Ein Herz für Rassisten

hier können Rassisten Kaffee kochen - darum SPD!

Die Unappetitlichkeit der SPD hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Der durch seine sozialdarwinistische Hetzschrift „Deutschland schafft sich ab“ bekannt gewordene Berliner Senator, Rassist und Finanzjongleur Thilo Sarrazin bleibt SPD–Mitglied! Das Parteiausschlussverfahren von gestern – nebenbei das zweite gegen ihn – endete als blamable Farce.

Alle Antragsteller für einen Parteiauschluß zogen ihre Anträge zurück und begnügten sich mit einer Versicherung Sarrazins, in Zukunft vorsichtiger zu sein.

Die Sitzung im Willi Brandt Haus dauerte 5 Stunden, danach stand fest: Sarrazin bleibt! Hatte der Alleinunterhalter der SPD Sigmar Gabriel zuvor noch so laut gewettert, Fachleute das Pamphlet Sarrazins zerrissen und sich jeder zivilisierte Mensch mit Abscheu von solchem Unsinn distanziert – umsonst! Der enorme Aufwand, den man im Vorfeld von Seiten der SPD getrieben hatte, verwandelte sich nach Sarrazins Erklärung in einen demütigen Kotau vor den Thesen eines Rassisten. Die sogenannte „Parteilinke“ Andrea Nahles war´s zufrieden: Eben noch der Kopf der Ankläger sah sie ihre große Chance, sich mit einer windelweichen Entschuldigung Sarrazins zufrieden zu geben, um damit ihrem Chef Gabriel in den Rücken zu fallen.

Das empörende Ergebnis legt den Schluss nahe, daß es in Wirklichkeit um einen Machtkampf in der Führungsriege der Partei ging denn um die Werte, für die die SPD seit 148 Jahren steht stand. Was jetzt noch von der ehemaligen „sozialdemokratischen“ Partei bleibt, darf getrost als führungsloser Trümmerhaufen bezeichnet werden.
Was auch bleibt, ist die Seeligsprechung der kruden, wirren Ideen eines größenwahnsinnigen Sozialdarwinisten, dessen Ideen nur in einem Klima diskutiert werden können, in dem braunes Gedankengut wieder hoffähig geworden ist.

Wen die ehemalige „sozialdemokratische Partei“ da tatsächlich in ihren Reihen unterbringt, hat Flatter auf Feynsinn dankenswerterweise beschrieben, indem er Thesen Sarrazins mit denen Hitlers aus „Mein Kampf“ gegenüberstellt. Ein Dokument des Grauens in Anbetracht einer öffentlichen Diskussion, die diese Hetzschrift ausgelöst hat – in Neusprech heißt das wohl: “keine Denkverbote“.

Auf ihrem Weg in eine bedeutungslose zehnprozentige Splitterpartei hat die SPD seit heute einen gewaltigen Schritt nach vorne getan und so ganz nebenbei das Andenken all der Mitglieder dieser Partei beschmutzt, die für eine gerechte, sozialistische Welt gekämpft haben und manchmal auch dafür gestorben sind.

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