Der Bundeswehr verlangt es nach Drohnen

Das Synonym Drohne steht für ein Luftfahrzeug, das ohne die Steuerung eines an Bord befindlichen Piloten Aufklärung oder Kampfaufgaben im militärischen oder zivilen Bereich erfüllen kann. Die Steuerung und der Ablauf des Fluges kann dabei entweder vollautomatisch oder von Bodenstationen gelenkt erfolgen. In der Regel handelt es sich um eine Verbindung aus beiden Möglichkeiten.
Die Idee dahinter ist nicht neu. Legt man den Begriff »Drohne« großzügig aus, so kann man erste Versuche bereits in den dreißiger Jahren in Großbritannien feststellen, bei denen ferngelenkte Flugzeuge als Übungsziele für die Luftabwehr benutzt wurden. Die faschistische Wehrmacht benutzte gegen Ende des Krieges unbemannte Kleinstflugzeuge (»Vergeltungswaffe« V1) zum Bombardieren von London und Antwerpen. Bei diesen Beispielen zeigt sich bereits eine fließende Grenze zwischen »unpiloted aerial vehicle (UAV)« und »Lenkwaffe«. Die technologisch vergleichsweise primitiven Vorläufer haben durch die Entwicklung von Elektronik und Computertechnologie mittlerweile einen Standard erreicht, der beinahe autark operierende Flugmaschinen ermöglicht.

Krieg

In Pakistan herrscht ein unerklärter Krieg. Ist es Krieg? Sie nennen es »Krieg gegen den Terrorismus« und meinen, ihn nicht nicht überall dort erklären zu müssen, wo gerade gekämpft wird. Sie taten es nur einmal nur einmal am 11.9. 2001 und seither wird er überall auf der Welt ausgefochten, ohne explizit jedes Mal bestätigt zu werden. Es ist Krieg. Weltweit. Pakistan wurde zum Rückzugsgebiet von Kommandostrukturen sogenannter Terrororganisationen erklärt, ein Land mit zum Teil unzugänglichen Gebieten – ideales Übungsterrain für die Drohnen der USA.
Miranshah ist eine Stadt im Tochi-Tal in Nord-Waziristan. Hier lebt Firoz Ali Khan, der einen kleinen Laden betreibt.

»Wir sehen die Drohnen 24 Stunden am Tag über uns schweben, aber wir wissen nicht, wann sie zuschlagen werden. Die Menschen haben Angst vorm Sterben. […] Kinder und Frauen sind alle psychisch beeinträchtigt. Sie schauen zum Himmel, ob da wieder die Drohnen sind. Sie machen einen solchen Lärm, daß jeder Angst hat.«

Manchmal schlagen die Drohnen zweimal zu. Erst fliegt ein Haus in die Luft. Ohne Vorwarnung gibt es eine Explosion. Dann, etwas später, wenn man nach Überlebenden sucht, die Brände versucht zu löschen ein zweites Mal. Genau auf die selbe Stelle, in die Trümmer des Hauses und auf diejenigen, die versuchen zu helfen. Viele weigern sich mittlerweile zu helfen. Auch Ärzte und Feuerwehr, wenn es sie überhaupt vor Ort gibt.
Waleed Shiraz, 22, studierte Politikwissenschaften und absolvierte mehrere Fremdsprachenkurse vor seiner Behinderung.

»(My father was asleep in the hujra as usual after a normal day, and I was studying nearby. . . . I had liked studying in the hujra, because it is peaceful and quiet.Waleed recounted the subsequent sequence of events.)
Als wir getroffen wurden, wurde meines Vaters Körper in Stücke zerrissen und er starb sofort, aber ich war für drei oder vier Tage bewusstlos.[…]

Seitdem bin ich behindert. Meine Beine sind so schwach und dünn, dass ich nicht mehr laufen kann […] Auch mein Rücken ist betroffen. Früher habe ich gerne Cricket spielen, aber ich kann es nicht mehr tun, weil ich nicht laufen kann. “
Ich habe zwei jüngere Brüder, die beide arbeitslos sind, und ich habe keinen Vater und ich bin behindert. Ich bin völlig ruiniert. […] Meine Brüder können nicht zur Schule gehen, weil ich mir nicht leisten kann, sie zu unterstützen, den Kauf ihrer Bücher und die Gebühren.
Sie sind fast den ganzen Tag zu Hause und sind sich der Tatsache bezusst, daß Drohnen über ihnen schweben. Ihre Anwesenheit schüchtert sie ein. Wären die Drohnen nicht Routine geworden, der Vater nicht getötet worden und ich nicht meine Beine verloren hätte, hätte ich meinen Master in Politikwissenschaften. […] Ich kann nicht einmal davon träumen, wieder zum College zu gehen.«

Präzise

Drohnen werden mittlerweile weltweit benutzt, vorrangig in Armeen, die dauerhaft in Konflikte verwickelt sind wie Israel oder die USA, aber auch in Europa. In vielen Bereichen ergänzen oder ersetzen Drohnen Kampfhubschrauber b.z.w. Kampfjets. Grundsätzlich können Drohnen mit der selben Bewaffnung versehen werden. Dazu gehören Lenkraketen, Marschflugkörper und diverse Bombentypen. Eine umfangreiche Sensorik ermöglicht es dem kontrollierenden Soldaten am Boden, das Gerät wie in einem Videospiel im Einsatzgebiet fernzusteuern.
Entwickelt als Antwort auf die sogenannte asymetrische Kriegsführung – also den Krieg gegen einen technologisch unterlegenen Gegner – sollen sie einen Milliardenmarkt erschließen. Angeblich deutlich billiger in Anschaffung und Unterhalt eröffnen sie ein neues Marktsegment, vorzugsweise in Ländern, in denen es Widerstandsgruppen gibt, die in klassischer Partisanen-Strategie operieren.
An den niedrigen Kosten und der Effizienz von Drohnen gegenüber herkömmlichem Fluggerät gibt es bereits erhebliche Zweifel. Eine Studie der US-Denkfabrik Center for Defense Information (CDI) bestreitet das zumindest.
Die zukünftigen Verkaufschancen für diese Produkte sind also nicht unerheblich abhängig vom Erfolg, den die amerikanischen Reaper- und Predatordrohnen in Afghanistan und Pakistan erzielen. Die Zahl der angeblich getöteten Terrorführer steigt also kontinuierlich. Die angebliche Präzision dieser »Hinrichtungen« unterliegt dabei allerdings keinen anderen Regeln als bei konventionellen Waffensystemen auch. Drohnen werden zwar als neuartiges Waffensystem verkauft, sind streng genommen allerdings nur ein (wenn überhaupt) neuartiger Waffenträger. Bei den gezielten Tötungen sogenannter Terrorverdächtiger in Pakistan werden überwiegend Luft-Boden-Raketen vom Typ AGM-114 Hellfire abgefeuert. Raketen, die in erster Linie zur Panzerbekämpfung gedacht sind. Präzise gegen Panzer oder Bauwerke.

Tod

Seit Beginn des Drohnen-Krieges in Pakistan wurden mehr als 340 Angriffe geflogen. Es wurden dabei mehr als 3300 Menschen getötet, darunter mindestens 176 Kinder. Weil die Gebiete, in denen die Drohnen eingesetzt werden, einer Nachrichtensperre unterliegen, zum Teil hermetisch abgeschirmt sind, gibt es keine verlässlichen Zahlen. Wie viele Menschen dabei als »Terrorist« getötet wurden, wird durch das Militär verkündet, also eine Zahl, der man misstrauen muß. Es wird getötet. Bei Menschenansammlungen, auf Verdacht oder auf Befehl des CIA. Dann schlagen die Raketen ein. Die pakistanische regierung spielt mit. Ein paar ihrer eigenen Feinde wird sicher unter den Opfern sein. Raketen mit einem eingebauten Radar und mit der Präzision, einen Kampfpanzer zu treffen und zu vernichten. Keine kleine Menschengruppen oder gar einen einzelnen Menschen. Der Einschlag bringt ein Haus zum Einsturz, vernichtet ein Geschäft oder ein Krankenhaus. Schlägt es auf der Straße ein, hinterlässt es einen zehn Meter großen Krater.
Ismail Hussain:

»Wir saßen zusammen und meine Mutter erzählte, daß Sajid nicht nach Hause gekommen wäre. Sie sagte, daß es einen Drohnenangriff gegeben hätte und ich sollte gehen, um nach Sajid zu fragen. […] Als ich nach dem Angriff fragte, erzählte man mir, er hätte in einem anderen Dorf stattgefunden. Ich nahm mein Motorrad und fuhr in das Dorf.[…] Als ich es erreichte, erzählten mir die Leute, Sajid und andere wären verwundet und ins Krankenhaus gebracht worden. Sie wollten mich nicht beunruhigen. Dann ging ich ins Miranshah-Hospital. Ich habe ihn nicht mehr leben angetroffen , er war bereits gestorben. Der Körper des Sohnes meines Onkels lag bereits in einem Sarg. Ich nahm ihn mit in mein Dorf. (I placed it in the house of my neighbor during Fajr [dawn] prayers. At the time of Fajr, I took it to my home.) Seine Mutter hängte sein Bild an die Wand. Sie sieht es sich den ganzen Tag an und weint.«

Die Verkäufer dieser Maschinen betonen die die bemerkenswerte Flughöhe und Geschwindigkeit dieser Mordinstrumente. Aber sie sollen gar nicht hoch fliegen oder besonders schnell. In 400, 500 Meter Höhe sind die Drohnen für alle gut sicht – und hörbar. Der Tod kreist 24 Stunden am Tag über den Dächern.

Technik

Der zur Zeit verwendete Begriff »Drohne« suggeriert eine Beschränkung auf eng umrissene militärische Einsatzzwecke. Es gibt aber noch andere Aspekte, die den Wegfall eines Piloten gerade aus Sicht der Militärs erstrebenswert erscheinen lassen.
Technisch gesehen, schränkt das Vorhandensein von Menschen an Bord eines Fluggerätes dessen Funktion in vielfacher Hinsicht ein. Der »Lebensraum« für die Besatzung erfordert unverhältnismäßig viel Platz und Gewicht. Energieintensive Kontrollinstrumente, Sauerstoffversorgung und Rettungstechnik (Schleudersitze) oder auch nur das Vorhandensein einer Sichtmöglichkeit nach Außen sind Einschränkungen eines jeden Konstrukteurs. Aus Aspekten der Aerodynamik und dem Wegfall des »toten« Gewichts spricht vieles gegen einen Piloten.
Konsens herrscht außerdem darüber, daß die jetzige Generation von Hochleistungs -Kampfflugzeugen wie der russischen Su 37, der amerikanischen F 35 oder dem Eurofighter vermutlich die letzten einer Ära sein werden, die noch von Piloten an Bord gesteuert werden. Die Grenzen der Leistungsfähigkeit dieser Flugzeuge sind mittlerweile hauptsächlich durch die Grenzen des menschlichen Organismus definiert. Schon jetzt ersetzt eine elektronische Sensorik weitgehend die optischen Wahrnehmungen des Piloten; seine psychischen und physischen Beschränkungen stehen einer Weiterentwicklung stärker entgegen als technologische Schranken.
Unter diesen Aspekten ist der Einsatz dieser Drohnen auch als psychologisches Testfeld darüber zu verstehen, wie sich die Wahrnehmung der Öffentlichkeit von unbemannten Flugobjekten darstellt. Das ist nicht nur für den militärischen Einsatz von Interesse, sondern könnte auch im zivilen Bereich in naher Zukunft aktuell werden. Ob im überbordenden Überwachungswahn staatlicher Behörden oder im zivilen Luftverkehr: Drohnen sind der bescheidener Anfang einer Entwicklung – was wir zu sehen bekommen, die ersten bescheidenen Versuche.

kein Blut

In den entfernten Steuerzentralen der todbringenden Insekten sitzen die Piloten in klimatisierten Räumen. Es sieht entfernt nach einem Cockpit eins Kampfflugzeuges aus. Die Drohnen können lange fliegen. Länger, als ein Mensch ohne künstliche Hilfsmittel wach bleiben kann. Dann kommt die Ablösung, es wird im Schichtbetrieb gesteuert. Kein Durst, kein Schweiß, keine Hitze oder Kontakt mit dem Elend des Kriegsschauplatzes. Nur der stark reduzierte Blick der Sensoren, ein Videospiel mit der Lizenz zum töten. Kein Blut.
Es ist gleichgültig, ob sie auf dem Luftwaffenstützpunkt in Langley, USA sitzen oder sonst irgendwo auf der Welt: Satelliten leiten die Steuersignale an jeden Punkt der Erde – fliegen kann die Drohne im Grunde allein. Dazu braucht man keinen Piloten. Der Pilot drückt nur hin und wieder auf einen Knopf. Ein Terrorist weniger. Keine Angst, keine Zweifel, kein Gewissen. Kein Blut.
Problemlos kann das Profil des Einsatzes innerhalb von Minuten geändert werden, die Drähte zu den geheimen Diensten sind kurz. Ein Zettel, ein Anruf und die kleine Gruppe auf dem Marktplatz in der heißen Mittagssonne ist eine Ansammlung von Führern der Al-Qaeda. So einfach ist das: Der hochgewachsene Mann in der Mitte könnte es sein. Ein Topterrorist mit seinem Stab oder eine Geburtstagsgesellschaft. Keine Fragen, kein Gericht, kein Schuldspruch, nur ein wackeliges Videobild aus 600 Metern Höhe. Kein Blut.
Der Bildschirm zeigt ein helles Aufblitzen von der Stelle, wo die Rakete einschlägt. Die Chips in den Kameras können es nicht darstellen wie das menschliche Auge, es flimmert. Danach sieht man nur den Rauch und die Zerstörung. Besonders erfolgreiche »Piloten« bekommen Orden. Für ein Videospiel. Kein Blut.
Marwan Aleem ist ein Malik in seiner Gemeinde.

“Mein Name ist Marwan und ich komme aus Nord-Waziristan, aus der Gegend Manzar Khel. Ich bin geboren und aufgewachsen wie war mein Großvater. . . . Drohnenangriffe schaffen große Verwüstungen. Sie haben so viele junge Männer, die hilflose junge Waisen hinterlassen haben, getötet. Wir erkennen nicht, wann eine Drohne zuschlägt – sie kann es nach zwei Tagen, drei Tagen oder nach einem Monat tun, aber sie sind immer da.«

Terror

Aus Sicht einer militärischen Wirkung gibt es keinen Unterschied zwischen einem Kampfhubschrauber, einem Aufklärungs – oder Kampfflugzeug und einer Drohne, die die selben Aufgaben erfüllt. Anders sieht es in der Wahrnehmung der Opfer aus. Bereits im zweiten Weltkrieg wurde das mit dem Einsatz der unbemannten V1 sichtbar. Es gibt Berichte darüber, daß diese Waffe in ihrer Neutralität, ihrer »Gnadenlosigkeit«, einer Art Unabänderlichkeit durchaus anders empfunden wurde als ein von Menschen gelenktes Flugzeug. Es wurde deutlicher als Terror wahrgenommen, obwohl die V1 militärisch vergleichsweise nutzlos war. Es überwog der psychologische Faktor dieser Roboterbomben, die sie von den als »ehrlicher« empfundenen menschengelenkten Bombern unterschied.
Ob V1, die Marschflugkörper, die in den 60. Jahren eingeführt wurden oder Drohnen: Es ist eine zunehmende Entmenschlichung des Schlachtfeldes, ein Krieg der Maschinen, dem jahrtausendealten Gedanken des Krieges widerspricht. Der Wahrnehmung als zwar bedauerliche und meist nutzlose Auseinandersetzung zwischen den Völkern, der aber einen Rest von Würde durch den direkten Einsatz des Menschen bewahrte.
Ob es die Kampfelephanten Hanibals waren, die Monsterkanone Sultan Mehmed II vor Konstantinopel oder die Atombombe: Jede neue Waffe ist in erster Linie ihre psychologische Wirkung, gefolgt von Akzeptanz, wenn sie sich als wirkungsvoll erweist. Das ist bei den Drohnen nicht anders als bei Giftgas oder Bomben in Spielzeugform. Die psychologische Wirkung ist Teil des militärischen Einsatzes. Auch Terror ist unabänderlicher Teil des Krieges. Er ist kein Nebenprodukt: Der Terror ist beabsichtigt.

Demokratie

Wo das Urteil der Drohne ohne Gericht einschlägt, bleibt nicht einmal ein Gesicht, eine Geschichte. Die Weitergabe von Informationen bleiben einer Einrichtung überlassen, der die Rücksichtnahme auf menschliche Schicksale fremd ist und deren Gerichte einen schrecklichen Ruf haben: Dem Militär. Kein Journalist, kein Gericht – überhaupt keine zivile Instanz kann diese Angaben überprüfen. Man agiert fernab demokratischer Macht – und Kontrollstrukturen. Die Landstriche, in denen diese Morde passieren, liegen abgeschirmt von der Welt, verraten von der eigenen Regierung im Niemandsland. Pakistan sieht genug Feinde im eigenen Land, um die Machenschaften der USA im eigenen Land zu dulden – in Afghanistan ist nach Aussagen höchster Kreise schon seit langem Geld geflossen, um sich der »Mitarbeit« zu versichern.
Würden die angeblichen Terroristen an der Vernichtung der westlichen Demokratien arbeiten, so hätten sie einen starken Verbündeten: Die Militärs genau jener Länder, die aufgrund eines Superheldensyndroms den »Krieg gegen den Terrorismus« in die ganze Welt tragen.
Mit jedem Einschlag einer Rakete aus einer dieser Drohnen, die seit Stunden, Tagen, Wochen über einem Dorf irgendwo in Nord-Waziristan kreist, entsteht eine neue Gruppe Überlebender, die für diese sogenannte Demokratie nur Verachtung empfindet.
Khalid Raheem ist Ältester seiner Familie:

»Wir wussten nicht, daß Amerika existierte. Wir wussten nicht, wo es lag, wie seine Regierung funkioniert, was es für eine Regierung hatte, bis Amerika in den Irak und in Afghanistan einmarschierte. Wir wissen, dass die Amerikaner die Taliban in unserem Gebiet (Nord-Waziristan) im Kampf gegen den Sowjets unterstützten. Aber jetzt ist die Herrschaft der Sowjets gebrochen. . . Wir sind Opfer der Amerikaner. Wir wissen nicht, wie sie ihre eigenen Bürger behandelt. Alles, was wir wissen ist, dass sie unsere Unterstützung wollten, und jetzt nicht mehr. . . . Wir wussten nicht, wie sie einen einfachen Mann behandeln. Jetzt wissen wir es. […]
Wir wissen, dass die Folgen der Drohnenangriffe extrem einschneidend sind. Unsere Kinder, unsere Frauen wissen, dass ihre Ernährer, wenn sie am Morgen zur Arbeit gehen, vielleicht niemals wiederkommen werden und dadurch das Leben danach sehr hart für sie sein würde. […]
Jetzt erwarten wir jederzeit einen Drohnen-Angriff und wir wissen, das es uns bestimmt ist. Wir warten nur darauf, welches Haus es treffen wird, das unserer Verwandten, das der Nachbarn, das unsere. Wir wissen es nicht. Wir leben nur noch in Angst.«

Prolog

Die Bundeswehr soll nach Vorstellung des Verteidigungsministers Thomas de Maizière (CDU) mit bewaffneten Drohnen amerikanischer Fertigung ausgestattet werden. Thomas de Maizière kann im Einsatz von Drohnen keine ethischen Unterschiede zu herkömmlichen Waffensystemen entdecken. Thomas de Maizière hält Drohnen für die Sicherheit Deutschlands für unverzichtbar. Man besitzt zwar schon unbewaffnete Aufklärungsdrohnen, benötigt aber dringend welche mit Waffensystemen wie denjenigen, die in Pakistan und Afghanistan verwendet werden.

Wozu?

droneswatch

living under drones

Financial Times Deutschland 6.3.2012

Augen Geradeaus

Eine kleine Anmerkung zum Schluß:

Die Berichte der Betroffenen sind von hier entnommen. Die Übersetzungen stammen von mir. In zwei Fällen war ich mir dabei nicht sicher – daher sind sie im Original dargestellt.

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