In völliger Verkennung der Tatsachen

frühling_1Katze Frida behauptet, das wäre jetzt der Frühling. Wo vorgestern noch Schnee lag, sonnte sie sich einen Tag später und erklärte den Frühling für eröffnet. Heute liegt dort wieder der weiße Modder. Soviel zu tierischen Instinkten. Katzen sind doof und gefräßig – im Fall von Frida auch noch ausgesprochen unfreundlich.

Flausch am Donnerstag? Ja, ich glaube. Es gibt nichts Rechtes zu berichten. Die Schlangen in Zypern sind kürzer als erwartet, im Moment gibt es mehr Kameraleute als Bankkunden – von Ausnahmen abgesehen.
Der Papst (der neue, nicht der Wir-Papst) erweist sich als unkonventionell, wobei sich die Meldungen darüber ausschweigen, ob er nur ein wenig tatterig ist, daß er das mit dem Zeremoniell nicht nach Vorschrift macht oder einfach nur eigensinnig… wir werden sehen.

Selbst königlich-bayrische Amtsgerichte – nein: Sie nehmen keine Vernunft an! – beugen sich aber doch dem Druck nicht nur der Straße. Der verantwortliche Richter hat sich noch einmal die Anklageschrift durchgesehen und da steht was von griechischen und türkischen Opfern. Und dann gibt es ja diese Gerüchte, daß die türkische Tageszeitung Hürriyet überhaupt nicht zu spät kam, sondern eine der Ersten war. Na ja, wenns denn so ist…

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Wie ein Qualitätsjournal aus dem süddeutschen Raum berichtet, beharrt Dorfrichter Adam Huber auf der einmal gefassten Fehlentscheidung. Mit den Worten »München muß Provinz bleiben« prostete der Richter den wartendenen Journalisten mit seinem Bier zu. Kritik an den Akkreditierungsregeln kommt mittlerweile auch aus Brüssel, wobei nicht zu vermuten ist, daß dieser Protest beim OLG Eindruck machen wird (wir sind hier nicht in Brüssel!). Bleibt also nur übrig, darauf zu warten, wenn es irgendwo auf der Welt – vorzugsweise in Griechenland oder der Türkei – eine Verhandlung geben wird,  in die in irgend einer Form Deutsche verwickelt sind. Die Retourkutsche, die Q-Journalisten aus Deutschland vor der verschlossenen Türe verhungern zu lassen, schwebt im Raum. Auf das Geschrei, was sich dann erhebt, freue ich mich jetzt schon.

Die Eastside-Galery wird schon mal vorsichtig abgetragen, damit die Demonstranten sie nicht mehr beschädigen können. So vorsorgliche Bauunternehmer wünscht man sich doch immer. Danach wird die Mauer wieder aufgebaut. Wenn sie zwischendurch niemand kaputt macht. Demonstranten zum Beispiel. Oder es gibt ein bedauerliches Versehen.

Der Krieg ohne Bilder in Mali geht weiter. Es gibt nun keine »größeren Gefechte« mehr. Nur kleinere. Damit das so bleibt, fordert der Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon bis zu 11.200 Soldaten. Friedenstruppen natürlich, keine regulären Soldaten, so wie es überhaupt nur noch Friedenstruppen und Terroristen gibt. Wohin ist nur der gute, alte Landser verschwunden?

Bei der Lektüre des Pusztarangers wird man zum Glück daran erinnert, daß Ungarn sich immer schneller in die falsche Richtung bewegt. Die Schlagzeile Die “Heilige Krone” als kommunale Immobilienverwaltung lässt böses ahnen. Nur ein kurzes Zitat: 

Die Jobbik-geleitete Gemeinde Gyöngyöspata hat in ihrer neuen Gemeindeordnung die Heilige Jungfrau zu ihrer Schutzpatronin erklärt, eine eigene Hymne beschlossen, für die behördliche Kommunikation neben dem üblichen Alphabet die “altungarische” Runenschrift eingeführt und die Felder, Wälder und Gewässer im Besitz der Kommune der “Heiligen Krone” übereignet.

Der heiligen Krone und altungarische Runenschrift erinnern ein klein wenig an… Nein: Keine NS-Vergleiche!
Also entweder man schafft jetzt an Ort und Stelle Nazivergleiche mit Gesetzeskraft ab oder…. man schickt keine 11.000 Soldaten nach Mali, um französische Uranvorräte zu bewachen und so nebenbei ein weiteres Bollwerk der Demokratie zu errichten.
Ja, ich weiß: »Wenn das so einfach wäre©«

Uuuund da ist da noch eine alte Bringschuld, die ich keinesfalls länger vor mir herschieben mag. Es geht um die Ostprinzessin. Das ist die Ostprinzessin, die auf meiner Blogroll verzeichnet ist und die ganz viele Dinge schreibt, die mit Kultur zu tun haben. Außerdem kann die Prinzessin schreiben – ausgesprochen gut, wie ich finde!
Nun hat diese Ostprinzessin die Idee gehabt, Bilder, Einfälle, Gedichte, Geschichten, Gedanken auf Quarthefte zu drucken (die Älteren unter Euch werden sich daran erinnern – man nannte es Papier) und unters Volk, das Interessierte, zu verteilen. Diese Erzeugnisse des Drucks hören auf den schönen Namen »Schnuppe«. Ich war jedenfalls ganz interessiert und habe die Prinzessin mal ganz vorsichtig angesprochen, wie denn das wäre und ob es arg teuer wäre. Sie hat auch gleich zurückgemailt und war schrecklich neugierig. Sowas von aber auch – ich war sanft überrascht. Jedenfalls schickte sie – nachdem sie alles über Kindheit, Hobbys, Beruf, Vorlieben und Abneigungen sowie Haarfarbe und bevorzugter Benzinmarke aus mir rausgequetscht hatte, einige Exemplare der Schnuppe. Dafür wollte sie im Gegenzug auch nur den höchsten Verdienstorden unseres Dorfes – nach kurzer Durchsicht ihrer Erzeugnisse ein Schnäppchen, wie ich zugeben muß.
Nun liegen die Hefte bei mir auf dem Schreibtisch, wo ich immer meine Qualitätsartikel zusammenzukleistern pflege und werden gelesen. Immer mal hier und dann wieder und weil es poetisch und freundlich ist, wandern sie nie all zu weit weg, bleiben in Griffnähe. Und das ist wohl das Beste, was man über Geschriebenes behaupten kann: Wenn es sich im oberen Drittel des Stapels hält.
Das wollte ich also noch sagen und dabei feste die Werbetrommel für die Ostprinzessin rühren; für ihren Blog und ihre Schnuppe.
Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal!

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Ja, da lauf du nur, du Viech mit den untrüglichen Instinkten 🙁

Frühling: Das ich nicht lache!!!

Frühling: Das ich nicht lache!!!

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