Anspruch & Wirklichkeit

Correkt!v »Wir haben keine Angst vor den Konzernen und Mächtigen.« Im Header das Bild einer Dame, die entschlossen und investigativ ins Objektiv blickt.
Das liest sich einigermaßen komisch. Wieviel Geld hat dein Arzt von der Pharmaindustrie bekommen? Bei Correktiv.org kann man eine Postleitzahl in ein Fensterchen eingeben (sobald man den Browser auf Hackerspielwiese schaltet) und dann weiß man »Seid umschlungen Millionen!«

»Pharmakonzerne zeigen sich gern großzügig gegenüber Ärzten: Sie bezahlen sie für Vorträge, laden sie zu Kongressen ein, erstatten ihnen Hotelübernachtungen, honorieren sie für Anwendungsbeobachtungen. 575 Millionen Euro flossen auf diese Weise im vergangenen Jahr an mehr als 71.000 Ärzte und medizinische Einrichtungen in Deutschland. Nur 20.000 Ärzte sind aber einverstanden, daß ihr Name veröffentlicht wird.«

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Presseschredder 30.1.2017

Die Schrottpresse hat es getan. Fernsehen geguckt. Das sollte man nicht machen und schon gar nicht Anne Will. Aber dort war der zukünftige Oppositionsführer Martin Chulz zu Gast, um seinem Volk zu sagen wo Würselen liegt. In der Nähe von Aachen! Blaue Krawatte und das mittlerweile aus Funk und Fernsehen bekannte Chulz-Grinsen. Weiterlesen

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Zwischendurch

Ich bin kein Freund des Begriffes Filterblase. Aber gelegentlich ertappt man sich doch bei der Überlegung, was Erwähnung und Beschäftigung mit bestimmten Personen für Reaktionen auslösen. Die Filterblase der anderen.
Sahra Wagenknecht zum Beispiel. Das ist auch in der linken Wohlfühlgemeinde mittlerweile ein verpönter Name. »Aber hast Du nicht gelesen, was sie…?« Ja, habe ich. Aus irgend einer Quelle, deren Kompetenz nicht ohne weiteres überprüfbar ist, jedenfalls nicht innerhalb einer halben Stunde. Und man hüte sich davor, die Glaubwürdigkeit einer Quelle überzubewerten nur weil sie sich mit der eigenen Meinung deckt.
Wie ich darauf komme? Weiterlesen

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Presseschredder 25.1.2017

Eine Legende geht. Bernie Ecclestone wurde aus der Formel1 rausgeschmissen. Der neue Besitzer des Rennzirkus, die Liberty Media, setzte den 86jährigen vor die Tür. »Sein Rat wird von unschätzbarem Wert sein« statt einer goldenen Armbanduhr. Das könnte der Anfang davon sein, Rennen oder Ergebnisse auch im Internet erfahrbar zu machen. Der letzte Benutzer eines Macintosh 128k geht von Bord. Für seine weite Zukunft wünscht ihm der Formel1-Zirkus und seine Fans alles Gute. »Leb wohl!« … wie hieß der noch gleich? Weiterlesen

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Gedicht am Dienstag (31)

Ja, es ist wieder Dienstag! Der Tag des Gedichtes! Manchmal.
Ein wenig Politik, ein wenig Liebe und keine Haiku dieses Mal. Aber das muß ja nicht so bleiben. Ich will auch gar nicht viel erzählen, also los!

Alte Tante Politik

Sie wohnt feudal, doch im Nebenraum:
Nationalgalerie, zweiter Stock links. Dort
steckt sie fest in einem Bild von sich selbst,
kommt nicht heraus, nicht vor, nicht zurück,
ein Porträt, das versucht zu gehen, Öl ohne Feuer.
Ihre Nahrung Tee und lang getunkte Kekse, das Licht
der Wächter, die sichern, dass sie keiner stiehlt.
Ihre Zeit streckt sich maßlos, dieses graue Tier
mit elastischem Rücken und ein Kratzen im Hof
hält sie wach, sie ist alt, sie ist endlos müde, träumt
vom Rücktritt, würde gern in den Farben untergehen.
Doch sie bleibt und da hängt sie: Raum zwölf, zweite
von rechts. Das ist ihr Aufstand nach Vorschrift.

Nora Bossong Weiterlesen

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Kleine Zwischenbilanz

Pony, niedlich

Als ich heute mit meinem ältesten Sohn und unserem kleinen, sehr flachen roten Auto…

Vierundzwanzig ist der Junge. Vierundzwanzig Jahre! Vor Vierundzwanzig Jahren + Biologie muß es also gewesen sein, daß meine gute Frau und ich uns über die Bedenken »in diese schreckliche Welt sollte man keine Kinder setzen!« hinwegvögelten und dann gleich ein paar davon in genau diese Welt setzten. Weiterlesen

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Presseschredder 17.1.2017

»Ich möcht’ zurück auf die Straße«
Andrej Holm
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