Adolf Hitler war ein V-Mann

Diese dringend nötige Erinnerung verdankene wir an diesem Morgen Friedrich Küppersbusch in seiner wöchentlichen Kolumne in der TAZ. Hitler ist 1919 von seinen militärischen Vorgesetzten der Abteilung „Aufklärungs- und Propagandaabteilung Abt. Ib/P“ zwecks Aufklärung in den Münchener Bürgerbräukeller geschickt worden, um den mickerigen rechten Verein „DAP“ zu begutachten.
Nachdem er dem Ganzen ein „NS“ zugefügt hatte, konnte er sich finanziell von dem schlechtbezahlten Job bei der Reichswehr loseisen und 1000 Jahre Geschichte schreiben. Es wäre in diesem Zusammenhang interessant, seine (verstorbenen) Vorgesetzten zu fragen, ob zu jener Zeit – etwa bis 1929 – irgend welche Erkenntnisse über staatsfeindliche Umtriebe ihres ehemaligen Untergebenen bekannt geworden ist. Wenigstens für diejenigen, die des Lesens kundig waren, hätte die Chance bestanden, 1925 das Buch „Mein Kampf“ zu lesen.

Ausgerechnet Springers „Welt“ schloss sich am Sonntag seriösen Schätzungen von Opfern rechter Gewalt an und veröffentlicht in ihrem Artikel die Namen der Opfer. Wie aus den aktuellen Verlautbarungen zu ersehen ist, prescht sie damit der Politik um Monate voraus.

Neues aus der Abteilung “ Auch das hat der Verfassungsschutz nicht gesehen“ : Die „Zeit“ veröffentlicht eine eine vorläufige Bestandsaufnahme über Schulen und Kindergärten in Mecklenburg-Vorpommern. Bullerbü ist braun. Brechreizerregend, aber hochinteressant.

So, und jetzt muß ich zur Arbeit… komme jetzt schon zu spät!

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0 Kommentare zu Adolf Hitler war ein V-Mann

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  2. Daß Hitler V-Mann war ist seit Jahrzehnten bekannt. Wichtig ist jedoch zu ergänzen, daß seine V-Manntätigkeit unter einer SPD-Regierung Hofmann in Bayern durchführte. Sein Vorgesetzter Führungsoffizier Karl Mayr trat später ebenfalls in die SPD ein und war dann im Stab der paramilitärischen Milizen der SPD tätig.

    Wichtig ist auch zu ergänzen, daß Hitler wenige Monate zuvor in der Münchner Räterepublik bei Wahlen zum Vertrauensmann und stellvertretenden Battalionsrat gewählt wurde, er also ein politisches Element der basisdemokratisch aufgebauten marxistischen Rätesystems war.

    Nicht übersehen darf außerdem, daß der damit eindeutig linke Hitler unter SPD-Verantwortung politische Schulungen erhielt, weil es Ziel der V-Leute war, nach NIederwerfung des Münchener Räteseystems,die marxistischen Elemente in München zu identifizieren und sie zu vertreiben. Für diese Schulungen wurden durch Karl Mayr auch völkische Lehrer, wie Gottlob Feder engagiert. Die Zusammenführung des linken Hitler mit dem völkischen Gdanken geschah also unter SPD-Verantwortung, was wieder die Parole rechtfertigt: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“

    Hitlers Führungsoffizier Karl Mayr hat über diese Zusammenführung des damals linken Hitler mit den völkischen Elementen 1941 einen Aufsatz verfaßt, der ihm auf Befehl seines zuvor untergebenen Adolf Hitler dann auch für den Rest seines Lebens Buchenwald einbrachte, wo er dann auch verstorben wurde. Dieser Beitrag ist hier online verfügbar: http://www.history.ucsb.edu/faculty/marcuse/projects/hitler/sources/40s/41currhist/41vCurrHistHitlersBoss.htm

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    • pantoufle sagt:

      Moin, Josephine
      Entschuldige bitte die späte Freischaltung – ich kann es WordPress einfach nicht beibringen, einen einzelnen Link zu akzeptieren + 1 Woche familiärer Noteinsatz ohne Internetzugang.
      Die V-Manngeschichte und Hitler war mir einfach entfallen – mit der Genauigkeit, wie Du sie beschreibst aber auch nicht bewusst. Da muß ich wohl noch einmal nachlesen.
      Vielen Dank,
      Pantoufle

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