Pleiten, Pech und Pannen

empoerungempoerungNa, heute schon Putin verstanden? Und sei es nur, um die nur noch hysterische Debatte weiter anzuheizen, versteht die Schrottpresse auch heute wieder.

Zum guten Anfang versteht die Redaktion aber erst einmal nicht. Der Krieg gegen die Terroristen (von Putin bezahlt) ist auf seltsame Art ins Stocken geraten. Nach der Einnahme des Militär-Flughafens Kramatorsk kam es zu spontanen Kundgebungen der Bevölkerung dergestalt, daß die Befreier (unbezahlt) vom Volk (unbezahlt) umstellt und somit wiederum besiegt wurden. Es handelte sich dabei wohl um das selbe Volk, das bereits zuvor eine Anti-Terroristeneinheit entwaffnet und nach Hause geschickt hatte.

Weitere Truppen sind im Anmarsch! Wie der Chef des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Andrej Parubi, auf Facebook betonte, handelt es sich dabei um »sehr kämpferische« Soldaten, die bereit seien, die Ukraine mit Klauen und Zähnen zu verteidigen. Zwei US-Beamte, die Videoaufnahmen dieser »Nationalgarde« analysierten, bemerken allerdings, es sehe eher aus wie ein Strom von »Wanderarbeitern oder Flüchtlingen«. Parubi ist wie allgemein bekannt Mitglied der »Allukrainischen Vereinigung Swoboda« und gewohnt, Probleme rustikal effizient zu lösen.

Wie bei allen großen militärischen Ereignissen gibt es zur Zeit noch kleinere Kommunikations – und Logistikprobleme zwischen den verschiedenen Truppenverbänden der Befreier. Wie man aus Kramatorsk und Slawjansk hört, haben einige Panzer und das dazugehörige Fußvolk überraschend die Seiten gewechselt. Man hätte seit Wochen nichts Vernünftiges mehr zu futtern bekommen und da leerer Magen bekanntlich nicht gerne kämpft… Wie konnte das nur passieren? Sollte McDonnalds etwa nicht nur auf der Krim ihre Filialen geschlossen haben?

Es stellt sich immer mehr als Fehler heraus, daß man Spiegel, FAZ, Focus, die WELT und andere Propagandablätter nicht rechtzeitig ins Ukrainische übersetzte und kostenlos unter der zu befreienden Bevölkerung verteilt hat. Die bedauernswerten Menschen wissen gar nicht, daß Putin sie geschickt hat. Die wollen überhaupt keinen Bürgerkrieg – mehr noch: die wollen vermutlich überhaupt keine Art von Krieg. Oder wie es ein Arbeiter aus der Donezk-Region auf die Frage, ob er lieber in Russland oder der Ukraine arbeiten wolle, formulierte: Er würde am liebsten saufen.

How to stop a tank:

Ob die Einheimischen, die sich zwischen den Separatisten und Ukrainischem Volkssturm postieren, die gleiche gute Presse bekommen wie die Zivilbevölkerung des Prager Frühlings, die sich den Panzern des Warschauer Paktes entgegenstellte? Es ist nicht anzunehmen. Die Stimme der Vernunft und des Friedenswillens hat keine schlagkräftige Lobby.

Ein sehr schnelles, wenn auch wenig überaschendes

UpDate

Die Peinlichkeit mit den Ukrainischen Überläufern ist noch keine paar Stunden alt, da verkündet die FAZ, Panzer mit russischen Fahnen seien gesichtet worden:

Zuvor waren in die ostukrainische Stadt Slawjansk sechs Radpanzer mit einer russischen Flagge eingefahren. Auf den Fahrzeugen saßen schwer bewaffnete Männer in Uniformen mit unterschiedlichen Tarnmustern. Es handelte sich offenbar um prorussische Kräfte

Man sollte es nicht für möglich halten. Finger in die Ohren und »la,la,la,la« schreiend in der Redaktion der FAZ. Aber irgendwie läuft ihnen die Zeit davon: Morgen müssen sie in Genf glasklar nachweisen, daß Russland einen Danziger Korridor braucht.

Der Guardian hats auch gesehen. Nur klingt es da etwas anders.

P.S. Den vielen, vielen Klicks nach zu urteilen, erfreut sich der kleine »Gutschein für eine Tüte Empörung« äußerster Sympatie. Er steht leider in keiner besseren Auflösung zur Verfügung – und woher ich den habe, weiß ich leider auch nicht mehr. Selber machen ist angesagt!

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0 Kommentare zu Pleiten, Pech und Pannen

  1. Joachim sagt:

    Ich sage doch, sperrt die Politiker in eine Turnhalle, gib ihnen Waffen und schließe ab. Es ist ihre Entscheidung, was sie dann tun. Wer es hier wirklich schafft zu deeskalieren, der könnte vielleicht als Präsident geeignet sein.

    Doch Putin spielt nur den lachenden Dritten. Die EU, die USA spielen ihm in ihrer Machtgeilheit in die Hände, machen ihn auch noch zum Verteidiger der Freiheit. Offensichtlich sind die Menschen in einer solchen beschissenen Lage, dass sogar Putin als die bessere Alternative zur EU erscheint.

    Wie tief sind wir nur gesunken?

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  2. pantoufle sagt:

    Das ist der Punkt: »Putin« – oder genauer gesagt die russischen Falken – brauchen überhaupt nichts mehr zu tun. Außer vielleicht vor dem Fernseher zu hängen und sich schlappzulachen. Das würde ich jedenfall an deren Stelle machen.
    Die vollkommen irrsinnig gewordene Regierung in Kiew spielt ihre Rolle, als hätte sie das monatelang geprobt. Der Westen versucht den Brand mit Benzin (bzw Erdgas) zu löschen und Putin kann darauf vertrauen, daß es genügend Bewunderer gibt, die nicht erwarten daß ausgerechnet er sich als Weltgewissen aufspielt.
    Jeder ist auf sein Fach festgelegt. Und das Volk stoppt Panzer mit bloßen Händen.
    Und einem Lada.

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    • Joachim sagt:

      Ja, das ist auch meine ganze Hoffnung, den Panzer, den Wahnsinn mit bloßen Händen zu stoppen. Doch die Regierungen halten uns (eine Solidarisierung!) für unmündig. Hier z.B. VDS, Internetfilter, Handyüberwachung, Filmen bei Demonstrationen, Verbote oder Einschränkungen von Medien und Büchern.

      Sicher, das sind keine Panzer. Dennoch, das entspringt einem (undemokratischem) Geist.

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  3. piet sagt:

    „Tscha“, würde da jetzt der Bandera-Versteher Klaus sagen, “ dat is mol weer Putinpropaganda ihr linken Weichbirnen“ und sein neuer Lanzenträger Karl macht vor Freude über soviel weisen Durchblick ein Pfützchen unter sich.

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  4. pantoufle sagt:

    Also Piet
    Der Klaus hat da seine Meinung und ich hab meine. Vermutlich ärgert er sich über die meine ebenso wie ich mich über seine Holzköpfigkeit.
    Und bei den linken Weichbirnen muß ich ihm gelegentlich leider recht geben. Da wird zum Teil ein Unsinn geredet, das einem die Haare zu Berge stehen. Weichbirnen – in allen Schattierungen des Regenbogens – sind im Moment im Sonderangebot. Ich gewichte vielleicht anders. Für mich ist das jedenfalls kein Grund Grabenkämpfe zu beginnen.
    Es reicht doch, wenn es die anderen machen. Soweit zu Klaus – und wenn ich hundert Mal nicht seiner Meinung bin.

    Was den Karl und seine Sockenpuppen angeht, so hat sich seine Halbwertszeit bei den letzten Blogs, die er heimsuchte, relativ schnell verkürzt. Vertrauen wir also auf den natürlichen Verwesungsprozess.

    P.S. Und sehen wir es doch einfach als kleinen Wink einer höheren Gerechtigkeit, daß Karlchen jetzt am Stilstand sein Bein hebt 🙂

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  5. Lazarus09 sagt:

    Woher kennen wir das gleich noch …. wenn unzufriedene Aufständische im Verdacht stehen das sie von den Russen unterstützt werden sprechen wir von Terroristen, wo mit der Regierung unzufriedene Aufständische den Interessen der USA und dem Rest der “ Guten“ nützlich sind, handelt es sich um Freihheitskämpfer…. 😉 .

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  6. pantoufle sagt:

    @Lazarus

    Woher kennen wir das gleich noch ….

    Korea, Cuba, Vietnam, Laos, Argentienien, Paraguay, Kolumbien, Deutsch Süd-West Namibia, Kongo, Afghanistan, Irak, Iran, Libyen, Ägypten, …
    Mann: Du stellst schwere Fragen!

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  7. pantoufle sagt:

    @Joachim
    Hmmm … weiß gerade nicht ?!?!

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    • Joachim sagt:

      Ja, die auch. Aber das gehört hier nicht hin:

      Schon komisch, dass im Frühling plötzlich alle Blogs ab 16 werden,

      mancher bringt Energiepolitik mit Sex in Verbindung, proklamiert damit die Vielehe, dann schreibt eine, im Winter sei sie gut zu Vögeln, andere bringen fettige (obwohl, sehr hübsche) Kalenderblätter und wieder andere sogar Gedichte und Brecht wird dann „pornographisch“ erklärt,

      während die KJM einen neuen Versuch macht, das Internet zu retten, Blogs, um den Frühling abzuschaffen, mit Jugendschutzfiltern zu verhindern, dann aber ein Bewertungsportal zum Feigenblatt der Demokratie erklären, ohne das dort eine Diskussion möglich wäre.

      Hast’e noch mehr von den Bildern – sabbxxx zensiert.

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  8. pantoufle sagt:

    Ja, das ist schon ein anschmiegsammes Bild – wer mag da nicht beim Rücken und dem Sonnenöl zu Hand gehen.
    Aber was sollen wir denn am 17.Juni feiern? Zur Auswahl stehen:

    1813: Das Lützowsche Freikorps wird bei Leipzig von den Truppen Napoleons I. fast völlig vernichtet.
    1940: Sowjetische Truppen besetzen Estland, Lettland und Litauen.
    1963: Der ASCII-Code wird veröffentlicht.
    1972: Fünf Männer werden bei einem Einbruch in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude in Washington festgenommen. Beginn der Watergate-Affäre.

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    • Joachim sagt:

      Natürlich 72. Da wurde ich 12. Nach heutigen Maßstäben wäre das die nächste Stufe Internet, Küsse im TV und ein wenig mehr Gewalt UND natürlich ein anständigen Kalender ohne Benjamin Blümchen.

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      • Thelonious sagt:

        @Joachim: Alter Sack. 🙂

        Zum 17. juli habe ich nichts gefunden aber am 17. August erschien 1946 „L’Être et le néant“ von Sartre. Gut, philosophisch war das jetzt nicht der absolute Bringer. Aber die Erstausgabe wog exakt ein Kilo. Was dem Buch zu einer ungeahnten Karriere auf dem Schwarzmarkt verhalf. Deshalb hat auch heute noch beinahe jeder Franzose Opas Buch im Regal stehen. Man kann nie wissen, zu was man es noch gebrauchen kann.

        Das war jetzt die Abteilung unnützes Wissen, das ich nie wieder vergesse.

        Was lernen wir daraus? Philosophie hat, richtig angewendet, einen praktischen Nutzen.

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  9. Karl Napp sagt:

    Kurzes OT.
    Hat sich hier oder bei WordPress was geändert, daß mir bei jedem Öffnen meines Feed Readers alle Beitrage seit Januar (ca. 40) angezeit werden? Habe an meinen Einstellungen nichts geändert. Etwas nervig halt, ansonsten weiter so.
    Venceremos.

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  10. der Doctor sagt:

    Tja,irgendwie muß man sich ja seinen Krieg basteln.Hab da auch was gelesen von vermummten bewaffneten mit russischen Abzeichen(klingt sehr logisch.Mal sehen, wie lange es noch dauert,bis Männer in russischen Uniformen einen Ukrainischen Sender überfallen,und Merkel Verkündet:Seit „5:45 wird jetzt zurück geschossen!“
    Und wenn dann alles in Trümmern liegt wird es wieder heissen:Nie wieder Krieg,nie wieder Faschismus.Aber wenn wir eins bewiesen haben,dann,das wir nicht in der Lage sind ,aus der Vergangenheit zu lernen.
    Übrigens:Hat nicht mal in den Achtziger Jahren eine Gruppe gesungen ,vom Koch aus Übersee,der sich seine alte Welt flambiert? Hätte wohl keiner gedacht,das das doch wieder so aktuell wird.Besuchen sie Europa ,solange es noch steht!

    (Wobei, bei den Merkelschen Spardiktaten,wird es wohl keine Bomben brauchen,um Europa in Trümmer zu legen)

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  11. pantoufle sagt:

    Moin Doctor

    Auch für den Deinen Kommentar bei Kritik und Kunst an dieser Stelle eine Antwort. Das Kommentieren auf anderen Blogs vergeht mir langsam, aber sicher. Die Stunde der Trolle, das Geblubber der Bedeutungslosen mit dem ondulierten Blitz im Wappen. Man reiß sich gegenseitig die Masken vom Gesicht und darunter sprießt der Milchbart.
    Evelyn Hecht-Galinski? Ach, das ist doch nur eine Stimme, die man mit ein wenig Wohlwollen als eine der Vernunft wahrnehmen möchte. Ich gebe ja zu, daß es ein Fehler war, den Namen unter die Wölfe zu werfen. Aber jeder andere wäre genau so schlecht gewesen.
    Die Trolle hören nur noch sich selber zu. Die machen lieber den Broder, als sich auch nur für ein paar Sekunden mit einem Text zu beschäftigen. »Jude/Jüdin sein gewährleistet nicht, niemals dummes Zeugs zu reden.« Keule gezückt, Gegner erledigt. So einfach ist das; es erspart das Lesen.

    Ob Compact ein Organ der neuen Rechten ist? Ich denke schon, aber was für eine Rolle spielt das? Doch nur für diejenigen, die Ihren Verschwörungswahn abarbeiten müssen. Warum diese Friedensdemonstrationen von solchen Leuten wie Jebsen oder Elsässer unterwandert wird? Sieh Dir die Kommentarspalten der Blogs an, dann weißt Du es. Auf eine Friedensdemo wollen die gar nicht gehen; das wäre ja langweilig. Lieber den Aluhut aufgesetzt und drauflos schwadroniert.
    Jebsen, Elsässer, Mährholz und wie sie alle heißen: Denen hört man doch nur zu, wenn man gar keine eigene Meinung mehr hat.

    »Die gute Botschaft: Jesus Christus ist auferstanden!
    Heute gibt es keine Politik hier und keinen anderen Blödsinn! Heute ist Feiertag, denn heute feiern wir Christen die Auferstehung von Jesus!«

    Die Maximalhöhe der Verlogenheit ist wie die der Richterskala nach oben offen. Morgen haben wir dann wieder Wehrsportgruppe Hoffmann und Aluhuthistoriker. Ach ja – da fehlte noch die Quellenangabe: Jürgen Elsässers Blog der neuen Rechten »Compact«. (was hier aus naheliegenden Gründen nicht verlinkt wird.)
    Mit Jesus schmeißen sie ja gerne um sich, wenn sonst keine moralische Substanz erkennbar ist. Darin gleichen sie sich. Die einfachste Methode, sie zum Schweigen zu bringen, ist, sie ohne Zugriff auf die Wikipedia nach den 10 Geboten abzufragen. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr läßt den nicht ungestraft, der seinen Namen mißbraucht.
    Aber das nur nebenbei. Das Thema sind nicht irgendwelche abendländischen Verehrungspraktiken. Und Ja: Ich bin da anderer Meinung als Frau Hecht-Galinski. Was aber überhaupt keine Geige spielt.
    Es ist so blutärmlich: Eine von der eigenen Bedeutung kaum noch gehfähige Jutta Dithfurt »entliket« und »entfollowert« – die von (nicht nur) ihr verehrte Ulrike Meinhof ging in den bewaffneten Untergrund. Fortschritt: Du bist ein Hungerkünstler!
    Es geht nicht um die Friedensdemo, sondern um Deutungshoheit. Ukraine? Da liefen sich Straßengangs Prügeleien um Reviere und die Debatte kreiselt um »Auferstehung des Stalinismus« und »Putinversteher«. Geht es noch lächerlicher? Das Wort Frieden kommt nur noch dann vor, wenn man der Gegenseite unterstellt, ihn nicht zu wollen.

    Höchste Zeit, mal wieder die Bookmarks auszumisten; entliken auf Neudeutsch 🙂 Ich habe das sichere Gefühl, in letzter Zeit zuviel Schwachsinn glesen zu haben.

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    • Mrs. Mop sagt:

      Sag mal, pantoufle, wäre es Dir möglich, dich mal etwas weniger blumig oder kryptisch oder metaphorös auszudrücken? Ich habe nämlich schlicht Schwierigkeiten, Dir zu folgen, obwohl ich mir redlich Mühe gebe, Deinen letzten Kommentar grade zum dritten Mal gelesen habe, ihn immer noch nicht raffe, worum es Dir eigentlich geht und keine Lust habe, ihn grübelnd ein viertes Mal zu lesen.

      Was bitte meinst Du mit (nur als Beispiel) „mit dem ondulierten Blitz im Wappen“? Klingt irgendwie mächtig geil formuliert, aber geht‘s bitte etwas bodenständiger, sodass auch der/die nur durchschnittlich Durchblickende folgen kann?

      Weiter: „Jebsen, Elsässer, Mährholz und wie sie alle heißen: Denen hört man doch nur zu, wenn man gar keine eigene Meinung mehr hat.“ Ist das witzig gemeint? Satirisch? Wer ist „man“? Über wen sprichst Du? Verstehen das alle, nur ich nicht?

      Vollends unverständlich ist mir dieser Satz: „Eine von der eigenen Bedeutung kaum noch gehfähige Jutta Dittfurth“, Entschuldigung, das kapiere ich schon mal rein semantisch nicht, was soll dieser Satz ausdrücken? Und dann „Fortschritt, du bist ein Hungerkünstler“, sorry, da hakt‘s dann echt bei mir.

      Sag doch einfach mal, auf was Du raus willst, in schlichten, unverschlüsselten, kurzgefassten Begrifflichkeiten. Nimm zur Kenntnis, dass nicht jeder willens/fähig ist, all das zu erschnüffeln, zu erahnen, zu ergrübeln, was du zwischen den Zeilen mitteilen möchtest. Sag‘s einfach graderaus, kurz, bündig, schleifenfrei und ohne diese rhetorisch gerafften Röcke und Rüschen.

      (Selbstverständlich nur dann, wenn Dir daran gelegen ist, dass ein stinknormaler, politisch interessierter Mensch, der sich neugierdehalber auf Ostermärschen und Montagsdemos herumtreibt, versteht, was Du unterm Strich eigentlich sagen willst.)

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      • pantoufle sagt:

        »Ondulierter Blitz im Wappen«: Ist von Tucholsky

        »Denen hört man doch nur zu, wenn man gar keine eigene Meinung mehr hat.« Satirisch? Nein: Desillusioniert.

        Eine von der eigenen Bedeutung kaum noch gehfähige Jutta Dittfurth“ Kann man so sagen, muß man nicht.

        »Fortschritt, du bist ein Hungerkünstler« Ich mag den Ausdruck.

        »[…] in schlichten, unverschlüsselten, kurzgefassten Begrifflichkeiten«. Die Mechthild auf dem 1Euro Blog kann das sehr gut.

        »Sag‘s einfach graderaus, kurz, bündig, schleifenfrei und ohne diese rhetorisch gerafften Röcke und Rüschen.« Nein.

        Der Doctor ist ein netter, verständnisvoller Mensch, der mir hoffentlich verzeiht, wenn eine Antwort mal kryptischer ausfällt. Mir war gerade so.

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  12. der Doctor sagt:

    Nun ja,Finkeldeys Antwort hätte ich so wohl eher von Herrn Karl erwartet.aber gut,wenn er das braucht…

    „Jebsen, Elsässer, Mährholz und wie sie alle heißen: Denen hört man doch nur zu, wenn man gar keine eigene Meinung mehr hat.“

    Durchaus richtig,und ein entscheidender Punkt.Ich habe woanders schon einmal geschrieben:Das Lesen oder Hören von Blogbeiträgen, ersetzt nicht das selbstständige Denken und den Gebrauch des eigenen Verstandes. Wenn man den benutzt müsste klar sein,das die Verschwörungstheorien von der bösen Fed ,die an allem Schuld ist ,Blödsinn sind.Und wenn man auf eine Demo gehen will,macht es Sinn,sich genau anzugucken,wer sie organisiert.Ich würde aber trotzdem nicht alle Demonstranten gleich in die rechte Ecke stellen.Man kann sie sicher naiv nennen,und bei Wiederholung auch dumm.
    Doch gerade die Kriegshetze ,die uns auch jetzt wieder um die Ohren geschlagen wird,und die in ihrer Machart sich von der von vor hundert Jahren nicht mehr groß unterscheidet,und die mit Journalismus überhaupt nichts mehr zu tun hat,zeigt,das Gegenöffentlichkeit,auch auf der Strasse ,bitter nötig ist.Allerdings nicht mit o.g. Leuten.

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    • pantoufle sagt:

      Moin Doctor
      Jetzt spamt da auch noch Bersarin rum, Manfred Peters in meinen Emails (Karl nicht zu vergesssen) – es ist nur noch öde. Wie gesagt: Abschalten und ignorieren.

      Das mit den Montagsdemos verstehe ich sowieso nicht so ganz: Wenn es klar ist, daß da rechtes Gesocks rumläuft, stelle ich mich doch nicht vor die Lautsprecher und lausche ergriffen dem Unsinn, den sie absondern. Mann Gottes! Das gabs zu Brockdorfzeiten auch schon und das wirds in Zukunft auch geben. Weitergehen, alleine lassen oder den schwarzen Block als Stadtreinigung bestellen.
      Wenn da einer am Eingang steht und micht mit»Willkommen Kamerad« empfängt, laufe ich nicht mit. Sonst ja; so einfach ist das.

      Aber darum geht es bei den Debatten ja schon lange nicht mehr. Zwischen Tamiflu und Aluhüten tobt die Schlacht der Rechthaber. Da wird jedes Wort benutzt – nur nicht »Frieden«.

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