Altersstarrsinn

Die FDP hat sich geschlossen hinter Gauck gestellt. Ist das die Ahnung, daß da einer der Ihren kandidiert? Ein Bruder im Geiste des überkommenen Neoliberalismus in der Lesart dieser Partei? Verschiedene Äußerungen Gaucks lassen darauf schließen. Wer die Freiheit wolle, müsse sich „einen sehr gut funktionierenden Kapitalismus wünschen“ und „Wer die Freiheit liebt, wird sich dahin bequemen müssen, Freiheit auch in den Wirtschaftsprozessen zu wollen.” Das sind Aussagen, die allerdings auch bei den meisten Politikern der CDU auf Gegenliebe stoßen werden. Musste Angela Merkel tatsächlich mühsam von der Kandidatur Gaucks überzeugt werden oder folgte das scheinbar zögerliche Einverständnis eher dem Kalkül auf einen gewissen Altersstarrsinn einiger der Beteiligten?

Da wäre zunächst der Altersstarrsinn der SPD. Aus einer Zeit, in der die SPD noch Wahlen gewinnen wollte, stammt der Name Gauck von Seiten Rot-Grün als Gegenkandidat zu Christian Wulff. Gauck war aus Sicht der SPD ein unmöglicher Kandidat, aber ein wirksamer Medien-Gag – nicht mehr und nicht weniger. Zum damaligen Zeitpunkt eine nicht schlechte Wahl, um die Koalition nach dem Desaster mit Köhler in Bedrängnis zu bringen. Angela Merkel musste ihr gesamtes politisches Gewicht in die Wagschale werfen, um ihren Wunschkandidaten ins Schloss Bellevue zu bekommen.

Zwanzig Monate später hat sich die Situation verändert: Katastrophe Nummer zwei hinterlässt ein ernsthaft beschädigtes Amt des Staatsoberhauptes und eine, wenn auch nur leicht lädierte Bundeskanzlerin.

Jeder, überhaupt noch ein Interesse an der Funktion des Bundespräsidenten hat, täte also gut daran, sich den nächsten Namen dafür gut zu überlegen; abgesehen davon, auch politsches Kapital aus der Affäre Wulff zu ziehen. Der Gedanke, eine Person zu unterstützen, die gelegentlich auch im Sinne der Sozialdemokratie agiert, scheint der SPD nicht gekommen zu sein. Was einmal funktioniert hat, könnte ja auch ein zweites Mal klappen –Der alte Kandidat, um das Ansehen Merkels weiter zu schädigen und sie zu Zugeständnissen zu bewegen.

Das Merkel für ihren Machterhalt zu absolut jedem Zugeständnis bereit ist, hat sie in der Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen, ihr Ansehen ist auf einem vorläufigen Höhepunkt – der Debatte um Gauck nahm sie schon im Vorfeld den Stachel, als sie mit ihrem scheinbar zögerlichen Einverständnis Gaucks Kandidatur unterstützte und im übrigen auf die Fraktionsdisziplin setzte. Das Ergebnis der Beratungen um einen gemeinsamen Kandidaten endete mit dem Gewinner Gauck und dem politischen Verlierer Rot-Grün.

Altersstarrsinn auch auf Seiten eines Gewinners. Joachim Gauck ist vor allem eines: Alt. Für das Amt des Staatsoberhauptes kandidiert ein Greis, der nicht unparteiisch ist. Nicht, daß er übertriebene Nähe zu einer speziellen Partei hätte, Nein: Er selber ist Partei. Seine vielfach polarisierenden Kommentare lassen ihn nicht in den Verdacht von Überparteilichkeit kommen. Seine Lebenserfahrung stammt aus der Zeit der DDR und die Schlüsse, die er aus dem Sieg der gegnerischen Weltordnung zog, haben sich seit 1990 nicht mehr gewandelt. Im Gegensatz zu Angela Merkel ist er weder im wiedervereinigten Deutschland noch im 21. Jahrhundert angekommen. Gaucks Vorstellung von Freiheit und Kapitalismus zitiert die H.W. Bush – Ära, an der sich auch sein Bild der Linken orientiert.

Im zunehmenden Kampf gegen Links würde Gauck ein nicht unerhebliches Pfund in Merkels Wagschale darstellen, die Debatte um einen angeblichen Linksradikalismus in die gewünschte Richtung zu treiben – ein willkommener Mitstreiter bei der Einführung der marktkonformen Demokratie, ein Mitstreiter, dessen Befindlichkeiten von einer Merkel gut zu beurteilen sind. Immerhin sieht man auf eine vergleichbare Vergangenheit zurück. Die Kanzlerin wäre geradezu dumm, auf diese Offerte von Rot-Grün nicht zu reagieren. Theoretischen Alternativen wie Lammert, Voßkuhle oder Töpfer: Das wären Katastrophen für sie gewesen! Joachim Gauck ist ein Geschenk.

Die bildzeitungsgerechte Formulierung „Präsident der Herzen“ zeigt die Stoßrichtung an: Das Herz empfindet nicht unparteiisch und neutral. Und nach dem Willen derjenigen, die ihn in diesem Amt sehen wollen, soll er das auch gar nicht sein. Man wünscht sich ein Amen am Schluss der Rede, nicht den Beginn einer Debatte.

Die Reaktion der SPD nach der Komödie Christian Wulff gibt allerdings Rätsel auf. Seit Monaten dämmert diese Partei in stiller Meditation vor sich hin, bekommt dann endlich die Gelegenheit, Gesicht zu zeigen und hat nichts besseres zu tun, als  mit der zukünftigen Jugendorganisation der CDU – den Grünen – erneut den alten Spaßkandidaten zu präsentieren. Die Häme, die jeder empfindet, der die SPD Seite an Seite mit der FDP einen glorreichen Phyrussieg einfahren sieht, nimmt dort offenbar niemand wahr. Ist das auch Altersstarrsinn, wenn die einzige Vorstellung einer Partei darin besteht, einer vergangenen großen Koalition hinterher zu weinen, diese als die einzig wünschenswerte Zukunft herbeisehnt? Ist es das bemitleidenswerte Schauspiel eines neuen Vertriebenenverbandes – vertrieben aus dem Will-Brandt-Haus auf dem steinigen Weg in das des Konrad Adenauers? Wäre die merkelsche „marktkonforme Demokratie“ nicht nur eine unsäglich dumme Formulierung, sondern bereits Realität, würde das einen Sinn ergeben. Einen Sinn, den man auch dann erkennen könnte, wenn man die überraschende Einigkeit – und den konsequenten Ausschluss der LINKEN bei der Kandidatenkür – als Kampf einer politischen Klasse gegen gegen ihre Wähler begreift.

Die devote Untertanenmentalität der Regierenden gegenüber den „Märkten“ lässt zunehmend weniger Raum für die Solidargemeinschaft, eine sozial gerechte Demokratie. Da muß man sich früh genug entscheiden, auf welcher Seite man stehen will.

Dann also lieber auf die Seite der Gewinner wechseln. Das wäre dann allerdings kein Altersstarrsinn, sondern Bauernschläue.

Zu diesem Thema empfehle ich den scilogs Artikel: der “böse Gauck” und das Netz.

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0 Kommentare zu Altersstarrsinn

  1. FF sagt:

    Schön, schön. Der “neue Vertriebenerverband” der “S”PD, der heimatlos zwischen Willy-Brandt- und Konrad-Adenauer-Haus umherirrt – köstlich, wenn es nicht so traurig wäre. Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber… Ein Glück, daß Gauck in seinem neuen Grüßaugust-Pöstchen eh keine Messer in die Hand nehmen darf.

    Trotzdem werden die Agenda-Hengste um Steinmeierbrückgabriel wohl erst Ruhe geben, wenn sie mit ihrem Verein bei 10 Prozent angekommen sind. Das verstehe, wer will.

    Für mich ist Herr Gauck der neue DDR-Wulff. Der famose Pfarrer war vor 1989 privilegiert wie kaum einer: er besaß mit der Reisefreiheit die “Rolex” unter den Privilegien. Hinzu kam ein funkelnagelneuer VW-Bus, der ihm für seine Aktivitäten zur Verfügung gestellt wurde. Nur ein Ostdeutscher kann ermessen, was das bedeutete. Ein “Westauto” – das kam gleich nach der “Rolex”. Und zwar nur knapp.

    Eine kleine Anekdote zur Einordnung. Ich hatte zeitgleich das “Vergnügen”, meinen Wehrdienst im Grenzkommando Mitte abzuleisten. Der Kommandeur, ein Generalmajor mit Zweitstudium in Moskau, selbstverständlich Genosse, schaffte es trotz heißen Bemühens nicht, sich für sein Privatvergnügen einen “Westwagen” des Typs VW “Golf” zu organisieren.

    Gauck gelang das spielend. Wir haben einen fähigen Bundespräsidenten.

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  2. pantoufle sagt:

    Sehr geehrter FF: Ich hoffe, das sowohl der Major wie auch Sie inzwischen im Besitz des erwünschten Westwagens sind – oder eines wenigstens eines fernöstlichen, wenn schon der nahe Osten die Produktion eingestellt hat. Sie haben natürlich recht: Der gemeine Westler kann das nicht nachvollziehen – ich also auch nicht.
    Vollkommen entmutigt habe ich eben meine allabentliche Presseschau beendet: Der Chor der jubelnden Perser nimmt kein Ende – wer nicht mitjubelt, wird vom Netz genommen wie die Umfrage des MDR, bei der sich 77% der Befragten gegen Gauck aussprachen. Nichts bleibt davon außer einem Screenshot. So wenig wie vom Aschermittwoch, der ja bekanntlich das Ende einläutet: Stoiber erklärte:
    Der künftige Bundespräsident habe für den umstrittenen Autor Thilo Sarrazin “ein gutes Wort gefunden“. Zudem sei er gegen einen EU-Beitritt der Türkei. “Was soll ich denn eigentlich gegen diesen Mann einwenden – er hat doch unsere Positionen.”
    Wer jetzt? Sarrazin? Oder der andere?
    Die Frage, warum der Bänker in der SPD ist, stellt sich ja nicht erst seit heute, aber für diesen hysterischen Kommentar muß schon viel bayrisches Bier geflossen sein.
    Der Aschermittwoch wird ja gerne dazu benutzt, mithilfe starkem Alkoholmissbrauch genau solche Worte zu finden (sog. stark missbrauchende Worte). Parteiübergreifend, bis auf die üblichen Aussätzigen, schlägt man sich heute selbst auf die Schultern für die grandiose Idee, Gauck nominiert zu haben. Heute will es noch jeder selber gewesen sein. Morgen früh wird die Suche nach Kopfschmerztabletten für kurze Zeit vergessen machen, daß man Gauck nicht für den „Raab der Woche“ vorschlug, sondern als Bundespräsidenten für die nächsten fünf Jahre. In spätestens einem Jahr wird dann der Zwang zur kollektiven Amnesie im bürgerlichen Gesetzbuch niedergeschrieben.
    Derweil schimpft die sogenannte Qualitätspresse auf die bösen Blogger, weil die nicht mitsaufen – wenn der Karren dann im Dreck liegt, wahrscheinlich darüber, nicht rechtzeitig gewarnt worden zu sein.
    Wie man s macht, macht man`s …
    Ich habe die Faxen jetzt dicke – ich sauf jetzt auch. Gutes Peiner Bier. Dann werde ich ganz rührselig, erinnere mich noch einmal kurz an die ganzen Nazis im höchsten aller Ämter – ja, auch an die anderen – und überlege mir dann in Ruhe, ob die Menschen, die dieses Amt für vollkommen entbehrlich halten, nicht vielleicht doch recht haben.
    Ich fang jetzt mal an. Zur Einstimmung mit Hindenburg … die Musik vom Aschermittwoch aus allen Kanälen passt gerade so gut.
    Und wenn ich dann selbst von unserem Qualitätsbier ganz lull bin, das sehe ich mir den Artikel auf der “Welt” an.
    Dieses Foto aus dem Sommer 1940 zeigt den kleinen Joachim auf dem Schoß von Großmutter Antonie, links daneben seine Mutter.
    Deutsche empfinden Gauck als richtigen Bundespraesidenten
    Und dann geh ich kotzen!

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  3. Susanne sagt:

    Du hast ja so recht, so recht … Ich könnte heulen. Schafft das Amt ab – das sagt ja auch Georg Schramm, der sicherlich der bessere Kandidat für das Amt wäre.

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  4. pantoufle sagt:

    Ach, liebe Susanne – nicht weinen! Lass uns lieber zusammen durch das Museum der deutschen Bundespräsidenten gehen. Ich weiß, wo es liegt: Ein gut gehütetes Geheimnis, aber ich kann Dich dort hinbringen. Du hast doch keine Angst vor dunklen, feuchten Kellern? Am Ende dieser Straße, der Straße ohne Beleuchtung und den zugemauerten Fenstern der Häuser? Das ist alles nur Fassade, um die Ängstlichen abzuschrecken. Hinter den dünnen Pappwänden tobt das Leben in den überfüllten Einkaufsparadiesen und die Schutzmänner verscheuchen die Bettler, damit nichts den Glanz dieses Paradieses trübt. Hier aber haben sie dieses potemkinsche Dorf errichtet, um den unbedarften Wanderer von einer Enddeckungsreise abzuhalten. Wir nehmen meinen Kampfhund mit; der bewacht uns und drückt sich an unsere Beine, weil es hier riecht, wie selbst Hundenasen es nicht mögen.
    Dort hinten, hinter dem Schild „Einbahnstraße“, das nach schräg oben zeigt, liegt es. Kaum zu sehen ist dieser Kellereingang von außen – darf ich Dir meinen Arm reichen? – es ist glitschig und verdreckt. Hier wurde seit Jahrzehnten nicht mehr gewischt. Ich habe doch noch irgendwo eine Taschenlampe, meist am Gürtel; ein Relikt aus meinem alten Beruf. Sieh nur mal den Zettel, der an der Tür klebt… ja, hier unten: „Deutsches Museum für politische Kultur“. Schon etwas verwaschen und gewellt, aber gerade noch lesbar. Die Tür ist mit sieben Schlössern gesichert, sieben Siegel und die Klinke ist abgebrochen. Aber ein kräftiger Tritt öffnet sie – es ist so morsch, ganz morsch. Keine Angst: Die Wendeltreppe nach unten ist zwar sehr steil, aber recht stabil gebaut. Sie stammt aus der Kaiserzeit, noch echtes Eisen mit richtigen Nieten, nicht mit Bauschaum an die Wand geklebt und das Geländer mit Plastikknöpfen befestigt. Echte VorVorkriegsqualität. Überhaupt Wände: Darf ich Deine Aufmerksamkeit auf die Bilder lenken? Das da, das ist Ernst Thälmann. Das Bild ist zwar schwarz-weiß, aber ich kann Dir versichern: die Fahne war rot.
    Ach, Du magst keinen Zigarrengeruch? Der halb vermoderte Haufen Stummel in der Ecke ist noch von Ludwig Erhard. Moderne Museumspädagigik, verstehst Du? Die Erschaffer dieses Museums haben das ausgestellt, was geschichtlich Bestand hatte. Manchmal zeigen sie sogar so etwas wie Humor. Der lange Zug von Witwen dort hinten vor dem Starfighter-Wrack … wer könnte damit wohl gemeint sein?
    Schnell weiter – wir wollten ja zu den ehemaligen Bundespräsidenten. Nächste Tür; wenn die Dame mir bitte folgen würde: Da stehen sie! Nein, nicht dort. Der Platz dort war reserviert für die Originalhandschrift des Grundgesetzes; die ist aber eigenartigerweise unauffindbar. Da ist nichts! Nein, an der Wand aufgereiht, die Glaszylinder. Da stehen sie alle in Formalin, die Gefäße verschlossen mit einem Korken. Und wieder die humoristische Ader der Macher: die Korken mit einem karierten Tuch verdeckt, ein Bändchen mit Schleife und einem Namensschild.
    Da steht schon der erste. Von den Fäulnisgasen in einem Zustand der Schwerelosigkeit schwebt er dort. Lübke. „Guten Tag, liebe Neger! Nein, ich habe keine KZ der Faschisten gebaut. Nur die Duschen und Baderäume“. Ja, das geht alles automatisch. Wenn Du an dieses überdimensionale Einmachglas trittst, werden die Erklärungen automatisch vom Band gestartet. Das ist fast moderne Technik, die begeistert. „Bergpredigt? Welche Bergpredigt? Ich war Widerstandskämpfer in der Reiter-SS! Und was damals Spaß gemacht hat, kann heute nicht verbrecherisch sein.“ Oh, guten Tag Herr Carstens.
    Nein, Susanne: Du brauchst gar kein bisschen Angst zu haben. Er ist mausetot. So tot wie sein Nachbar … komm lass uns mal nachsehen. Sie mal, da schwebt einer, der etwas getaugt hat. „Nun singt mal schön!“ Nein, Herr Heuss. Die Rekruten, zu denen Sie das damals sagten, sind jetzt tot oder General. Und vaterländische Gesänge haben Sie damals wie heute nicht interessiert.
    „Hoch auf dem gelben Waaaagen …“ Oh, die Museumsleitung bereitet einen neuen Behälter vor. „Hoch … Hoch … Hoch …“ Probelauf des Tonbandes; man erwartet wohl einen Neuzugang.
    Wie „raus“? Du willst doch nicht schon gehen Susanne? Kalt? Hier, nimm meine Lederjacke – nur noch schnell an der Mumie von Adenauer vorbei. Den musst Du doch kennen, oder? Der von den alten Geldstücken. Erster Bundeskanzler der neuen Republik. Auf ein bequemes Sofa haben sie ihn da gesetzt, weiche Kissen, gestopft mit den verschiedenen Geldscheinen aus seinem langen Leben. Ja, er hat immer gerne genommen … Reichsmark, Rentenmark oder D-Mark. Darin war er anspruchslos – nie wählerisch, was die Art der Währung betraf. Seinen vielen Herren hat er immer gut gedient – unkritisch auch darin. Lange musste er buckeln, bis er selber Herr war.
    Ja, Susanne, wir gehen jetzt raus hier– Du kriegst auch dein Eis, weil Du so geduldig mitgekommen bist! Oder willst Du lieber einen Wein? Ich wüsste da etwas … Aber erst einmal raus hier.
    Nun mal nicht so schnell – alter Mann ist doch kein D-Zug! Was machen eigentlich die Leute hier mit dem Zementmischer und den Steinen?
    Ach, egal, lass uns irgendwo einen schweren sentimentalen roten Wein trinken.

    Das Pantoufle

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    • Susanne sagt:

      Seufz.
      Danke. Das ist zu gut, um es nicht mehrmals zu lesen. Und du hast die Herren hübsch porträtiert.
      Da passt der Herr Pastor doch bestens hinein, in die Reihe. (Aber ich muss ihm nicht zuhören, wenn er was sagt, nein? Das muss ich doch nicht …)

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      • pantoufle sagt:

        Moin, Du
        Ich hoffe, daß das keine Provokation war, weiterzuschreiben. Ich kann nämlich nicht! Bin heiser. Und verschnupft. Aber hauptsächlich heiser wie ein Westernheld nach dem Wüstenritt. Nur, daß ich nicht aussehe wie Viggo Mortensen, sondern eher wie Klaus Kinsky auf Entzug. Heiser schreiben ist … ja, irgendwie unverständlich. Krrrr
        Grrrruß
        das kkrrrr Pantoufle

        Mann: Was für ein tolles Bild! Und ich seh so…

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        • Susanne sagt:

          Grins. In meiner Vorstellung bist du das. Und heiser passt da sehr gut …
          (Trotzdem die allerbeste Besserung für Hals und Rachchchchen … ;-))

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          • pantoufle sagt:

            Leider nicht im Ansatz 🙂 Es geht langsam wieder. 2 Tage Lehrgang und einen Haufen alter Kumpels getroffen, “Geschäftsessen” und Fahrer, der mich nach Hause brachte. Es könnte schlimmer sein.
            Lieben Gruß
            das Pantoufle

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  5. Mecky sagt:

    Habe 20 Jahre lang SPD gewählt, als Sie noch eine Arbeiterpartei war.Heute sind es genauso Idioten wie SDU/SU oder FDP. Alles Knechte der Banken und Hochfinanz!

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  6. FF sagt:

    @Mecky:

    Jo. Die “S”PD hat es mal wieder, pardon, großflächig verkackt. Erst spielen sie zwei Jahre lang ihr kindisches “Wir-sagen-Gauck-damit-sich-die-Merkel-ärgert”-Spiel. Und dann freuen sie sich wie Bolle über den famosen Pfarrer Gauck, der so ziemlich alles in den Schmutz tritt, wofür die SPD (die alte, echte) jemals eingetreten ist.

    Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität – von 2 und 3 hat Gauck noch nie was gehört, und 1 buchstabiert er so seltsam, daß die neuen Salonrechten a’la Sarrazin und die Vollpfosten von der “Jungen Freiheit” (“Wir sind Präsident”!) jubelnd in die Hände klatschen.

    Willy Brandt wird es gerade sehr unruhig werden in seinem kühlen Grab…

    Fazit: den Agenda-Hengsten von der “S”PD 2013 keine Stimme! Jedes Prozent für diese Arbeiterverräter und Kapitalistenknechte ist eines zuviel.

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    • Susanne sagt:

      Ja – ich bin in ersuchung, meinen alten “Willy wählen”-Button mal wieder rauszusuchen und einfach mal zu tragen. Als kleine Erinnerung, was die SPD mal war. (Onkel Herbert wäre mir im Moment sogar _noch_ lieber … wegen der bösen, pointierten Zunge …)

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  7. FF sagt:

    Willy Brandt und Herbert Wehner… Doch, das waren Zeiten. Selbst wenn sich die beiden zueinander wie Hund und Katz verhielten.

    Zugegeben: jeder Rückblick ist mehr oder minder schöngefärbt. Aber zweifelt hier irgendjemand daran, daß Herbert Wehner einem Gabriel, Steinmeierbrück oder gar einer Frau Nahles nicht einmal seine Aktentasche zum Tragen anvertraut hätte? Nie und nimmer. Hilfsreferenten auf Unterbezirksebene, wenn überhaupt.

    Die personelle Austrocknung dieser “S”PD ist so erschütternd, daß es die Sau graust.

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  8. pantoufle sagt:

    Man soll nicht ungerecht sein. Immer nur die Galionsfiguren …Wie links ist Deutschland? Rudi Dutschke? Butterwegge? Oder auch die ganzen Leute, die sich seit Jahrzehnten für ein besseres Land einsetzen. Der Mann mit der Pauke, Hildebrandt, die Oma, die gegen den Nazirichter demonstriert, die Demonstranten gegen den Doppelbeschluß, die kleinen, aufrechten Aktionen gegen Fremdenhass und für die Freundschaft der Völker.
    Das Volk sind wir. Und der Sinn der Idee war, daß alle Macht von uns ausgeht.

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