Kurz und dreckig 45

Das Hamburger Schanzenviertel kurz vor Eintreffen der Polizei

Am 14. Juni vor genau 228 Jahren stürmten Pariser Bürger die Bastille im östlichen Stadtgebiet von Paris. Unbestätigten Quellen zufolge soll es dabei zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen sein. Die staatlichen Organe wurden von den Gewalttätigkeiten vollkommen überrascht.

»Und nun: Etwa ein paar Tausend Personen im „schwarzen Block“! Damit konnte niemand rechnen – der Expo-Eröffnung in Mailand 2015, den sogenannten Ereignissen von Berlin im Juli 2016, allerlei G8- und Dutzenden anderen Gelegenheiten (wie etwa dem G7-Gipfel in Taormina) zum Trotz. Die Stadtregierung von Hamburg, die doch seit vielen Jahren eine übersichtlich-kuschelige Szene „autonomer“ Weltverächter nebst deren Heimstatt Rote Flora als liebenswertes touristisches Highlight zwischen Hafen und Räucheraal vorführt, war jedenfalls total überrascht.«

Thomas Fischer

Der deutscher Rechtswissenschaftler und ehemalige Vorsitzender Richter des 2. Strafsenats des Bundesgerichtshofs hat seine Kolumnenpause auf Zeit Online wenigstens für dieses Ereignis unterbrochen. Odin sei Dank hat er auch im Ruhestand nichts verlernt. (hinter einer Registrierungsschranke)

»“Eine neue Qualität von Gewalt.“ Kommt Ihnen, verehrte Leser, diese Formulierung bekannt vor? Ich bin sicher, dass ich sie in den letzten Jahren zehnmal gelesen habe. Was genau soll jetzt die „neue Qualität“ sein? Laserpointer gegen Hubschrauber? Gehwegplatten und Pflastersteine vom Dach eines Hauses auf Polizeifahrzeuge? Stahlkugeln aus Präzisionsschleudern? Brandflaschen gegen Wasserwerfer? Wahllose Zerstörung fremder Sachen, Plünderungen? Nichts davon ist neu, und „qualitativ“ unbekannt schon gar nicht.«

Zu einer Revolution und ihren häßlichen Seiten kam es aus den verschiedensten Gründen nicht, stellt Thomas Fischer fest. Und es fallen auch Bemerkungen zu anderen Aspekten des G20 Gipfels, die die unendliche Traurigkeit von Olaf Scholz und dem Hamburger Senat auslösten.
Wer sich umfassend über die rechtlichen und moralischen Aspekte des G20 Gipfels informieren möchte, kommt an dem langen Artikel Fischers nicht vorbei. Eine unbedingte Leseempfehlung!

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit fand letzte Woche das Formel 1 – Rennen in… Österreich, glaube ich… statt. Es gewann erwartungsgemäß irgend jemand von einem Rennstall, der auch sonst immer gewinnt.

Schnarchstörungen beim Begriff Formel 1? Sehnsucht nach Rennen, in denen Autos noch Autos, Fahrer noch Bestien und Frauen noch Furien sind? Willkommen bei den 24 Stunden von LeMons, der Rennserie für wahre Racing-Junkies!
Dem Gewinner dieser mörderischen Schlacht winken Preisgelder in Höhe von sagenhaften 500$, die grundsätzlich in 5-Cent-Münzen ausgezahlt werden (was exakt dem Höchstpreis dessen entspricht, was die Boliden beim Kauf gekostet haben dürfen).

Der Eindruck, daß es sich dabei um Anarchie auf der Rennstrecke handelt, könnte nicht falscher sein! Die Strafen bei Rennvergehen sind drakonisch und werden mit Hilfe eines Lottorades bestimmt, dem »Weel of Missfortune«. Sie reichen von der Installation von bis zu 50 Duftbäumchen im Fahrzeug über die Montage eines 6-tönigen Autoalarms bis zur »Max Mosley«-Penalty. Oder schlimmerem!
Jedem, der seinen Spaß am vollkommen unvernünftigem Verbrennen von Benzin hat, sei die Youtube-Serie der 24h of LeMons wärmstens ans Herz gelegt!

An dieser Stelle meine besten Genesungswünsche an den anonymen Motorradfahrer, der mit gebrochenem Schulterblatt und ein paar harmlosen Schürfwunden wegen eines Motorradunfalls gerade im Krankenhaus liegt. Ihm und allen, die ebenfalls etwas Pech hatten, gute Besserung, möglichst geringe Schäden an der Karre und allzeit eine handbreit Luft zwischen Krad und Gegner! (Vielleicht hilft Euch diese Rennserie auf Youtube zur schnelleren Genesung)

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Ein Kommentar zu Kurz und dreckig 45

  1. DasKleineTeilchen sagt:

    glorious. no real connection here, but the WheelOfTheWorst is now also the WheelOfMisfortune (well, maybe the „Golden Road“ could count as one?):

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