Nachwuchs

effe

»Liebste: Freue Dich! Ich hab einen neuen Auspuff gekauft!« Der alte an der XJ war ihr zu laut. Sagt sie. Na schön, vielleicht hat die alte Marving-Tröte ihre besten Zeiten hinter sich; kann ja sein. Jedenfalls hätten sich neulich die Damen im Reisebüro entgeistert über den Ton bei meiner Abfahrt geäußert.
Nun habe ich einen neuen Auspuff! Das Motorrad, was daran hängt, gab es dazu.
So gesehen war der neue Auspuff nicht gerade ein Sonderangebot – gemessen am Anhängsel aber doch. Es gibt es also ein neues Pferd im Stall, das auf den schönen Namen FJ 1200, Baureihe 3CW, hört. Es hört auch auf den weniger schönen Namen »Yamahas Eisenfass«. Wegen seines Gewichtes wegen. Etwa 3,85€ pro kg Lebendgewicht macht ein Kiloeuro total, was für 126PS nicht zu viel ist.

Die beiden Vorbesitzer hatten im Rahmen ihrer Möglichkeiten versucht, diesem Eisenhaufen eine individuelle Note zu verpassen – zu meinem Glück beschränkte sich das auf den Gebrauch von Sprühdosen. Weder Motor noch Elektrik verraten Spuren von Manipulation, was im Falle des Kabelsalats für eine unterhaltsame Nacht sorgte. Jetzt geht der linke Blinker wieder (die Winz-Funzeln am Heck sind sichtbaren Blinkern gewichen), Hupe und Benzinpumpe, Armaturenbeleuchtung und auch der Scheinwerfer wirft Licht statt es fallen zu lassen. Keine japanischer Steckverbindung hält 26 Jahre so wenig wie ein Schalter. Alle Beschwerden, über die der Vorbesitzer bereitwillig Auskunft gab, sind nachvollziehbar gefunden und behoben. Auch der unerklärliche zeitweilige Leistungsverlust fand eine Erklärung durch dem hoffnungslos vergammelten hinteren Bremszylinder, dessen blankes Metall der ehemaligen Beläge langsam die Scheibe auffraß. Es lebe das Baukastenprinzip: Scheibe, Zylinder und Beläge sind baugleich zur XJ900 und davon liegt noch genug herum!
Ob das mumifizierte Vögelchen zwischen Zylinder 3 und 4 schon während der letzten TÜV-Prüfung im Frühjahr vor sich hinmoderte? Ein Opfer der martialischen Ansaugschächte links und rechts, die  im Falle von Regen die Zündkerzen unter Wasser setzen sollen. Das Aussehen von Steckern und Kerzen ließ jedenfalls darauf schließen, daß sie dieser Aufgabe erfolgreich nachkommen.

Der Motor dagegen gibt sich so, wie man es ihm nachsagt: Laufleistungen von 200.000 km gelten als normal, es sind auch Fälle von 400.000 km bekannt. Mit seinen 63.000 km auf der Uhr gilt die Maschine als eingefahren und so fühlt es sich auch an! Wenn sich der Koloss erst einmal in Bewegung versetzt hat, kommt man aus dem Grinsen nicht heraus. Druck ohne Ende, ab 50 km/h im fünften Gang; an der Ampel kann man auch im dritten anfahren. Nach Tacho endet der Spaß erst bei 240 km/h, was allerdings eine eher akademische Größe ist. Erste Probefahrten ergaben eine stressfreie Reisegeschwindigkeit zwischen 150 – 170 km/h so um die 6.000 – 7.000 rpm. Luft nach oben ist da in jedem Falle.

Soviel erst einmal zur Erklärung, warum ich in letzter Zeit wenig Zeit zum Schreiben hatte. Tage und Nächte in der Werkstatt mit einem neuen Spielzeug, gelegentlichen Ausritten, unterbrochen nur vom gelegentlichen Broterwerb. Da blieb wenig Zeit! Jetzt muß sie erst einmal gefahren werden. Der ewige Kurzstreckenbetrieb liegt noch wie Nebel auf dem Motor; es wird aber jeden Tag merklich besser.

0
Dieser Beitrag wurde unter Motorrad abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

0 Kommentare zu Nachwuchs

  1. Thelonious sagt:

    Habe ich ad richtig gerechnet? 385 kg? Wo kommen die denn her, so dickschiffig sieht die FJ 1200 doch gar nicht aus?

    0

  2. pantoufle sagt:

    1000€ / 3,85 = 259,7 kg (Rechenschiebergenauigkeit genügt 🙂 )

    0

  3. lazarus09 sagt:

    ..Hey , erst mal Danke für die Einladung die ich gerne annehme, nettes Blog hier muss ich mal heute Abend in ruhe stöbern und lesen .. und dann die eff-jott ..aww 😀

    ..hat deine Antidive, ABS [ war ja mal Aufpreispflichtig ] beim ABS gab’s bei längeren Standzeiten Probleme [ weil du die Bremssattelkolben erwähntest] . Check ma die Vergasermembran / Schieber auch der Richtung kann’s auch zu Verdruss kommen [ Ruckeln Leistungsverlust] Ok muss weiter … halt dich munter ..und das mit dem Schoppen ist noch nicht vom Tisch, das wird noch 😉 cheers Jürgen

    0

    • pantoufle sagt:

      Moin Lazarus

      Upps – erst mal freischalten. Da gips eine Zulassungs-Funktion bei den Kommentaren…ist alles etwas anders als vorher.

      Ne, das ist eine ohne ABS; es war einfach der komplette Mangel an Pflege. Das ist ein Yamahaproblem aus der Ära: Die Kolben haben keine Staubmanschetten mit den bekannten Nebenerscheinungen. Vorne hatten sie dunnemals das Beste aus dem Regal verbaut und die haben das Problem nicht so sehr (werden außerdem öfter betätigt 🙂 )
      Anti-Dive hatten meines Wissens nur 47E und 1XJ – von dem untauglichen Blödsinn bleibe ich zum Glück verschont.

      Der Motor läuft aus dem Standgas heraus mit Druck. Das Problem mit den Membranen kenne ich auch von der XJ900, scheint aber soweit in Ordnung zu sein. Echten Handlungsbedarf gibt es eigentlich nur bei den Ventilschaftdichtungen. Die sind wohl runter, so wie ich das heute beim Hinterherfahren gesehen habe.
      Der Verbrauch liegt zwischen 6,5 – 7 l, Öl bei einem geschätzten ¼ Liter/1000km – lass es ein paar Tropfen mehr sein. Jedenfalls weit entfernt von bedenklich.

      Am am Deckel des rechten Kurbelwellenstumpfes weint es leise (ganz, ganz leise) heraus. Da setze ich mich erst mal dran, verpasse ihm eine Dichtung und dann sehen wir weiter. Dabei Ölwechsel mit Filter, K&N-Luftfilter und solche Kleinigkeiten. Stahlflex und Wilbers vorne waren schon gemacht, Reifen sind auch so gut wie neu… das hält sich hoffentlich erst mal alles in Grenzen.

      Eben habe ich sie mal auf 300 km etwas gescheucht, was die Dicke recht dankbar zur Kenntnis genommen hat. Der Vorbesitzer war wohl eher der Cruiser, worauf auch das Reifenbild schließen ließ…

      So, und jetzt schraube ich erst mal weiter. 5 Tage Urlaub vom Theater! Wenn Du gerade in der Nähe bist: Es is noch Bier in der Kühlung 😀 !!

      0

      • lazarus09 sagt:

        Echten Handlungsbedarf gibt es eigentlich nur bei den Ventilschaftdichtungen.

        Hmm, wirst’e denn beim Kaltstart morgens mit schwarzem Rauch begrüßt, nebelt wenn du den Hahn aufmachst hast du ja schon angedeutet ? Dann solltest du die alsbald machen weil Ventilteller / Sitze sonst zu viel Ölkohle ansetzen, du dann den Kopf runter machen darfst zum Ventile säubern und einschleifen .. so kannste mit Druckluft auf den Zylindern die Schaftdichtungen locker und flott erneuern. Kopf runter birgt ja immer die Gefahr das die Fußdichtung schaden nimmt [ passiert niemals nicht an den Mühlen der Kumpels oder den Kunden ..sondern ausschließlich bei der eigen !!] Da der Motor gut am Gas hängt werden Kolbenringe dicht sein, kannste aber auch gleich auf Abfall / Undichtigkeit prüfen wenn du Druck auf die Zylinder gibst .

        Weiß ja nicht wie du so mit Werkzeug ausgerüstet bist, denk aber als langjähriger “Schrauber” wirst du einiges haben. 😉

        ..versuche doch zuerst mal 20W50 beim Service und schau ob’s nach dem Ölwechsel Verbesserung gibt beim qualmen .

        ..undichter Deckel am Kurbelwellenstumpf is obligo das gab’s ohne Aufpreis, da schwitzen die alle ein bisschen ab einem gewissen alter … Ok ich mach ma weiter ..

        Ach so , in der Nähe bin ich gerade nicht aber wenn ich mit was “Fahrbarem” nach D komme meld’ ich mich vorher … bis später cya Jürgen

        0

        • pantoufle sagt:

          Eine Nacht später
          Wenn ich sie morgens anlasse, nebelt und raucht gar nichts. Bläuen tut sie nur bei Gangwechsel, höherer Drehzahl und warm, was nach meiner Meinung stark nach Ventilschaftdichtung riecht.

          Kerzenbild gleichmäßig gut, Kompression auf allen Zylindern (Hahn offen) 10.5 +/- 0.2 Bar. Ein paar Tropfen Öl bringen keine signifikante Änderung, weshalb ich die Kolbenringe ausschließe. Damit wäre für mich die Sachlage klar: Tante Luise, Ventilschaftdichtungen, Pressluft und gut is.
          Was das Werkzeug betrifft, so sind die Basics vorhanden, denke ich, auch wenn nicht überall Hazet draufsteht. Gedore tut`s auch. Für Ventile wechseln habe ich mir vor Jahren mal eine gute Schraubzwinge umgeschweißt, da müßte ich in diesem Fall nachrüsten was aber kein Problem darstellt. Dafür baue ich mir was passendes. Ausgeschlachtete Kerze mit Pressluftadapter versehen (ist leider eine andere Größe als bei der XJ) und los geht`s.
          Ich fahr dann mal einkaufen 🙂

          0

          • lazarus09 sagt:

            Hi Daniel .. Yep .. Schaftabdichtungen ,bei der Diagnose reicht die Pressluft Aktion, einzig wenn du die “alten” runter hast, Ventilschäfte auf Grat-Bildung untersuchen sonst sind die neuen Dichtungen gleich vorbelastet ..aber das wirst du wissen … Dremel arbeitet da prima für die Feinarbeit 😉

            Mit dem Werkzeug bin ich dekadent .. Snap on , MAC-Tools , Matco Facom ..Hazet nur den BMW Spezial-Werkzeug Kram denn die sind da ja Haus und Hof Lieferant ..ok hab ja ne Weile in USA Australien und Südafrika gelebt da kamen die Tool-guys schon in den 80′ mit dem Promo Van ..da haste dann eingepackt und wöchentlich dem Jungs die Scheine rüber gelassen ..daher hab ich da über die Jahre mehrere Werkzeugschränke ,Tool Boxen & Trolley’s .angesammelt .. hör mir auf ..ich komm einfach nicht aus dem Tool van ohne das ich was gekauft hab’ .. Die bessere Hälfte schüttelt eh nur den Kopf 😉

            …. na dann besuch’ mal Luise ..cheers Jürgen

            0

          • lazarus09 sagt:

            mein momentaner Untersatz … Hab außer der Ollen hier noch ne Drag Star XVS 1100 Bobber und ne T140 Bonneville von 75′ [ Restaurationsprojekt …. mal sehen was ich draus mach wollte sie eigentlich Original lassen …wenn es da nicht immer in den Finger jucken tät’ .du kennst das ja 😉

            0

          • pantoufle sagt:

            das geht ja eigentlich nur so… 😀

            0

          • lazarus09 sagt:

            So .. hatte ich mir das auch gedacht 😀 …. meine bessere Hälfte wird mich erschlagen ..du kennst das sicherlich , die Mädels sind leicht genervt wenn Prinz Charming mehr Zeit in der Werkstatt verbringt als daheim 😀

            0

          • pantoufle sagt:

            Seufz… ja, das Problem ist bekannt 🙁 Hatte ich heute Abend: »Liebster! Hast Du die Waschmaschine mal…?« Ne, hatte ich nicht.
            Aber ich hatte neue Dichtungen, was sie leider weniger interessierte. Jetzt noch ein letztes Bier, etwas pennen und dann einen Kurztripp an die Nordsee.

            0

          • lazarus09 sagt:

            Bullaugendichtung hatte ich letzte Woche .. Miele da kriegste wenigstens noch Ersatzteile 😉

            Kurztripp Nordsee klingt gut .. [ ich muss noch ne Kupplung machen heute morgen ]
            Also dann, ride safe ..wünschä dir ne Schrott und bullenfreie Zeit ..cheers Jürgen

            0

          • pantoufle sagt:

            Moin Jürgen
            Kein Schrott, kein Ärger mit der Rennleitung! Aber ein Rennen gegen eine Fireblade SR59 verloren. Der Arsch hat mich außen mit gut 240 überholt. Mehr als 200 habe ich mich in der Kurve nicht getraut. Ich werde wohl alt. Im ersten Anzug konnte ich noch ganz gut mithalten, aber in der Kurve mußte ich kämpfen, während der einfach auf einer geraden Linie vorbeizog. Radlager?
            Ich hasse das!
            Im Übrigen bin ich mit der Probefahrt recht zufrieden. 500 km und alle Daten weitgehend bestätigt. Bis auf… ach, lassen wir das!

            0

          • lazarus09 sagt:

            Jo komm Alter, die Fireblade wiegt mit Fahrer mal gerade so viel wie deine ohne 😀 200 in der Kurve .. Respekt, das ist bei mir nicht gerade Alltagsgeschäft als oller chopper/bobber Fahrer …Radlager glaub ich weniger.. Reifen ..?
            Bis auf …. das kenn ich 😉 schönen Sonntag …..

            0

  4. Stony sagt:

    Omedetô gozaimasu! 😀

    Aber, aber, was sagen denn die anderen Hobel im Stall dazu?
    Zeigen sie ihre Eifersucht, eingeschüchterter Weise(?), nicht, oder ist die ‘Familie’ gar solch inniger Art, daß diesbezügliche Emotionen kein Thema sind?

    Hach, der Seitenständer, so grazil, daß der Betrachter in Ehrfurcht erstarrt.
    (Dankenswerter Weise wurde das Bild von der ‘richtigen’ Seite aus aufgenommen!)

    Btw: was ist eigentlich aus dem café racer Projekt geworden?

    0

    • lazarus09 sagt:

      café racer Projekt ala FZ1… oder ne olle BSA in der Scheune ? 😀

      0

      • Stony sagt:

        Ich bezog mich auf dies hier – in den Kommentaren schlummert was. Wobei ich grad merke, daß das pöse Gedächtnis mir einen Streich spielte; dachte die 1000er Eckhard (das Bild ist leider weg, hätteste mal sehn sollen, ein Traum!) wäre der Baustein für den CR-Boliden, dabei ging es ‘nur’ (nich haun, please!) um eine VFR/RC24.

        BSA … café racer … lechtz!
        (Muß mir mal eben den Sabber vonne Mundwinkel wischen…) 😀

        0

      • Stony sagt:

        Verdammt, Kommentare verlinkt, scroll mal hoch und lies, lohnt sich! 😉

        0

    • pantoufle sagt:

      Na ja… ich glaube, die sehen so doof aus der Wäsche wie mein Kumpel, der heute Mittag die Effe fahren durfte, damit ich sie mal von hinten sehen konnte. Danach hat er seine eigene Karre so… irgendwie blutrünstig… angesehen.

      Cafe-Racer brauchen Zeit und Geld. Zwei von den Dingen, mit denen ich nicht gerade gesegnet bin. Entweder Zeit ODER Geld. Beiden kommt selten zum selben Zeitpunkt 🙂 Und nun war gerade ein klein wenig Geld da und die arme FJ und da hat sie gesagt: Nimm mich! Du wirst viel besser zu mir sein als der Typ da… immer nur Kurzstrecke, und billiges Öl.
      Irgendwie ist das wie bei kleinen Hunden. Da kann man auch nicht nein sagen.

      0

      • Stony sagt:

        Ja, manchmal muß man Prioritäten setzen. Da ist die Entscheidung einem solchen Schätzchen Obhut zu gewähren, und es wieder aufzupäppeln, sicher nicht die verkehrte. Sie wird es dir schon danken. 🙂

        0

  5. pantoufle sagt:

    Und da ist es wieder, das alte Thema: Ganz machen oder nur etwas? Die Ventile mit Pressluft festhalten ist die einfache Variante. Und da der Motor eigentlich dicht ist, recht verführerisch. Wie Du schon so richtig sagtest: »passiert niemals nicht an den Mühlen der Kumpels oder den Kunden«, was gegen die ordentliche Methode mit Kopfabnehmen (abgerissene Bolzen u.Ä.) und bei der Gelegenheit gleich Ventile einschleifen spricht.

    Nun ist die Sache aber auch die: Man weiß ja nicht, wie lange der Heini mit dem qualmenden Gaswechsel rumkajohlt ist. Eventuell wäre es ohnehin ganz günstig, die Köpfe gleich mit zu überholen. Einen Tag Arbeit und der Drops wäre gelutscht. Dann wüßte man wenigstens, was da genau los ist. Heute werde ich mich erst mal um die klappernde Verkleidung kümmern und für den Rest eine Nacht drüber schlafen. Bis Mittwoch habe ich frei und wenn bei Tante Luise ein Dichtungssatz herumliegt, ist das mehr als genug Zeit für die gründliche Variante (famous last words: Die letzte Nacht bis morgens um vier am Schrauben und wie ein Öl-Lurch auf Arbeit erscheinen)

    0

  6. piet sagt:

    Männers, ich fahr Rad und wehre mich grade des Eunuchengefühls. Brumm, brumm.

    0

  7. pantoufle sagt:

    Moin Jürgen

    Mal eben noch mal zur Eff Jott: Ich hab die Bremsen vorne überholt (Syph, Dichtungen, Bremsflüssigkeit – es ist immer wieder erstaunlich, wie gut solche Dinge mit 30% gängigem Material immer noch funktionieren!). Jetzt sind sie von der Wirkung wieder perfekte 2-Fingerbremsen. ABER: Die Gabel ruckelt ziemlich beim bremsen. Gleitbuchsen der Gabel im Arsch? Die Scheiben sind, so scheint`s, nicht verzogen; wenn nur leichte Betätigung, ist konstante Wirkung spürbar. Die Lenklager würde ich mal ausschließen, wenn auch nicht gänzlich. Gibt es die Gleitbuchsen auch von irgend jemandem außer Yamaha? Die Gabel zu überholen, ist keine Raketentechnik, nur finde ich keine Bezugsquellen für die Scheiß-Gleitlager.
    Weißt Du zufällig was?

    0

    • lazarus09 sagt:

      Moin Daniel .. aaah schon wieder Freitagsstress hier ….. Lenkkopflager zu fest glaub ich nicht ,Gleitbuchsen könnte sein, erhöhtes Losbrechmoment beschert dir ruckeln und zuckeln beim Ansprechverhalten der Gabel zum einfedern beim anbremsen .Rep Satz sehe ich hier bei mir nicht denk ma da gibt es keinen, bleibt nur bei Gabel 41X53X8/9.5 Dichtungssatz von Tante louise und Buchsen 4FM-23125-40-00 und 36Y-23171-00 Original .. zuviel Öl eingefüllt schließe ich ma aus .. 😉 meld mich später nochma ..cheers Jürgen

      0

      • pantoufle sagt:

        Danke erst mal für die schnelle response. Die Gabel hab ich mal eben mit all dem Tüdelü demontiert und siehe da: Lenkopflager im Arsch. Das hätte ich von der Lenkreaktion echt nicht erwartet – die hat keine klassischen Sympome von Lagerschaden. So kann man danebenliegen 🙁 Wie das so is bei neuen Karren: Man weiß nicht, wie es sich anfühlen sollte!

        Weil ich die Gabel gerade roh in der Hand hatt, die Rohre eingespannt und mal kräftig gerüttelt: Die Gleitbuchsen sind nicht wirklich neuwertig (büschen Spiel ist durchaus da) aber das hatte ich schon erheblich schlechter. Ein echter Grund für eine Gabeldemontage fühlt sich anders an und dicht ist sie erst mal auch.
        Gestern Nacht noch gegoogelt und wegen der Gleitbuchsen tatsächlich hier fündig geworden.

        BTW: Dein Bild von Deiner aktuellen Karre habe ich noch gar nicht gewürdigt! Ganz großes Hallentennis!! Sach ma: Die zierliche Bremse am Voderrad – ich überlege die ganze Zeit, was für ein Moment die beim bremsen hat? Oder heben sich die Kräfte gegenüber dem Bremssattel wieder auf bei der Springerkonstruktion?

        0

        • lazarus09 sagt:

          .. oops ..Ferndiagnosen sind meist nicht der Bringer, den Eigenresonanz Shimmy hab ich schon mal ausgeschlossen das wirste ja kennen als Biker aber Lenkkopflager wundert bei den Symptomen schon ein wenig, wenn du die Dicke auf dem Hauptständer hast das dass Vorderrad frei ist sollte sich das deutlich bemerkbar machen .. aber gut man hat ja schon Pferde kotzen sehen vor der Apotheke mit der Tablette im Maul .. macht du Oben und Unten komplett ? Da Untere kann rumzicken beim rauskloppen….. steht nicht genug Rand für’n Meißel..

          Meine Mühle ..Bremse ist ok mit Springergabel haste weniger ungefederte Masse und gutes Ansprechverhalten und dann mein Alter …. ich fahre damit keine Rennen so wie du ..200 in der Kurve … pfft …pah 😉

          0

  8. pantoufle sagt:

    Ja, das mit den Diagnosen! Ich dachte ja immer, daß ich so einen Lagerschaden eben genau so feststellen kann – war aber nicht. Erst als das ganze Geraffel ab war, lags wie die Morgenröte in meinem Gesicht. Blöd gelaufen, aber immerhin dann doch noch diagnostiziert.
    Das mit der unteren Lagerschale kenne ich aus leidvoller Erfahrung: Kleines Stück Flachstahl aufschweißen und mit beherzten Schlägen ohne zu verkannten raustreiben. Schwarz-Lager mit 1/100 Untermaß einkleben und weiterfahren. Das ist erst mal der Plan 🙂 (Von der Methode »rausdremeln« halte ich nicht so viel. Das wird immer mit den Sprüchen garniert:»Mach Dir nichts draus wenn Du Kerben in den Sitz haust – das Lager passt trotzdem!« )

    Na ja: Rennen fahre ich mit meinen deutlich über 50 ja eigentlich auch nicht. Aber der hat so provozierend geguckt!

    Und in den nächsten Tagen ist sowieso nix mit frickeln oder Rennen: Die letzte Woche war Vormittags immer Baustellen beseitigen angesagt und nachmittags bis in die Nacht arbeiten, verbunden mit täglich 240km Fahrerei. Daß ich trotzdem soviel noch auf die Reihe bekommen habe, war eh ein Wunder, aber jetzt muß sie einfach laufen… tut sie vermutlich auch.

    Halt Dich senkrecht und vielen Dank nochmal
    Bis denne

    0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *