Presseschredder 19.4.2017

Also, ich hab mir ja lange nichts mehr für die Photographiererei gekauft. Ne, echt nicht! Das letzte Mal… muß ich jetzt glatt überlegen! Das Nikkor 105mm 1:2,5 Sonnar und das ist schon ewig her. So lange, daß es auf der F3 faktisch festgerostet ist. Ich weiß schon gar nicht mehr, in welche Richtung man das abschrauben muß, echt wahr jetzt! Außerdem: Warum sollte man es abschrauben? Die Bilder werden viel besser, wenn es angeschraubt ist und die Scherbe nicht in der Tasche gammelt. Andere Objektive machen nicht so schöne Bilder. Und wen stört schon das bißchen Rost? Weiterlesen

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Berühmte Zitate

»Fröhliche Ostern!«

Jesus v. Nazareth

Noch eine kleine Anmerkung zum Thema Türkei:

An dieser Stelle stand dazu etwas länger nichts mehr. Das hat nicht mit Desinteresse zu tun. Eher mit einer geradezu perversen Lust am Vorhersehbaren. Und vorhersehbar kann auch etwas sein, was nicht mit dem grobmaschigen Raster »Wie bei Hitler!« erklärbar ist. Das klingt für den einen oder anderen vielleicht komisch – ist aber so. Weiterlesen

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Presseschredder 10.4.2017

Der blühende Kirschbaum hatte gewonnen. Vor die Alternative gestellt, sich auf der Suche nach Weltuntergangs-Szenarien durch die Artikel, Blogs und unsozialen Netzwerke zu quälen, gewann der Baum. Gegen das mäßig schlechte Gewissen kam ein Buddel Grappa di Brunello Riserva von Altesino und ein mittelprächtiger Pinot zum Einsatz. Erfolgreich, wie ich anmerken möchte. Was ist ein gepflegter Weltuntergang schon gegen ein blühendes Kirschbäumchen? Weiterlesen

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Bretter die die Welt bedeuten II

Da steht ein roter LKW auf dem Parkplatz kurz hinter der Ampel. Redburn-Transfer Ltd, England, Enfield EN3 7PH und er transportiert unsere Backline sowie die unvermeidlichen Devotionalien des Künstlers. Rot. Sehr rot. Mit einem weißen Streifen an der Seite, welches das Rot wirkungsvoll unterstreicht. Ein Siebeinhalbtonner nutzt die Ampelphase dunkelgelb, nimmt Maß und erwischt den Aufbau des Redburn so präzise, daß es mit dem Koffer auch noch den Rückspiegel zerlegt. Deutscher Kunststoff trifft englischen Stahl. Ein nicht alltägliches Schauspiel morgens um sieben in Bielefeld. Weiterlesen

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Bretter die die Welt bedeuten

Es gibt noch Zeichen und Wunder! Der offensichtlich wohlhabenden Produktion gefällt es, den angemieteten Technikern einen eigenen Nightliner zu spendieren. Vier Fraggels auf einen Bus, auf dem normalerweise 10 – 12 Personen Sessel und Bett finden. Mehr Luxus ist kaum denkbar, zumal sich dadurch der Kontakt mit dem Künstler und seinem Anhang auf das unvermeidliche Minimum beschränkt. Das Leben ist schön in getrennten Bussen! Weiterlesen

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Kurz und dreckig 36

Ich hab Polizei

Man sollte viel mehr überwachen! Vor allem Ämter und Behörden sind aufgefordert, ungewöhnliches Benehmen und offensichtlich kriminelle Finanztransaktionen zu melden. Zum Beispiel das Erschleichen von Leistungen.
Rainer Wendt scheidet auf eigenen Wunsch vorzeitig aus dem Amt und geht in den vorgezogenen Ruhestand. Seine Teilzeitstelle als Hauptkommissar beim Duisburger Landesamt war nicht nur lausig bezahlt, sondern bot auch beruflich keinerlei Anregungen. »Natürlich arbeite ich dort nicht aktiv«, äußerte sich der Rechtsaußen der Polizeigewerkschaft DPolG dazu. »Ich gehe davon aus, daß das rechtmäßig war.« Weiterlesen

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Presseschredder 2.3.2017

»Selbst vor Teddybären schrecken Hacker nicht mehr zurück.« (Bild © Nicolas Asfouri/AFP/Getty Images), wird also nicht abgebildet. Bären, funkverdrahtet, niedlich, originalverpackt und noch ausgeschaltet.
»Nach Sicherheitslücken bei Hello Barbie und dem umstrittenen Verbot der Puppe Cayla gibt es erneut Aufregung um vernetztes Kinderspielzeug …«
Es gibt immer noch Menschen, die diesen Witz nicht begreifen. »Selbst vor Teddybären…«. Niedliche Teddybären hören ihre Besitzer ab, legen die Gesprächsmitschnitte in die Cloud, wo sie mit putzigen Passworten wie »Passwort«, »123456« oder »qwe« gesichert, auf jemanden warten der dieser Einladung Folge leistet. Sicherheitshinweis des Herstellers: »Lassen Sie bitte beim Verlassen der Wohnung den Hausschlüssel stecken, damit der Einbrecher bei seiner Arbeit nicht die Haustüre beschädigen muß.« Weiterlesen

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Freiheit für alle inhaftierten Journalisten

Bundesarchiv, Bild 183-1983-0323-501 / CC-BY-SA 3.0

Seit dem Vietnamkrieg gehört es zum guten Kasino-Ton, daß Militärs nicht ihre eigene Unfähigkeit oder die Überlegenheit des Gegners für eine Niederlage verantwortlich machen, sondern die schlechte Presse. Diese wird dem Zweck entsprechend als »unfair« oder gleich als Hochverrat gewertet. [Der Militarismus unter dem Aspekt des Straftatbestandes Hochverrat. Ein Thema, daß noch der Aufarbeitung harrt! der Säzzer] Die liberale Presse ist Schuld, nicht die eigenen Verbrechen und Unfähigkeit. (Der Gerechtigkeit halber muß natürlich betont werden, daß es die Suche nach dummen Ausreden nicht erst seit den Sechziger Jahren gibt.)
Von der freien Presse über die »strategische Kommunikation« zum »embedded Journalist« – Mitfahrgelegenheit zu einer interessanten Kampfhandlung mit Vollpension. Weiterlesen

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Donnerstag, 23.2.2017

Neben mir sitzt mein FOH – Engineer D-Punkt und fällt in die Pizza Magharita ein. D-Punkt ist Gelegenheitsveganer der unmissionarischen Sorte. Auch wenn er, auf seine Ernährungsgewohnheiten angesprochen, viel Verschwörung verbreitet. Das halbrohe Filet mit Brot auf meinem Teller stört ihn jedenfalls nicht. Aus dem Radio (!), das im Hintergrund plärrt, wird Werbung für ein homöopathisches Erkältungsmittel gegeben. »Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!« Ich sehe mich nach der freundlichen Bedienung der Kaschemme um, stehe auf und frage, ob man diese Stelle bitte nochmal wiederholen könnte.
Natürlich lacht wieder kein Schwein. Weiterlesen

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Presseschredder 10.2.2017

»Sag mir, wie geht es dir? Bete zu Allah, wallah wir brauchen nur eure Gebete. Das ist es, was wir brauchen. Ich schwöre. Wie geht es unserem Bruder Noor? Gut? (ein Motorrad rattert im Hintergrund durch)«

Quelle: Correctiv.Ruhr, BND oder Verfassungsschutz. Wer weiß das schon genau?

 

Der heiße Draht des IS ins Ruhrgebiet liegt Correctiv vor. Alles wahr! Isch schwöre, wallah! Das unabhängige Recherchenetzwerk klärt auf: Weiterlesen

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Who wants to be the second

Das ist ganz großes Hallentennis, das ist die Antwort, da ist Rest-Europa.
Ok. – vielleicht der schäbige Rest, aber da ist noch was. Böhmermann: Dafür könnte ich Dich knutschen! Und Deine Kollegen aus Dänemark, Portugal, Litauen, Belgien, Schweiz und Dänemark natürlich auch. Hoffentlich kommen all die anderen noch dazu.
Laßt uns die zweiten sein 🙂

Best humor so far: Switzerland! Richtig böse. R.I.C.H.T.I.G. B.Ö.S.E. Twelve Point, second place.

Ach, finde ich das schön!

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Anspruch & Wirklichkeit

Correkt!v »Wir haben keine Angst vor den Konzernen und Mächtigen.« Im Header das Bild einer Dame, die entschlossen und investigativ ins Objektiv blickt.
Das liest sich einigermaßen komisch. Wieviel Geld hat dein Arzt von der Pharmaindustrie bekommen? Bei Correktiv.org kann man eine Postleitzahl in ein Fensterchen eingeben (sobald man den Browser auf Hackerspielwiese schaltet) und dann weiß man »Seid umschlungen Millionen!«

»Pharmakonzerne zeigen sich gern großzügig gegenüber Ärzten: Sie bezahlen sie für Vorträge, laden sie zu Kongressen ein, erstatten ihnen Hotelübernachtungen, honorieren sie für Anwendungsbeobachtungen. 575 Millionen Euro flossen auf diese Weise im vergangenen Jahr an mehr als 71.000 Ärzte und medizinische Einrichtungen in Deutschland. Nur 20.000 Ärzte sind aber einverstanden, daß ihr Name veröffentlicht wird.«

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Presseschredder 30.1.2017

Die Schrottpresse hat es getan. Fernsehen geguckt. Das sollte man nicht machen und schon gar nicht Anne Will. Aber dort war der zukünftige Oppositionsführer Martin Chulz zu Gast, um seinem Volk zu sagen wo Würselen liegt. In der Nähe von Aachen! Blaue Krawatte und das mittlerweile aus Funk und Fernsehen bekannte Chulz-Grinsen. Weiterlesen

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Zwischendurch

Ich bin kein Freund des Begriffes Filterblase. Aber gelegentlich ertappt man sich doch bei der Überlegung, was Erwähnung und Beschäftigung mit bestimmten Personen für Reaktionen auslösen. Die Filterblase der anderen.
Sahra Wagenknecht zum Beispiel. Das ist auch in der linken Wohlfühlgemeinde mittlerweile ein verpönter Name. »Aber hast Du nicht gelesen, was sie…?« Ja, habe ich. Aus irgend einer Quelle, deren Kompetenz nicht ohne weiteres überprüfbar ist, jedenfalls nicht innerhalb einer halben Stunde. Und man hüte sich davor, die Glaubwürdigkeit einer Quelle überzubewerten nur weil sie sich mit der eigenen Meinung deckt.
Wie ich darauf komme? Weiterlesen

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Presseschredder 25.1.2017

Eine Legende geht. Bernie Ecclestone wurde aus der Formel1 rausgeschmissen. Der neue Besitzer des Rennzirkus, die Liberty Media, setzte den 86jährigen vor die Tür. »Sein Rat wird von unschätzbarem Wert sein« statt einer goldenen Armbanduhr. Das könnte der Anfang davon sein, Rennen oder Ergebnisse auch im Internet erfahrbar zu machen. Der letzte Benutzer eines Macintosh 128k geht von Bord. Für seine weite Zukunft wünscht ihm der Formel1-Zirkus und seine Fans alles Gute. »Leb wohl!« … wie hieß der noch gleich? Weiterlesen

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Gedicht am Dienstag (31)

Ja, es ist wieder Dienstag! Der Tag des Gedichtes! Manchmal.
Ein wenig Politik, ein wenig Liebe und keine Haiku dieses Mal. Aber das muß ja nicht so bleiben. Ich will auch gar nicht viel erzählen, also los!

Alte Tante Politik

Sie wohnt feudal, doch im Nebenraum:
Nationalgalerie, zweiter Stock links. Dort
steckt sie fest in einem Bild von sich selbst,
kommt nicht heraus, nicht vor, nicht zurück,
ein Porträt, das versucht zu gehen, Öl ohne Feuer.
Ihre Nahrung Tee und lang getunkte Kekse, das Licht
der Wächter, die sichern, dass sie keiner stiehlt.
Ihre Zeit streckt sich maßlos, dieses graue Tier
mit elastischem Rücken und ein Kratzen im Hof
hält sie wach, sie ist alt, sie ist endlos müde, träumt
vom Rücktritt, würde gern in den Farben untergehen.
Doch sie bleibt und da hängt sie: Raum zwölf, zweite
von rechts. Das ist ihr Aufstand nach Vorschrift.

Nora Bossong Weiterlesen

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Kleine Zwischenbilanz

Pony, niedlich

Als ich heute mit meinem ältesten Sohn und unserem kleinen, sehr flachen roten Auto…

Vierundzwanzig ist der Junge. Vierundzwanzig Jahre! Vor Vierundzwanzig Jahren + Biologie muß es also gewesen sein, daß meine gute Frau und ich uns über die Bedenken »in diese schreckliche Welt sollte man keine Kinder setzen!« hinwegvögelten und dann gleich ein paar davon in genau diese Welt setzten. Weiterlesen

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Presseschredder 17.1.2017

»Ich möcht’ zurück auf die Straße«
Andrej Holm
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Presseschredder 14.1.2017

An die »17« muß ich mich auch erst gewöhnen. Nö, eigentlich habe ich keine Lust irgend etwas zu schreiben. Das hat mehrere Gründe. Das Wetter zum Beispiel. Oder daß der Kiezneurotiker verstummt ist. Der hat wohl auch keine Lust, wenn auch vermutlich aus anderen Gründen. Oder der Tagesschau des täglichen Rückschritts. Man mag langsam wirklich nicht mehr… Weiterlesen

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Kurz und dreckig 35

Scheißwetter! Die Batterie von Teilchenbeschleuniger dreht den Motor exakt 1½ Umdrehungen. Dann ist sie eigentlich leer. Zum Glück schnorchelt sich irgend ein Zylinder genügend Sprit und irgend eine Zündkerze blinkt lahm, aber das reicht dann zum Glück und der Motor dreht von sich aus weiter. Der Straßenzustand ist sehr mäßig, die Sonne kommt auch nicht raus; keine Gründe, einen Meter mehr als unbedingt nötig zu fahren. Weiterlesen

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