Die satanischen Verse

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Online nennt man das und es ist der letzte Schrei. Das Internet – unendliche Weiten! Einen… dingens… so eine Firma, wo man das machen kann habe ich auch gefunden. Sie bieten verschiedene Tarife an: Poweruser, Moonshine und Easy-Sorglos. Ich habe erst einmal den Spacken-Account genommen für Anfänger. Sicher ist sicher. Und einen Namen für das Blog (so nennt man Online-Tagebücher nämlich) hab ich auch schon.
»Die satanischen Verse«

Tag 1

Gar nicht so einfach! Es muß etwas sein, was die Leute interessiert und zum Lachen bringt. Politisch! Aufrüttelnd! Erotisch! Irgend etwas zwischen »Bunte« und »Konkret«. Natürlich darf auch die historische Komponente nicht fehlen. Drittes Reich – Heute. Wie bei Spiegel-Online.
Mal sehen, was die zukünftigen Kollegen so machen… Ich wußte gar nicht, daß es so viele Blogs gibt!

Tag 2

Seit heute Morgen um 4:00 arbeite ich an meinem ersten Artikel. Er wird engagiert, aufrüttelnd, historisch, lustig und ganz und gar unerotisch. Soweit die Planung.
Bis spät in die Nacht habe ich recherchiert, nachgedacht und vorformuliert. Arbeitstitel: »Wo sind eigentlich all die Stoppschilder geblieben?« Die von der Ursula von der Leyen. Auch ist die Gattung der Kinderschänder fast rückstandslos von der Bildfläche verschwunden, während noch vor kurzem jede Woche ein Händlerring ausgehoben wurde. Offensichtlich haben sie jetzt alle eingesperrt und nun ist das mit den Schildern obsolet.

Nachdem sich v.d. Leyen so gründlich blamiert hatte, machte man sie fix zur Kriegsministerin… es konnte ja niemand ahnen, daß das mit dem Krieg so schnell Wirklichkeit werden würde. Wäre der nicht gekommen, hätte jetzt jede Kaserne eine Krabbelgruppe. Na gut: Die haben sie dann doch noch durch die Hintertür bekommen, nur daß nicht vor der Kaserne gekrabbelt wird, sondern in Mali und Syrien.

Tag 3

Der Artikel ist ganz klar zu lang geworden! Irgendwie muß ich die 23 Seiten kürzen – aber wie? Jedes Komma ist von langer Hand geplant, jede Formulierung ein Schlag ins Gesicht des Establishments!
Die Kollegen können das doch auch, Kürze und Würze! Flatter zum Beispiel! Der schreibt Telephonbücher und kürzt alles, bis nur noch kryptische Formulierungen übrigbleiben. An denen können sich dann seine Leser die Zähne ausbeißen. Der macht das richtig, wenn auch mit einer spürbaren Ader zum Sadismus.

Nachtrag um 17:00 Uhr
Bin jetzt auf 19 Seiten herunter. Sehne mich nach meinem Tagebuch zurück. In der Regel bekam ich nach der ersten Seite einen Schreibkrampf. Fluch des Fortschritts.

Tag 4

Vielleicht sollte ich mit etwas leichterem beginnen! Katzen sind doch sehr beliebt, fast so sehr wie Gedichte. Nur daß Katzen nicht gerade die aufrüttelnde Spezies sind – eher ein Zeichen dafür, auf keinen Fall aufgerüttelt werden zu wollen. Katzenbilder und Politik sind geradezu Nord- und Südpol, Alpha und Omega, Leyen und Wagenknecht.

Ich werde erst einmal ein Bild posten. Als Test zum Aufrütteln, aber auch als Fanal und Standortbestimmung.

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Tag 5

Keine Kommentare. Schreibe an meinem Artikel »Wo sind eigentlich all die Stoppschilder geblieben?« weiter. Leider bin ich schon wieder deutlich oberhalb der von mir gesteckten Höchstgrenze von 3 DIN-A4 Seiten. 26 Seiten darüber um genau zu sein.

Erschöpft beende ich erst einmal die ermüdende Schreibarbeit und stöbere weiter bei der Konkurrenz. Mechthilds 1-Euro Blog – auch sehr schön. Postet jeden Montag ein Bild mit Tier. Alles außer Katzen… listig! So was könnte ich natürlich auch machen! Das Gedicht an jedem 7. Freitag oder eine kleine Nachtmusik mit einer meiner liebsten Metal-Bands, sorgfältig versteckt hinter einem Link von Mozart oder dem Label »Titten, Terror, Tofu!«
Mal sehen; irgend etwas hart an der Grenze zur Körperverletzung! Was Flatter kann, kann ich…

Tag 6

Hurra! Hurra! Hurra!
Eine Reaktion auf meine erste Veröffentlichung! Die Firma, bei der mein Blog »die satanischen Verse« erscheint, gratuliert mir mit warmen Worten zur ersten Veröffentlichung. Dazu wird ein animiertes Feuerwerk abgespielt, zu dem ein Posaunenchor eine heroische, getragene Melodie posaunt. Ich glaube, es ist die amerikanische Nationalhymne.
Anschließend folgt die Ermahnung, auch in Zukunft möglichst jeden Tag ein weiteres Werk abzuliefern – andere hätten das schließlich auch geschafft! Dazu eine Liste von Blogs, die ich mir unbedingt ansehen sollte und der Hinweis, daß ich beim Erwerb des Premium-Paketes für nur 79$ den Rand um die Texte lila einfärben kann.

Das ist das Signal, auf das ich gewartet hatte! Nur Mut! Die Leute da draußen warten auf das, was ich ihnen zu sagen habe – daran sollte und muß man glauben.

Tag 7

Nach einer Woche nun die Veröffentlichung meines ersten, echten Artikels! Ein wenig umfangreicher als geplant, aber dafür sind all die roten Kringel unter den Worten aus der Textverarbeitung verschwunden. Das ist bewundernswert wie die das in dieser Firma machen. Tage habe ich erfolglos unter »Extras« bei Openoffice versucht, diese Einstellung zu ändern und die machen das einfach so zack-zack!
Toll!

Tag 8

Bin gerade aufgewacht. Eher unangenehm, so eine Tastatur als Kopfkissen. Ich muß wohl beim Warten auf die erste Leserreaktion eingeschlafen sein.
Keine Kommentare bis jetzt, obwohl die Zeilen, die die Geschichte der Republik nachhaltig verändern werden, bereits seit 6 Stunden online sind.

Nachtrag 21:00 Uhr
Immer noch nichts. Ob ich der einzige bin, der dieses Werk sehen kann? Irgend etwas an den Einstellungen… Ich suche und suche und finde gegen Mitternacht einen kleinen, unscheinbaren Button mit der Aufschrift »Veröffentlichen«.
Ich sollte mal wieder duschen.

Tag 9

Die Suche nach dem Button scheint sich gelohnt zu haben. Die Statistik meines Blogs zuckt erstmalig deutlich über die Null-Linie. 4 Leser! Vier! Von 80 Millionen Deutschen, von denen – vorsichtig geschätzt – etwa 5 Millionen des Lesens und Schreibens mächtig sind, Vier. Und täglich werden es mehr! Das ist das Signal ein Fanal!

Am späten Nachmittag – den Tag habe ich mit Feinschliff am Artikel verbracht – zum ersten Mal ein blinkendes Zeichen am Editor. Ein Leserkommentar! Der erste und Millionen werden folgen, müssen folgen…
In meiner Aufregung schließe ich aus Versehen das Browserfenster und fahre beim Versuch es wieder zu öffnen den Rechner herunter. Sei ganz ruhig, Pantoufle – es gibt immer ein erstes Mal! Beim Küssen, beim Liebhaben, beim Nachsitzen.

»Grandios! Einfühlsam! Aufrüttelnd!«
Man merkt sofort, daß der Schreiber ein hochintelligenter Leser und Beobachter sein muß. Unter diesen Zeilen steht der Link zu einer Internetpräsenz, die sich auf den Verkauf von Einhornsperma und Edelsteinen spezialisiert hat. Interessant…

Tag 10

Die ganze Nacht habe ich gegrübelt, was ich auf meinen ersten Leserbrief antworten soll. Man will ja sowohl humorvoll wie auch einfühlsam, intelligent und kritisch herüberkommen.
Während ich noch vor dem leeren Blatt Papier auf dem Bildschirm sitze und dräue, kommt die nächste Nachricht. Dieses Mal schon routiniert und ohne Warteschleife öffne ich die Post.

»Lieber Pantoufle
Herzlich willkommen erst einmal in der Blogsphäre. Schön, daß Du auch ein Blog unterhalten möchtest.
Das ist ja wohl nicht Dein verdammter Ernst, was Du hier ablieferst! Hast Du noch alle Tassen im Schrank? Ist auch nur eine Deiner an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen von wenigstens einer halbwegs seriösen Quelle belegt? Von der Rechtschreibung wollen wir besser nicht reden, der Stil ist… na soso und den ganzen Klumpatsch hätte man auch in einen Absatz von 10 Zeilen pfriemeln können. Das üben wir aber noch mal! Anfänger!

Mit ganz lieben Grüßen
Vera Bunse«

Ich geh dann besser erst mal wieder schlafen. Morgen fällt mir bestimmt eine humorvolle wie auch einfühlsame, intelligente und kritische Antwort ein.

Tag 11

Die Statistik am Morgen überschlägt sich! 20 Leser und ein sogenannter »Trackback« von Vera. Wenn man darauf klickt, kommt man zu ihrem Artikel, wo dann steht »Seht Euch das mal an (wieher!) Ein Kleinkünstler! Ach, was isser niedlich!«

Ich tröste mich derweil mit den 20 Klicks und beschließe, Vera für mindestens 17 Minuten zu ignorieren. Immerhin gibt es schon wieder Post. Ich fasse es nicht! Mein Vorbild Flatter hat geschrieben! »Ein Satz war ganz nett!« Immerhin 5 Worte. Vermutlich waren es im Entwurfsstadium 2 Seiten, aber er liebt ja die komprimierte Form.
Routiniert öffne ich den nächsten Kommentar – das kracht jetzt aber hier!

»Diese krachende Unfähigkeit zur Selbstreflexion spottet sowieso jeder Beschreibung…selbst wenn man mit unbeugsamen FAKTEN kommt, die nichts, GAR NICHTS mit “Meinung” zu tun haben, erntet man nur höhnische und sogenannte “ironische” Beleidigungen als “Antwort” ! ! ! ! Diese extremistischen “links”-anarchistischen Freidenker sind doch alle gleich in ihrer Menschenverachtung ! ! !«

Schon der dritte Kommentar, der mich zum Nachdenken zwingt.

Tag 12

Um dem Kommunikationsstau auf meinem Blog zu entgehen, entscheide ich mich für die Erschaffung eines neuen Artikels. Es muß schnell gehen, weshalb ich ein paar Sätze aus der Süddeutschen mit einem Absatz der Tagesschau verbinde, gewürzt mit den humorigen Bemerkungen eines Kommentators vom Kiezneurotiker.
Ach? So fix kann das gehen! Ich bin selber noch ganz baff, als die Cuvée bereits online ist. Das gibt mir die benötigte Zeit, mich um die Kommentare zu kümmern.

Der krachenden Unfähigkeit antworte ich mit
»Ich habe direkt auf gehört zu lesen beim zweiten Satz als das falsche Zitat kam (Lügenblocker!!!) ………………….. den Rest kann man sich direkt schenken weil da kann man sich ja denken (!!!) was da sonst noch kommt und das das nichts aber auch gar nichts sachliches sein kann!!! Und Adolf Hitler kommt bestimmt auch nicht vor! FAIL!!!«

Das merkt der nie! Bloggen hat irgendwie etwas von Müll-Recycling. Bei Vera ist das nicht ganz so einfach. Am besten irgend ein Zitat mit einem berühmten Namen voranstellen. Das kommt immer gut und schüchtert ein. Nicht zu berühmt – nichts, was man ohne Weiteres mal eben nachprüfen kann.
Und natürlich die Quellen nacharbeiten! Wie hieß der Berliner Innensenator doch gleich noch? Sledge Hammer? Irgendwie so…

Tag 13

Seit mein mittlerweile schon recht bekanntes Blog »die satanischen Verse« online ist, hat sich mein Email-Aufkommen vervielfacht. Post aus aller Welt; man mag es kaum glauben!

DRINGEND! Ihr Browser abgelaufen
Sehr geehrter Herr ${SPAM_RECIPIENT},
ihr Netz-Durchsucher ist verfallen. Laden neuen
Zwischennetz-Durchwühler von unser Homepage
http://allyour.basearebelong.to.us/internet_explorer.avi.jpg.exe

Wenn nicht laden unser neuen Netz-Durchwühler, Auf der Linie
Bankieren Erfahrung wird unsicher und sehr GEFÄHRLICH!

Mit freundlichen Grüßen,
Microsoft Netzsicherheit Team Germany
microsoft@allyour.basearebelong.to.us

Wenigstens darauf brauche ich nicht zu antworten: Ich hab Debian! Nur noch schnell den herzerweichenden Brief einer gewissen Mary Fatima Abass beantworten, deren Mann im Golfkrieg sein Leben lassen mußte und dann gleich weiter ins Gewühl der Blogsphäre.

Bloggen ist doch mehr Arbeit als ich dachte.

Tag 14

Ab wann ist man eigentlich Alpha-Blogger? Das habe ich in den letzten Tagen schon ein paar Male gehört und es interessiert mich natürlich überhaupt nicht. Zehn Leserbriefe pro Tag oder 25? Oder wenn man woanders zitiert wird? Oder wenn man in Kultur macht?
Hin- und wieder so schreiben wie zum Beispiel Tikerscherk. Natürlich nicht immer, denn dann hätte man ihr Kommentariat am Hals – auch kein Vergnügen. Sie sollen mich nicht liken, sondern respektieren. Oder wollte ich doch nur ein Tagebuch schreiben? Das wäre sehr praktisch, weil Vera mir dann den Buckel herunterrutschen kann.

Das mit dem Aufrütteln war vielleicht doch keine so gute Idee. Kochrezepte, Photographieapparatetests oder ein Hilfeblog »Schöner und besser schreiben und dabei ein Vermögen verdienen!« Mit Aufrütteln macht man sich jedenfalls keine Freunde, sondern nur Arbeit und Ärger – soviel ist schon mal klar.

Schon wieder 48 Stunden keinen Text geschrieben! Ich muß dann mal… bis später… bin jetzt beschäftigt.

»Sonderabgabe auf Benzin ist vom Tisch – Finanzminister Schäuble zufrieden! Flüchtlinge müssen Eigentum bei Einreise abgeben.«

Abgelegt unter »Geflüchtete Königsbergerin vermißt Ehering nach Einfall des Russen«


 

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33 Kommentare zu Die satanischen Verse

  1. Ich will ein Kindl von dir!!!

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    • DasKleineTeilchen sagt:

      schon wieder eins?!?

      ich hab hier die älteren ansprüche, der herr! und malzig will ichs, hellblond gibts hier genuch!

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  2. GrooveX sagt:

    Das ist ja wohl nicht Dein verdammter Ernst, was Du hier ablieferst! Hast Du noch alle Tassen im Schrank? Ist auch nur eine Deiner an den Haaren herbeigezogenen Behauptungen von wenigstens einer halbwegs seriösen Quelle belegt?

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  3. waswegmuss sagt:

    Ich muss mir erst mal eine Line ziehen. Für Schobbe(Apfelwein) ist das zu schnell geschrieben..

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  4. DasKleineTeilchen sagt:

    na, an der frauenquote schraubn wa aba noch, ne?

    *so* einfach kommst du hier nich davon, früchtchen!

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  5. Verehrtester Herr Pantoufle,
    ich habe Ihren Text jetzt 4x gelesen und leider nichts verstanden und bitte daher um Ihre Hilfe, bzw. eingehendere Erklärungen.

    Zudem fehlt mir der eminent wichtige Bezug zum Thema: Expressionistische Avantgarde des ausgehenden 16. Jahrhunderts im Zeichen des zu erwartenden Jahres der Goldfische.

    Warum nennen Sie, Meister der gewaltigen Worte, Ihr Haustier „Debian“? Und warum wird das Tier überhaupt erwähnt?

    Warum erscheinen gewisse, mir leider nicht bekannte Namen/Worte in Ihrem Text in blauer Farbe mit einem Unterstrich versehen, ebenfalls in blauer Farbe?

    Wer/Was soll aufgerüttelt werden, durch wen mit was und wofür?

    Sie sehen mich ratlos, der Verzeiflung einen grossen Schritt näher gekommen!

    Mit frdl. Grüßen
    (nach Diktat mit unbekanntem Ziel verreist)

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    • pantoufle sagt:

      Lesen Sie ihn ein fünftes, sechstes Mal! Sie können auch einen Freund anrufen der Ihnen hilft. Oder die Jokerkarte ausspielen. All das und noch vieles mehr ist hier erlaubt.

      Eine immer wieder unterschätzte Hilfestellung kann oftmals die ältere Generation liefern. Unterschätzt nicht die Senioren! Mit ihrer Lebenserfahrung können sie gelegentlich mühelos zwischen Schein und Sein unterscheiden – eine Fähigkeit, die der modernen Generation bedauerlicherweise so oft fehlt.
      Im Klartext: Frag Pappi oder die werte Frau Mama!

      An Haustieren gibt es hier den Redaktionskampfhund Oskar und das Redaktionsschwein Schnitzel. Debian ist ein Türsteher und Ihr Schlußzitat von Tucholsky geklaut.

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      • So, so, aha!!
        Meine Hilferufe werden hier nicht ernstgenommen, schlimmer noch, Spott und Häme werden containerweise ausgekübelt.

        Sieht so der 24/7-Service ihres „Schrottpresse-Rundum-Sorglos-Paketes“ für €299,99/mtl. aus, den mir letzte Woche einige, in Leder gekleidete Herren, in Ihrem Namen und Auftrag mit, durchaus gewöhnungsbedürftigen Manieren und fast als abstoßend zu bezeichnender Diktion, verkauft haben?
        Und drei Jahresbeiträge sofort in bar kassiert haben?
        Da hätte ich auch Kassenpatient bleiben können!
        Darüber wird noch zu reden sein, Herr!

        Und ich kenne auch keinen Tucholsky von dem ich etwas hätte klauen können. Wo soll der wohnen?
        Mami und Papi sind auch noch nicht wieder zu Hause und mein Ritalinn wird alle.

        (Jetzt war ich beim Diktat gar nicht anwesend)

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  6. noemix sagt:

    »Ich sehe keine Reime.«  (M. Reich-Ranicki)
    Wieso heißt Ihr Online-Tagebuch überhaupt »Die satanischen Verse«? Da stehen ja nirgendwo Verse. Etikettenmogelei sowas, schämen Sie sich.

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  7. tikerscherk sagt:

    Nicht schlecht, dafür, dass Du ein Mädchen bist.

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  8. Mitzi Irsaj sagt:

    An humorigen Kommentaren ist schon alles geschrieben. Wie ich im Kommentarfeld auf die anderen Kommentare verlinken kann, weiß ich nicht. Auch nicht ob´s mir meiner kostenlosen Version überhaupt geht. Nach einem Kind zu fragen, scheint mir noch etwas früh zu sein. Da bleibt nicht mehr viel um dieses Feld zu füllen. Mit „nicht mehr viel“, sind so nebenbei vier Zeilen geschafft. Ich habe mir sagen lassen, dass man sich ab fünf geschriebenen Zeilen im Kommentarfeld sicher sein kann, dass der Kommentieren begeistert ist. Ab der sechsten ist er zum treuen Stammleser geworden. Ab der siebten plappert er einfach zu viel (trifft nur auf mich zu).
    Ich mag´s. Sehr.
    Beste Grüße

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    • Verehrte Frau Mitzi,
      als Leser, gelegentlicher Kommentator und Opfer diese Blogs darf ich Ihnen vielleicht den Rat geben, sich vielleicht doch noch einmal in Ruhe dem sicher nicht völlig abseitigen Gedanken zu widmen, Kommentare anderer, hier Unfug treibender Mitmenschen in ihrem Kommentariat zu verlinken.
      Generell sich vielleicht zu überlegen, diese gefährliche Höhle freiwillig, zwar nur virtuell, zukünftig wieder betreten zu wollen.
      C&P tut’s auch, nicht so elegant, aber auch zielführend.

      Im übrigen komme ich nicht umhin, darauf hinzuweisen, das der von mir eigentlich immer noch sehr verehrte Herr Blogbetreiber seine ablehnende Haltung bezüglich weiterer Kinder mit völlig haltlosen, wenn nicht sogar abstrusen „Begründungen“ versuchte zu legitimieren.

      Angeblich fehlende finanzielle Ressourcen vorzuschieben bei einem, dem ganze Mietshausreihen in Kreuzberg, Friedrichshain und Marzahn zur Ausbeutung zur Verfügung stehen, der darüber hinaus noch obskure Versicherungen (siehe meine gestrige, völlig berechtigte und in voller Absicht durch den verantwortlichen Betreiber nicht beantwortete Einlassung) durch Damen und Herren in seltsamer Kleidung und viel zu lauten Motorrädern verkaufen läßt, sind nicht ernstzunehmen.

      Als Gipfel dieser hanebüchenen und um Verständnis heischenden, fast bettelnden Ausreden sogar noch seine, mir leider nicht persönlich bekannte, mit angeblichen Macken behaftete Gattin, vorzuschieben, ist, ja ist..,, also da fehlen mir die passenden Worte.

      Die Dame des Hauses muss eine generöse Person mit unendlicher Geduld und Nachsicht sein, wie sollte sie es sonst jahrelang mit diesem Kerl aushalten?

      Ich stelle hier natürlich nur meine eigenen, völlig unmaßgeblichen Bedenken, sehr verehrte Frau Mitzi, in den Cyberraum und will Sie keineswegs beeinflussen, aber….

      Zur fast vollständigen Rehabilitation des Blogbetreibers, Herrn Pantoufle, komme ich jedoch auch nicht umhin, meinen tiefsten Respekt zu zollen und mehrfache innere Verbeugung abzuleisten.
      Seine umfangreichen Kenntnisse von Computerprogrammen/Apps und deren Nutzung, nötigen mir weitere Verehrung ab und reißen somit alles andere wieder heraus. „Ego te absolve, Meister“.

      So genug Unfug für dieses Wochenende verzapft (habe gestern bereits dem Kiezschreiber den Server zugemüllt, aber er hat ja auch mitgemacht, wa ej?)

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      • Mitzi Irsaj sagt:

        Beeinflussen Sie mich nur. An manchen Tagen übernehme ich fremde Meinungen, Gedanken und Sätze ganz gerne.
        Jetzt wo ich weiß, wie das Verlinken von Kommentaren geht – der Ihre, wird angeführt werden, wenn man mich einmal nach dem amüsantesten Kommentar zum Kommentar fragt.

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        • Verehrte Dame,
          ich spürte, bemerkte sofort, das hier ein besondere Person, versehen mit ausgeprägter Bildung und hohem Verstand, ihre zierlichen Füße, einem scheuen Reh gleich, in die erbarmungslose Wildnis des Internetzes setzte.
          Ich bin überwältigt und darf Sie auch fürderhin meines unwürdigen Schutzes versichern. Und den „Like“ habe ich natürlich sofort erwidert.
          Ehrensache!
          Leider hat der Blogbetreiber es wieder mal versemmelt, einen „Doppel-LIKE-Button zu kreiren. Aber das sollte uns nicht stören, sondern nur aufmerksamer werden lassen, wem wir unser Vertrauen schenken…..

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          • Mitzi Irsaj sagt:

            Klicken Sie einfach zwei Mal auf den Like Knopf, wenn Ihnen etwas besonders gut gefällt und ignorieren Sie, dass sie ein like damit wieder rückgängig machen. SIE wissen schließlich, was damit gemeint war.
            Schutz in Form von Angelas Antlitz…jetzt bin ich angekommen.

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          • Liebe, verehrte Frau Mitzi,
            mit Enzücken habe ich Ihren Vorschlag zur kenntnis genommen und mehrfach begrübelt. Jedoch, er erscheint mir für meine Zwecke nicht ausreichend. Haben Sie noch andere Vorschläge?
            Schutz? Nun ja, Mutti ist halt alternativlos und manchmal bin ich auch nur ein elender Konformist.
            Haben Sie mal das Bild angeklickt, vergrößert und gelesen was da geschrieben steht?
            Leider ist der zweite Teil des Textes nicht zu sehen, der da lautet:
            ……inzwischen kennen sie auch meine Politik.

            Eine schöne Woche noch.

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  9. pantoufle sagt:

    @Mitzi Irsaj

    Technisch gesehen (Du blogst ja auch mit WordPress): Das Datum des Kommentars anklicken und die URL im Browser-Adressfenster kopieren. Damit kannst Du auf einen Kommentar verlinken. In HTML schreibt sich das dann

    So sieht das dann innerhalb eines Textes aus:
    »Hier geht’s zu Deinem Kommentar«

    Was die Zeilenlänge anbetrifft, so ist Freund Flatter mit 25 Zeichen immer noch mein Freund 🙂

    P.S. Und dann natürlich noch herzlich willkommen!
    P.P.S Die Frage nach weiterne Kindern wird hier, so leid es mir tut, grundsätzlich abschlägig beschieden. Das ist keineswegs persönlich zu verstehen, sondern hat mit den begrenzten finanziellen Mitteln des Blogbetreibers zu tun. Eventuell auch mit dem duchaus verständlichen Unwillen der Frau des Hauses. Sie ist wirklich lieb und nett – aber ein paar kleine Macken hat sie eben auch. Das ist so eine.

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  10. Ja, vier Kinder nennt der werte Herr P. sein eigen und im fernen Lande Alimentalien warten noch Stücker fünf. Das kommt von den Dienstreisen, deren langfristige Wirkung eben doch recht teuer ist. Deswegen wollte ich ja auch nur ein einziges Kindl – noch nicht mal ein Sixpack.

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    • pantoufle sagt:

      Ja genau! Und wenn mir auf den Festivals mal wieder ein willenlos besoffener Jugendlich quer kommt, bau ich mich vor ihm auf und spreche die magischen Worte: »Guck! Ich bin Dein Vater!«

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