Presseschredder 24.7.2017

Türkei zieht Liste deutscher Terror-Unternehmen zurück.

»Der türkische Innenminister habe von einem “Kommunikationsproblem” gesprochen. Er habe versichert, dass weder türkische Behörden in der Türkei noch in Deutschland gegen Unternehmen ermittelten, die auf einer Liste aufgeführt worden seien. Zudem habe die Interpol-Stelle in Ankara am vergangenen Samstag die ursprüngliche Bitte an das BKA “förmlich zurückgezogen”, zu diesen Unternehmen verschiedene Informationen zuzuliefern.«

Was mögen das für Informationen gewesen sein?

Von der Dönerbude in NRW jedenfalls gehe keine unmittelbare Gefährdung der Bundesrepublik Deutschland aus, erklärte ein Sprecher des BKA. Was man wenigstens von Daimler & CO nicht unbedingt behaupten kann.
Aber das ist eine andere Geschichte!
Jedenfalls scheint diese übliche AFD-Strategie mittlerweile politikfähig zu werden. Mit dem kleinen, aber herzhaften Unterschied, daß denen keine wirtschaftlichen Einbußen in Milliardenhöhe drohen, wenn sie auf ihren haltlosen Unterstellungen beharren. Schade.

Auf diese Karte setzen wohl auch die Brüsseler Granden, wenn sie der polnischen Regierung nun mit dem Entzug von EU-Fördergeldern drohen für den Fall, daß man es mit der Abschaffung der Demokratie ernst meint. Das hat im Falle von Ungarn ja auch… oder? Jaroslaw Kaczynski könnte ja sonst die russische Karte ausspielen. Die erfreut sich in Polen zwar einer ähnlichen Zuneigung wie Fußpilz, aber gut ist es doch immer, den RUSSEN ins Spiel zu bringen, nicht wahr, liebe FAZ?
Vermutlich aber wird es wohl bei einer Rüge der EU bleiben. Auch das hat ja in Ungarn wahre Wunder… oder?
Da muß man schon den persönlichen Mut des polnischen Präsidenten Duda bewundern, der sein Veto gegen diese sogenannte Justizreform eingelegt hat. Erinnert etwas an Otto Braun ebenso wie die ganze Situation.

Ja, ich gestehe! Wenn ich nicht gerade die Wäsche meiner Kinder auf die Leine hängte (Wieso eigentlich? Eine einzige vernünftige Erklärung bitte!), habe ich mich auf den »sozialen« Medien herumgetrieben. Schreiend komische Kommentare, Postings auf Twitter und anderswo. Lesen die eigentlich alle ausschließlich Springerpresse? Mit dem Lesen scheint es sowieso nicht weit her zu sein. Auf den Artikel »Umfaller« von Leo Fischer im Neuen Deutschland entspann sich folgende Satire:

Virtual reality ganz ohne Brille. Da kommt wohl jede Hilfe zu spät.

Alles Zeitverschwendung? Das kann man so auch nicht sagen. Erkenntnisse und Anregungen lauern überall

P.S. Worüber sich Julian Röpcke wieder einmal schrecklich aufregte:

Furchtbar schrecklich aufregte 🙂

0
Dieser Beitrag wurde unter Klassenfahrt abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Kommentare zu Presseschredder 24.7.2017

  1. Martin Däniken sagt:

    Wäsche aufhängen der lieben Kleinen
    -ein Mann muss tun was ein Mann tun muss!
    “Ich weiß nicht, wie Sie’s halten, aber ich merke mir solche Leute.
    Gerade solche, die von unserer als der freiesten aller Gesellschaften schwafeln,
    aber sich in wütendste Apologeten der Staatsgewalt verwandeln,
    sobald sie das Gefühl haben, dass nun doch der Ausnahmezustand vor der Tür steht. ”
    Ein Satiriker,jau 😉
    Was einige, auch intelligent und gebildete, immer nicht raffen wollen/können,
    ist das mit dem Narr und die “Wahrheit” sagen. weil wenn Narren die Wahrheit sagen,
    kann man ja immer sagen:”So ein Narr.” und fertig
    Und das Bild mit der Wiederbelebung fällt unter arbeits-teiliges-Vorgehen 😉

    0

    • Pantoufle sagt:

      Ich sagte: Einen vernünftigen Grund!!! Schließlich sind sie lang genug, die Leine aus eigener Kraft zu erreichen!

      Ja, der Leo. Andernorts las man hinter dem zitierten Satz bereits eine fürchterliche Drohung heraus. »Ich merke mir die Leute!« Oh Gott: Nach dem Umsturz werde ich geteert und gefedert und darf nicht mehr hirnlos weitertrollen!

      Ich will nicht ausschließen, daß sich darunter auch Personen befinden, die sonst auch Georg Schramm oder Dieter Hildebrand zitieren/verlinken würden. »Der meint das ja gar nicht so – der will nur spielen.«

      0

  2. Martin Däniken sagt:

    Sorry aber das mit Schramm war eine Steilvorlage:
    https://www.youtube.com/watch?v=RkNddCXSLvM

    Und bei den lieben”Kleinen” verfehlt man das Ziel mit Erwachsenen-“Vernunft” garantiert
    -man sollte wenn mans kann ins Gedächtnis zurückrufen ,
    als man selbst klein war und mit Erwachsenen-“Vernunft” konfrontiert wurde…

    0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *