bin immer noch nicht da…

… aber woanders

cctv

In einem Land, an dem kein Platz zu dämlich ist, auf daß man nicht noch eine Überwachungskamera hinstellen könnte. Es ist manchmal wirklich zum speien. Zu Trost kann man davon ausgehen, daß auch diese Kamera nicht funktioniert.

Nach einem gemütlichen Spaziergang zurück: Der weite Weg um die blauen Baracken, vorbei an der Bushaltestelle, durch den Personaleingang und um die halbe Halle herum zu dem Punkt, wo ich jetzt bin. Mich trennt nur ein Zaun (lang) beziehungsweise ein Tor, sprich Loch im Zaun. Da fahren die Autos und Busse durch. Keine Fußgänger. Das ist ein Autoloch, keines für Spaziergänger. Zwei sehr strenge Security passen auf, daß da nur Autos durchfahren. »Ob ich vielleicht…? Außen herum wäre ja ziemlich weit!« Das geht nicht. Wortreiche Erklärung, warum nicht und daß das ausgesprochen verboten wäre. Von den Gefahren, die beim Überqueren eines 2½m breiten Fahrstreifens drohen, auf dem mindestens alle 20 Minuten ein Fahrzeug in Schrittgeschwindigkeit vor der Schranke stoppen muß, gar nicht zu reden!
»War das jetzt ein Nein?« Irgendwie muß ich die Flut von Erklärungen stoppen. Von einem normalen Spaziergänger unterscheide ich mich durch Funkgerät, Werkzeug am Gürtel und vor allem einem Stagepass.
Die Aufpasser sind mit allen Vorschriften und Erklärungen durch, holen Luft und wollen etwas sagen, was ich bestimmt nicht hören will. Dann sehen sie sich an und halten das Fernrohr vor das falsche Auge. »Da durch, und bitte schnell: Erzähls nicht weiter!«
Irgend was von Nelson ist wohl doch übrig geblieben. Oder von Vernunft, was man in diesem Land sonst so selten findet.

slice

 

Ja, da ist sie wieder, die »slice of reality«! Wenn man auf der Suche nach Vernunft und Maß gelegentlich ein wenig verloren ist, so tröstet die Kuriosität. Und gelegentlich ist es sogar richtig schön hier. Man muß nur ein wenig suchen.

wheelMorgen wird wieder nach Hause geflogen, aber nur für kurze Zeit.

Mal sehen: Die Band, die als nächstes auf der Liste stehen, geben bestimmt genug Stoff für ein paar kleine Geschichten. Altes Rock&Roll Bandeisen. Meine Frage an die Firma, ob man mir ein paar Rampen mehr auf den Truck schmeißen könnte, auf daß ich einen einfachen Zugang für die Rollstühle und Rollatoren hätte, wurde trocken mit »wie lang sollen sie sein?« beantwortet.

 

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0 Kommentare zu bin immer noch nicht da…

  1. Stony sagt:

    Uiuiui, kannste mir so ’nen Kamerastativ (Symbolbild 1) mitbringen pantoufle, oder ist kein Platz mehr auf’m Hänger? 😀

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  2. Joachim sagt:

    Irgendwie bist Du ganz schön da, dafür, dass Du nicht da bist. Liegt wohl am Netz.

    Was ich sagen wollte, irgendwo sind Deine Geschichten einfach eine Art Rock’n’Roll. Sehr seltsam, bei Deiner Liebe für eine lange vergangene Zeit. Sehr seltsam, wo der Rhythmus ..,2,3,4 nicht so schnell, nicht so straight ist, dass keine Bilder entstehen. Vielleicht irre ich.

    Vielleicht sind sie nur wie Blues.

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