#Buchstöckchen

Gefangen, gefangen… wuff!!
DaMax hat mir ein Buchstöckchen zugeworfen. Noch ganz sabberig, weil daMax auch schon darauf herumgekaut hat. Bähh. Aber was macht man nicht alles, wenn einer ein Stöckchen wirft. Fangen und weiterkauen.
Die Idee kommt wohl von happybuddha1975 und soll auch brav weitergeführt werden. (BTW: Auch die Tante ist gehöppft, hoch und weit und hat auch Stöckchen geholt). Die Fragen lauteten (während man darauf kaut):

1. Welches Buch liest Du momentan?
2. Warum liest Du das Buch? Was magst Du daran?
3. Wurde Dir als Kind vorgelesen? Kannst Du Dich an eine der Geschichten erinnern?
4. Gibt es einen Protagonisten oder eine Protagonistin, in den / die die Du mal regelrecht verliebt warst
5. In welchem Buch würdest Du gern leben wollen?
6. Welche drei Bücher würdest Du nicht mehr hergeben wollen?
7. Ein Lieblingssatz aus einem Buch?

Zu 1. Robert Musil »Die Verwirrung des Zöglings Törleß«, Klaus Manns »Mephisto« und Jurek Beckers »Jakob, der Lügner«

Zu 2. Einer muß sie ja lesen. Alles, was mich aus dieser Zeit herauskatapultiert interessiert mich. Andere Wertesysteme, die eigenartigerweise die den Menschen nicht in anderen Zuständen zurücklassen als die heutigen. Ist das Wesen offenbar immer gleich geblieben, so hat man doch die verschiedensten Mittel gesucht, ihm Herr zu werden. Gelungen ist es zur Gänze nicht; es wird geliebt, gehasst, getrunken, gezeugt und gedacht.

Zu 3. Mutter hatte keine Zeit zum Vorlesen. hat mir statt dessen Lesen beigebracht. Mit 5 Jahren habe ich mir »Im Westen nichts Neues« von Erich Maria Remarqueaus dem Regal stibitzt. Unruhig geschlafen – irgend etwas hat es mit mir angerichtet.
… doch, da war etwas: Eine Schallplatte mit angeblich kindgerechtem Inhalten. »Arthur der Träumer«. Ich kann mich nur an eine Szene erinnern: Arthur will Rennfahrer werden und verunglückt natürlich standesgemäß »Arthur, Arthur, pass auf… Krachen, Scheppern… Arthur tot… Eine frühkindliche Prägung, die für mein Verhalten im Straßenverkehr nicht ohne Folgen blieb.

Zu 4. Ja gibt es. Eine Comic-Dame und einen Offizier. Der Offizier war Cecil Scott Foresters Leutnant Hornblower: Bis zum heutigen Tage eines meiner Vorbilder. Warum, verrate ich nicht. Genau so wenig wie die Comic-Dame. Nur soviel: Das Mädchen, das in allen Punkten diesen Vorstellungen entsprach, habe ich kennengelernt, war mit ihr liiert. Sie ist tot. Nuff said.

Zu 5. Es liegt mir auf der Zunge, besagte Hornblower-Romane zu wählen; indess würde ich mich letztlich für »Der Unbesiegbare« von Stanislav Lem entscheiden.

Zu 6. Welche drei Bücher würdest Du nicht hergeben? Eine unanständige Frage. Keines aus meinem Besitz natürlich!

Zu 7. Hätte ich einen Lieblingssatz, könnte ich aufhören zu lesen. Im Grunde eine dumme Frage, weil sie impliziert, daß man sich durch das Lesen nicht ständig verändern würde. Ewige Wahrheiten gibt es zum Glück nicht und auch meine Lieblingswitze wechseln von Zeit zu Zeit. Wird nicht beantwortet.

Nachtrag: Lieblingssatz: Steht in keinem Buch, aber ich liebe ihn. Auf die Frage wie weit es bis zu… irgendwas ist: 20 Minutes with a Tank!

Hey Tikerscherk… *wirft ein #Buchstöckchen*

Und hier auch : Radwechsel.net

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0 Kommentare zu #Buchstöckchen

  1. Der Duderich sagt:

    1.: >ZORN – Wo kein Licht< von Stephan Ludwig
    2.: Es ist mittlerweile das dritte Buch der ZORN-Reihe des Autors. Wie die beiden Vorgänger mag ich die Abgründe der menschlichen Seele, die der Autor beschreibt. Auch die der beiden Hauptfiguren Zorn und Schröder – deren Ambivalenz. Ich mag diese beiden Figuren: Zorn der faule Hauptkommissar, und dessen Untergebener Schröder, dem die ganze unbequeme Recherchearbeit aufgehalst wird, bzw. die er sich selbst aufhalst. Wobei Schröder, trotz spießiger Fassade dunkle Geheimnisse hat und auf den zweiten Blick total unspießig ist.
    Wohl keine Weltliteratur, aber fluffig und spannend zu lesen. Ohne Mangel an literarischer Tiefe.
    3.: Nein, nein
    4.: Nein
    5.:'Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand'
    6.: 'Fan Man', 'Der Hundertjährige…', 'Buntspecht'
    7.: "Es ist nie zu spät eine gute Kindheit zu haben." (Tom Robbins – 'Buntspecht')

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  2. Jürgen sagt:

    Moin. Das Stöckchen kommt von Padlive (http://d.pr/kLSA) und er erhielt es auch von anderen Bloggern. 🙂

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