Kontaktschuld

Für alle, die sich gerade damit beschäftigen, Kevin Jebsen großzuschreiben, ist mir gerade ein schönes Stück in die Hände gefallen. Selten, daß ich am Rechner sitze, Musik höre, dabei abgehe wie Lutzi und dabei Kumpels wiederbegegne. Rolf Stahlhofen zum Beispiel. Ein supernetter Typ und großartiger Sänger – und Edo Zanki, einem meiner Allzeit-Idole.
Ja, das war auf der Söhne Mannheim-Tournee, bei der ich vor zwei Jahren einen Schlaganfall hatte und auf der mir der Produktionsleiter das Leben rettete. Für die war ich auch nicht gestorben, als ich in diesem Krankenhaus… nie wieder. Gruß an all diese tollen Menschen.

Ja, an die muß ich gerade denken. Ziemlich genau zwei Jahre danach, kurz vor meinem nächsten Geburtstag und weil ich Xavier Naidoo immer noch für einen außergewöhnlichen Sänger halte.
Was das mit Kevin Jebsen zu tun hat? Nix. Außer, daß ich mich vermutlich als irrer Verschwörungstheoretiker oute, wenn ich mich dem üblen Musikgeschmack der als lösungsmittlefrei und babyverträglich eingestuften Ware verweigere. Was mir dabei einfällt – diesen Song mag ich auch ganz besonders, weil mir dabei ein Gesicht…, aber es waren so viele Gesichter und Töne. Man sollte sich nicht öffentlich an alles erinnern.
Nein, es hat nichts mit Kevin zu tun. Nur etwas damit, da ich mich gerade bei einer »inneren Schere« erwischt habe. Zwar kann ich unbemerkt Heinrich v. Treitschke zitieren, ohne daß es jemandem auffallen würde (wer liest denn noch?), aber bei Xavier Naidoo würde man der Steinigung anheimfallen. Ist das irre?
Für alle Liebenden heute Nacht.

Ich denke an Dich, Rolf

1+
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

22 Kommentare zu Kontaktschuld

  1. Publicviewer sagt:

    Von welchem linken Mainstream Musikgeschmack redest Du?
    Was Du an dem Xavier Naidoo gut findest ist mir auch ehrlich gesagt echt schleyerhaft?
    Ich kenne den persönlich und für meinen Teil das verlogenste Arschloch das mir, zumindest was die Promis betrifft, ganz unbenommen seiner politischen Äußerungen, je untergekommen ist.

    0

  2. Pantoufle sagt:

    »Was Du an dem Xavier Naidoo gut findest ist mir auch ehrlich gesagt echt schleierhaft« .

    Macht nichts.

    0

  3. Publicviewer sagt:

    Gibt es hier ein Echo…?
    Weil das einer ist der auf der anderen Seite steht, aber das müsste Dir eigentlich bekannt sein.
    Schade, hätte mich mal interessiert…

    0

  4. L´Andratté sagt:

    Er schrieb: “Ich halte ihn für einen außergewöhnlichen Sänger.”

    0

    • Pantoufle sagt:

      Das ist aufmerksam beobachtet.

      1+

    • Publicviewer sagt:

      Eben, ein außergewöhnliches Arschloch der einen auf Antidrogen macht kokat wie Sau deswegen wird er in Fachkreise aus “Dyson” gennant und genau so verhält er sich auch.
      Außerdem ist er auch noch ein Frömmler ersten Ranges der damit die Gesellschaft vergiftet und nachhaltig dafür sorgt, das sich nichts ändert und der Funktionselite damit in den Arsch kriecht.

      0

      • Pantoufle sagt:

        »Im deutschen Arbeitsrecht bezeichnet der Begriff Funktionselite eine Gruppe von Arbeitnehmern einer bestimmten Berufsgruppe, die, gewerkschaftlich organisiert, eine besonders große Kampfkraft gegenüber Großunternehmen haben, weil sie den Betriebsablauf durch einen Streik empfindlich stören können. Funktionseliten zeichnen sich dadurch aus, dass der Betrieb der Unternehmen, bei denen sie beschäftigt sind, unbedingt von ihrer Arbeitsleistung abhängt und nicht durch Dritte ersetzt werden kann.«

        Wikipedia

        Das meintest Du jetzt aber nicht, oder?

        2+

        • Publicviewer sagt:

          Nein, wirklich nicht.
          Ich fand den Begriff als eigentlich sehr passend für all diese Leute, die von herrschaftlichen Strukturen profitieren und sie auch tatkräftig unterstützen.
          Allerdings lese ich das in der Wikipedia auch etwas anders.
          Dort wird der Begriff schon auch abseits des Arbeitsrechtes in Bezug auf die Machtelite verwendet.

          0

          • Pantoufle sagt:

            Ah, das dachte ich mir beinahe. Ja, die eigenen Lieblingsbegriffe! Ich dachte auch immer, daß in einer Polizeimanufaktur Teller und Tassen gebrannt werden. Stimmt aber gar nicht. Drei falsche Buchstaben!
            Das muß Porzelan heißen.

            1+

  5. flatter sagt:

    Auf welcher Seite stehst du, Querfrontler??!111!!¹
    Ich weiß, wo dein Nummernschild wohnt und habe es an höchste Twitter weitergleitet..

    0

    • Pantoufle sagt:

      Ha! Ich weiß aus sicherer Qualle, daß Du bei Twitter Hausverbot hast wegen permanenter Überschreitung von Zeichen! Das hier ist auch sowas: Ein Zeichen!
      Sieh es einfach nur als Bestätigung der Brühwurst-Theorie, welche besagt, daß der Inhalt beider Enden der Wurst sich annähert, wenn sie sich annähern. In der Mitte der Wurst ist die Mitte. Im linken Wurstende ist Brühwurst – genau wie im rechten Zipfel. Nur eben rechts.
      Bezieht man dieses Modell auf die politische Leidenschaft, so ist der Inhalt Wurst.
      Schreib Dir das hinter die Ohren!

      Fröhlichen Winter noch,

      das Pantoufle

      1+

  6. Pantoufle sagt:

    Auch Kontaktschuld. So gesehen.

    0

    • OldFart sagt:

      Wenn jemand von der falschen Seite aus falschen Gründen mit falscher Absicht und falscher Empörung ausnahmsweise mal was im Ergebnis richtiges sagt und ich dem beipflichte, bin ich dann sympathisierender Nazi und wird die Sachverhaltsfeststellung dadurch automatisch falsch?

      https://m.youtube.com/watch?v=uiqLwVSxkSw

      Kontaktschuld gibt es nicht nur zwischen Personen, sondern auch zwischen Personen und Themen und ist damit auch Mittel zur Diskreditierung und Tabuisierung von sachlich Richtigem.

      0

  7. glumm sagt:

    Von Zanki hatte ich in den 80ern mal eine LP, die mir gut gefallen hat. Ist verschollen. War schwarz. Sowohl das Album-Cover wie die gesamte Stimmung auf der Platte. Großartige Stimme, der Typ. (Lese gerade auf Wikipedia, dass Zanki auch bei der Tänzerin von Ulla Meinecke die Finger im Spiel hatte. Einer der besten deutschen Songs dieser Zeit.

    0

    • Pantoufle sagt:

      Ah, endlich kommt mal jemand auf den Punkt! Ich fand das ja schon bemerkenswert, daß jemand das Wort Funktionseliten in den Mund nahm. Nein, der meinte nicht diesen legendären Bläsersatz – aber irgend eine ausgequetschte weltanschauliche Banane.
      So ein fettes Ding, alles groovt wie doof, Edo und Rolf drücken wie blöd und selbst das unvermeidliche gerappe stört nicht weiter. Einfach eine sehr, sehr geile Nummer.
      Von Edo hab ich die EP mit der Live-Version des Songs aus den späten achtzigern, glaube ich. Auch schwarz. Die Version mit den Söhnen Mannheims finde ich allerdings noch eine Nummer mehr auf den Punkt. Und diese Bläser!! Unfassbar: Wo kriegt man in Deutschland so einen Bläsersatz?

      Zanki war für die deutsche Musikszene ohnehin ein Nachbrenner. Einer der wichtigsten Produzenten. Gesanglich ist mir Stahlhofen damals aufgefallen, weil ich sofort an Zanki denken mußte. Hört man ja auch auf dieser Nummer – zwei echte Könner.

      0

      • DasKleineTeilchen sagt:

        Ah, endlich kommt mal jemand auf den Punkt!

        ??? warum dann die naidoo-lobhudelei als aussergewöhnlicher sänger?!? wenns um edo zanki geht? zankis imaginäre “kontaktschuld”? oder deine, weil du auf tour mit den söhnen warst?? hä? und daß das video unter “xavier naidoo – gib mir musik” und nicht “edo zanki & friends” läuft, ist schon krass genug und ist ja schön, dasses um musik geht, und vielleicht war xavier ja so um 2001 noch kein VT-vollidiot, der jetzt wie ken jebsen vor selbstgerechtigkeit nur so überläuft (meine eigene selbstgerechtigkeit jetzt mal aussen vor), but what was your point again?

        (abgesehen davon, daß ich naidoo auch so schon tatsächlich schon immer nicht ausstehen konnte/kann, finde ich seine sangeskünste – at least in my opinion – auch eher grenzwertig und formelhaft. aber was solls; ich hab ja garantiert auch so einiges zweifelhaftes in meiner schublade der geliebten peinlichkeiten.)

        0

        • Pantoufle sagt:

          »daß das video unter “xavier naidoo – gib mir musik” und nicht “edo zanki & friends” läuft…«
          … ist schon eine gewöhnungsbedürftige Vermarktungsstrategie. Wohl wahr.

          Mein Punkt? Ich saß da so des Nachts fräöhlich vor mich hin, stolperte irgendwann über die alte Zanki-Nummer und dachte »die kenne ich noch in einer Version mit einem richtigen geilen Bläsersatz und Verschwörungstheorie«. Lass mal bloggen – da findet sich garantiert einer, der sich darüber aufregt. Und siehe da…
          Und der Rest steht ja da. Das ist jetzt ziemlich genau zwei Jahre her, ich darf heute noch einen Geburtstag haben und die Songs mag ich wirklich sehr gerne. Eine sentimentale Laune eben. Ohne besondere Botschaft (wobei ich mir doch ein paar anerkennende Worte zu meiner Musikauswahl gewünscht hätte, aber das bin ich ja von meinen Metal-Nummern schon gewohnt.) »Alles sehr nett, aber müssen die immer diese Stromguitarren so laut machen?«
          »ich hab ja garantiert auch so einiges zweifelhaftes in meiner schublade der geliebten peinlichkeiten.«
          Ja. Stimmt. Nur leider kein Blog, auf dem man die mal sammeln kann.

          0

  8. Pentimento sagt:

    Wenn ich das hier sagen darf, Pantoufle, ich freu mich, daß Du überlebt hast, daß Du auf Deiner Karre in den Sonnenaufgang brausen und dabei vielleicht “Sag mir wann”hören kannst.

    2+

  9. Pantoufle sagt:

    Bernard Edwards on Bass

    0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *