Lebenszeichen von Olaf Scholz

Olaf Scholz, designierter Oberbürgermeister von Hamburg (die Schrottpresse berichtete) stellt nach und nach seine Mannschaft vor. Heute: Barbara Kisseler als Hamburger Kultursenatorin. Frau Kisseler ist parteilos, gehörte aber dem SPD-Kompetenzteam an, mit dessen Hilfe Frank-Walter Steinmeier die letzten Bundestagswahlen krachend verlor. Zum Einstand erweiterte die studierte Germanistin den Sprachschatz der Politik um die Formulierung „Die freie Wildbahn im Internet kann nicht in unserem gesellschaftspolitischen Interesse sein“. Auch das „Kreative müssen auch im Digitalzeitalter von ihren Leistungen leben können“ ist interessant und gibt erste Eindrücke, in welche Richtung die Bimmelbahn rollen soll. Das es ihr dabei um die “Kreativen” an sich und nicht um deren Verleger ging, konnte Barbara Kisseler noch nicht vollständig herausarbeiten.

der arme Verleger

Quelle Wikipedia, gemeinfrei

Mit der Eindämmung von Raubkopien im Netz habe sich der Staat viel zu lange Zeit gelassen. Die Geschäftsmodelle der Kultur- und Medienindustrie müssten besser geschützt werden.“ Wohl wahr, nur daß das Wort Raubkopierer im Moment irgendwie negativ besetzt ist – ich hätte an ihrer Stelle mit diesem Satz noch ein, zwei Wochen gewartet.

Dem, der sich für weitere Statements aus dem rhetorischen Steinbaukasten der Dame interessiert, sei die Seite von der Carta ans Herz gelegt, wo ein Interview des Magazins Promedia auszugsweise gespiegelt ist.

http://carta.info/28127/berliner-staatskanzleichefin-fordert-ende-der-freien-wildbahn-im-internet/

Die Elbphilharmonie scheint gerettet.

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