Macrons nützlicher Idiot

Ja, da muß man durch. Misiks Folge 492 der politischer Korrektheit beschäftigt sich mit nützlichen Idioten unter den Linken von Moskau bis Washington, die Macron verhindern wollen und dadurch Le Pen angeblich in die Hände spielen. Die Schrottpresse hat lange mit sich gerungen, eine vollständige Transkription des Youtube-Videos zu machen, sich dann aber aus Faulheit dagegen entschieden.

Fangen wir also am Schluß an: »Und die letzte Dummheit (der Linken), die größte… wobei man eigentlich nicht wirklich sagen kann welches die größte Dummheit ist…«

»Macron heute bedeutet Le Pen in fünf Jahren (Didier Eribon)«

Das einzige dumme daran ist, daß Eribon damit recht hat. Daß das Zitat von Eribon ist, verschweigt Misik und schiebt es denjenigen in den Mund, die es gerne zitieren. Verschweigt es genau wie den Zusammenhang, in der diese etwas überspitzte Formulierung fiel. Eribon beschuldigte Politikern wie Schröder, Blair, Hollande und andere des Verrats am Sozialismus und der Sozialdemokratie, die damit die Verbindung zwischen Arbeiterklasse und linken Parteien gelöst und damit erst den Raum für die Rechtsradikalen geöffnet hatten.
Nun kann man sich dieser Auffassung anschließen oder es bleiben lassen: Sie ist jedenfalls nicht dumm; und schon gar nicht der dümmste aller Einwände gegen Macron – und viel wichtiger: Er bezog sich dabei nicht ausschließlich auf ihn.

Das hätte für Misik eigentlich der geeignete Zeitpunkt gewesen sein können, auf die groteske Wahl des Bundespräsidenten im eigenen Land zu verweisen. Wenn die Demokratie nicht einmal mehr das stupide Handwerk beherrscht, nicht die Briefumschläge, nicht das Auszählen der Stimmen. 53,3 gegenüber 46,7 Prozent – na schau, da ist unser Bundespräsident im zweiten Wahlgang! Da ist die so gescholtene Linke inklusive Robert Misik aber gerade so an der Katastrophe vorbeigeschrammt. Es ist doch nicht ein rauschender Sieg der parlamentarischen Demokratie, wenn es gerade noch einmal gutgegangen ist. Die anderen 46,7 Prozent verschwinden nicht durchs Durchatmen. Vielleicht durch eine klare Kante gegen den Neoliberalismus – aber garantiert nicht dadurch, daß man einen vielleicht bald führenden Vertreter dieser Gattung, in diesem Falle Macron, noch vor Amtsantritt heiligspricht.

»… macht sich zum Steigbügelhalter von Marie Le Pen, weil, wäre ich Le Pen oder Putin, würde ich jetzt natürlich alle Kanäle anwerfen, um den verbliebenen Linksliberalen Kandidaten bei seinen potentiellen Wählern und Wählerinnen schlecht zu machen. Und ich würde drauf hoffen, daß die silly left gleich darauf anspringt und mein Geschäft erledigt.«

Putin? Der Putin? Deswegen wählt in Frankreich niemand die Front National. Nein, das tut niemand. Und nochmals nein, auch nicht ein kleines bisschen! Solche Latrinenparolen reichen bestenfalls bis zur Trolleria in deutschen Foren. Die Abgehängten, das Industrieproletariat, der abstürzende Mittelstand: Die wählen in Frankreich nicht Putin! Die wählen jemanden, der ihnen glaubhaft macht, nicht zu dem System zu gehören, das dafür verantwortlich ist. Ganz gleich, ob es sich dabei um eine Chimäre handelt oder nicht. Das haben Eribon und andere glasklar dargelegt, das ist die  Klientel, mit der sich Misik beschäftigen sollte. Dann würde ihm die Fragwürdigkeit seines »im letzten Augenblick umstimmen« vielleicht selber so absurd vorkommen, wie es tatsächlich ist. Der Zug ist endgültig abgefahren. Umentscheiden tun sich gewisse Politiker, wenn man am Krieg, trotz Bauchschmerzen, doch noch verdienen kann. Aber kein Mitglied der Front National.
Putin. Das ist gemeinhin der Namen, wenn die Argumente ausgehen.

»Unterschlau dagegen die silly left, also der unterschlaue Teil der Linken. Der übernimmt dieses Wording von Le Pen, Trump, Putin zu Gänze, stellt Macron als neoliberalen Finsterling dar was in dieser grotesken Übertreibung überhaupt nicht stimmt. Das ist ja eine Überzeichnung, eine Karikatur!
Klar, seine wirtschaftspolitische Selbstpositionierung und auch dieses simple, innerstädtische, modernistische „mit mir geht’s vorwärts“ Zukunfts-Branding, dieses weder links noch rechts… ja, das ist natürlich auch für mein Dafürhalten ein wenig zu sehr in der Mitte – also rechts und zugleich aus politstrategischen Überlegungen heraus überhaupt kein Weg. Den versperrt er sich damit selber«

Das ist eine gute Zusammenfassung dessen, was die unterschlaue Linke über den Kandidaten denkt. An dieser Stelle hätte man sich gewünscht zu erfahren, was ihn dann dermaßen alternativlos wählbar macht.

»Die untere Mittelklasse und die Arbeiterklasse, die frustriert sind, die sich als vergessene fühlen, die bereit sind Le Pen zu wählen. Daß er die nicht für sich begeistert: Das ist ein Defizit, das ist schon klar. Aber so eindimensional ist Macron und sein Wirtschaftsprogramm nun auch wieder nicht. Europapolitisch ist er für das Ende der Austerität […] für eine Europapolitik, die schon Anklänge eines keynesianischen hat. Aber egal! Es geht ja gar nicht darum, daß man da jetzt alles super findet und bei jeder Frage einer Meinung mit dem ist.«

Ja, das ist egal. Wenn man schon nicht genau sagen kann, für was der Kandidat steht, ist das tatsächlich gleichgültig. Ein Blick in die Gazetten würde helfen. Macron hatte als Hollandes Wirtschaftsminister 2014 die »Arbeitsmarktreformen« durchgedrückt, Frankreichs Agenda 2010. Der Anfang des Endes der Regierung Hollande und der Tod einer sozialistischen Idee, ihre absolute und vollkommene Demontage. Auch wenn man die Namen von 2014 in noch so schlechter Erinnerung hat: »Aber egal! Es geht ja gar nicht darum, daß man da jetzt alles super findet und bei jeder Frage einer Meinung mit dem ist.«
Was ist also nun so erstrebenswert an Macron? Ein neoliberalen Dandy, Held der Talkshows und des Boulevards und der Finanz-Elite? Oder ist es lediglich seine herausragendste Qualifikation, daß eine Figur wie Macron – wieder einmal – alternativlos ist? Diese zentrale Frage umgeht Misik nicht nur an dieser Stelle.
Ist es nicht vielleicht so, daß die Alternativlosigkeit der Kandidaten ohne sichtbaren Vorzüge (beziehungsweise ihre offensichtliche Nichteignung) jedes erträgliche Maß schon lange überschritten hat. Daß es nicht mehr vermittelbar ist, warum man ihnen – nur dieses eine Mal noch! – doch die eigene Stimme geben soll?
So etwas absurdes ist doch keine Stimme, keine Übereinkunft, kein politischer Auftrag. Das ist fernab jeder demokratischem Idee. Es ist die stumpfe Erpressung!
Mag sein, daß Putin oder Trump das ähnlich sehen und für ihre Zwecke ausnutzen. Das Offensichtliche kann, braucht aber nicht ignoriert zu werden. Der Kaiser ist nackt und ist nicht einmal im Besitz zuverlässig klebender Briefumschläge, Herr Misik.

»Das wird dann garniert mit diesem dümmlichen Slogan, das man dann eine Wahl hat zwischen Pest und Cholera. Ich meine, Le Pen gegen Macron? Pest und Cholera? Ich mein, geht’s noch? Ich mein, das ist ja fast schon wie bei den Kommunisten aus den 30er Jahren mit ihrer Sozialfaschismustheorie, die gesagt haben, die Sozialdemokraten sind irgendwie auch nichts anderes als die Nazis.«

Das lag bei einem Gustav Noske (SPD) auch sehr nahe.

»Heute sagt man, der linksliberale ist auch nicht besser als die Faschistin. Weil er ist irgendwie der Steigbügelhalter für die Faschistin. Also damit objektiv auch irgendwie Faschist. Das ist ehrlich gesagt nicht mal mehr einfach nur doof, das ist kriminell dumm.«

Eribon nennt Le Pen und Macron ein Paar; der eine kann nicht ohne den anderen, sie bedingen sich. An entgegengesetzten Extremen stehen beide für das selbe System. Das ist nicht dumm, sondern genau beobachtet. Kriminell dumm dagegen ist es, Ursache und Wirkung, die sich daraus ergibt, komplett zu ignorieren. Wäre Misik Krebs statt Cholera lieber? Das bösartige Geschwür des Neoliberalismus? Das soll mir recht sein. Dann eben die Wahl zwischen Hirntumor und Pest.

Es ist eben nicht lediglich nur die törichte Erpressung, vor die Wahl zwischen zwei indiskutable Kandidaten gestellt zu werden – solche Wahlen (die keine sind) beleidigen die Intelligenz eines jeden, ganz gleich ob Faschist oder Sozialist. Das zu ignorieren und ein verzögerndes Nachhutgefecht für eine verdorbene Sache zu führen, ist unter anderem ein Grund, warum die Linke so sehr am Boden liegt.
Die »Bauchschmerzen«, wissentlich das Falsche zu tun, sind für immer mehr Menschen nicht zu ertragen. Das bezeichnet Misik als kriminell dumm.

Folge 492 der politischer Korrektheit. Ein interessanter Standpunkt. Es klingt wie der letzte Stoßseufzer eines Grünen-Politikers.
Keine Überzeugung, aber eine Meinung.

Jens Berger hat dazu auch eine Meinung und bringt einen weiteren Toscana-Grünen ins Spiel.

0
Dieser Beitrag wurde unter der Untergang abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Kommentare zu Macrons nützlicher Idiot

  1. OldFart sagt:

    Ich habe mir die ganze Misik-Nummer angetan und bin jetzt gereizt. Der hatte ja schon immer den Hang, eine auf einen Satz kondensierbare Aussage ewig auszuwalzen, aber diesmal übertrifft er sich selbst: Wer jetzt nicht für Macron ist, ist dumm! Thats it. Alle Darlegungen zu seiner Haltung und Politik, selbst aus berufenem Munde und durch Macrons bisheriges Tun bestens belegt, werden weggewischt. Ist ja alles dumm, dumm, dumm. Das hast Du alles sehr schön auseinanderdividiert. Ich schließe mich Deiner Bewertung in allen Punkten vorbehaltlos an. Bravo!

    Ja, das ist schlichte Erpressung durch Alternativlosigkeit und eben keine Wahl. Nein, man muß sich das nicht schönreden, hier wird aus Angst vor dem Tod der Selbstmord propagiert. Und das wiederum finde ich dann ausgesprochen dumm.

    Er hätte besser mal darüber philosophiert, was es über dieses System aussagt, wenn das Unakzeptable in zwei Darreichungsformen offeriert wird. Wie sagte Volker Pispers (wenn auch in anderem Kontext): “Wollen Sie mir Scheiße in verschiedenen Geschmacksrichtungen anbieten?” Man sollte nicht die neoliberalen Henker noch legitimieren, bloß weil uns von allen Seiten mit einem viel schlimmeren Tod gedroht wird.

    Ich habe keinen guten Rat für die Franzosen, aber dieser “Wahl” würde ich mich wohl einfach verweigern. Legitimationsentzug für diese Politik in toto. Löst zwar nicht das Problem, aber setzt ein Zeichen. Würde zwar ebenfalls von der Politik ignoriert, aber zumindest wäre klargestellt: das ist keine Wahl. Und moralischer Erpressung zur Zustimmung zur Exekution beugen wir uns nicht.

    Man merkt, daß Dich das ebenso aufregt wie mich: “entgültig”, “Marcon”, “Mitgleid”, “kensianischen”, “Le pen”, “weiterne”.
    “Karrikatur” ist grenzwertig, lasse ich aber aus Sympathie für jemand, der sich der Abschaffung des “ß” verweigert, mal ungehorstet durchgehen. 😉

    Und “silly life” -> “Silly Left”. Die “Dummen Linken”® , eine wirklich üble Killer-Totschlag-Wortschöpfung mit Konnotation und implizitem Aufforderungscharakter, daß man da doch sicher nicht dazugehören wolle … womit wir wieder am Anfang wären.

    0

  2. Pantoufle sagt:

    Moin, OldFart

    Danke für das Korrekturlesen. Heute Morgen um vier war irgendwann die Luft raus und meine notorisch schlechte Rechtschreibung braucht ohnehin viel Aufmerksamkeit. Die war einfach nicht mehr da.

    »Silly Left« Da bin ich nun wirklich nicht drauf gekommen! Das bewegt sich ja in Niederungen von PI und ähnlichen Trollen. Da kann man ja nur darauf warten, daß irgend ein lobotomierter mit »Silly left: Moskaus nützliche Idioten« kontert. Das würde den Kreis schließen.

    »eine auf einen Satz kondensierbare Aussage ewig auszuwalzen…«

    Das war das eigentliche Problem. Man hört sich das alles an, schreibt mit (ich weiß nicht, ob Du das mal probiert hast, aber es ist wirklich ziemlich anstrengend!), sieht dann das geschriebene gesprochene Wort und denkt: Der sagt ja überhaupt nix! »Komm aufn Punkt, Alter!«
    Woraufhin man feststellt, daß sich der Vortrag grob in drei Teile zerlegen läßt, deren dritter Punkt sich auf ein Eribon-Zitat bezieht. Das angeblich »dümmste« von allen. Im Grunde hätte man sich bei der Kritik auf diesen Satz beschränken können. Darin steckt bereits die ganze Hilflosigkeit von Misiks Argumentation. Läßt man mal den »Putin« beiseite (er dient rhetorisch ohnehin nur als verschwörungstheoretischer Platzhalter für „unbekannte Mächte“… se wissn schon!) bleibt keinerlei Substanz. Außer, daß Misik Frau Le Pen nicht haben will. Das wäre dann allerdings auch der einzige Punkt, an dem wir übereinstimmen.

    Vor allem aber verstehe ich die Beweggründe nicht, die Misik zu dieser Polemik getrieben haben. Im Gegensatz zu ihm unterstelle ich Misik keine Dummheit. Er ist ein kluger, engagierter Journalist, der oft richtiges sagt und dem man – wenn gelegentlich auch unter Schmerzen – zuhören sollte. Warum ignoriert er diesen Chor der (französischen) Intellektuellen, deren Sachkenntnis und Intelligenz es selbst in deutsche Publikationen geschafft hat? Aber wer kann schon in den Hormonhaushalt seines nächsten blicken?
    Ich frage mich ohnehin, ob Misik seine undifferenzierte und substanzlose Kritik heute morgen nach dem TV-Duell der beiden Raufbolde in dieser Form wiederholt hätte. Es reichte nicht einmal mehr zum Aufrechterhalten des bloßen Scheins. Wenn der Begriff »präsidiales Auftreten« in Frankreich irgend eine Rolle spielt, müßte man konsequenterweise neue Vorwahlen ansetzen – ausdrücklich ohne Le Pen und Macron!

    »Ich habe keinen guten Rat für die Franzosen«

    Den gibt es auch nicht und schon gar nicht aus der komfortablen Rolle des Zuschauers. Ernstzunehmende Stimmen aus Frankreich befürworten ebenfalls einen Wahlboykott aus dem von Dir genannten Grund. Ich bin mir nicht sicher, aber bei vielen mag auch der Gedanke eine Rolle spielen, es endlich zum Knall kommen zu lassen: Le Pen will den Faschismus? Dann laßt sie doch in Dreiteufelsnamen! Die anderen Kandidaten haben ihre Unfähigkeit bereits bewiesen. Der Knall kommt so oder so. Eine Neuauflage von Oswald Spenglers Untergang des Abendlandes: Frühzeit, Reife, Alter und unaufhaltsamen Verfall – der verführerische Gedanke an die Unabänderlichkeit historischer Abläufe. Nicht, daß das jemand laut sagen würde, aber nicht nur ein Erdoğan oder Trump mögen teilweise mit ähnlichen Gedankenspielen bei ihrer Inthronisierung unterstützt worden sein.

    Dagegen ist eine Wahlenthaltung aus Abscheu noch die harmlose Variante. Aber was soll man machen, wenn man keine Wahl hat?

    P.S. Die Meldungen über das TV-Duell der beiden Kandidaten trudeln nach und nach ein. »fahrig«, »blättert in ihren Notizen«, »schlecht vorbereitet« und so weiter. Nein, nicht Trump. Le Pen. »Sie wird’s dann wohl nicht werden!« so der Tenor. Glaskugeln bis Montag nächster Woche nicht mehr lieferbar.
    Die Frage, die sich nach einem möglichen Sieg Macrons stellt, ist nicht, was die Linke bis zur nächsten Wahl sowohl gegen Le Pen wie gegen Macron auf die Beine stellt: Es geht vielmehr darum, wie alltäglich die Front National bis dahin in der Republik verankert sein wird. Damit wären diese Art der TV-Duelle obsolet. Siehe Trump.

    P.P.S. Warum nehmen die nicht einfach Kermit, den Frosch statt Macron. Das ist eine Rampensau vor dem Herren, kann organisieren und ist freundlich zu jedermann. Fremdenfeindlichkeit ist ihm fremd: Er kann mit Menschen, Hühnern, Monstern und selbst mit Schweinen.
    Nach seiner Trennung von Miss Piggy ist er um ein gerütteltes Maß an Lebensweisheit reicher; ja, auch der Schmerz ist dem vierzigjährigen Lurch nicht fremd! Außerdem öffnet es die Türen zu einer erheblich jüngeren Lebenspartnerin: Das Symbol eines erfolgreichen Politikers (Oder älter, ist doch egal!)

    Seine samtgrüne Haut erschließt Wählergruppen, die sich bis jetzt weder mit Le Pen noch Macron anfreunden konnte – sein bewiesenes Organisationstalent im Theater macht es wahrscheinlich, daß er auch die Muppets-Show des Palais de l’Élysée in den Griff bekommt.

    Außerdem ist er niedlich!

    0

    • Thies sagt:

      Das wäre ein Kandidat den ich auch in Deutschland unterstützen würde. Aber bei den Franzosen hätte er den Vorteil Ihrer kulinarischen Vorliebe für Froschschenkel. Er wäre der erste Präsident, den sein Volk zum Fressen gern hätte.

      0

  3. OldFart sagt:

    Das ehemalige Nachrichtenmagazin bedauert, daß Macron zu allem anderen auch noch 2014 bei den Bilderbergern dabei war, weil das nur wieder Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker ist, die dem armen Kerl völlig unberechtigt ein schlechtes Image anhängen wollen. Ja da schau her. Dieses Detail war mir in der Tat neu und trifft mich jetzt unerwartet. Das paßt so gar nicht zu ihm. Was hat er denn mit diesen Leuten zu tun?

    Ansonsten ist man beim Meinungsmagazin der Auffassung, daß auch die übrigen ihm angekreideten Fakten (von denen man freundlicherweise ein paar auflistet), die ihn zugegebenermaßen etwas blöd als Exekutor der Nomenklatura aussehen lassen, bitte nicht überbewerten solle: “Ein Büttel des Finanzkapitals ist er deshalb aber noch lange nicht.” Ja genau, deswegen grämen die sich auch so.

    0

  4. DasKleineTeilchen sagt:

    wer von euch hier hat schon wieder mein thorazin versteckt?!?

    0

    • Pantoufle sagt:

      … such, such, such…

      0

    • OldFart sagt:

      Zur Beruhigung oder zur Bekämpfung des Realitätsverlustes? Und im letzteren Fall: Für wen?

      0

      • Pantoufle sagt:

        Thorazin
        Wurde während des zweiten Weltkriegs auch zum Erzeugen eines »künstlichen Winterschlafs« verwendet. Gar keine üble Idee! Fragt sich nur, für wie lange.

        0

        • DasKleineTeilchen sagt:

          “Winterschlaf”… für solche elendigen, anarchistischen querulanten wie dich gibts das aber nur vom onkel doktor, wenn du wieder extra unartig warst:

          0

      • DasKleineTeilchen sagt:

        ?? zur *herbeiführung* des realitätsverlustes latürnich. reine anpassung, gesellschaftlich gesehen. das jobcenter meint zwar, “arbeit” wär auch nich verkehrt, aber ich meinte, medikamentöse lobotomierung wär besser.

        0

  5. Pantoufle sagt:

    Moin OldFart und kleines Teilchen

    Habe als erstes heute morgen nach »Silly left: Moskaus nützliche Idioten« gegoogelt. Leider vergeblich 🙁

    Die hektischen Versuche von Mohrenwäsche an Macron sind schon lustig, scheitern aber alle daran, daß sich bis Sonntag kein anderer Kandidat aufbauen läßt – sehen wir es, wie es ist.
    Einen für mich bemerkenswerter Aspekt zum Thema Macron fand ich in der taz:

    »Der Kampf gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie ist aber längst eine politische Frontlinie geworden, die ebenso wichtig und ebenso links ist wie der Kampf gegen soziale Ungleichheit. Vielen Altlinken fällt immer noch schwer, das zu akzeptieren.«

    ect., blah
    Das hat erst einmal nichts mit Frankreich, sondern vielmehr mit bundesdeutscher Gemütslage zu tun. Mülltrennung und Porsche Cayenne mit Hybridantrieb verstellen offenbar den Blick auf bestimmte soziale Probleme, die andernorts dicke Bücher und die Straßen füllen.

    »Während Intellektuelle – und solche die es werden wollen – der Wahl fernbleiben, um zu theoretisieren, sind Menschen vom Ausgang dieser Wahlen unmittelbar betroffen. Die angesprochenen „ethnischen Minderheiten“ leiden schon jetzt… «

    Während Journalisten – und solche die es werden wollen – hierzulande über Unisex-Toiletten theoretisieren, geht man woanders auf die Barrikaden. Offenbar spielt da ein Aufmerksamkeitsproblem die führende Rolle. Das würde zumindest erklären, warum die Stimmen der (echten!) Intellektuellen aus Frankreich nur naserümpfend wahrgenommen werden. Wer ist schon Eribon gegenüber taz-Redakteur Peter Weissenburger (bekannt durch aufsehenerregende Veröffentlichungen wie „Gender-Gaga im Teletubbyland”)

    0

  6. Pantoufle sagt:

    @das kleines Teilchen

    Das hier ist jetzt nur für Dich ganz alleine!

    0

  7. OldFart sagt:

    Zurück On Topic: Die ganze Zeit hatte ich ein unbefriedigt leeres Gefühl beim Präsidentenwahlkampf. Irgendwas fehlte. Seit heute morgen weiß ichs: Putin schickt seine Hackertruppen, um Freiheit™, Demokratie™ und den sie repräsentierenden Kandidaten zu destabilisieren. Die einschlägigen Medien berichten über Erkenntnisse. Jetzt ist die Sache endlich rund. Und mit ein bißchen Glück und Regierungsgeschick springen noch ein paar zusätzliche Überwachungs- und Repressionsgesetze dabei raus. Aaah, jetzt geht es mir besser. Anders wäre es wie ein Western ohne Showdown gewesen. Das geht mal gar nicht!

    0

  8. Pingback: Feynsinn » Neues aus der extremen Mitte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *