Nackte Brüste / Nochn Nachtrag

junkWerden gelöscht. Todsicher. Aufrufe zur Gewalt vielleicht auch – wenn sich jemand daran stört.
Nein, die Redaktion der Schrottpresse hatte nicht vor, sich an der Debatte Heiko Maas gegen Google beteiligen. Auch wenn es auffällig ist, daß von rechter Seite Kommentare und Meinungen noch als Meinungsfreiheit durchgehen, die, kämen sie aus der linken Ecke, bereits für eine Verhaftungswelle gesorgt hätten. Aber auch diese Feststellung ist alles andere als revolutionär – sie ist ein Teil der europäischen Kultur. Vernunft wurde schon immer als bedrohlich empfunden.

Was gelegentliche Internetabstinenz doch für heilsame Nebenwirkungen haben kann. Man wird so friedlich!
Zurück am Bildschirm wird einem dann wieder ganz schnell schlecht. Die Wohlfühloasen sind rar gesät. Es wird gewatcht, denunziert aufgedeckt, von Putin bezahlt, geheime oder nicht ganz so geheime Verbindungen gefunden und wenn schon nicht voreilige, dann doch hirnrissige Schlüsse gezogen.
Das Bemerkenswerte daran sind weniger die absurden und haarsträubend dummen Botschaften, die da in die Welt posaunt werden – es ist ihre Konstanz. Jahrelang die selbe Leier; nicht einmal die Namen der »gewatchten« wechseln. Für alle, die vermuten, daß damit Karlchens kriminelle Sudelseite gemeint ist: Nein, die ist nur der Splitter eines Trittbrettfahrers. Das Ganze scheint eine Mainstream-Sportart geworden zu sein.

Wenn ein politisch links verortetes Blog eine gewisse Größe erreicht hat, wird es automatisch zur Zielscheibe. Dann braucht diese Internetpräsenz keine Autorenliste, sondern eine, in der steht, wer alles nicht dazugehört oder mit wem man auf keinen Fall diskutiert. Die Distanzierungserklärung hat der Meinungsäußerung den Rang abgelaufen.
Wer da nicht mitmacht, ist Querfront, der Screenshot die Massenvernichtungswaffe der 140-Zeichen-Generation. Querfront kann schließlich jeder und alles sein. Genau wie »Jude« oder »Neger« – und da nähert man sich schon genau dem an, was man vorgibt zu bekämpfen. Auffällig dabei ist überdies die Tatsache, daß man sich zwar bis zum Erbrechen mit angeblichen Verrätern oder »Querfröntlern« beschäftigt, nicht aber mit den zweifelsfrei erwiesenen Gegnern.
Das Prinzip dahinter ist genau so billig wie es aussieht. Aber es verhindert mittlerweile nachhaltig jede fruchtbare Diskussion. Die Maulaffen sind gesellschaftsfähig geworden und beherrschen die Szenerie.

Nachdenkseiten, Spiegelfechter, Denkfunk, Konstantin Wecker & Co – zum Glück ist die Schrottpresse ja eine von den Kleinen. Da möchte man nicht durch, das ist nicht mehr zumutbar! Facebook als Toilettenpapier der sogenannten freien Meinungsäußerung. Nein Danke.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Weder lese ich genannte Blogs regelmäßig noch würde ich mich in jedem Fall ihrer Meinung anschließen. Aber der Tonfall und die Hysterie über die Betreiber und Autoren dort ist das Ende der Diskussion und keinesfalls ein Anfang.

So, genug geschimpft.
Zu der Krautreportergeschichte und der beschlossenen Paywall von gestern ist mir noch ein Zitat von Don Alphonso untergekommen (Link via Burks), das noch zum Besten gebracht werden sollte:

»Meine Meinung ist ja, dass solche Typen sich nicht ändern und für Geld viel tun. Vorgestern waren sie Blogwerber, gestern zentraler Eckpfeiler des Internetmanifests und heute eben Krautreporter; was morgen ist, entscheidet die Mode und die Filterbubble bei Twitter. Momentan ist Crowdfunding in, da rotten sich halt Pulks zusammen und nehmen, was sie kriegen können.«

Und Claudia Klinger bemerkt völlig zu recht:

»Wo bitte ist das ein MEHR gegenüber dem bisherigen Zustand? Habe ich MEHR, wenn ich weiß, dass Andere jetzt WENIGER haben? Das ist eine Argumentation, die auf Geiz & Missgunst setzt. Mag sein, dass es einige gibt, die so denken, aber ein Mitglied schrieb dazu sehr richtig:
„Das Trittbrettfahrerargument kaufe ich Euch nicht wirklich ab, das war bisher noch nie ein Thema, nicht auf KR, nicht im Forum, nicht auf Twitter, nicht in Blogs.“ «

Jetzt ist aber wirklich genug…

Kleiner Nachtrag, weil es so schön ist. Ich darf mal zitieren:

»Heute stößt die Schrottpresse in dasselbe Horn (Spaltung). Auch hier eine spürbare Rechtsdrift. Für die Nachdenkseiten, Spiegelfechter, Denkfunk, Konstantin Wecker & Co bricht er eine Lanze, indem er ihre Kritiker Maulaffen nennt. Leider ist nicht zu erkennen, was ihn so hyperventilieren läßt, denn er kennt offenbar keine Beispiele für seine Behauptungen.«

Daß man das nicht erkennt – das Hyperventilieren – hat einen Grund. Ich sehe das ganz gelassen und die einzige Reaktion, die es mir abgewinnt, ist Ekel – Langeweile im besten Falle.
Und doch: Ich kenne da einige Beispiele und der Autor des Zitates auch. Aber so ist das nun mal, wenn man nicht lesen kann oder will. Von verstehen will ich ja gar nicht reden.

Und weil’s so schön ist, gleich noch einen:

»Kleinbloggersdorf wird auf diese Weise für mich immer unattraktiver. Ein linkes Völkchen von Schulterklopfern.«

Dieses zärtliche »Kleinbloggersdorf« wird eigenartigerweise meistens auf Blogs zitiert, vorzugsweise auf den eigenen, so man denn einen hat. Daß eine gewisse Klientel mit Lust und Ausdauer auf den eigenen Teppich pinkelt… aber warum machen die das?
Und wo ist dann die große, weite Welt? Ach ja: Facebook! Genau! Da kann man nach Herzenslust pöbeln und anderen Unsinn machen.

Die Redaktion der Schrottpresse fühlt sich jedenfalls auf dem Dorfe sehr wohl. Man gibt sich die Hand, klopft hin- und wieder auch auf die Schulter und freut sich gelegentlich an den schönen Dingen des Lebens.
Und der Gesinnungspolizei, die mal wieder (hyperventilierend) »Spalter!« kreischt, sei folgendes auf den Weg gegeben:
Ihr ödet mich an. Deswegen habe ich den obenstehenden Text geschrieben. Wegen dem Mief, der Langeweile und den ewigen belanglosen Wiederholungen, die Ihr verbreitet. Diese ganze Provinzialität könnte man Euch ja noch verzeihen, wenn Ihr dabei nicht noch so unfassbar humorlos wärt.

So! Jetzt reicht’s aber wirklich! Sonst rege ich mich noch auf und hyperventiliere. Lieber mal was erotisches schreiben. Vielleicht auch eine Gangart härter…Latex? Leder? Fesseln? Dann hätte man wenigstens die Gewißheit roter Köpfe bei den Blockwarten – Sex gibt’s bei denen ja schon aus weltanschaulichen Gründen nicht. Oder auch nur nicht, weil es Spaß macht.

Leckt mich doch alle…

Nochn Nachtrag

»altautonomer hat gesagt
Ken Jebsen über die jüdische Verschwörung:
https://www.youtube.com/watch?v=5F2ciNUqkFQ

Das soll jetzt kein abschließender Beweis, aber ein Beispiel dafür sein, was vom der Duderich und Pantoufle hämisch verharmlost wird.

Und sie haben Recht: Das weltweite Finanzjudentum hat mich ermächtigt, Sie mit der ANTISEMITISMUS-Waffe anzugreifen, die mir von der Holocaustindustrie überlassen worden ist. Ferner läßt Sie das weltweite Finanzjudentum wissen, dass Ihr Gehirn demnächst mittels Mikrowellen ferngesteuert wird und Sie damit zu einem zionistischen Roboter werden. Es gibt kein Entkommen «

Da fehlt ein Punkt. Na schön: das kann im Eifer des Gefechtes schon mal passieren. Da fehlt aber auch noch etwas anderes. Das Beispiel nämlich, wo die Schrottpresse hämisch verharmlost. Wo Duderich hämisch verharmlost, weiß ich ebenfalls nicht – der Angesprochene wird mir verzeihen, daß ich nicht jede Zeile dieser Schlammschlacht gelesen habe. Sollte der Duderich zufällig mitlesen: Ich bin jederzeit an hämischer Verharmlosung interessiert! Link?

Warum setze ich das hier den Lesern vor? [Das frage ich mich allerdings auch! Der Säzzer]
Mal ganz abgesehen von den Psychopharmaka, die gegen Ende ihr unseliges Zerstörungswerk vollenden, ist es genau das, was ich mit meinem Text meinte. Genau das! – besser hätte ich es nicht formulieren können; hätte ich so etwas als Satire geschrieben, wäre das Publikum zu Recht gähnend weitergezogen.

Ein einziger Satz von Altautonomer aber ist tatsächlich richtig: Es gibt kein Entkommen. (Punkt. Obwohl ein signum exclamationis angebrachter wäre.) Der Verfolgungswahn der Gralshüter ist etwas, was ganz klar dagegen spricht – um auf Thelonious Kommentar einzugehen – ein Blog zu unterhalten oder auch nur zu lesen. Der sich nach einiger Zeit eventuell beim Blogbetreiber einstellende Verfolgungswahn ein weiterer Grund.
Oder weitaus schlimmer: Man beschäftigt sich nicht mehr mit politischen Themen. Diese Kapitulation wäre in gewisser Hinsicht allerdings unverzeihlich. Sich von »denen da draußen« vorschreiben zu lassen, was man zu schreiben und zu denken hat…

DIE SCHROTTPRESSE
feinfedriger Qualitätsjournalismus
Fachblatt für Ackerschlepper, Kleinbildzucht und Damen-Moden

Das ist Auftrag und Verpflichtung! Die Redaktion der Schrottpresse (Redaktionskampfhund Oskar und Chefredakteur Pantoufle) versichern allen Lesern der Schrottpresse, daß auch in Zukunft weiter verhöhnt, verharmlost, dem internationalen Finanzjudenthum gehuldigt

Die Redaktion. Wuff!

So, nun ist aber echt Schluß! Ich muß los.

 

Ich tagge das jetzt mal mit… na was wohl? Dann ist die Schrottpresse auch bald schrecklich berühmt.

 

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0 Kommentare zu Nackte Brüste / Nochn Nachtrag

  1. derda sagt:

    Ist das der Anfang mit Damenmoden und Errotick? Bissle holprig 🙂

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    • pantoufle sagt:

      Zugegeben: Wie ich von hier noch eine Überleitung hinbekommen soll, ist mir auch unklar. Die Brüste am Anfang sind da ohnehin nur aus Langeweile und den tausenden von Klicks mit hineingeraten, die solche Veröffentlichungen immer nach sich ziehen.
      Immer.
      Glaube ich.
      Ganz bestimmt sogar.
      Es fängt schon an!

      Und außerdem sieht das immer noch schöner aus als irgend ein gephotoshoppter Screenshot (guck doch mal, Mami! Der Onkel hat folgendes gesagt!!!).

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  2. waswegmuss sagt:

    Nie ist ein Nazi da wenn man einen braucht. Alles muss man selber machen. Spammerwüste Deutschland andsoon.
    Da werden Asylantenwohnheime angezündet, Parteibüros von der dunkelrosanen Partei „Die Linke“ geschleift. Rechtsfolgen befreit Züge verwüstet und der Kongress echauffiert sich über Facebook. Der vom einfachen Geist dringend benötigte „kleine Adolf, aber nur ein ganz kleiner“ war nie verschwunden. Es wurde nun nicht mehr wahrgenommen.

    Lieber Pantoufle so wäre das Foto FB tauglich:

    http://ca.sadvdstatic.com/xl/UQ/0UUQ/B006OT0UUQ.jpg
    (zu löschen)

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    • pantoufle sagt:

      Nazi gesucht? Och: Damit könnte ich dienen. Von meinem Lieblingsfascho habe ich heute schon fast 10 Klicks. Der hat neuerdings Hausverbot bei Facebook wegen Sockenpuppe und von daher Langeweile. Die vertreibt er sich damit, daß er bloggenden Damen (in Kleinbloggersdorf) Geld zusteckt, damit die ihn lobend erwähnen… nein, ich rege mich nicht auf – ich doch nicht!

      Zum Bild! Was Schmeisser, Tuchtüddel und Reichsadler verbergen, soll ich jetzt aber nicht wegphotoshoppen, oder?
      Was für ein herrlich einfältiges Bildnis! Wenn sie ihre Fingerchen am Abzug oder wenigstens der Sicherung hätte… Wie eine Hupfdohle in einem Musik-Video, der man eine Gitarre in die Hand gedrückt hat. »Kann ich damit Tomaten pflanzen?«

      Ob es die Suche nach einem (kleinen) Führer ist? Ich weiß nicht genau: Es macht eher den Eindruck, daß sich mittlerweile alle um den Posten reißen.

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      • waswegmuss sagt:

        Zum Löschungstipp: Dieses Arschgeweih-Referenzmodell enthält schließlich ein verfassungsfeindliches Symbol.
        ——————
        Zum Dolferl: Ich dachte immer sie brauchen Führung.
        Guck mal wie die rumlaufen:Unter aller Sau mit mandyfarbenen Haaren und gefälschten Camp-David-Klamotten vom Polenmarkt. Dazu können sie nur in der Stimmlage „Kreisch“ singen. Da braucht es eine harte Hand. Ja, wir brauchen den Deutschlandklon! Gesamplet aus dem genetischen Material eines Bademeisters, eines Dobermanns und einer achthunderter Rüttelplatte von Wacker. Sonst wird das nix mit denen.
        Jawoll!

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  3. „…daß er bloggenden Damen (in Kleinbloggersdorf) Geld zusteckt…“
    gibt es da irgendwas, das ich wissen wollte?

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    • GrooveX sagt:

      was ist mit deinem cms los?

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    • pantoufle sagt:

      Ich weiß nicht, ob Du das wissen willst 🙂
      Aber gewisse Peinlichkeiten haben ja das Air schwerer Verkehrsunfälle: Man kann einfach nicht wegsehen…

      Was war? Bei Facebook gehen sie hin und wieder ja doch gegen Nazis vor und jetzt haben sie Karl dort gekickt. Da haben wohl auch seine unzähligen Aliases nichts geholfen.

      Nach der Dithfurt, wo er ja sich durch großzügige Spenden bereits Wohlwollen erkaufte, hat er jetzt eine neue Schleimspur gezogen… aber die kannste ja selber nachlesen 😀

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      • DasKleineTeilchen sagt:

        urks. wenn ich da drüben auch nur 5 minuten gelesen habe, bin ich danach erstmal für ne stunde mental voll *in limbo*. zum glück warens diesmal nur 2.

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        • DasKleineTeilchen sagt:

          mein gott. was sein einziger (meistens jedenfalls) kommentator wieder für einen bullshit zusammenfantasiert…just…WOW!

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          • pantoufle sagt:

            Ja, das Karlchen. Das Gute an seiner Jauchegrube ist, daß man sicher sein kann, daß jedes Wort erlogen ist. Wenigstens diese Sicherheit vermittelt er.
            Aber wie er auf die abstruse Idee kommt, ich hätte mit Altautonomer ein gemeinsammes Blog gegründet? Mit Melina, Heribert Magenbitter und einem gewissen Carlos Carreras habe ich das getan – ich hole mir doch keine Linken ins Boot oder spreche ihnen nur auch das linkssein ab.

            Melina war übrigens eine großartige Dame… das sach ich Dir. Sie sprach als Ukrainerin nur gebrochen Deutsch, hatte eine erstklassige ukrainische URL und hat bei diversen Gelegenheiten das Karlchen an den Eiern durch die Manege gezerrt. Du weiß ja: Frauen in den Kommentarzeilen genießen Verehrung und bei Karlchen ging es soweit, daß er sabbernd und wimmernd vor ihren Füßen kroch.
            Melina und ich trafen uns dann auf der Schrottpresse. Sie hatte lange, hellbraune Haare, einen göttlichen Busen und war sehr, sehr dominant, wenn auch mit gelegentlichen zärtlichen Phasen. Davon aber – weil privat – hat die zeternde Denunze nur raten und vermuten können. Was er dann auch ausufernd tat. Erwähnte ich schon ihre Fingerspitzen? Damit konnte sie Dinge anstellen… Aber darüber ein anderes Mal!

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  4. Stony sagt:

    Empfehlung (mit ‚Lauschbefehl‘ hab ich’s ja nicht so):
    Bißchen mehr als zwo Stunden passender ‚Unterhaltung‘ zum Thema, wo Form und Inhalt demonstrativ in eins gehen: Alternativlos 35.

    Und jetzt geb ich mir mal den Hintergrund des Nachtrags, Schreckliches ahnend.^^

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    • Stony sagt:

      Erbärmlich. In ihrer Humorlosigkeit nachgerade albern. Im Abgang fad. Kein Wein, in welchem man ertrinken möchte.

      Soo, einmal den Mund feucht auswischen… *plopp*
      Cheers allerseits!

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  5. oblomow sagt:

    Pantoufle, das mit dem humorlos ist treffend genug und doch könntest du es noch um das schöne wort verkniffen ergänzen.

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    • pantoufle sagt:

      Moin Oblomow
      Mein Problem bei nicht nur diesem Thema ist das Kopfkino, was bei solchen Gelegenheiten in mir startet. Die kleine Geschichte eines verzerrten armen Poeten Spitzwegs; irgendwo zwischen verkanntem Schreiberling und unheilbarem Ebenezer Scrooge.

      Man muß schon ziemlich gut schreiben können, um eine unüberwindbare Barriere zwischen dem Leser und der eigenen Seele aufrecht erhalten zu können, eine Grenze, die der Leser unmöglich überwinden kann. Eine Kunst, die die Trolle, Gralshüter und Sittenwächter in der Regel nicht beherrschen. So mutieren ihre flammenden Anklagen, die sie absondern, schnell zu unfreiwilligen Selbstdarstellungen von Existenzen, um die man im wirklichen Leben einen großen Bogen machen würde. Nicht mehr das Argument steht da im Vordergrund – das vielleicht durchaus diskussionswürdig wäre -, sondern das Bild der Person, die es vertritt.
      Und das ist gelegentlich nur noch erschreckend.
      Damit ist der Altautonome, der diesen Nonsens bei Charlie erbrochen hat, nicht einmal explizit gemeint – wem der Schuh gefällt, darf ihn gerne anziehen; es fallen mir genügend potentielle Träger ein und täglich werden es mehr.

      Genau wie Adjektive: Verkniffen wäre eines der möglichen. Aber das ist wohl auch der Grund, warum ich mich zunehmend von den Seiten der Gralshüter fernhalte. Nicht allein wegen dem Mief. Es ist wohl ein Rechtsruck in meiner erbärmlichen Existenz, die mehr daran interessiert ist, was die Menschen tatsächlich aus ihrem Leben machen und weniger an den Ausflüchten, warum daraus nichts geworden ist.

      P.S Und im übrigen bin ich natürlich vollkommen niedergeschlagen von der Wucht der Anklage eines Rechtsrucks!

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      • derda sagt:

        Wenn dich kleinbürgerliche Salonbolschewisten als rechts bezeichnen müsstest du doch mit beiden Beinen im Leben stehen. Seh es positiv. 😉

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      • DasKleineTeilchen sagt:

        ach gottchen. „rechtsdrift“ bei der schrottpresse. muss man nich vastehn, oder? das „leckt mich doch alle“ ist durchaus die adäquate reaktion auf solch bizarren dogmatiker-faschismus (oh, so ein böses wort) von betonschädeln. diese stalinisten sind immer so herzerfrischend rational in ihrer argumentation („SPALTER“, rufts hinter mir, „einmal ozelot-zungen, bitte“, meine antwort).

        macht mein kommentar sinn? nein, ich bin nur zunehmend verwirrt.

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        • DasKleineTeilchen sagt:

          ergänzung, in der ich mich stony anschliesse:

          „leckt mich doch alle und gebt euch zum verständnis alternativlos 35, vielleicht hilfts ja…und man kann wieder miteinander reden, nachdem alle ma reflektiert haben und mit den beschimpfungen aufhören“ .

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  6. Thelonious sagt:

    pantoufle, pantoufle. Auf was für Seiten du dich auch so herumtreibst. Da musst du dich nicht wundern, wenn du dich ärgern musst.

    Aber du hast schon recht. Das Netz wird immer langweiliger. Immer die gleichen öden Streitereien, Diskussionen mag ich es nicht nennen. Die Dogmen, der hingerotzte Buchstabenauswurf, die Verbiestertheit. Da wird um jede Aussage gekämpft, jeder Buchstaben mitgeschnitten und dann dem Verfasser aufs Butterbrot geschmiert. Neu ist das nicht, aber die Grabenkämpfe nehmen zu und werden immer erbitterter.

    Wo bleiben Charme und Witz? Deshalb bin ich privat nur noch selten im Netz. Ich habe meine paar Lieblingsautoren, dort lese ich manchmal mit Bewunderung mit, pöble in meinem Fußballforum, denn da darf man das, und das war es dann auch schon. Ansonsten kann mir das Ganze gestohlen bleiben.

    Da sitze ich lieber im Weinberg oder im Wirtshaus und habe dort dann Leute um mich, mit denen ich gerne rede. Das analoge Leben hat mehr Lebensqualität als das digitale. Vor allem, wenn es draußen warm ist.

    Ein paar Stunden auf dem Moped bringen mehr Spaß, als ein paar Stunden im Netz. Ein Nachmittag im Biergarten mehr Erkenntnisse. Von dem formidablen Rausch wollen wir gar nicht reden.

    Und wenn es zu kalt und dunkel wird, um draussen zu plauschen, dann kann man immer noch in der Werkstatt schrauben.

    Das Netz ist nur eine Kommunikationskrücke und wird es für unsere Generation auch bleiben. Den beruflichen Nutzen für mich sehe ich, der private geht immer mehr gegen Null. Es lohnt sich nicht einmal, sich darüber zu ärgern.

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  7. Frank Benedikt sagt:

    „Nackte Brüste“? sind doch per se nicht ‚böse‘ 😛 damit auch nicht sonderlich interessant/anstössig. interessanter finde ich schon die frage, wer ‚hier‘ noch mit wem reden mag. die „blogosphäre“ scheint mir zerrissen wie nie und das „hochverehrte Publikum“ ebenfalls. das macht imho keinen „spass“ und nicht zuletzt deshalb halte ich inzwischen meist das maul – kein blog mehr, kaum noch kommentare, mails, tele-und skypofonate.

    die „besserwisserei“ der mitmenschen macht mich erneut krank – statt zuhören und respekt herrscht persönliche rechthaberei. meinetwegen nennt es auch gleich „meinungsfaschismus“ statt „meinungsvielfalt“.

    „Zielscheibe“ passiert, aber wenn man zu viel zeit daran verschwendet, sich als solche zu betrachten, verliert sich imho auch der ‚eigentliche gedanke‘.

    da bin ich dann nicht mehr so ganz bei Dir, Daniel, aber grundsätzlich schon 🙂

    BG
    Frank

    0

  8. Pingback: Moin Thelonious | die Schrottpresse

  9. Der Duderich sagt:

    „Sollte der Duderich zufällig mitlesen: Ich bin jederzeit an hämischer Verharmlosung interessiert! Link?“

    Selbstverständlich lese ich mit, und melde mich hier dienstfleißigst zur Stelle.

    „Hämische Verhahrmlosung“, klingt wie so einiges anders wie das Zufallsprodukt eines Troll-Phrasen-Generators.
    Weitere mögliche Zufallsergebnisse:
    „infantiler Querfrontler“
    „hyperventilierende Rechtsdrift“
    „schmerzbefreiter Kindergärtner“

    Könnte man beliebig fortsetzen…
    Dieser Worte stammen übrigens alle aus dem Kommentatorbereich von Charlie – ihre Kombination ist wie gesagt zufällig (bzw. von mir).

    Zur hämischen Verharmlosung kann ich Dir leider keinen Link präsentieren, aber mich zitieren:

    „Bin halt nur die Made im Speckgürtel Eures abgeschlossenen Weltbildes…“

    Trifft zwar nicht unbedingt inhaltlich auf den Punkt , aber ich musste das mal zitieren, weil mir die Vorstellung so gut gefällt. 😉

    Hämisch verharmlosende Grüße
    vom Dude

    0

  10. pantoufle sagt:

    Moin Duderich

    Schön, daß Du mitliest – das freut mich ehrlich. Ich lese ja auch bei Dir, wenn mir das Kommentieren auch zunehmend schwerfällt. Das betrifft aber nicht nur Dich: Bei einem Blogbetreiber habe ich mich neulich auch schon via E-Mail entschuldigen müssen, daß ich den Text zwar großartig fand, mich in den Kommentarzeilen aber nicht beim Rennen der Superlativen beteiligen wollte.

    Beim gegenwärtigen Tribunal komme ich – vermutlich intellektuell – mittlerweile nicht mehr mit. Da stehen von fast allen Beteiligten zum Teil bemerkenswerte und wichtige Dinge neben Anfeindungen, die logisch nicht mehr zusammenzuführen sind.
    Charlie hat an einer Stelle angemerkt (ich muß das leider etwas zusammenkürzen):

    »Das ist einer der Gründe, weshalb ich mich vor geraumer Zeit dazu entschlossen habe, klar Stellung zu beziehen und mich nicht mehr auf ein schwammiges „Wir haben uns alle lieb“-Szenario der Marke Esoterik zurückzuziehen.[…] Wir müssen ausdrücklich keine „gemeinsamen Lösungen finden“, wie das furchtbare Merkel-Monster immer wieder gebetsmühlenartig herunterplappert, sondern die scharfen Kanten und Unterschiede bloßstellen und deutlich machen: „Bis hier sind Kompromisse möglich – darüber hinaus aber in keinem Falle mehr.“
    Ich weiß, dass ich mir mit dieser Überzeugung wenig Freunde, dafür aber viele Feinde mache.«

    Das ist im Kontext mit dem seinem längeren Kommentar eine sehr deutliche Standortbeschreibung, die ich soweit erst einmal vollkommen respektiere. Wo es bei mir allerdings aushakt, ist die unausgesprochene Forderung, daß sich die Diskussion grundsätzlich um diesen eigenen Planeten drehen soll. Das kann sie auf seinem eigenen Blog durchaus, das ist seine Plattform, sein Forum, aber eben nicht das Universum. Nicht in der Wortwahl (ich empfinde das »furchtbare Merkel-Monster« wenig geglückt) noch in Charlies Kompromißlosigkeit. Das mögen andere eben anders sehen.

    Der Moment, wo ich mich aus der Debatte endgültig verabschiede, ist erreicht, wenn »Hohlwelt« und »Chem-Trails« auftaucht oder ein »Und es ist nun mal so, dass man hinter eine einmal gewonnene, gesicherte Erkenntnis nicht mehr zurückgehen kann«. Oder beim Erscheinen des Wortes »Spalter«! Leider bin ich erheblich zu Monty-Python-verseucht, als daß mir das nicht ein breites Grinsen in Gesicht nageln würde. Man muß akzeptieren, daß einige Begriffe und Namen einfach verbrannt sind. Ist so, ist auch nicht zu ändern. Otternasen.
    Ganz abgesehen davon, daß an dieser Stelle die Auseinandersetzung ins persönliche abdriftet, ein weiterer Erkenntnisgewinn also nicht zu erwarten ist. Und gegen einen möglichen Unterhaltungsfaktor spricht der von mir unterstellte Mangel an Humor.

    Das gilt bei mir allerdings auch für Figuren wie Ken Jebsen, Broder oder Ganser. Ich gestehe, daß ich es mir selber sehr einfach mache, indem ich mich Ockhams Razor bediene. Und da fallen die Entitäten, die Jebsen und Co wie Pferdeäpfel absondern als »nicht notwendig« heraus. Es gibt genügend andere – aus seriösen Quellen stammende – Argumente, die eine Theorie stützen können. Warum sollte man sich Behauptungen aus solchen Quellen bedienen? Um die Menge der Argumente für eine Theorie zu vergrößern? Damit würde man – laut Ockham – die Beweiskraft der eigenen Aussage torpedieren.

    Schlicht und schön.

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    • Der Duderich sagt:

      Was im Narrenschiff Gülle auf mich abbekübelt wird. Da möchte ich am nächsten Tag nicht den Deckschrubbdienst haben… 😉
      Mittlerweile bin ich da so etwas wie ein fehlgeleiteter Antisemit, der wöchentlich mit Karlchen squachen geht. Jakebaby ist da besonders ‚premium‘.
      Man versucht da anscheinend meinen Punkt zu finden, mit dem man mich richtig treffen kann. Was mir so richtig wehtut.
      Der jüngste Versuch kam vom Altautonomen, der mich mal so richtig breit schmunzeln lies.
      Er zitierte Dich dort, wo Du gegen Jebsen ablederst.
      Der finale Satz:
      „Tja Duderich, jetzt fühlst Du Dich wohl wie ein bepisster Pudel.“
      Witzigerweise ist das genau die Strategie, die bereits Karlchen versucht hat, Dich von mir abzuspalten.
      Nun ist der Altautonome also auch unter uns Spaltern. Wir sollten ihn willkommen heißen, im Club der Spalter, wenn er nicht so humorlos und verbiestert wäre.

      Aber, Scherz beiseite. Ich hab mit niemanden ein Problem, der Jebsen scheiße findet. Und mit Dir habe ich schon gar kein Problem. Ich hab auch kein Problem mit Denen, die es scheiße finden, irgendetwas zu publizieren an dem K.J. beteiligt ist.
      Womit ich ein Problem habe, ist diese selbstgerechte, dogmatische Atidüde.

      Inbrünstig gegen Rechts sein, aber Andersdenkende aufs Blut bekämpfen.
      Mit so einer Haltung ist auch kein Staat zu machen…
      Mittlerweile changiere ich wie Du zwischen Ekel und Langeweile.

      Traurig, das.

      Grüße, Dude

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