Kleine Weihnachtsmusik

Glenn Gould betet Bach. Kein überbezahlter Karajan-Bombast, keine „ich spiel den einzig wahren Bach“ Attitüde – und schon gar kein Horowitz Fingerknotendrama. Das, was Kritiker an Goulds Mozartinterpretationen immer naserümpfend anmerkten – den angeblichen Mangel an österreichischem Marzipan-Aroma – macht seine Bachinterpretation einzigartig. Kein Saccharin: Rohrzucker! Dazu ein Orchester, was sich darauf beschränkt, nüchtern und ausgeschlafen das zu spielen, was da auf dem Blatt steht; auch nicht immer eine Selbstverständlichkeit.
Selbst die mp3-geschredderte Aufnahme konnte die Magie nicht vernichten.
In der absoluten Sicherheit zu wissen, daß alle meine Leser Bach-Fans sind, empfehle ich Euch diese etwas spezielle Aufnahme. Und auch allen anderen wünsche ich ein frohes Fest.

Pantoufle

Konzert für Klavier und Orchester No.1 in d-moll BWV 1052

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