Kurz und dreckig 48

Also erst mal Dank dafür, daß sich für das letzte Thema »Nochmal zur Wahl« doch so viele interessiert haben (nimmt man die Klicks als Maßstab); es lag mir am Herzen. In diesem Zusammenhang: Susannah Winter hat Martin Kaul von der taz an anderer Stelle sehr anschmiegsam filetiert. Sehr lesenswert.

Schrieb ich, die Turbodemokraten würden sich mit ultimativen Aufforderungen zu Wahlteilnahme zurückhalten? Nun ja – sie stehen in den Startlöchern.

»Die Freude, sich um sich selbst zu kümmern, ist schön und gut. Doch Instagram, Primark-Shopping und ein wohlgeformter Sixpack werden die Welt nicht retten, den Klimawandel nicht bremsen und die Gesellschaft nicht gerechter machen. […] Die Demokratie braucht uns! Wir sind ihr Herzschlag und ihr Lebenselixier. Lasst uns die Zukunft zurückerobern. Es ist gar nicht so schwer. Lasst uns wählen gehen!«

Wir wählen DIE PARTEI. Bierpreisbremse jetzt!

Mit Sixpack ist dieses Mal vermutlich nicht die gemeine Herrenhandtasche gemeint. Sollte es aber. Wenn ich mir den durchschnittlichen Körperbau von Jungwählern ansehe, ist Sixpack so ziemlich das letzte, an was ich denke.
Ein interessantes Selbstverständnis, nachzulesen auf Zeit.de, verbunden mit einem herzzerreißenden Wahlaufruf ohne Parteiempfehlung. Man sollte gelegentlich auch mal was lustiges lesen!

Schrieb ich von den ersten Nazis seit wasweißich70 Jahren im Bundestag? Auch das war ist natürlich Blödsinn. Aber sehr plakativ, weshalb man ja gerne solch verzerrenden Bilder gebraucht. Allein die Liste von ehemaligen NSDAP-Mitgliedern im Bundestag auf Wikipedia spricht dagegen. Das, was in der Wikipedia wieder einmal nicht steht, kann man bei Wolfgang Michal nachlesen, auch wenn das vermutlich ebenfalls nur ein unvollständiger Ausschnitt der Wirklichkeit ist.

Die Tagesschau beschließt, ihre Erfolgsserie »Faktenfinder« für zwei Jahre zu verlängern.

»Seit April 2017 sind die Faktenfinder am Start, nun wird das erfolgreiche ARD-Projekt über den 30. November 2017 hinaus für zunächst zwei Jahre fortgesetzt.[…] Das Verifikationsteam bei ARD-aktuell setzt gezielten Falschinformationen im Netz eigene Rechercheergebnisse entgegen und zeigt anhand von konkreten Beispielen, woran falsche Behauptungen oder unseriöse Meldungen zu erkennen sind. Die Arbeitsergebnisse werden auf der Seite faktenfinder.tagesschau.de und über die sozialen Netzwerke veröffentlicht.«

Na ja! Schön, daß es wenigstens den Machern gefällt. Koniferen wie Andrej Reisin (NDR) und sein Fakten-Shaker »Vereine verbieten – nur im Ausnahmefall« sollten eigentlich eher eine Warnung sein:

»Es ist das erste Mal, dass das BMI eine linksextremistische Vereinigung verboten hat. Vereinsverbote wie jetzt im Fall von „linksunten.indymedia.org“ haben hohe rechtliche Hürden.«

Wenn so ein Unsinn bereits in der Einleitung steht, braucht man gar nicht erst weiterzulesen. Das findet auch das Gros der Kommentatoren unter der Ankündigung, genau so weiterzumachen.

Die Dame von Welt versucht seit geraumer Zeit, Fakten über Burma und seine »ethnische Säuberungen« an den Rohingya an den Mann zu bringen. Nach eigener Aussage relativ erfolglos. In der deutschsprachigen Medienecke steht dann gelegentlich etwas von »Militante Rohingya lösen schwere Kämpfe aus« oder »Gewalt zwischen der Armee und Rohingya-Rebellen«, was aber näherer Betrachtung nicht standhält. Es scheint sich dabei eher um einen klassischen Fall von Notwehr zu handeln. Dame benutzt dafür das Beispiel »Aufstand im Warschauer Ghetto löst Judenverfolgung aus«.
Wie es nun genau ist? Die Redaktion der Schrottpresse muß gestehen, selbst nach gründlichem Lesen aller von Dame gesetzten Links und Interpretationen immer noch nicht viel schlauer zu sein. Es ist eben eine enorme Fleißaufgabe, die sich nicht mal eben mit 140 Zeichen auf Twitter erledigen läßt. Wieder einmal einer dieser Fälle, wo man »nur« ein einen privaten Blog anstelle öffentlich-rechtlicher Faktenfinder empfehlen muß. Also bitte lesen und weiterverbreiten.

Die Meinung der Schrottpresse? Ja, natürlich hat sie eine »Meinung«, das, was man hat, wenn man schon sonst nichts weiß. Republik der Union Myanmar, ehemalige englische Kolonie, sozialistische Phase nach der Unabhängigkeit 1948, seit 1988 Militärdiktatur, wirres unzusammenhängendes Gestammel auf Wikipedia – eigentlich müßte sich mal ein Historiker des Themas annehmen und da aufräumen. Dann bestünde wenigstens eine winzige Chance, Zusammenhänge nachzuvollziehen. Nur als Beispiel die Militäroperationen gegen die Rohingya seit 1948:

1. Operation der Birmanischen Regionalkräfte (BTF), 1949–1950
2. Militäroperation (2. Chinesische Regierung), März 1951–1952
3. Mayu-Operation, Oktober 1952–1953
4. Mone-Thone-Operation, Oktober 1954
5. Gemeinsame Operation des Militärs und der Vereinten Siedler, Januar 1955
6. Operation der Vereinigten Militärpolizei (UMP), 1955–1958
7. Kapitän Htin-Kway-Operation, 1959
8. Shwe-Kyi-Operation, Oktober 1966
9. KyiGan-Operation, Oktober – Dezember 1966
10. Ngazinka-Operation, 1967–1969
11. Myat-Mon-Operation, Februar 1969–1971
12. Major-Aung-Than-Operation, 1973
13. Sabe-Operation, Februar 1974–1978
14. Nagamin-Operation, Februar 1978–1979
15. Shwe-Hintha-Operation, August 1978–1979
16. Galone-Operation, 1979
17. Pyi-Thaya-Operation, 1991–1992
18. Na-Sa-Ka-Operationen, seit 1992
19. August–September 2017

Allein das legt zwar die Kontinuität der Verfolgung, nicht aber der politischen Hintergründe dafür dar, kann es nicht, weil sich diese diverse Male geändert hatten.
Ich überlasse diesen Kriegsschauplatz also der Dame von Welt.

Na gut, dann eben noch was lustiges

Der Baseball-Schläger der Demokratie sorgt sich um die selbige.

Sonst noch was, das mich interessierte?
Ja! Pantoufle ist frisch verliebt! Die Sympathie für große V-Zweizylinder hielt sich ja immer in Grenzen, vor allem bei denen aus Milwaukee. Das könnte sich allerdings ändern – man muß das nur richtig bauen. Der englische Ingenieur Allen Millyard suchte und fand den richtigen Weg, zwei Zylinder in einem Motorrad so anzuordnen, daß alles zusammen auf einmal einen Sinn ergab. Zwei Pötte aus einem Pratt and Whitney 1340 Flugzeug-Sternmotor mit etwa 70°, 5 Liter Hubraum bei moderaten 80 bhp/1500rpm an der Kette. Ein Verdichtungsverhältnis von 1:6,1 erlauben auch den Gebrauch minderwertigen Sprits, von dem die Schönheit ca. 18l auf 100km benötigt.
Hier das Genie und seine Schöpfung, ein Bild von Demut und stiller Freude.

Wem die SU-HD6-Vergaser bekannt vorkommen: Ja, es sind die, die unter anderem im MK10 Jaguar unsterblichen Ruhm erwarben. Erwähnenswert übrigens auch das erstaunlich niedrige Gewicht des Kunstwerkes von lediglich 250kg.

Nicht nur dieses Meisterwerk, nein, auch die erste 12-Zylinder Kawasaki oder die Viper V10 (207mph) entsprangen seinen begnadeten Händen. Ein Meister seines Faches!
Das erinnert mich daran, daß Teilchenbeschleuniger immer noch in der Werkstatt steht und meiner bedarf. Der Dampfkesselprüfverein, Ihr versteht? Ich muß dann mal wieder. Bis zum Wochenende soll alles fertig sein. (Leider kein Meister – der wäre schon lange fertig)
Genießt den Tag!

P.S. Was wurde eigentlich aus…

Cyber Steve: Das uneheliche Kind von Karl Klammer und seiner Assistentin Cortana. (Mit Dank an da Max)

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21 Kommentare zu Kurz und dreckig 48

  1. Publicviewer sagt:

    Zum Bild: Man beachte, „Flying Merkel“ hat keine Bremsen. 😉

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    • Pantoufle sagt:

      Ab einem gewissen Hubraum ist das gewissermaßen entbehrlich. Genau wie eine Beleuchtungsanlage, Hupe oder Kettenschutz (einfach Hosenanzüge tragen!)
      Immer nach dem Grundsatz: Bremsen dienen dazu, wertvolle Geschwindigkeit in nutzlose Wärme zu verwandeln.

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    • Die Katze aus dem Sack sagt:

      Rücktritt-Bremse?

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      • Pantoufle sagt:

        Nein. Aber klasse: Der Mann denkt mit! Ich vermute, daß es sich bei dem Photo um ein Schrittmachermotorrad für Steherrennen handelt. Da wäre die Bremse tatsächlich entbehrlich.
        Normalerweise und auf anderen Photographien hat das Ding durchaus Bremse und Kupplung. Aber wie an der Startprocedur zu sehen ist, erfüllt die Tretkurbel einen anderen Zweck:

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  2. Ach, wie gut! Susannah Winters Blog wollte ich Ihnen auch gerade anempfehlen.

    Das Sixpack-Foto ist ein Träumchen…;-)…

    Den Faktenfinder möchte ich nicht missen, der ist inzwischen auch die publizistische Heimat von Patrick Gensing, von dessen Texten ich eine ganze Menge halte. Schlimm finde ich, daß er publikative.org zunächst bei der Amadeu Antonio Stiftung unterstellen mußte (und inzwischen ganz eingestellt hat), um den SLAPP-Attacken der von ihm Bespiegelten nicht mehr ganz schutzlos ausgeliefert zu sein. Das ist ein Blogger-Elend, das Journalisten großer Medien (mit Rechtsabteilung) nicht haben. Und auch der Hauptgrund, warum ich niemalsnienicht unter meinem bürgerlichen Namen bloggen würde, mir reichte die eine Erfahrung mit Ken Jebsens Internetbegradigungswünschen.

    Vielendankeschön für die Verlinkung zu meinem aktuellen Blog über den Genozid an den Rohingya (vielleicht ändern Sie den link, weil es gibt mehrere Blogs, alle rubrifiziert unter Rohingya). Ich weiß nicht, ob ein Historiker ausreichen würde, um die kolonialen Wurzeln des aktuellen Dramas in Myanmar zu beleuchten – nur zum Genozid an den Armeniern gibt es so gegenteilige Sichtweisen. Und im deutschsprachigen Raum so verkürzte, einseitige, verharmlosende und von jedem Faktenwissen ungetrübte Medienberichte. Dabei ist Genozid glasklar definiert, auf die Rohingya trifft jeder Punkt (m.W. bis auf e) zu, bereits der Vorsatz zu einem der Punkte ist strafbar und es geht auch nicht um den größtmöglichen Leichenberg. Für die Rohingya ist ihre Ausbürgerung 1982 und die daraus folgende Staaten- und Rechtlosigkeit das größte Problem. Für mich war es eine erschreckende Erkenntnis, daß Nationalstaaten die einzigen Garanten für Bürger- und Menschenrechte sind und daß die Welt mit dem Nansenpaß schon mal weiter war als sie heute ist. Weltweit gibt es derzeit mehr als 10 Millionen Staatenlose, die das in aller Regel auch in den Fluchtländern bleiben und damit auf Gnade angewiesen, im schlimmsten Fall Freiwild sind.

    SagenSe mal, Herr Pantoufle, das rote Moped ist ja wirklich ausnehmend hübsch, aber ist das auch bequem? (ist bestimmt eine Mädchenfrage und außerdem ein Sakrileg) Ich versuche die ganze Zeit, mir eine Körperhaltung darauf vorzustellen und lande bei einer breitbeinigen (um großflächigen Verbrennungen an den Innenseiten der Schenkel vorzubeugen) und im Rücken schmerzhaft zusammengeknickten Weise, ein Hollandrad zu fahren.

    1+

    • Pantoufle sagt:

      Nicht vergessen: Bei Allen Millyard handelt es sich eines der wenigen Genies auf diesem Planeten. Natürlich kann man entspannt darauf sitzen – sogar mit Mädchen 🙂
      Allen schafft es sogar, daß man auf einem V10 vernünftig reiten kann – eine Herausforderung der besonderen Art!
      Nur ganz kurz und weil ich ganz schwarze Finger habe. Den (einen) Historiker braucht man allein dafür, den wirren Wiki-Artikel aufzuräumen. Links bearbeite ich nachher.

      Bild1

      Ach ja: Die Antwort lautet nein! Es kippt nicht nach hinten über!

      Bild2

      Bild3

      Entspannte Haltung und der einzig mögliche Gesichtsausdruck!

      1+

      • OldFart sagt:

        Ich finde die Satteltasche auf Bild 3 maßlos überdimensioniert. Das ruiniert doch glatt das Gesamtbild. Und dieser komische Hebel da am Bein: ist das ne Knieschaltung? Sapperlot, man lernt nie aus! Wird der Feldstecher zum Ablesen des Tachos mitgeliefert?

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        • Pantoufle sagt:

          Moin Oldfart

          Quatsch! Die Satteltasche ist genau richtig dimensioniert für den Zündschlüssel, Du Horst!

          Der Hebel für die drei Gänge ist auch genau dort, wo er hingehört. Man kann mit der Kniescheibe fühlen, ob er noch da ist und nicht während der Fahrt abvibriert wurde. Doppelfunktion: Er ist gleichzeitig der Drehzahlmesser. Womit sich die zynische Bemerkung mit dem Feldstecher erledigt hätte! Tachos braucht kein normaler Mensch! Der muß halt da sein – von ablesbar hat niemand etwas gesagt! Außerdem ist der von Smith!!!einelfzig!! Hörst Du: Von Smith!

          Kolben

          Und das ist der Kolben mit Pleuel. Und jetzt kommst Du!!!

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        • OldFart sagt:

          Bei Zylindern dieses Kalibers ist es eine reine Frage des Selbsterhaltungstriebs des Fahrers, das Gerät möglichst niedertourig zu fahren. Dann bleibt nach einer Zündung Zeit, um den Schmerz im Körper abklingen zu lassen, sich zu sammeln und auf die nächste Zündung mental einzustellen. So kann man eine körpernahe Erfahrung zum Begriff „Explosionsmotor“ gewinnen.

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    • Annika sagt:

      Liebe Dame,
      dieselbe Frage stellte ich mir auch. Wie sitzt man auf diesem Ding? Und jetzt werde ich wahrscheinlich hier rausgeschmissen, weil ich dieses Ding „Ding“ genannt habe.

      1+

      • Pantoufle sagt:

        Liebe Annika

        Das Ding heißt Motorrad, auch auf die Gefahr hin, daß sich heutzutage niemand mehr etwas unter einem Motorrad vorstellen kann, solange es nicht aussieht wie ein Terroranschlag in einer Einkaufstütenfabrik. Is traurig, is aber so!
        Ne, rausgeschmissen wirste deswegen nicht. Die Schrottpresse ist ja nicht nur Fachblatt für Ackerschlepper, Kleinbildzucht und Damenmoden, sondern auch für unterdrückte Minderheiten. Mädelz zum Beispiel! Wobei: Es ist ja schon vieles erheblich besser geworden!

        Ja, da kiekste, wa?!?!? Und nebenbei kann ich sogar hellsehen! Ich weiß genau, was sich der Knirps vom Weihnachtsmann wünscht.

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      • Liebe Annika,
        wir befragen einen Angehörigen der verschworenen Religionsgemeinschaft der „schwarzen Fingernägel“ und das sollten wir mit der entsprechenden Milde und Einfühlsamkeit tun.

        Das mit dem schmerzhaft eingeknickten Rücken nehme ich also anhand von Beweis-Bild 3 zurück, aber Körperhaltung und Gesichtsausdruck sind wie auf einem Hollandrad. Mit dem Unterschied, daß Lächeln auf dem Hollandrad weniger Fliegen in den Zahnzwischenräumen zur Folge hat.

        Btw (weil Kommentieren in Ihrem Blog bißchen mühsam ist) freut mich sehr für Sie, daß Sie den Immer-Schlimmer-Job quittieren können, Grüße!

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        • Pantoufle sagt:

          Hollandfahrrad! Das ich nicht laut lächele! Ich sehe sie vor mir, am Sonntag Morgen im Elm. Wie sie – elend und bemitleidenswert – am Ende der fünfkilometrigen 12% Steigung ihren Herzschrittmacher nachjustieren. Seltsamerweise werden die Straßencafes in diesem Urlaubsareal vorzugsweise genau an solchen Punkten errichtet. Da sitzen sie dann mit ihren heulenden Kindern und versichern sich gegenseitig, wie unfassbar gesund dieser Volksmord doch sei. Und gleich ginge es ja wieder bergab! Sobald der Blutdruck wieder unter 190:99 gesunken ist – vor allem die roten Schleier vor dem Gesichtsfeld weg sind.
          Und dann geht es bergab. Schlingernd und taumelnd in einem Speed, für das diese Brötchenholer nicht gemacht sind. Dazwischen die Leistungssportler der Spezies auf der Suche nach der Ideallinie. Mit hautenger Funktionswäsche, unter der sich jedes Schamhaar abzeichnet wie auch Wölbungen an vollkommen unerwarteter Stelle. Muskeln. Vermutlich.
          Einschließlich der Gegenfahrbahn über die gesamte Straßenbreite verteilt, damit man schon von weitem die bergan strampelnden freudig grüßen kann. Oder die 40-Tonner.

          Nein, Fliegen haben die meisten nicht zwischen den Zähnen. Eher Gras. Worin soll man auch sonst beißen, wenn es außer labbrigen Würstchen in überteuerten Lokalen nichts gibt?
          Aber ökologisch ist es natürlich und vor allem gesund. Das Gemeinschaftsgefühl, wenn man sich zusammenrottet, die Solidarität, wenn man gemeinsam die in der Rinde der Alleebäume steckenden Fahrradhelme bestaunt. Früher sammelten sie Pilze, heute Helme…
          Ich glaube, mit Hollandrädern warte ich auf das Verbot von Verbrennungskraftmaschinen. Tut mir echt leid!

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          • Oha, da habe ich Hollandrad-wise wohl einen wunden Punkt getroffen?

            Herzschrittmacher-Inhaber und -Anwärter fahren doch längst E-Bike, während sich deren Brut körperlich ertüchtigen muß.

            Warum allerdings für jede noch so bekloppte Sportart hautenge, schreiend bunte Kleidung erst gekauft und dann auch noch getragen wird, die man später im Sondermüll entsorgen muß, weiß ich auch nicht.

            Ich bin ja schon dankbar und froh, daß Nordic-Walking kein Trendsport mehr ist – diese marschierenden Generäle in buntigen Wurstpellen, diese verkniffenen Fressen in Formation, die fehlen mir wirklich null. Ob sich diese ganzen Fitnessler je vergegenwärtigen, was sie sich so alles ins Gesicht trainieren?

            Da lobe ich mir lächelnde Spazierenfahrer am Gesundheitslenker, ob mit oder ohne Verbrennungsmotor/Fliegen zwischen den Zähnen…;-)…

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  3. Erstmal herzlichen Dank fürs Verlinken und auch für die restlichen feinen Lesehinweise. (Und DamevonWelt ist sowieso immer wieder gern gesehen und gelesen.) Außerdem bedanke ich mich recht herzlich für das feine Foto der beiden sehr attraktiven Herren vor Zaun ^^ Ich glaube, jetzt brauche ich erstmal was zu trinken 😉

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  4. Kleiner Nachsatz: Beim Faktenfinder und der Tagesschau selber warte ich seit Jahren ja vergeblich auf die große Erkenntnis, dass man auch die eigenen Arbeitslosenstatistiken mal unter die Lupe nehmen könnte. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt

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    • Pantoufle sagt:

      Moin Susannah

      Herzlich willkommen erst mal auf der Schrottpresse, dem Fachblatt für politische Unkorrektheit und Retro-Technik.
      Ja, da bekommt man doch gleich Lust auf ein gepflegtes Astra im Sonnenuntergang am Bauzaun! Nicht die schlechteste Idee.
      Wiederum ein kleiner Nachsatz zu den sogenannten Fakten-Checkern oder Findern. Ich mag sie aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht, ganz gleich wer das betreibt.

      Zum einen wird indirekt unterstellt, man wäre zu blöd zum googeln. Und mehr braucht es in 99% aller Fälle ja nicht, um die Plausibilität einer Nachricht zu überprüfen. Oder die URL zum statistischen Bundesamt. Ein immerhin lösbares Problem.

      Ein anderer Punkt ist der Begriff »Fakten« an sich. Da wird etwas verkauft, was es gar nicht gibt. Unumstößliche Tatsachen, endgültige Wahrheiten oder finale Feststellungen? Da lacht doch jeder Philosophiestudent im ersten Semester. Oder der der Geschichte. Jeder, der einmal sein Herzblut für die Erforschung einer Geschichte gegeben hat, die Widersprüche und Intensionen der Beteiligten versucht hat nachzuvollziehen und bemüht war, den kulturellen oder historischen Kontext zu erspüren, weiß, daß es solche »Fakten« nicht geben kann.
      Die Angst vor einer angeblich überkomplexen Welt als Begründung dafür, anderen die Beantwortung von Zusammenhängen zu überlassen, ist erst einmal eines: Dumm! Abgesehen davon daß man sich des sinnlichen Vergnügens beraubt, es selber zu machen.

      Eine Gefahr besteht auch darin, daß solche Vereine und Institutionen mit ihrer Arbeit immer auf der Schwelle zur Zensur balancieren. Die Gefahr wird umso größer je arrivierter der Verein ist. Tagesschau.de rangiert dabei sehr weit oben. Da kann man noch so viel guten Willen bei den Prüfern angeblicher Fakten unterstellen: Sie bekommen dort eine Kompetenz, die ihnen nicht zusteht, nicht zustehen darf.
      Es ist ja auch auffallend, daß es so gut wie nie Updates ihrer Weisheit gibt. Einmal ein Urteil gefällt und die Wahrheit hat ihren Platz. Unabhängig davon, daß sich die Informationslage oder Zahlen geändert haben können. Schade, daß es 2003 noch keine »Faktenfinder« zum Irakkrieg gab!

      Ja, das nur als kurze Anmerkung.

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  5. Fluchtwagenfahrer sagt:

    Moin Pantoufle,
    war mal wieder schön, aber must du mich an diese verf… Vergaser erinnern.
    Als Jüngling versuchte ich damals eine frisch restaurierte Katze zu synchronisieren, ui,ui,ui. falsches Dämpferöl, mit den Ping-Pong Bällen verkackt, Vergaserflammrückschlag und einmal neu macht der Fluchtwagenfahrer, nach dem Einsatz eines ABC-Löschers.

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    • Pantoufle sagt:

      Schrauberschicksale, abends am Kamin, erzählt den anderen schwarzen Fingernägeln. »Unsterblicher Ruhm« bedeutet ja auch, oft genug Sieger über den Benutzer geblieben zu sein. Unter dieser Prämisse und Sir William Lyons Schöpfungen würde ich übrigens die Firma Lucas als Klassensieger ansehen. Dagegen waren SU-Vergaser Kinderkram.

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