfe organisiert nach ihren Möglichkeiten die Solidarität für alle, unabhängig von Parteizugehörigkeit oder Weltanschauung, die in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund ihrer politischen Betätigung verfolgt werden. Politische Betätigung in diesem Sinne ist z.B. das Eintreten für die Ziele der Arbeiter_innenbewegung, die Internationale Solidarität, der antifaschistische, antisexistische, antirassistische, demokratische und gewerkschaftliche Kampf sowie der Kampf gegen Antisemitismus, Militarismus und Krieg. Unsere Unterstützung gilt denjenigen, die deswegen ihren Arbeitsplatz verlieren, Berufsverbot erhalten, vor Gericht gestellt und zu Geld- oder Gefängnisstrafen verurteilt werden oder sonstige Nachteile erleiden.
(III) Darüber hinaus gilt die Solidarität der Roten Hilfe den von der Reaktion politisch Verfolgten in allen Ländern der Erde.

Rote Hilfe

Na ja… lesen und verstehen. Aber das ist nicht Zweck Deiner Übung, nicht wahr Mona? »Die Angeklagten distanzieren sich nicht von ihren Straftaten«.
Das ist – und Du wirst das nach ein paar Semestern Germanistik wissen – ein vollkommen idiotischer Satz.
Eine Straftat liegt vor, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
1. Die Tat muß im Strafgesetzbuch oder einem anderen Gesetz als verbotene Tat beschrieben und mit einer Strafe bedroht sein.
2. Der Täter muß schuldhaft, also bei vollem Bewusstsein, gehandelt haben.
3. Der Täter muß rechtswidrig gehandelt haben, also ohne Rechtfertigungsgründe (z.B. Notwehr bei einer Tötung).
Ob eine Straftat vorliegt, entscheidet das Gericht. Nicht die FAZ; genau genommen nicht einmal der Verdächtige. Wenn sich ein Angeklagter nicht von seiner (angenommenen) Straftat distanziert, nennt man das ein Geständnis. Dann braucht er auch keine Prozeßhilfe – das geht dann alles sehr schnell. Das bekommt jeder Pflichtverteidiger hin.

»und arbeiten auch sonst nicht in irgendeiner Art und Weise mit den Behörden zusammen.«

Damit sind sicherlich die Ermittlungsbehörden gemeint. Auch dafür gibt es ein paar vernünftige Regelungen. Wenn die Verteidigung es für Zweckmäßig hält, muß der Angeklagte überhaupt nichts zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen sagen – geschweige denn mit irgendwelchen Behörden zusammenarbeiten. Rüttelt die FAZ, in Person der Mona Jaeger, etwa an ehernen Gesetzen der Strafprozeßordnung? Ja, das tut sie und das sehenden Auges.

»Das Bundesamt für Verfassungsschutz erwähnt die Organisation in ihrem aktuellen Bericht. Etwa zwei Drittel aller Landesverfassungsschutzämter beobachten die „Rote Hilfe“. Auch der brandenburgische Verfassungsschutz. Ein Grund: Die „Rote Hilfe“ ist die am schnellsten wachsende linksextremistische Organisation.«

Wo hat die Mona das nur abgeschrieben? Und wer zum Teufel brachte sie auf die Idee, ausgerechnet den brandenburgischen Verfassungsschutz als vollkommen deplaziertes Beispiel zu nennen?

»Eine der bedeutendsten Organisationen im Themenfeld „Anti­repression“ ist die „Rote Hilfe e.V.“. Sie versteht sich als „parteiun­abhängige, strömungsübergreifende linke Schutz- und Solida­ritätsorganisation“. Personen aus dem linksextremistischen Spektrum, die von „staatlicher Repression bedroht“ sind, gewährt sie Unterstützung (z.B. in Form von Prozessvorbereitung, Über­nahme von Anwalts- und Prozesskosten, finanzieller Unterstützung zur Sicherung des Lebensunterhalts bei hohen Geld­strafen, Verlust des Arbeitsplatzes oder Haftstrafen). Außerdem hält sie persönlichen Kontakt zu Gefangenen, setzt sich für die Verbesserung ihrer Haftbedingungen ein und ermutigt sie zum „weiterkämpfen“. Unterstützung erhalten jedoch nur diejenigen, die sich jeglicher Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz verwei­gern«
Verfassungsschutzbericht 2016.

Daß die „Rote Hilfe“ die am schnellsten wachsende linksextremistische Organisation ist, steht dort zwar auch nicht, auch wenn man das mittelalterliche Justizbild mit dem der FAZ teilt.

»Der größte Zuwachs – mehr als zehn Prozent – ist im Bereich der gewaltorientierten Linksextremisten zu verzeichnen. Hier betrug das Personenpotential im Jahr 2016 insgesamt 8.500 Personen (2015: 7.700), darunter 6.800 Autonome (2015: 6.300, das entspricht einem Plus von rund acht Prozent).«
Verfassungsschutzbericht 2016.

Auch noch falsch abgeschrieben – Mona, Mona! Das Volontariat ist seit dem ersten April vorbei.

»Übrig geblieben ist Norbert Müller. Er ist seit vielen Jahren Mitglied der „Roten Hilfe“, als brandenburgischer Landtagsabgeordneter und jetzt auch als Bundestagsabgeordneter. Deswegen gab es vor vier Jahren gar eine Sondersitzung des brandenburgischen Landtagspräsidiums. Heute äußert sich Müller auf Nachfrage nicht mehr zu seiner Mitgliedschaft. Vor fünf Jahren sagte er, der Verfassungsschutz betreibe gezielt Politik gegen linke, demokratische Kräfte.«

Der Abgeordnete Müller hat sich auch danach recht klar zum Thema geäußert. Unter anderem im März 2016. Gezielt Politik gegen linke, demokratische Kräfte. Das sind schon sehr zweifelhafte Verbindungen, Tante FAZ, mit Dir und den neuen Rechtsauslegern im Bundestag.

Soldat in 20 Tagen! Ungediente (das sind Menschen ohne abgeschlossene Tötungsabsichtsausbildung) im Schnellkurs zu »Soldaten« ausbilden.

»Das Angebot sollte sich an Interessierte an einer militärischen Grundausbildung richten, die jedoch keinen Wehrdienst leisten wollten oder könnten. […] Rechtliche Hemmnisse sieht das Verteidigungsministerium nicht, nur: Keine Auslagerung von staatlichen Maßnahmen und Sicherheitsüberprüfungsgesetz im Sinn beachten, heißt es aus der Abteilung Führung Streitkräfte […] Aber während noch über Pilotversuche und ähnliches geredet wird, hat die Bundeswehr in Bayern längst Fakten geschaffen. Über den obigen Bericht der Augsburger Allgemeinen fand ich dann auch auf der Facebook-Seite der Bundeswehr in Bayern das Video dazu: Feuerkampf, Biwak, Panzerfaust, Handgranate: Im vierten und letzten Teil der Allgemeinen Grundausbildung für Ungediente ging es richtig zu Sache. Acht Tage verbrachten die Rekruten auf dem Übungsplatz, und alle haben ihre Prüfung bestanden. «

Augen Geradeaus

Natürlich kann man solche Schlägertrupps nicht weltweit als Soldaten verkaufen, weshalb sich das Angebot wohl hauptsächlich an Security-Unternehmen und Wachdienste richtet. Oder nicht?

Rechtsruck ist ein schwaches Wort.

(Um das hinzuzufügen: Augen geradeaus ist der Bote, nicht die Botschaft. Ich schätze dieses Blog sehr. Nur der Vollständigkeit halber)

Katalonien

 

Gibt es eigentlich noch jemand anderen als Trolle, die etwas zu dem Thema anmerken? Aber die Erschaffung des Begriffs »Putschdämon« muß anerkennend festgestellt werden.


Geldsorgen? Andere Probleme?

Lieber Freund,
Wenn Sie das lesen, möchte ich nicht, dass Sie mir leid tun, denn ich glaube alle wird eines Tages sterben. Mein Name ist Richard D. Rodriguez, ein Rohölhändler im Bundesstaat Texas, wurde ich mit Ösophaguskrebs diagnostiziert. Es hat alle Formen von medizinische Behandlung, und jetzt habe ich nur ungefähr ein paar Monate zu leben, nach an medizinische Experten. Ich habe mein Leben nicht so gut gelebt, wie ich nie wirklich kümmerte sich um niemanden (nicht einmal mich), aber mein Geschäft. Obwohl ich sehr reich bin, war ich nie großzügig, ich war immer feindlich gegenüber Menschen und konzentrierte mich nur auf mein Geschäft, das Einzige, was mir wichtig war. Aber jetzt bereue ich das alles, da ich jetzt weiß, dass es mehr zum Leben, als nur das ganze Geld in der Welt haben oder machen zu wollen. Ich glaube wenn Gott mir eine zweite Chance gibt, in diese Welt zu kommen, würde ich mein Leben leben anders als ich es gelebt habe. Nun, da Gott mich angerufen hat, habe ich gewollt und den Großteil meines Eigentums und meiner Vermögenswerte an meine unmittelbaren und erweiterten Familienmitglieder sowie ein paar enge Freunde. Ich möchte, dass Gott mir gnädig ist und meine Seele akzeptiert
Also habe ich beschlossen, Almosen an Wohltätigkeitsorganisationen zu geben, da ich möchte, dass dies eins ist von den letzten guten Taten, die ich auf Erden tue. Bis jetzt habe ich Geld an einige verteilt Wohltätigkeitsorganisationen in Austra, Kamerun, Liberia, Algerien und Malaysia. Nun, da meine Die Gesundheit hat sich so stark verschlechtert, dass ich das selbst nicht mehr mache. Ich habe einmal gefragt Mitglieder meiner Familie, eines meiner Konten zu schließen und das Geld zu verteilen, das ich haben dort eine Wohltätigkeitsorganisation in Bulgarien und Pakistan, sie lehnten ab und hielten das Geld für sich selbst. Daher vertraue ich ihnen nicht mehr, da sie nicht zu sein scheinen gestritten mit dem, was ich für sie übrig habe. Das letzte von meinem Geld, das niemand kennt von ist die riesige Bareinzahlung von (zehn Millionen Euro), die ich bei einem Finanzinstitut habe im Ausland. Ich möchte, dass du mir hilfst, diese Kaution zu sammeln und sie für wohltätige Zwecke Organisationen. Ich habe 10% für Sie und für deine Zeit. Gott sei mit dir.

Grüße

Richard D. Rodriguez

Spamlyrik aus Texas! Das ist beinahe so gut wie Putschdämon. Und bevor ich es vergesse: richard-barinvestigations.com@outlook.com
Tu Gutes und schreibe darüber Mails. Nie wieder Eisenbahnaktien!

Was sonst noch war: Ein kurzer Text auf Facebook, der mir sehr gefallen hat.

»Normalerweise schreibt Susanne Kippenberger im Tagesspiegel darüber, wie man ein Schnitzel richtig kloppt. Über Kunst kann sie auch toll schreiben. Aber es fällt nicht weiter auf. Schreibt sie über einen Imbiss-Betrieb in Berlin, würde auch das so mitlaufen, aber sie sucht sich mit Bedacht einen aus, den wirklich alle kennen und dieses Mal will sie unbedingt auffallen. Das merkt man, denn kein freundlicher Satz rutscht ihr heraus – alles in dieser Imbiss-Höhle stinkt, matscht und wabbelt. Weil sich Susanne Kippenberger den bekannten Attila Hildmann ausgesucht hat, wird ihr Text geteilt und gefeiert. Veganer sind seltsame Sektierer, das ist Internet-Folklore. Und dann hat der Pharisäer noch Ledersitze in seinem Porsche, hahaha, auch das scheint jeder zu wissen. Zum Glück macht Attila Hildmann nun alles falsch, was man falsch machen kann: Er reagiert und spricht auf Facebook ein Hausverbot aus. Aber vermutlich macht er es auch genau richtig, denn jetzt kennt seinen Imbiss wirklich jeder und alle machen mit. Spiegel, B.Z., FAZ, Welt, Focus, Gala, Promiflash, Express, BILD, Mopo, Tag24, Stern und Der Westen. Von so viel Publicity angefixt, legt Hildmann noch einmal nach und schweigert auf Facebook mit einer echten Flinte im Anschlag. Die Geschichte bekommt eine zweite Runde und das Bild mit der Knarre klickt gut.

Kann dieses verschissene Internet nicht ein einziges Mal etwas größer machen, was mehr Aufmerksamkeit verdient hätte? Etwas Schönes, etwas Nachahmenswertes, etwas Prekäres, das zu Unrecht im Verborgenen blüht und Publicity braucht, um nicht einzugehen?«

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12 Kommentare zu Presseschredder 28.10.2017

  1. OldFart sagt:

    Mona wurde in einem Milieu sozialisiert, in dem selbst allerreaktionärste und klar rassistisch und repressiv agierende Hardliner wie ein Roland Koch und ein Volker Bouffier als linksextrem gelten.
    Die mittelhessische Region Wetterau ist eine bekannte Nazi-Hochburg, schon seit der Zeit, als sich die noch in der NPD formierten. Für Ortsunkundige: Büdingen und Wölfersheim habe es ja durchaus zu Bekanntheit mit ihrer braunen Szene gebracht – Wetterau!
    Mona ist für die abgrundtief reaktionäre Wetterauer Gemütslage szenetypisch und dort sicher mehrheitsfähig.

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    • Pantoufle sagt:

      Ach siehste: Das kommt davon wenn man nicht ordentlich recherchiert. Wetterau&Nationalsozialisten haut richtig Ergebnisse aus Google. Da hätte man nachsehen sollen, wo die herkommt.
      Ich war nur so fasziniert, daß Mona fast wörtlich – mindestens aber sinngemäß – aus dem Verfaschungsschutzbericht abgeschrieben hat. Ihr Intro mit den subversiv Cocktails saufenden Linksradikalen war ja schon eine Nummer für sich, auch wenn danach weniger als heiße Luft kommt.
      »Männer und Frauen zusammen und trinken Cocktails. Es wird, so könnte man es sagen, gesoffen für die Genossen. Denn die Einnahmen der sogenannten Soli-Tresen werden genutzt, um Anwalts- und Gerichtskosten zu bezahlen.«
      Daß diese beiden Sätze das Lektorat passierten, grenzt allein schon an ein Wunder. Das ist immerhin die FAZ und nicht der fröhliche Wetterauer Anzeiger. Und dann noch der brandenburgische Verfassungsschutz! Ausgerechnet diese Jauchegrube.
      Darauf einen doppelten Moscow Mule.

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      • OldFart sagt:

        Daß die braune Gesinnungsclique zumindest in Hessen und Thüringen begeistert ist vom “Verfassungsschutz”, kann kaum verwundern.

        Man muß sich nur in Erinnerung rufen, wie Gruppen a la “NSU” und “Heimatschutz” vom Staatsschutz – speziell in Hessen und Thüringen- personell, finanziell und logistisch gefördert wurden. Selbst bei Morden wie in Kassel sind die Schlapphüte anwesend, wissen aber von nix. Dazu noch institutionelle Rückendeckung (Untersuchungsausschüsse), Aufklärungssabotage (Beweismittelvernichtung) und Transparenzvermeidung (Akten 120 Jahre wegschließen) und es entsteht der nachhaltige Eindruck inniger Freundschaft und Kooperation. Jetzt nochmal schnell darauf hingewiesen, daß die NPD nicht verboten werden konnte, weil ein erklecklicher Teil des Parteipersonals von ebendiesem Staatsschutz stammte. Sicher nur zu Beobachtungszwecken, schon klar.

        Also wäre ich Nazi, fände ich diese Kumpels auch prima und ihre jährliche Warnung vor den üblen Linken höchst zitierfähig. Ich bin nicht verwundert.

        Wie weit die Liäson von Staatsschutz, Nazitrupps und politischer Rückendeckung in Hessen reicht, scheint manchmal durch. Take this:

        http://www.fr.de/rhein-main/ex-verfassungsschuetzer-temme-peinliche-fragen-zu-cdu-grillfest-a-1263777

        Man kennt sich, man hilft sich.

        Warum Mona den Brandenburger Verfassungsschutz zitiert? Eigentlich egal. Alles eine Bagage.

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  2. ein anderer Stefan sagt:

    Vielleicht deswegen: http://internetz-zeitung.eu/index.php/4371-brandenburgischer-verfassungsschutz-in-nazi-attentate-verwickelt
    Money Quote: “Konkrete Beweise hat Rautenberg nicht. Aber er bekräftigt seine Zweifel und nennt drei Indizien: Der Verfassungsschutz habe sich dagegen gewehrt, dass der Fall an den Generalbundesanwalt geht. Außerdem sei ein Durchsuchungstermin verraten worden – und: die radikale Gruppe sei nach dem Anschlag verschwunden.”

    Wer glaubt, dass der Verfassungsschutz die Verfassung schützt, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Wahlweise schützt er die Verfassung auch vor deren Anwendung…

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  3. Michl sagt:

    In 14 Tagen zum Landsturmmann, das haut schon hin, so schwierig ists ja auch nicht. Nur was dann? Neue Strumabteilungen aufstellen? Und natürlich Bayern wieder vorn dabei, ich hol schon mal die eiserne Unterwäsche.
    Auf der roten Hilfe rumhacken wie putzig, das klingt sowas nach kaltem Krieg… hoffentlich kommt keiner drauf, daß ich jahrelang in der hiesigen Stammkneipe des Vereins mit den Unterstützern gepichelt habe, dann können ja die frisch Ausgebildeten von oben…

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    • Pantoufle sagt:

      Moin Michel

      (und ich dachte schon, niemand merkt etwas zu den Instant-Soldaten an). Den Aspekt, daß ich die Spezies »Soldat« grundsätzlich für überflüssig halte, übergehe ich an dieser Stelle.
      »Dabei ist an keine Vorbereitung für einen Gefechtseinsatz gedacht, vielmehr sind die Absolventen schwerpunktmäßig für Wach- und Sicherungsdienste ausgebildet.«

      Wach- und Sicherheitsdienstdienst mit Schnellfeuerwaffe, Handgranate und Panzerfaust. Na ja: Mit einer Reizgasdose um ein Fabrikgelände zu kreisen, hätte wohl kaum jemanden hinter dem Ofen vorgelockt. Das Schlachtfeld aber als Gefreite der Reserve zu verlassen, hat für einige Figuren sicherlich Sex.
      Fragt sich natürlich, wozu das gut sein soll? Offiziell wird betont, daß man sich davon ein Gegenmittel gegen die rückläufigen Zahlen bei den Bewerbungen für die Bundeswehr verspricht. Klingt nett, ist aber unlogisch. Absolventen dieser Wehrsportgruppe kann man wohl kaum als ausgebildete Rekruten betrachten. Eher als Enthusiasten mit Waffenschein. Und genau damit wird es interessant: Es sind ja keine Soldaten im rechtlichen Sinne. Dem Reservistenverband der Bundeswehr kann jeder angehören, der 30€ im Jahr für eine Mitgliedschaft übrig hat. Die Reservisten als stille Reserve… liegt ja auch irgendwie im Namen.
      »Objektschutz hört sich immer so niedlich an – aber was ist, wenn Bürger sich dem Objekt nähern und sich nicht von der Bundeswehr aufhalten lassen?«
      GdP-Chef Oliver Malchow

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      • OldFart sagt:

        Zugbegleiter werden nach den Plänen der Bahn mit Reizgas ausgerüstet. Das ist Kundenkommunikation 4.0, oder so. Auf der von mir befahrenen Strecke findet die Fahrscheinkontrolle mit Doppelpatrouillen der DB-Security, gelegentlich auch in Begleitung von Hunden mit Maulkorb, statt. Outfit wie zur Aufstandsbekämpfung. Das vermittelt dem Fahrpublikum Wertschätzung und mindert offensichtlich deren allgemeines Bedrohungsgefühl.

        Da ist es doch logisch, diesen aufblühenden Bedarf an Fachpersonal frühzeitig zu antizipieren. Man hört immer mal wieder von Plänen, verdeckt bewaffnete “Rail-Marshalls” in Zügen mitfahren zu lassen. Für die Sicherheit, wissenschon. Die werden dann, um das allgemein steigende Bewaffnungsniveau äquivalent abzubilden, mit Bazookas ausgestattet. Voila – schon gibt es eine Einsatzmöglichleit für die Instant-Söldner im Kampf gegen Schwarzfahrer.

        Demnächst in diesem Irrenhaus: Objektschutz mit Mini-Nukes.

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  4. Fluchtwagenfahrer sagt:

    Moin Pantoufle,
    “Den Aspekt, daß ich die Spezies »Soldat« grundsätzlich für überflüssig halte, übergehe ich an dieser Stelle”,
    sehe ich auch so, aber als Pornodarsteller war der Markt damals schon gesättigt und unterm Auto wollte ich auch nicht mehr liegen.
    Warte mal ab, die Instant-Soldiers werden für zukünftige Aufgaben wie G8,G20, Streik bei…… (LIDEL lohnt sich) Schutz der Job Center usw. stark gemacht, zum Mindestlohn versteht sich.
    Proudly present: für “mehr Sicherheit wagen”.

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