Die einzige richtige Wahrheit

Ein völlig bescheuertes Pamphlet, das ich bei Burks gefunden habe

Ein völlig bescheuertes Pamphlet, das ich bei Burks gefunden habe

Manchmal stellt einen die Auswahl möglicher Themen vor wirkliche Probleme. Man kann sich gar nicht entscheiden, in welche Nessel man sich beim Stolpern über Fettnäpfe als erstes setzen soll.
Eine kleine Demo bei durchwachsenem Wetter gefällig? Der jährliche Al-Quds-Tag lockte eine überschaubare Anzahl von Teilnehmern auf die Straßen; in Berlin waren es angeblich etwa 800 bei einer Teilnehmerzahl von 500 Gegendemonstranten. Für die »Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern« und gegen »Gegen Antisemitismus und Homophobie«. Damit wären die Themenfelder weiträumig abgesteckt – irgendwo dazwischen vermutet man wohl die Wahrheit.

Über die copyrightechnisch hoch brisante Karte im Titel jedenfalls habe ich mich maßlos geärgert. Gefunden habe ich sie vor ein paar Tagen auf Burks Blog, normalerweise immer wieder gerne angesteuert, dieses Mal aber eben nicht. Die graphische Einbeziehung von Algerien, Libyen, Tunesien und Marokko hätte die Darstellung allerdings noch überwältigender gemacht; überwiegend Muslime auch dort.

»Es gab niemals in der Weltgeschichte einen Statt mit dem Namen „Palästina“ oder ein Volk der „Palästinenser“«.
»Unterstützt das Recht aller Israelis, in ihrer historischen Heimat zu leben.«
»Oder wie Churchill sagte…«

Wenn einem gar nichts mehr einfällt, dann eben Churchill. Jener Sir Winston Spencer Churchill, der am 2. September 1898 unter Lord Horatio Herbert Kitchener mit den 21st Lancers die letzte frontale Kavallerieattacke der Weltgeschichte ritt. Dem Führer der besiegten Mahdi, Abdallahi ibn Muhammad, schlug man nach dem Sieg den Kopf ab und stellte ihn öffentlich aus. In die Geschichtsbücher ging das Massaker der anglo-ägyptischen Armee als Schlacht um Omdurman ein. Der Mahdi-Aufstand, das erste erfolgreiche Aufbegehren gegen eine Kolonialmacht, war beendet. Bis 1953 durfte sich der Sudan des Schutzes der englischen Krone erfreuen.
Man kann Churchill oft und mit Gewinn zitieren. In diesem Falle aber sollte man vielleicht besser Abstand davon nehmen.

Es gab nie ein Volk der Palästinenser. Stimmt! So wenig wie eines der Parther oder der Sassaniden. Oder der Juden. Der jüdische Staat hörte 135 n. Chr. auf zu existieren, ein Ergebnis des letzten Aufstands gegen die römischen Besatzer (Bar-Kochbar-Aufstand). Die Diaspora des jüdischen Volkes der jüdischen Glaubensgemeinschaft begann und aus Judäa wurde die römische Provinz Philistäa. Unter Chosrau II (590 – 628 n. Chr.) ist Palästina Teil des Sassanidenreiches, und durch die Einnahme Jerusalems 638 durch Kalif Umar ibn al-Chattab wird die Stadt zur heiligen Stätte der Christen, Juden und des Islams. Der islamische Machtbereich erstreckt sich von Spanien bis nach Punjap, ein mehr als würdiger Nachfolger des römischen Imperiums.

Die Kreuzzüge überspringen wir jetzt mal und machen erst ca. 1300 Jahre später weiter. Das Interesse an heiligen Stätten hat stark nachgelassen und in Europa bekriegt man sich zum ersten Mal weltweit.

Der Nahostexperte des britischen Bunsen Komitees Mark Sykes erklärte im Dezember 1915 Marineminister Arthur Balfour, wie man seiner Meinung nach die Grenzen französischer und englischer Einflußsphäre vom Mittelmeer bis in den Osten Mesopotamiens unterteilen sollte. »Ich meine, wir sollten die Linie von dem „E“ in Acre bis zum letzten „K“ in Kirkuk ziehen.« Die orientalische Frage stand kurz vor ihrer Beantwortung: Diese Frage – ein Kind des 19. Jahrhunderts -, die sich mit den Begehrlichkeiten westlicher Kolonialmächte an den ehemaligen Einflußgebieten des zerfallenden osmanischen Reiches beschäftigte. Die wechselnden Bündnisse und sich zum Teil widersprechenden Vorgaben dieser »orientalischen Frage« zu widmen, ist an dieser Stelle unmöglich – darüber existieren Wälzer, die trotzdem noch viele Fragen offenlassen. Nur soviel: Was den Mittelmeerraum und das osmanische Reich betrifft, versucht man sich in dem Kunststück, eine möglichst starke Türkei bei vollständigem Verlust potentieller Interessengebiete Englands und Frankreichs zu schaffen. Eine Rumpftürkei ohne osmanisches Reich.
Eine starke, westlich orientierte Türkei als Pufferzone gegenüber russischen Expansionsbestrebungen und die rohstoffreichen Teile eines ehemaligen osmanischen Reiches als Beute. Zum ersten Mal in der Kolonialgeschichte spielt auch die Aussicht auf Erdöl eine entscheidende Rolle, das Zeitalter des Benzins ist angebrochen.
Der Weltkrieg beantwortet die orientalische Frage erst einmal auf seine Weise: Die hohe Pforte ist zwar nach dem vergeblichen Versuch einer bewaffneten Neutralität mit dem deutschen Reich verbündet, aber man muß ja auch an die Zeit danach denken.

CC by wikipedia

Die Aufteilung des nahen Ostens gemäß dem Sykes-Picot-Abkommen. Screenshot wikipedia

Premierminister Herbert Henry Asquith gefiel Sykes »Linie im Sand« (James Barr). 1916 kommt es zu dem verhängnisvollsten Vertrag in der Geschichte des nahen Ostens, dem Sykes-Picot-Abkommen. Der Vertrag mit Frankreich über einen „Friede, um allen Frieden zu beenden“ (David Fromkin). Nun bestimmen Christen über Muslime und wenig später werden nach Gusto und Tagesform Linien auf die Landkarte gemalt. Die Geburt von künstlichen Gebilden wie Jordanien, Irak und Syrien.
Syrien und der Irak werden aus jeweils drei osmanische Provinzen verklebt, nur zusammengehalten durch die Gewehre der Kolonialstaaten und später durch repressive Diktaturen.

Ach ja, und vorerst sind da noch die Araber! 1916 sind sie für England erst einmal wichtigere Verbündete als Frankreich im Kampf gegen das osmanische Reich, das zwar westlich orientiert ist, aber leider mit den falschen westlichen Verbündeten agiert. Seit die chauvinistischen Jungtürken die Macht übernommen hatten, distanzierten sich die Araber zunehmend von Konstantinopel.
Der irakische, desertierte Offizier Muhammad Scharif al Faruqi läßt zusammen mit Scherif Hussein und seinem Sohn Faisal die Briten wissen, daß man einem Aufstand gegen das osmanische Reich nicht abgeneigt wäre. Als Gegenleistung erwarte man für einen noch zu bildenden unabhängigen arabischen Staat das Gebiet der Levante, die Arabische Halbinsel, Irak/Mesopotamien, Syrien und südliche Teile der heutigen Türkei. Nicht dazugehören sollte Aden (britischer Militärstützpunkt) und Ägypten (britisches Protektorat). Auf diese Gebiete hatten sich Feisal und die wichtigsten Geheimbünde al Fatat und al Ahd im Frühjahr 1915 intern geeinigt, dem sogenannten Damaskus-Protokoll.

Der Gouverneur über Ägypten, Sir Henry McMahon, als Verhandlungsführer der britischen Seite sicherte den Arabern diese Gebiete (wenn auch unter ausdrücklicher Ausnahme Syriens – französisches Interessengebiet!) im Oktober 1915 zu.
Der Aufstand konnte beginnen. Alles weiter dazu kann man unter dem romantischen Kapitel »Lawrence von Arabien« weiterlesen.

Die Existenz des Sykes-Picot-Abkommen vom 16.Mai 1916 behielt man vorläufig für sich – das haben Geheimabkommen nun mal so an sich. Der Inhalt der Vereinbarungen kam durch ein tragisches Mißgeschick ans Tageslicht: Der Oktoberrevolution. Russische Revolutionäre veröffentlichten das Dokument (in dem das Zarenreich mit Ostanatolien bedacht worden war), am 23. November 1917.

Seit Anfang 1917 war die Nutzlosigkeit des Verbündeten Russland im Kampf gegen das deutsche Reich offensichtlich geworden und der Kriegseintritt der USA mußte mit allen Mitteln beschleunigt werden. London ging von dem eigenartigen Gedanken aus, daß jüdische Vereinigungen und Verbände gerade in den USA und Russland eine spürbare Wirkung auf ihre jeweiligen Regierungen ausüben könnten. Das Ergebnis dieser Überlegungen gipfelt in der Balfour-Deklaration (verfasst mit Hilfe von Chaim Weizmann und Sir Mark Sykes) vom November 1917:

»Verehrter Lord Rothschild,
ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist:
Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.
Ihr ergebener Arthur Balfour«

Siegel, Briefmarke und abgeschickt: Palästina wurde nun zum dritten Male jemandem versprochen. Den Arabern, dem jüdischen Volk und der internationalen Aufsicht. Der britische Imperialismus instrumentalisierte den Zionismus für seine Interessen und umgekehrt der Zionismus die britischen kolonialen Ambitionen für die Rückkehr ins gelobte Land. Eine Win-Win-Situation nennt man das wohl.

Der Rest ist bekannt. Die Araber verdrängten zusammen mit britischen Streitkräften das Osmanische Reich bis an die Grenzen der heutigen Türkei – mehr oder weniger. Der Mohr hatte seine Schuldigkeit getan, auch wenn man das heutzutage anders formulieren würde. Feisal wurde für kurze Zeit König von Syrien, wurde aber aufgrund des Sykes-Picot-Abkommens nach der Schlacht von Schlacht von Maysalun von den Franzosen vertrieben. 1920 ging er nach England ins Exil. Eine weitere Verwendung fand Winston Churchill für ihn als König von Irak. Er starb 1933.

Scherif Hussein wurde König von Hedschas, dem von 1916 – 1932 existierenden Staat in der Region Hedschas, einem schmalen Streifen an der Westküste der arabischen Halbinsel. Hussein floh 1930 nach Zypern und starb 1931 in Amman.

Ein kleine häßliche Fußnote haben wir auch noch. Am 3. Januar 1919 kam es auf der Pariser Friedenskonferenz zum Feisal-Weizmann-Abkommen. Darin bestätigte Feisal gemäß der Balfour-Deklaration die Herauslösung Palästinas aus dem Arabischen Einflußbereich und damit die Existenz eines jüdischen Staates.

»Ich werde die Klauseln dieses Vertrages wirksam machen, sobald die Araber ihre Unabhängigkeit unter den Bedingungen erlangt haben, welche in meinem Memorandum verzeichnet sind, das ich am 4. Januar 1919 an den britischen Staatssekretär im Außenministerium sandte. Wenn jedoch [die zugesicherte arabische Unabhängigkeit] auch nur der leichtesten Veränderung unterzogen würden, wäre ich mit keinem Wort mehr an den dann null und nichtigen Vertrag gebunden und zu seiner Einhaltung nicht mehr verpflichtet.«

Die Geschichte hat dann einen anderen Verlauf genommen.

Und damit bin ich dann auch schon am Ende mit dem kleinen Gehoppel durch die Geschichtsbücher. Natürlich stimmt das in dieser verkürzten Form vorne und hinten nicht. Man müßte viel mehr ins Detail gehen, auch wenn es dadurch noch erheblich häßlicher würde. Mord und Totschlag, gebrochene Verträge, Lügen, Hunger und Vertreibung.
Geschichtsbücher dienen nicht dazu, Schuldige zu benennen, dürfen es nicht. Geschichte ist auf der anderen Seite aber auch ein »Ja, aber…«.
Kein vernünftiger Mensch bestreitet das Existenzrecht des modernen Staates Israel. Es haben weit krudere Gebilde überlebt. Wer weiß? Vielleicht gehört Elsaß-Lothringen in 1600 Jahren wieder zur Bundesrepublik? Oder irgendwer konstruiert humoristische Gebietsansprüche aus der Völkerwanderung (NATO-Osterweiterung?).
Auf dem Gebiet, das man heute Palästina nennt (der römische Provinz Philistäa), leben seit Anbeginn der Überlieferung Menschen. Meist Bauern, Hirten, Fischer – kleine Leute, die nie ganz begriffen, wer gerade über sie herrschte. Es wechselte ja auch viel zu schnell. Daß Palästina niemals ein Staat wurde – das windige, kleine Plakat im Header behauptet das ja. Also nie ein Kanaan, ein Israel – oder ist das »gelobte Land« eine Staatsgründung? Die Frage ist natürlich falsch gestellt, so wie auch »Lassen sie uns Bilanz ziehen: 6 Millionen Juden stellen keine Bedrohung für 1,7 Milliarden Muslime dar! Die Wahrheit ist…«

Die Wahrheit.

Die kann gar nicht so platt sein, als daß sie sich auf diesem kleinen Fetzen von Landkarte darstellen ließe. »Unterstützt das Recht aller Israelis, in ihrer historischen Heimat zu leben!« Heimat – nicht Staat, wogegen auch gar nichts weiter einzuwenden ist, wären da nicht auch andere, die mit dem selben Recht ihren Begriff von Heimat einfordern können. Dazu braucht es nach dieser Formulierung offensichtlich nicht den Begriff Staat. Und wer sind denn die anderen? Keine Palästinenser? Aber was dann?
Ach ja… darum geht es ja primär gar nicht »Die Araber wollen den jüdischen Staat zerstören und an dessen Stelle einen arabischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt gründen.« Der Schreiberling mißtraut der eigenen Argumentation offenbar im Moment der Niederschrift. Feisal-Weizmann-Abkommen – da war doch mal was? Aber wer interessiert sich schon für solch uralte Verträge? Die waren bereits fünf Stunden nach ihrer Unterzeichnung Makulatur.
Israel? Alles, was nicht dem Frieden dient, dient dem Krieg. Nicht der Gerechtigkeit. Das Gleiche sei den Palästinensern hinter die Ohren geschrieben – staatenlosen oder nicht.

Gut 100 Jahre später leidet der nahe Osten immer noch unter dem Sykes-Picot-Abkommen.

Besagter Burks-Artikel

Kleiner Nachtrag:

Ich habe es auch getan! Araber! Die Araber haben…, wurden, wollen…

Araber ist vermutlich die ursprüngliche Bezeichnung für die Bewohner Mesopotamiens westlich des Euphrattals, Äräb bezeichnet ein Völkergemisch, das in der Wüste wohnt. »Araber« und »Hebräer« haben eventuell den selben Wortstamm ʿabara , was für umherwandern steht. Was immer das Wort auch genau bedeutet: Es bezieht sich auf eine heterogene Gruppe.
Ein klein wenig Kolonialismus steckt wohl in jedem von uns. Der Gebrauch des Wortes Araber in diesem Zusammenhang klingt jedenfalls immer etwas nach Tropenhelm, sandgelber Uniform und einem Glas Gin-Tonic in der Hand. »Brigadier Snipes, nehmen Sie sich mal die Araber, die da rumlungern und lassen Sie das Exerziergelände fegen!«

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7 Kommentare zu Die einzige richtige Wahrheit

  1. Wieder einmal ein Text, den ich mit großem Gewinn gelesen habe. Vielen Dank!

    Im nahen und mittleren Osten wiederholt sich in den letzten Jahrzehnten die gleiche Tragödie, die Osteuropa im 20. Jahrhundert erlebt hat. Man denke an den Zerfall des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn oder das Ende der Griechen und Armenier in der modernen Türkei. Aus dem jahrhundertelangen Zusammenleben der Ethnien, Kulturen und Religionen wird ein geographisch penibel abgezirkelter Haufen von Nationalstaaten, deren Minderheiten überall stören und vertrieben werden.

    Jetzt also in Syrien, im Irak und zuvor schon in Israel. In Syrien gab es mal 30 Prozent Christen und es hat keinen gestört, der Libanon war ähnlich multikulti. Bagdad mit seinen 12 Millionen Einwohnern (Metropolregion) war mal ein Schmelztiegel der Religionen, Sprachen und Lebensweisen wie NYC. Vorbei. Es regieren überall die Spalter …

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    • pantoufle sagt:

      Ja, da ja man nich für.

      Ja, die Balkanfrage – das war die nördliche Kehrseite der »orientalischen Frage«. Die habe ich der Übersichtlichkeit halber ganz unterschlagen. Das osmanische Reich: Das war ja der Orient, auch wenn der im Zweifelsfalle vor Wien endete. Der russische Versuch, die nationalistischen Bestrebungen und eine versuchte Westanbindung der Intelligenzija in Armenien zu instrumentalisieren, führte ja erst zum Völkermord. Der wurde dann von den Westmächten auch mit einiger Gelassenheit zur Kenntnis genommen, richtete er sich doch Vordergründig gegen russische Expansionsbestrebungen.
      Wieder eine Vereinfachung, aber so stellte es sich vielen in Paris, London oder Berlin dar. Man hätte einschreiten können, tat es aber aus genau diesen Gründen nicht; die tatsächlichen Ursachen lagen tiefer.
      Und dann noch die beiden Balkankriege…

      Ne, jetzt ist Schluß! Ich hab jetzt vier Tage an der Verächtlichmachung Israels gearbeitet – ich mag nicht mehr. Nun kann ich beruhigt auf das Eintreffen von Antizionismus und der Verruchung des Existenzrechtes Israels warten.

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  2. GrooveX sagt:

    klasse! tolle replik.

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  3. Ebsilon sagt:

    Vielen Dank auch von hier für die gute Mühe! Und dem King of Recherche Burks als Gedankenstütze. Parteilichkeit auf Schalke vs. Dortmund – Niveau in die Schranken! Und kein Verb hier…

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  4. waswegmuss sagt:

    Chapeau.
    Doch ein kleiner Dings. Statt Elsass-Lothringen Belgien nehmen. Belgier nehmen das locker.
    „Ja, wir werden ständig besetzt und gebrandschatzt,“ sagte mal ein herrlich ironischer Fremdenführer zu mir. „deshalb haben wir alle so kleine, hässliche Häuser und verfressen und vertrinken wir unser Geld“. Ich finde, das ist eine durchaus pragmatische Herangehensweise. Jedenfalls besser als hochzurüsten.

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    • pantoufle sagt:

      Ja, Belgien wäre natürlich hübsch! Und die Normandie. Das Reich Otto I. des Großen aus dem Geschlecht der Liudolfinger: Auch eine übersichtliche Größe.

      Nein, ich bin eigentlich aus einem anderen Grund nicht zufrieden mit dem Text. Die letzte Woche habe ich mich noch mal nachdrücklich mit dem Sykes-Picot-Abkommen beschäftigt. Mit viel gutem Willen hatte ich immer unterstellt, daß es wenigstens hintergründig dem »kurzen Seeweg« Englands nach Indien diente, einem anderen Zugang zur Kolonie als den klassischen Seewegen. Sozusagen eine Rückversicherung gegenüber dem Verlust der Kontrolle über Ägypten, bzw. des Sueskanals. Das ist aber bei genauerer Betrachtung nicht aufrecht zu erhalten. Es ging ausschließlich um den Zugang zu den Ölquellen im nahen Osten. Um nichts anderes.
      Vielleicht mag das in der Entstehungsphase dieser Idee noch eine Rolle gespielt haben, aber spätestens der Hinweis auf »internationale Kontrolle« deckt sich so nachdrücklich mit den Interessen von Standard Oil, daß einem Interpretationsspielraum kein Platz mehr bleibt.
      Was wollte ich sagen? Ja, ich schreibe gerne so ein Zeug…

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      • waswegmuss sagt:

        Wobei – und bin da echt zu dumm zum googeln schwirrt bei Türkistan die Jahreszahl 2023. Dann wird angeblich der Vertrag von Lausanne 100 alt und Türkistan kann wieder an die Bodenschätze – heißt es.
        Wie geschrieben – ich bin zu dämlich das zu googeln.
        Seltsamerweise ging der Spuk auf von Incirlik aus. Dort durften vor dem Spuk von Staats wegen keine Abgeordneten hin. Nur die Flinten-Uschi. Und die Amis natürlich.
        So, jetzt setze ich die Alukappe ab und lege sie auf den Grill weil so eine Kappe Grillkäse mitgebracht hat und dieses Geschmiere sonst den ganzen Rost unbrauchbar macht.

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